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Weinkonsum

Pexels (CC0), Pixabay

Der Weinkonsum in Europa geht zurück, und Winzer reagieren auf den sinkenden Absatz und zu große Anbauflächen. In einigen Regionen wird Industriealkohol aus Wein hergestellt, um unverkäufliche Bestände zu nutzen. Die EU stellt hierfür 100 Millionen Euro bereit. In Deutschland ist nicht nur der Bierkonsum rückläufig, sondern auch der Weinkonsum, besonders in traditionellen Weinregionen wie Franken. Die Gründe für den Trend sind demografische Veränderungen und sich wandelnde Konsumgewohnheiten. Ältere Menschen trinken weniger aus gesundheitlichen Gründen, während jüngere Generationen ihren Lebensstil ändern und weniger Alkohol konsumieren.

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, planen fränkische Winzer vermehrt alkoholfreien Wein und Secco anzubieten. Biowein bleibt stabil, hat jedoch nur einen Marktanteil von vier Prozent. Einige Winzer in Württemberg haben EU-Gelder für die „Krisendestillation“ beantragt, bei der unverkäuflicher Wein zu Industriealkohol verarbeitet wird. Dieser Prozess erhielt im letzten Jahr über 100 Millionen Euro an Agrarsubventionen, hauptsächlich für französische, portugiesische und italienische Winzer.

Die Überproduktion von Wein in Europa wird durch Klimaveränderungen und unpassende klimatische Bedingungen, insbesondere in Regionen wie Bordeaux, verstärkt. Einige Winzer in Rheinhessen möchten gerodete Rebflächen stilllegen dürfen, um die Überproduktion zu kontrollieren. Der Klimawandel zeigt jedoch auch Potenzial für deutsche Betriebe mit höheren Temperaturen, die neue Rebsorten ermöglichen. Es bleibt jedoch die Herausforderung, die Qualitäten des deutschen Weins besser zu vermarkten und zu fördern.

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