Die Hauptstadtregion ist ein wichtiger Standort für die deutsche Film- und TV-Branche, mit über 5.000 Unternehmen und fast 50.000 Beschäftigten. Doch der Streik der Drehbuchschreiber und Schauspieler in Hollywood könnte diesen Wirtschaftszweig hart treffen.
Das renommierte Studio Babelsberg hat bereits eine große Hollywood-Produktion gestoppt, und die Postproduktion von anderen Filmen stockt wegen des Streiks. Produktionsverzögerungen könnten teuer werden, da Kredite zurückgezahlt werden müssen und Kosten durch Verzögerungen entstehen.
Neben Produzenten leiden auch andere Unternehmen, wie Kostümverleiher, unter den Auswirkungen des Streiks. Absagen und Verschiebungen von Produktionen führen zu Umsatzverlusten.
Aktuell wirkt sich der Streik vor allem auf laufende Produktionen aus, aber im kommenden Jahr könnten auch die Kinos in Berlin und Brandenburg betroffen sein, wenn kein Nachschub aus Hollywood kommt.
Obwohl der Streik deutsche und europäische Produktionen fördern könnte, können sie das gesamte Filmgeschäft nicht retten, da Hollywood-Produktionen immer noch mehr Zuschauer anziehen. Die deutsche Filmbranche ist Teil einer internationalen Wertschöpfungskette und kann langfristig nicht ohne große US-Produktionen überleben.