In einer eindringlichen Rede vor dem litauischen Parlament hat Verteidigungsminister Boris Pistorius eindrucksvoll vor den Gefahren gewarnt, die von Russlands militärischer Aufrüstung ausgehen. Der SPD-Politiker nutzte seinen Auftritt in Vilnius, um die westlichen Verbündeten wachzurütteln und klarzustellen, dass die Ukraine nur der Anfang von Wladimir Putins geopolitischen Ambitionen sein könnte.
„Für Putin ist die freie und demokratische Lebensart der wahre Feind“, sagte Pistorius und fügte hinzu, dass die Ukraine einen „Weckruf“ darstelle – möglicherweise den letzten, den der Westen bekomme. Die mehrfach von Applaus unterbrochene Rede machte deutlich, wie ernst die Lage ist und wie wichtig es für Europa ist, geschlossen und entschlossen zu handeln.
Die Aussage, dass Putins Russland in der Ukraine nur den Anfang sieht, wirft ein düsteres Licht auf die geopolitische Zukunft Europas. Die westlichen Demokratien stehen vor der Herausforderung, einer zunehmend aggressiven russischen Außenpolitik entgegenzutreten, während sie gleichzeitig ihre eigenen Werte und Lebensweisen verteidigen.
Pistorius betonte zudem, dass es nicht nur um die Verteidigung der Ukraine geht, sondern um den Schutz der gesamten freien Welt. Die westlichen Nationen müssten ihre Verteidigungsanstrengungen verstärken und gleichzeitig diplomatische Wege zur Deeskalation finden. Doch in der derzeitigen Lage scheint klar, dass Putin kein Interesse an Diplomatie hat, sondern vielmehr darauf abzielt, den Einfluss Russlands weiter auszubauen – auch auf Kosten seiner Nachbarländer.
Die Rede des Verteidigungsministers dürfte daher nicht nur in Litauen, sondern auch in den anderen NATO-Staaten Beachtung finden. Es bleibt abzuwarten, welche konkreten Schritte in den kommenden Monaten unternommen werden, um der wachsenden Bedrohung durch Russland zu begegnen.