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UN-Bericht: Systematische Folter von Kriegsgefangenen in Ukraine dokumentiert

FuN_Lucky (CC0), Pixabay

Das UN-Menschenrechtsbüro hat in einem erschütternden Bericht Folter und Misshandlungen von Kriegsgefangenen sowohl auf ukrainischer als auch auf russischer Seite dokumentiert. Laut den Erhebungen, die auf den Aussagen mehrerer hundert befragter Gefangener basieren, sind die Misshandlungen auf beiden Seiten ein gravierendes Problem.

Danielle Bell, Leiterin der UN-Mission in Kiew, schilderte, dass ukrainische Kriegsgefangene besonders stark betroffen seien. Während ihrer gesamten Gefangenschaft erlitten sie „weitreichende und systematische Folter“, so Bell. Diese Misshandlungen umfassten physische Gewalt, Schlafentzug, Drohungen und psychologische Torturen. Die erdrückende Anzahl von Berichten ukrainischer Gefangener weist auf eine systematische Praxis hin, die tief in die Strukturen der Gefangenenhaltung eingebettet zu sein scheint.

Russische Gefangene seien hingegen nach ihrer Ankunft in den offiziellen Gefangenenlagern in Sicherheit gewesen, so der Bericht. Vor dieser Ankunft kam es jedoch auch auf russischer Seite zu Misshandlungen, die nicht minder grausam waren, wenngleich die Folter in den Gefangenenlagern selbst offenbar nicht weitergeführt wurde.

Diese schockierenden Enthüllungen werfen ein düsteres Licht auf die humanitäre Lage inmitten des andauernden Kriegs in der Ukraine. Der UN-Bericht zeigt, dass beide Seiten der Kriegsparteien schwerwiegende Verstöße gegen internationales Recht begehen, während die Opfer dieser Gewalt oftmals ohne Hoffnung auf Gerechtigkeit bleiben. Die internationale Gemeinschaft steht nun vor der Herausforderung, Wege zu finden, um diese Gräueltaten zu stoppen und den Schutz von Kriegsgefangenen gemäß den Genfer Konventionen sicherzustellen.

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