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Lieferengpässe bei Kochsalzlösungen verschärfen sich: Apotheken und Kliniken betroffen

In Deutschland spitzt sich die Situation rund um die Versorgung mit Kochsalzlösungen dramatisch zu. Diese Lösungen, die für Infusionen, Spülungen und Operationen unerlässlich sind, sind seit Monaten in den Kliniken knapp. Nun berichten auch Apotheken von Lieferschwierigkeiten. Thomas Preis, Vorsitzender des Apothekerverbands Nordrhein, äußerte sich gegenüber der Rheinischen Post besorgt und erklärte, dass die Hersteller vielerorts nicht mehr in der Lage seien, Apotheken mit Kochsalzlösungen zu versorgen. „Die Engpässe treffen uns schwer und gefährden die medizinische Versorgung. Es ist dringend notwendig, dass die Politik eingreift und für stabile Lieferketten sorgt“, forderte Preis.

Kochsalzlösungen werden in zahlreichen Bereichen der Medizin verwendet – sie dienen als Basis für Infusionen, zur Reinigung von Wunden und in vielen chirurgischen Anwendungen. Da diese Lösungen nicht einfach ersetzt werden können, stehen sowohl Kliniken als auch Arztpraxen und Apotheken vor enormen Herausforderungen. Es wird zunehmend schwieriger, die notwendige Versorgung der Patienten sicherzustellen, und Ärzte müssen in vielen Fällen auf alternative, aber meist weniger effiziente Mittel zurückgreifen.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bestätigte, dass die Engpässe noch mehrere Monate anhalten könnten. Dies stellt besonders für Krankenhäuser ein erhebliches Problem dar, da dort die Nachfrage nach Kochsalzlösungen besonders hoch ist. Einige Einrichtungen berichteten bereits von akuten Versorgungsengpässen und befürchten, dass sich die Lage weiter verschlechtern könnte, wenn nicht bald Maßnahmen zur Stabilisierung der Lieferketten getroffen werden.

Doch Kochsalzlösungen sind nicht die einzigen Medikamente, bei denen es derzeit zu Engpässen kommt. Das BfArM erklärte, dass aktuell rund 500 Medikamente von Lieferschwierigkeiten betroffen sind – darunter auch lebenswichtige Präparate wie Antibiotika. Auch diese Engpässe bestehen seit geraumer Zeit und erschweren den Klinik- und Praxisalltag erheblich. Besonders die Versorgung mit Antibiotika, die im Winter vermehrt zur Behandlung von bakteriellen Infektionen benötigt werden, wird immer schwieriger.

Der Grund für die Engpässe liegt nach Ansicht von Experten vor allem in den globalen Lieferketten, die durch die COVID-19-Pandemie stark belastet wurden. Viele Rohstoffe und Produkte, die für die Herstellung von Medikamenten notwendig sind, werden in Asien produziert. Derzeitige Unterbrechungen in den Lieferketten – bedingt durch Transportprobleme, Produktionsverzögerungen und in einigen Fällen politische Spannungen – wirken sich nun auch auf die Verfügbarkeit in Europa und speziell in Deutschland aus.

Zudem warnen Experten davor, dass die Abhängigkeit von wenigen Herstellern ein weiteres Problem darstellt. Die europäische Produktion vieler Medikamente wurde in den letzten Jahrzehnten stark ausgelagert, wodurch Deutschland und andere europäische Länder nun auf Importe angewiesen sind. Dies betrifft nicht nur Kochsalzlösungen, sondern auch viele andere essenzielle Arzneimittel.

Thomas Preis forderte daher nicht nur kurzfristige Maßnahmen zur Behebung der aktuellen Engpässe, sondern auch langfristige Strategien, um die europäische Medikamentenproduktion zu stärken. „Europa muss unabhängiger werden. Wir dürfen uns nicht von endlos langen Lieferwegen und externen Produktionskapazitäten abhängig machen. Die Gesundheit unserer Bevölkerung darf nicht gefährdet werden“, erklärte Preis.

Das Bundesgesundheitsministerium kündigte bereits an, die Lage genau zu beobachten und in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden Maßnahmen zu ergreifen, um die Engpässe zu beheben. Eine mögliche Strategie könnte darin bestehen, finanzielle Anreize für die europäische Medikamentenproduktion zu schaffen, um die Abhängigkeit von außereuropäischen Herstellern zu verringern. Auch die Einführung einer nationalen Medikamentenreserve wird diskutiert, um künftige Krisen besser bewältigen zu können.

Bis jedoch langfristige Lösungen greifen, bleibt die Situation angespannt. Kliniken und Apotheken werden weiterhin improvisieren müssen, um die Versorgung der Patienten so gut es geht aufrechtzuerhalten. Gleichzeitig wächst der Druck auf die Politik, schnell zu handeln und die Weichen für eine nachhaltige und sichere Medikamentenversorgung in Deutschland zu stellen.

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