Dudenhöffer-Studie: Neuwagenpreise klettern weiter – deutliche Preissprünge bei Verbrennern und E-Autos
Der Traum vom Neuwagen wird für viele Deutsche teurer. Laut einer aktuellen Studie des renommierten Branchenexperten Ferdinand Dudenhöffer haben die Preise für Neuwagen, insbesondere bei den beliebtesten Verbrennermodellen, seit April kräftig angezogen. So kletterten die durchschnittlichen Transaktionspreise für die 20 meistverkauften Verbrenner um satte 10 Prozent und erreichten im September etwa 33.000 Euro. Auch Elektrofahrzeuge sind von dem Preisanstieg betroffen, allerdings weniger stark. Hier lag der Preisanstieg bei rund 4 Prozent, was den durchschnittlichen Preis für ein Elektroauto auf 40.500 Euro brachte. Dudenhöffer warnt davor, dass die Kostensteigerung bei Neuwagen anhalten könnte.
CSU-Landesgruppenchef Dobrindt: Ein AfD-Verbot ist der falsche Weg
Inmitten der Debatte um ein mögliches Verbot der AfD spricht sich CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt klar gegen diesen Schritt aus. In einem Interview mit der „Augsburger Allgemeinen“ erklärte er: „Man kann die AfD nicht wegverbieten, man muss sie politisch schlagen.“ Dobrindt betonte, dass es in seiner Fraktion keine Unterstützung für ein Verbotsverfahren gebe, das derzeit von Abgeordneten mehrerer Parteien ins Gespräch gebracht wird. Die CSU wolle die AfD vielmehr durch kluge politische Arbeit und konkrete Lösungen aus dem Bundestag „wegregieren“.
Schlechte Verbraucherstimmung trifft auch den Onlinehandel: Rückläufige Umsätze im E-Commerce
Der anhaltende Trend der Kaufzurückhaltung in Deutschland macht auch vor dem florierenden Onlinehandel nicht Halt. Laut einer neuen Studie des Kölner Handelsforschungsinstituts EHI wird der Netto-Umsatz der 1.000 größten Onlineshops in Deutschland 2024 voraussichtlich bei 78,3 Milliarden Euro liegen. Das klingt zunächst beeindruckend, bedeutet aber preisbereinigt ein Minus von 3,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders betroffen sind etablierte Online-Riesen wie Amazon, Otto und Zalando, aber auch das asiatische Shoppingportal Shein, das es inzwischen in die Top 20 geschafft hat. Der E-Commerce-Sektor steht vor großen Herausforderungen, die sich in den kommenden Jahren verstärken könnten.
Erneuerbare Energien auf Erfolgskurs: 56 Prozent des Stroms aus Wind, Sonne und Co.
Deutschlands Energiewende nimmt weiter Fahrt auf: In den ersten drei Quartalen 2024 deckten erneuerbare Energien beeindruckende 56 Prozent des Stromverbrauchs. Laut Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) ist der Anteil von Strom aus Windkraft, Solarenergie, Biomasse und Wasserkraft im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich gestiegen. Im Jahr 2023 lag der Anteil noch bei gut 52 Prozent. Die Zahlen unterstreichen den zunehmenden Einfluss erneuerbarer Energien auf den deutschen Strommix – ein entscheidender Schritt in Richtung Klimaneutralität.
Studie: Deutschland hinkt bei Klimaschutz im Energie- und Verkehrssektor hinterher
Deutschland, einst Vorreiter im Klimaschutz, verliert an Boden. Laut einer neuen Studie der Bertelsmann Stiftung fällt die Bundesrepublik bei den Klimaschutzbemühungen in den Sektoren Energie, Verkehr und Gebäude im europäischen Vergleich zurück. Während Länder wie Dänemark und Norwegen mit ambitionierten Maßnahmen Richtung Dekarbonisierung steuern, fehlen Deutschland noch die entscheidenden Fortschritte in den Bereichen Ökostrom, erneuerbare Wärme und emissionsfreier Verkehr. Die Studie warnt, dass ohne stärkere Anstrengungen Deutschland seine Klimaziele nicht rechtzeitig erreichen wird.
SPD-Generalsekretär Kühnert skeptisch gegenüber AfD-Verbotsverfahren
SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert hat sich zurückhaltend zur Initiative für ein Verbotsverfahren gegen die AfD geäußert. In der ntv-Sendung „Beisenherz“ betonte er, dass ein Parteiverbot juristisch fundiert sein müsse und nur mit klaren Beweisen, dass eine Partei gegen die Verfassung agiert, durchgesetzt werden könne. „Mir liegen solche Erkenntnisse derzeit nicht vor“, erklärte Kühnert. Ein Verbot sei kein politisches Werkzeug, das leichtfertig eingesetzt werden sollte. Vielmehr müsse die AfD durch überzeugende demokratische Arbeit bekämpft werden, so Kühnert.
Karlsruhe: BKA-Gesetz teilweise verfassungswidrig – Nachbesserungen gefordert
Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden: Teile des Bundeskriminalamt-Gesetzes (BKA-Gesetz) sind mit dem Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung nicht vereinbar. Konkret geht es um die Befugnisse des Bundeskriminalamts zur Datenerhebung und -speicherung, die das Gericht in Karlsruhe als verfassungswidrig bewertet hat. Die Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF) hatte gegen das 2017 reformierte Gesetz Verfassungsbeschwerde eingelegt. Das Urteil verlangt nun Anpassungen, um die datenschutzrechtlichen Vorgaben des Grundgesetzes zu erfüllen. Das BKA steht somit vor der Aufgabe, seine Methoden zur Datenerfassung grundlegend zu überarbeiten.