Sahra Wagenknecht, die Vorsitzende der Partei BSW, wurde bei einer Wahlkampfveranstaltung in Erfurt Opfer einer gezielten Farbattacke. Der Vorfall ereignete sich während einer öffentlichen Rede, als ein bislang unbekannter Angreifer plötzlich auf die Bühne stürmte und Wagenknecht mit rosa Farbe bespritzte. Die Farbe traf sie an Kopf, Hals und Oberkörper. Trotz des überraschenden Angriffs blieb Wagenknecht unverletzt, wie ein Sprecher der BSW bestätigte.
Die Polizei reagierte schnell und konnte den Täter noch am Tatort festnehmen. Die Hintergründe der Tat sowie die Motive des Angreifers sind bisher noch unklar und Gegenstand laufender Ermittlungen.
Sahra Wagenknecht äußerte sich kurz nach dem Vorfall und versicherte, dass es ihr gut gehe. Sie zeigte sich unbeeindruckt von der Attacke und setzte ihre Wahlkampftätigkeiten fort. Dennoch hat der Vorfall Besorgnis hinsichtlich der Sicherheit von Politikern und öffentlichen Personen während des Wahlkampfes ausgelöst.
Thüringens Innenminister und SPD-Spitzenkandidat Georg Maier verurteilte die Tat aufs Schärfste. In einer Stellungnahme betonte er, dass politische Auseinandersetzungen niemals durch Gewalt oder Einschüchterung geführt werden dürfen. Maier hob hervor, dass solche Angriffe nicht nur die betroffene Person, sondern auch die demokratische Kultur insgesamt gefährden.
Der Vorfall hat eine breitere Diskussion über die Sicherheit bei öffentlichen Auftritten von Politikern entfacht. Insbesondere im Vorfeld von Wahlen werden die Schutzmaßnahmen oft verstärkt, doch dieser Angriff zeigt, dass die Bedrohung durch unvorhergesehene Aktionen jederzeit real ist. Experten und politische Beobachter fordern nun eine Überprüfung der Sicherheitskonzepte bei politischen Veranstaltungen, um solche Vorfälle in Zukunft besser verhindern zu können.