Die Deutsche Polizeigewerkschaft in Sachsen hält die Nennung der Nationalität von Straftätern für praktisch wenig vorteilhaft. Landesvorsitzende Cathleen Martin erklärte, dass diese Praxis lediglich zu geringfügig weniger Presse- und Bürgeranfragen führe, da für die Polizei jeder Straftäter gleich sei. Im Gegensatz dazu weist die Chemnitzer Kriminologin Deliah Wagner darauf hin, dass in der Öffentlichkeit oft strengere Strafen für Tatverdächtige mit ausländischer Nationalität gefordert werden. Sachsen ist derzeit das einzige mitteldeutsche Bundesland, das konsequent die Nationalität mutmaßlicher Straftäter veröffentlicht.
Polizeigewerkschaft: Nennung der Straftäter-Nationalität bringt keine praktischen Vorteile


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