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USA verhängen hohe Zölle auf Importe aus China: Fokus auf Elektrofahrzeuge und Solarzellen

Alihassangfx (CC0), Pixabay

Die US-Regierung hat laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters drastische Zollerhöhungen auf Importe aus China beschlossen. Demnach sollen chinesische Elektrofahrzeuge mit einem 100-prozentigen Zoll belegt werden. Auch andere Produkte sind von den neuen Maßnahmen betroffen: Auf chinesische Solarzellen werden 50 Prozent Zoll erhoben, während Stahl, Aluminium, Batterien für Elektrofahrzeuge und wichtige Mineralien mit einem Aufschlag von 25 Prozent besteuert werden sollen. Viele dieser Zollerhöhungen treten bereits am 27. September in Kraft.

Die Entscheidung, so Lael Brainard, die oberste Wirtschaftsberaterin des Weißen Hauses, zielt darauf ab, die Abhängigkeit der US-Elektrofahrzeugindustrie von der chinesischen Lieferkette zu reduzieren. Sie betonte, dass diese „gezielten und harten“ Zölle notwendig seien, um Chinas staatliche Subventions- und Technologietransferpolitik entgegenzuwirken, die zu einer Überproduktion und verzerrten globalen Märkten geführt habe.

Gleichzeitig hat die US-Regierung selbst umfangreiche Steueranreize in Höhe von Hunderten Milliarden Dollar bereitgestellt, um die heimische Produktion von Elektrofahrzeugen, Solaranlagen und Halbleitern zu fördern. Diese Subventionen sind Teil eines breiteren Plans, um die amerikanische Industrie gegen den wachsenden Wettbewerb aus China zu stärken.

China kritisierte die Zollerhöhungen scharf und bezeichnete sie als „Schikane“. Die chinesische Regierung betonte, dass der Erfolg ihrer Elektroautoindustrie auf Innovationen basiere und nicht auf staatlichen Subventionen. Peking hat zudem angedeutet, dass Vergeltungsmaßnahmen gegen die USA nicht ausgeschlossen sind, was die Spannungen zwischen den beiden Wirtschaftsmächten weiter verschärfen könnte.

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