Inmitten des pulsierenden Herzens Europas, wo Deutschland als Land der Dichter und Denker, des Fortschritts und der Freiheit gefeiert wird, erleben wir eine bedrückende Renaissance des Antisemitismus. Ein Phänomen, das wie ein dunkler Schatten über der facettenreichen Kultur des Landes liegt.
Bundestagspräsidentin Bas hat kürzlich den dringenden Bedarf nach erhöhter Polizeipräsenz betont, insbesondere auf den Wegen zur Synagoge. Ein Aufruf, der eine alarmierende Notlage offenbart.
Die Stärkung der Polizeikräfte ist zweifelsohne wichtig, doch darf man sich fragen, ob dies die alleinige Antwort auf ein so tief verwurzeltes Problem ist. Bas‘ Aufruf zur verstärkten Solidarität aus der Zivilgesellschaft hallt nach – ein Zusammenrücken, ein Bündnis gegen den Hass. Doch wie weit muss dieser Hass eigentlich gehen, bis er ernst genommen wird? Und vor allem: Wie weit sind wir eigentlich davon entfernt, dass jeder jüdische Bürger in Deutschland einen persönlichen Schutz benötigt?
Die Vorstellung mag extrem klingen, doch die Realität zwingt uns zu einer provokativen Frage: Stehen wir in Deutschland wirklich kurz davor, für jeden jüdischen Mitbürger einen Personenschutz bereitzustellen? Ein Land, das seine Lehren aus der Vergangenheit gezogen haben sollte, steht erneut an einem Wendepunkt. Es ist an der Zeit, aufzustehen, die Zeichen zu erkennen und entschlossen gegen diese dunkle Welle vorzugehen, bevor sie zu einer Flut wird.