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Elbtower

geralt (CC0), Pixabay

Hamburg hält vorläufig an dem Grundstück des Elbtowers fest und plant nicht, es sofort zurückzukaufen. Diese Entscheidung wurde im Haushaltsausschuss der Bürgerschaft am Freitag bekannt gegeben. Die Stadt zeigt sich geduldig und möchte den Investoren Zeit verschaffen, um nach der Insolvenzanmeldung der Elbtower Immobilien GmbH & Co. KG eine Lösung zu finden.

Aktuell ist die Baustelle des Elbtowers, die sich in der Hamburger Hafencity befindet, größtenteils verlassen. Lediglich das Wachpersonal ist tätig und wird entlohnt. Die Hochbaufirma Lupp wartet derweil auf die Bezahlung von 37 Millionen Euro, während die Stadt Hamburg auf eine Summe von 1,2 Millionen Euro hofft, die für Statikarbeiten vorgesehen war. Diese Details wurden erstmalig im Ausschuss öffentlich. Trotz dieser finanziellen Unsicherheiten ist Stadtentwicklungssenatorin Karen Pein (SPD) zuversichtlich, dass die Stadt ihre Investitionen nicht verlieren wird. Sie erwägt, die Forderung von 1,2 Millionen Euro mit einem möglichen Rückkauf des Grundstücks zu verrechnen.

Pein möchte jedoch das Rückkaufrecht noch nicht aktivieren und den Investoren stattdessen die Möglichkeit geben, die Insolvenzsituation zu klären. Sollten die Investoren keine neuen Finanzquellen für den Elbtower auftun, könnte die Stadt das Grundstück, auf dem sich der teilweise errichtete Bau im Wert von circa 300 Millionen Euro befindet, ohne weitere Kosten übernehmen.

Der Insolvenzverwalter ist ebenfalls auf der Suche nach neuen Investoren und hat einen Verkaufsprozess für den Elbtower gestartet, um das Projekt attraktiv für potenzielle Geldgeber zu machen.

Die Insolvenzanmeldung der Elbtower Immobilien GmbH & Co. KG zu Beginn des Jahres steht im Zusammenhang mit der finanziellen Schieflage der Signa Prime Selection AG, die von dem österreichischen Immobilienmagnaten René Benko geführt wird. Benkos Firmenimperium geriet durch steigende Zinsen, Bau- und Energiekosten ins Wanken.

Der Elbtower, geplant als markantes Wahrzeichen am östlichen Ende der Hamburger Hafencity, soll einmal 245 Meter hoch werden und damit das dritthöchste Bauwerk Deutschlands darstellen. Neben Büroflächen sind auch Geschäfte, Galerien, Restaurants und eine Aussichtsplattform vorgesehen. Die Baukosten wurden bislang auf 950 Millionen Euro geschätzt. Seit Ende Oktober ruhen die Bauarbeiten bei einer erreichten Höhe von 100 Metern, da ausstehende Rechnungen nicht beglichen wurden.

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