Bolivien hat aufgrund der schwerwiegenden Waldbrände den nationalen Notstand ausgerufen, wie das Verteidigungsministerium gestern mitteilte. Verteidigungsminister Edmundo Novillo erklärte, dass dieser Schritt es dem Land ermögliche, schneller und flexibler internationale Unterstützung zu erhalten. „Der nationale Notstand erleichtert die Koordination von Hilfe durch befreundete Länder und internationale Organisationen,“ sagte Novillo vor Journalisten.
Waldbrände erreichen dramatisches Ausmaß
Laut der brasilianischen Raumfahrtforschungsagentur (INPE), die Waldbrände überwacht, sind in Bolivien allein in diesem Jahr bereits drei Millionen Hektar Land durch Brände zerstört worden – ein Höchststand seit 2010. Die Feuersaison in Südamerika hat derzeit ihren Höhepunkt erreicht, und auch in Brasilien sowie in der Amazonas-Region wüten nach einer extremen Dürre zahlreiche Großbrände.
Bolivien hofft nun auf schnelle internationale Hilfe, um die Brände unter Kontrolle zu bringen und den betroffenen Regionen Unterstützung zu bieten. Der nationale Notstand soll es ermöglichen, Ressourcen effizienter einzusetzen und die Feuerbekämpfung zu intensivieren.