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Drogenbeauftragter fordert striktes Alkoholverbot für Jugendliche unter 18 Jahren

ottawagraphics (CC0), Pixabay

Der Sucht- und Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Burkhard Blienert (SPD), hat seine Forderung nach einem generellen Alkoholverbot für Minderjährige erneut bekräftigt. In einem Interview mit der „Rheinischen Post“ sprach er sich deutlich dafür aus, den Konsum von Alkohol erst ab dem vollendeten 18. Lebensjahr und somit ab der Volljährigkeit zu erlauben. Blienert argumentiert, dass Jugendliche besonders schutzbedürftig sind und durch den frühen Konsum von Alkohol langfristige gesundheitliche Schäden davontragen können.

Derzeit erlaubt das Jugendschutzgesetz in Deutschland, dass Jugendliche bereits ab 16 Jahren Bier, Wein und ähnliche alkoholische Getränke konsumieren dürfen, sofern sie sich in Begleitung ihrer erziehungsberechtigten Eltern befinden. Blienert sieht in dieser Regelung jedoch eine erhebliche Gefahr, da sie den Einstieg in den Alkoholkonsum zu früh ermögliche und damit potenziell riskantes Verhalten fördere.

Die Forderung nach einer Anhebung der Altersgrenze für den Alkoholkonsum auf 18 Jahre ist Teil von Blienerts umfassender Strategie, um den Jugendschutz in Deutschland zu stärken und den Missbrauch von Alkohol unter Jugendlichen einzudämmen. Er verweist dabei auch auf internationale Beispiele, in denen strengere Regelungen erfolgreich dazu beigetragen haben, den Alkoholkonsum und dessen negative Auswirkungen in der jungen Bevölkerung zu reduzieren.

Blienerts Vorstoß trifft jedoch auch auf Kritik, insbesondere von Seiten derjenigen, die eine stärkere Verantwortung der Eltern und eine differenzierte Betrachtung der Thematik fordern. Dennoch bleibt er bei seiner Position und betont, dass es im Interesse der Gesundheit und Zukunft junger Menschen liegt, klare und strenge Regeln zu setzen. Sein Ziel ist es, durch die Anhebung der Altersgrenze nicht nur die körperliche Unversehrtheit der Jugendlichen zu schützen, sondern auch die soziale Akzeptanz des Alkoholkonsums in der Gesellschaft kritisch zu hinterfragen.

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