Zum diesjährigen „Tag der Heimat“ hat der Bund der Vertriebenen einen eindringlichen Appell an die internationale Gemeinschaft gerichtet: Vertreibungen sollen weltweit geächtet und wirkungsvoll verhindert werden. Verbandspräsident Bernd Fabritius nutzte den Gedenktag, um auf das Leid der Heimatvertriebenen hinzuweisen und forderte ein entschiedenes Vorgehen gegen jegliche Form von Vertreibung.
Kritik am russischen Angriffskrieg
In seiner Rede verurteilte Fabritius den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine als „unerträgliches Geschehen“, das die Weltgemeinschaft nicht hinnehmen dürfe. Er betonte, dass die schmerzhaften Erfahrungen der Vertriebenen in Europa und weltweit Mahnung genug sein müssten, um sich geschlossen gegen Vertreibungen und Kriege zu stellen, die Millionen von Menschen ihr Zuhause und ihre Lebensgrundlage kosten.
Erfahrungen aus der Vergangenheit als Mahnung für die Zukunft
Fabritius, selbst aus einer vertriebenen Familie stammend, verwies auf die leidvollen Erfahrungen, die Millionen von Menschen im Zuge von Kriegen und Konflikten durch Vertreibung gemacht haben. „Wir müssen aus unserer Geschichte lernen und sicherstellen, dass niemand mehr das Schicksal erleiden muss, seine Heimat zu verlieren“, sagte er. Der Bund der Vertriebenen setzt sich seit Jahren für die Rechte und das Gedenken derjenigen ein, die ihre Heimat verloren haben, und kämpft für eine Welt ohne Vertreibungen.
Gedenktag unter dem Zeichen der Solidarität
Der diesjährige „Tag der Heimat“ steht unter dem Motto „Heimatvertriebene und Heimatverbliebene – Gemeinsam für ein friedliches Europa“. Dieses Motto soll die Solidarität zwischen den Menschen, die aus ihrer Heimat vertrieben wurden, und jenen, die geblieben sind, betonen. Fabritius unterstrich, dass nur durch gemeinsame Anstrengungen ein Europa entstehen könne, das sich durch Frieden und Zusammenhalt auszeichnet.
Appell an die internationale Gemeinschaft
Der Bund der Vertriebenen ruft Regierungen, internationale Organisationen und die Zivilgesellschaft dazu auf, sich aktiv für die Ächtung von Vertreibungen einzusetzen und Maßnahmen zu ergreifen, die solche Verbrechen verhindern. Nur durch globales Engagement und Zusammenarbeit könne eine Zukunft ohne Vertreibungen und unfreiwillige Migration erreicht werden.
Mit diesem Aufruf erinnert der „Tag der Heimat“ nicht nur an die Vergangenheit, sondern richtet den Blick auch in die Zukunft – mit der Hoffnung auf eine Welt, in der jeder Mensch in Frieden und Sicherheit leben kann.