Bauministerin Klara Geywitz hat anlässlich des nationalen Tags der wohnungslosen Menschen am Mittwoch verstärkte Anstrengungen für eine schnellere und effektivere Hilfe für wohnungslose Menschen gefordert. Sie betonte, dass der Schutz von besonders gefährdeten Gruppen wie Familien und Frauen in Notunterkünften verbessert werden müsse. „Wir wollen Empfehlungen für bundesweite Standards bei Notunterkünften erarbeiten, um diese Menschen besser zu schützen,“ erklärte die SPD-Politikerin.
Laut dem Statistischen Bundesamt waren zum Stichtag 31. Januar 2024 rund 439.500 wohnungslose Menschen in Einrichtungen der Kommunen untergebracht, ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu den 372.000 Menschen im Jahr 2023. Die steigenden Zahlen unterstreichen den dringenden Handlungsbedarf, da der Mangel an bezahlbarem Wohnraum in vielen Städten zu einer verschärften Lage beiträgt.
Geywitz wies darauf hin, dass die Wohnungslosigkeit nicht nur eine Folge von wirtschaftlicher Armut, sondern auch von sozialen und gesundheitlichen Problemen sei. „Es ist entscheidend, dass wir nicht nur kurzfristige Lösungen wie Notunterkünfte anbieten, sondern auch präventive Maßnahmen ergreifen, um Wohnungsverlust zu verhindern,“ sagte sie. Dazu gehören stärkere soziale Beratungsangebote, schnelle Hilfe bei Mietrückständen und ein gezielter Ausbau von bezahlbarem Wohnraum.
Die Bauministerin forderte zudem eine bessere Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Kommunen, um die unterschiedlichen Unterstützungsprogramme effizienter zu gestalten. Ein weiteres Ziel sei es, Wohnungslose schneller aus den Einrichtungen in dauerhafte Wohnformen zu vermitteln, um langfristige Perspektiven zu schaffen.