Interviewer: Frau Bontschev, vielen Dank, dass Sie sich die Zeit nehmen, um mit uns über die aktuellen geopolitischen Entwicklungen und deren Auswirkungen auf die Finanzmärkte zu sprechen. Präsident Bidens jüngste Aussagen zur möglichen Unterstützung eines Angriffs Israels auf iranische Ölinfrastruktur haben den Ölpreis um 3,5 % steigen lassen und die Aktienmärkte unter Druck gesetzt. Aus rechtlicher Sicht – welche Implikationen sehen Sie hier?
Rechtsanwältin Bontschev: Vielen Dank für die Einladung. Solche Aussagen von Staatsoberhäuptern wie Präsident Biden haben weitreichende Auswirkungen auf internationale Beziehungen und die globalen Märkte. Rechtlich gesehen bewegen wir uns hier im Bereich des Völkerrechts, insbesondere des UN-Charta Artikels 2(4), der den Einsatz von Gewalt in internationalen Konflikten regelt. Ein Angriff auf Ölinfrastruktur könnte als Akt der Aggression angesehen werden, was schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen könnte – nicht nur für die beteiligten Länder, sondern auch für die internationalen Handelsbeziehungen.
Interviewer: Was bedeutet das konkret für Unternehmen und Investoren, die durch solche Schwankungen in den Märkten betroffen sind?
Rechtsanwältin Bontschev: Unternehmen, insbesondere solche, die in der Energiebranche tätig sind, sowie Investoren müssen sich auf größere Volatilität einstellen. Aus rechtlicher Sicht sollten sie Risikomanagement-Strategien implementieren, die solche politischen Risiken mit einbeziehen. Verträge könnten Klauseln enthalten, die sich auf „höhere Gewalt“ beziehen, was Unternehmen ermöglichen könnte, bestimmte Verpflichtungen auszusetzen oder zu beenden, wenn geopolitische Ereignisse eintreten, die den Betrieb erheblich beeinträchtigen.
Interviewer: Präsident Biden hat auch die Frage aufgeworfen, ob er eine zweite Amtszeit anstreben sollte. Können solche politischen Unsicherheiten rechtliche Konsequenzen für die Marktteilnehmer haben?
Rechtsanwältin Bontschev: Politische Unsicherheiten, besonders in einem Land wie den USA, das eine zentrale Rolle in der Weltwirtschaft spielt, führen oft zu erhöhten Risiken. Für Unternehmen und Investoren ist es wichtig, in Krisensituationen gut abgesichert zu sein, insbesondere durch rechtlich wasserdichte Verträge. Zudem könnte die Unsicherheit über die US-amerikanische Außenpolitik nach den Wahlen auch Fragen zur Stabilität internationaler Handelsbeziehungen aufwerfen. Unternehmen sollten sich darauf einstellen, dass sich Handelsbeziehungen ändern könnten, und dies in ihren Verträgen und Geschäftsstrategien berücksichtigen.
Interviewer: Wie sollten Anleger in dieser unruhigen Marktphase agieren?
Rechtsanwältin Bontschev: Aus rechtlicher Sicht sollten Anleger sicherstellen, dass ihre Investmentverträge Flexibilität bieten, um auf volatile Marktbedingungen reagieren zu können. Eine enge Zusammenarbeit mit juristischen Beratern ist unerlässlich, um etwaige Risiken zu minimieren. Zudem sollten sie sich über politische und wirtschaftliche Entwicklungen kontinuierlich informieren und ihre Investments entsprechend diversifizieren.
Interviewer: Frau Bontschev, vielen Dank für Ihre Einschätzungen.
Rechtsanwältin Bontschev: Es war mir eine Freude, danke Ihnen!