Die Verbreitung sexuell übertragbarer Krankheiten nimmt in der Europäischen Union besorgniserregend zu, wie die EU-Gesundheitsbehörde ECDC mitteilte. Insbesondere die Gonorrhö, auch als Tripper bekannt, verzeichnete im Jahr 2022 einen alarmierenden Anstieg auf mehr als 70.000 Fälle, was einem Zuwachs von 48 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Auch die Fälle von Syphilis und Chlamydien nahmen deutlich zu, und die ECDC warnt davor, dass die gemeldeten Zahlen wahrscheinlich nur die Spitze des Eisbergs darstellen.
Die Behörde ruft angesichts dieser Entwicklungen zu verstärkten Aufklärungs- und Präventionsmaßnahmen auf. Es wird betont, dass eine umfassende Sensibilisierungskampagne notwendig ist, um das Bewusstsein für sexuell übertragbare Krankheiten zu schärfen und die Bevölkerung über die Risiken aufzuklären. Die ECDC betont die Wichtigkeit von präventiven Maßnahmen, insbesondere von sicheren Sexualpraktiken und regelmäßigen Gesundheitschecks.
Die steigenden Zahlen verdeutlichen die Dringlichkeit, die Bekämpfung sexuell übertragbarer Krankheiten zu intensivieren und die öffentliche Gesundheit in diesem Bereich zu stärken.