Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten des Hamburger Hafens zu einem Streik am Freitag aufgerufen. Eine zweite Verhandlungsrunde mit dem Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe über bessere Löhne blieb am Donnerstag ergebnislos, wie die Gewerkschaft mitteilte. „Das Angebot, das die Arbeitgeber vorgelegt haben, ist völlig unzureichend“, sagte Verdi-Verhandlungsführerin Maren Ulbrich.
Um Druck auf die Arbeitgeberseite auszuüben, rief die Gewerkschaft die Hafenarbeiterinnen und Hafenarbeiter dazu auf, ihre Arbeit am Freitag bis zum späten Abend niederzulegen. Die Streikmaßnahme soll die Dringlichkeit der Forderungen nach fairen Löhnen und besseren Arbeitsbedingungen unterstreichen.
Der Streik im Hamburger Hafen wird voraussichtlich erhebliche Auswirkungen auf den Schiffsverkehr und die Logistik haben. Verzögerungen bei der Abfertigung von Schiffen und der Weiterleitung von Waren sind zu erwarten. Die Hafenbetriebe und betroffenen Unternehmen sind aufgerufen, sich auf mögliche Beeinträchtigungen vorzubereiten.
Verdi betont die Notwendigkeit von Verbesserungen der Löhne und Arbeitsbedingungen, um den Beschäftigten gerecht zu werden und eine faire Entlohnung sicherzustellen. Die Gewerkschaft fordert die Arbeitgeberseite auf, schnellstmöglich ein neues, verbessertes Angebot vorzulegen, um weitere Streiks und damit verbundene wirtschaftliche Schäden zu vermeiden.
Die Verhandlungen werden fortgesetzt, und es bleibt abzuwarten, ob eine Einigung erzielt werden kann, die den Forderungen der Hafenarbeiter gerecht wird und gleichzeitig die Funktionsfähigkeit des Hafens sichert.