Die rechtspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Katrin Helling-Plahr, setzt sich mit Nachdruck dafür ein, das seit 1990 bestehende Verbot der Eizellspende in Deutschland aufzuheben. In einem Interview mit MDR AKTUELL betonte Helling-Plahr, dass Kinder, die durch Eizellspenden gezeugt wurden, in stabilen und liebevollen Eltern-Kind-Beziehungen aufwachsen und psychisch gesund sind. Diese Erkenntnisse stützen sich auf zahlreiche ausländische Studien, die zeigen, dass das Kindeswohl bei solchen Familienkonstellationen nicht beeinträchtigt wird.
Helling-Plahr widerspricht der Befürchtung, dass Frauen in Deutschland aufgrund wirtschaftlicher Notlage Eizellen spenden könnten. Sie betont, dass es – ähnlich wie bei Blut- oder Samenspenden – nur eine Aufwandsentschädigung geben würde, die keine finanzielle Ausbeutung zulässt.
Das derzeitige Embryonenschutzgesetz aus dem Jahr 1990 verbietet die Eizellspende in Deutschland. Die FDP plant nun, diese Regelung mit einer fraktionsübergreifenden Initiative noch vor den Bundestagswahlen 2025 zu ändern. Ziel ist es, Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch neue Möglichkeiten zu bieten, ohne dabei das Wohl der betroffenen Kinder oder der spendenden Frauen zu gefährden.