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Wirtschaft der Euro-Zone schrumpft im September – Sorgen um die Konjunktur nehmen zu

nosheep (CC0), Pixabay

Die Wirtschaft der Euro-Zone hat im September einen unerwarteten Dämpfer erlitten und ist erstmals seit sieben Monaten geschrumpft. Laut einer aktuellen Umfrage unter Unternehmen, die vom Finanzdienstleister S&P Global durchgeführt wurde, sank der vielbeachtete Einkaufsmanagerindex auf 48,9 Punkte – ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu den 51,0 Zählern im August. Damit liegt der Wert erneut unter der wichtigen Schwelle von 50 Punkten, was einen Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität signalisiert.

Der Einkaufsmanagerindex gilt als ein entscheidender Frühindikator für die Konjunktur, da er die Einschätzungen von Managerinnen und Managern zu den aktuellen Geschäftsbedingungen widerspiegelt. Ökonomen und Ökonominnen, die von der Nachrichtenagentur Reuters befragt wurden, hatten einen weniger drastischen Rückgang auf 50,5 Zähler erwartet, was das Ausmaß der aktuellen wirtschaftlichen Eintrübung unterstreicht.
Industrie in der Euro-Zone bleibt größtes Sorgenkind

Vor allem die Industrie bleibt der größte Bremsfaktor für die Euro-Wirtschaft. Zum 18. Mal in Folge ging die Produktion zurück – und das so stark wie seit Jahresbeginn nicht mehr. Auch der Dienstleistungssektor, der bisher die Wirtschaft einigermaßen stabilisiert hatte, verzeichnete eine spürbare Abkühlung. Hier wurde nur noch eine minimale Expansion gemeldet, die schwächste seit Februar.

In den beiden größten Volkswirtschaften der Euro-Zone sieht es besonders düster aus: In Deutschland schrumpfte die Wirtschaftsleistung im September so stark wie zuletzt im Februar, während in Frankreich nach einem kurzen, olympiabedingten Aufschwung im August nun wieder Rückgänge verzeichnet wurden.
Gedämpfte Aussichten für das Wirtschaftswachstum im Euro-Raum

Trotz eines leichten Wachstums von 0,2 Prozent beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Frühjahr zeigt sich eine zunehmende Schwäche in der Euro-Zone. Die Europäische Zentralbank hat ihren Ausblick für das BIP-Wachstum für das laufende Jahr bereits vorsorglich gesenkt und rechnet nun mit einem Anstieg von nur noch 0,8 Prozent. Die aktuelle Lage stellt die Euro-Zone vor große Herausforderungen, und die Befürchtung, dass die konjunkturelle Schwäche noch länger anhalten könnte, wächst weiter.

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