Berlin – Geringstes Bevölkerungswachstum seit 2011

Der Zuzug in die Bundeshauptstadt verringert sich deutlich. Von Januar bis September 2019 stieg die Zahl der Berliner nur noch um 11.700 Personen. Damit lebten zum 30. September des vergangenen Jahres 3.656.500 Menschen in der Stadt. Mehr Bürger ziehen dem Amt für Statistik Berlin-Brandenburg zufolge nach Brandenburg als umgekehrt. Das gleiche gilt für die restlichen östlichen Bundesländer. Aus dem westlichen Teil Deutschlands und dem Ausland ist jedoch noch immer ein höherer Zu-, als Wegzug zu verzeichnen. Damit setzt sich der Trend fort, der 2018 erstmals registriert werden konnte. Während in den Jahren zuvor Berlin pro Jahr um rund 40.000 Personen wuchs, sank der Zuzug in dem Jahr auf „nur noch“ 31.300.

Dies könnte als positiven Effekt zu einer Trendwende auf dem Wohnungsmarkt führen. Nach Einschätzung von Experten wird sich nämlich der Neubau von Wohnungen für die nächsten zwei bis drei Jahre weiter auf dem bisherigen Niveau bewegen. Dies ist sicherlich auch bedingt durch die Dauer von Genehmigungsverfahren. Damit dürfte die Nachfrage sinken, was wiederum zu einer Senkung der Immobilienpreise führen könnte.

Derzeit sei es aber noch „zu früh, Entwarnung für den Wohnungsmarkt zu geben“, äußerte sich die stellvertretende Geschäftsführerin des Berliner Mietervereins, Wibke Werner. Vor allem, da der Bedarf an günstigen Mietwohnungen noch lange nicht gedeckt sei, wie der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen die Situation kommentierte.

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