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Papst Franziskus fordert in Brüssel mehr Transparenz bei Missbrauchsaufarbeitung: „Keine Vertuschung mehr“

Counselling (CC0), Pixabay

Vor rund 40.000 Gläubigen im König-Baudouin-Stadion in Brüssel hat Papst Franziskus am Ende seines Besuchs in Belgien eindringlich zu mehr Transparenz bei der Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche aufgerufen. Die Messe bildete den emotionalen Höhepunkt seiner viertägigen Reise, die unter dem Schatten der Missbrauchsskandale stand. Franziskus sprach in klaren Worten: „Es darf keine Vertuschung mehr geben. Die Wahrheit muss ans Licht kommen, um den Opfern Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.“

Am Freitag hatte der Papst bereits ein tief bewegendes Treffen mit Missbrauchsopfern, die von Geistlichen der Kirche misshandelt wurden. Teilnehmer berichteten, dass Franziskus persönlich um Entschuldigung bat und ihnen versicherte, dass die Kirche alles daran setzen werde, solche Verbrechen nicht nur aufzuklären, sondern auch zukünftig zu verhindern.

Der Besuch des Papstes in Belgien stand unter einem besonderen Anlass: dem 600. Jubiläum der Katholischen Universität Löwen und ihrer Partneruniversität in Louvain-la-Neuve. Doch trotz der Feierlichkeiten war es die drängende Frage des Missbrauchs und dessen Aufarbeitung, die den Ton seiner Reden bestimmte. Mit klaren Worten und tiefem Mitgefühl forderte Franziskus die Kirche auf, sich ihrer Verantwortung zu stellen und den Opfern mit Offenheit und Gerechtigkeit zu begegnen. „Es ist unsere Pflicht, den Schmerz der Betroffenen anzuerkennen und alles zu tun, um diese Wunden zu heilen,“ erklärte der Papst, dessen Botschaft von den Anwesenden mit großer Zustimmung aufgenommen wurde.

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