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Jobturbo für ukrainische Flüchtlinge bleibt hinter Erwartungen zurück: Ziel deutlich verfehlt

geralt (CC0), Pixabay

Die Bundesregierung verfehlt offenbar ihr Ziel, mehr ukrainische Flüchtlinge in Arbeit zu bringen. Laut einem Bericht der „Passauer Neue Presse“, der sich auf Angaben der Bundesarbeitsagentur stützt, haben bisher nur knapp 33.000 Ukrainer über den sogenannten Jobturbo eine Beschäftigung gefunden. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hatte das Ziel gesetzt, etwa 200.000 Ukrainer in Arbeit zu bringen.

Das im Herbst eingeführte Programm richtet sich an Geflüchtete mit einer Bleibeperspektive und umfasst insgesamt rund 400.000 Menschen, die bereits Integrations- und Sprachkurse abgeschlossen haben. Trotz dieser Bemühungen bleibt die Vermittlungsquote weit hinter den Erwartungen zurück.

Experten vermuten, dass verschiedene Faktoren zur niedrigen Vermittlungsrate beitragen. Dazu gehören unter anderem bürokratische Hürden, mangelnde Anerkennung von Qualifikationen und Sprachbarrieren. Zudem erschwert die aktuelle wirtschaftliche Lage den Arbeitsmarktzugang für Geflüchtete.

Die Bundesregierung plant nun, das Programm zu evaluieren und Anpassungen vorzunehmen, um die Vermittlungschancen zu verbessern. Dazu gehören möglicherweise intensivere Schulungen, bessere Anerkennungsverfahren für ausländische Abschlüsse und eine engere Zusammenarbeit mit Unternehmen, um spezifische Arbeitsplätze für die Zielgruppe zu identifizieren und zu schaffen.

Minister Heil betonte die Notwendigkeit, die Integrationsbemühungen zu verstärken und versprach, weitere Maßnahmen zu ergreifen, um das ambitionierte Ziel doch noch zu erreichen.

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