PROAKTIVA GmbH: BaFin setzt Geldbußen fest

Die BaFin hat am 7. März 2019 Geldbußen in Höhe von 12.600 Euro gegen die PROAKTIVA GmbH festgesetzt.

Der Sanktion lagen Verstöße gegen § 24 Abs. 1 Nr. 15 Kreditwesengesetz (KWG) alte Fassung zugrunde. Die PROAKTIVA GmbH hatte die Bestellung eines Mitglieds des Aufsichtsorgans gegenüber der BaFin und der Deutsche Bundesbank nicht rechtzeitig angezeigt. Der Bußgeldbescheid ist rechtskräftig.

Anbei weitere Informationen über das betroffene Unternehmen und die letzte Bilanz:

Amtsgericht Hamburg Aktenzeichen: HRB 154372 Bekannt gemacht am: 26.11.2018 15:18 Uhr
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Neueintragungen
26.11.2018
HRB 154372: PROAKTIVA GmbH, Hamburg, Brodschrangen 1 – 5, 20457 Hamburg. Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag vom 08.10.2018. Geschäftsanschrift: Brodschrangen 1 – 5, 20457 Hamburg. Gegenstand: a) Die Vermittlung von Geschäften über die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten oder deren Nachweis (Anlagevermittlung), § 1 Abs. 1 a S. 2 Nr. 1 KWG; b) die Abgabe von persönlichen Empfehlungen an Kunden oder deren Vertreter, die sich auf Geschäfte mit bestimmten Finanzinstrumenten beziehen, sofern die Empfehlung auf eine Prüfung der persönlichen Umstände des Anlegers gestützt oder als für ihn geeignet dargestellt wird und nicht ausschließlich über Informationsverbreitungskanäle oder für die Öffentlichkeit bekannt gegeben wird (Anlageberatung), § 1 Abs. 1 a S. 2 Nr. 1 a KWG; c) die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten im fremden Namen für fremde Rechnung (Abschlussvermittlung), § 1 Abs. 1 a S. 2 Nr. 2 KWG; d) die Verwaltung einzelner in Finanzinstrumenten angelegter Vermögen für andere mit Entscheidungsspielraum (Finanzportfolioverwaltung), § 1 Abs. 1 a S. 2 Nr. 3 KWG; e) der laufende Ankauf von Forderungen auf der Grundlage von Rahmenverträgen mit oder ohne Rückgriff (Factoring), § 1 Abs. 1 a S. 2 Nr. 9 KWG; f) der Abschluss von Finanzierungsleasingverträgen als Leasinggeber und die Verwaltung von Objektgesellschaften im Sinne des § 2 Abs. 6 Satz 1 Nr. 17 KWG (Finanzierungsleasing), § 1 Abs. 1 a S. 2 Nr. 10 KWG; g) die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten für eine Gemeinschaft von Anlegern, die natürliche Personen sind, mit Entscheidungsspielraum bei der Auswahl der Finanzinstrumente, sofern dies ein Schwerpunkt des angebotenen Produktes ist und zu dem Zweck erfolgt, dass diese Anleger an der Wertentwicklung der erworbenen Finanzinstrumente teilnehmen (Anlageverwaltung), § 1 Abs. 1 a Nr. 11 KWG; h) die Beratung von institutionellen und privaten Anlegern, insbesondere durch die Auswahl, Analyse und Empfehlung von kleinen und mittleren Unternehmen; Dienstleistungen aller Art, die im weiteren Umfeld der Vermögensverwaltung anzusiedeln sind und alle mit diesen Zwecken zusammenhängenden Tätigkeiten, für die eine Erlaubnis nicht erforderlich bzw. erteilt ist. Die Gesellschaft ist Finanzdienstleistungsinstitut im Sinne des § 1 Abs. 1a KWG. Stammkapital: 200.000,00 EUR. Allgemeine Vertretungsregelung: Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten. Alleinvertretungsbefugnis kann erteilt werden. Geschäftsführer können ermächtigt werden, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte vorzunehmen.Bestellt Geschäftsführer: Peters, Torben, Hamburg, *29.03.1972; Treiber, Susanne, Hamburg, *28.10.1967; Witte, Matthias, Schneverdingen, *04.12.1957, jeweils vertretungsberechtigt gemäß allgemeiner Vertretungsregelung; mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen. Gesamtprokura gemeinsam mit einem Geschäftsführer oder einem anderen Prokuristen: Bormann, Bernd, Norderstedt, *13.07.1943; Komischke, Andreas, Lehrte, *11.11.1969; Langeloh, Lars, Isernhagen, *19.06.1973; Lutz, Eberhard, Hannover, *30.04.1953; Rupprecht, Jürgen, Wunstorf, *12.01.1962; Röhrs, Tobias, Hamburg, *31.03.1962; Wielsch, Norbert, Hamburg, *10.04.1966. Entstanden durch Umwandlung im Wege des Formwechsels der PROAKTIVA AG, Hamburg (Amtsgericht Hamburg HRB 72742) nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 08.10.2018. Folgender Vertrag bleibt bestehen: Mit der HÖVELRAT Holding AG mit Sitz in Hamburg (Amtsgericht Hamburg HRB 62914) als herrschendem Unternehmen ist am 21.06.2017 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen worden. Ihm hat die Hauptversammlung vom 25.07.2017 zugestimmt. Wegen des weitergehenden Inhalts wird auf den genannten Vertrag und die zustimmenden Beschlüsse Bezug genommen.

HÖVELRAT Holding AG

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

Inhaltsverzeichnis

A. Lagebericht des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2017

B. Bilanz zum 31. Dezember 2017

C. Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 – 31. Dezember 2017

D. Anhang für das Geschäftsjahr 2017

E. Bestätigungsvermerk

F. Bericht des Aufsichtsrats

A. Lagebericht des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2017

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Geschäftsmodell

Die HÖVELRAT Holding AG definiert ihren Unternehmenszweck wie folgt:

Gegenstand des Unternehmens ist der Erwerb, das Halten und die Verwaltung von Gesellschaftsbeteiligungen und sonstigen Vermögensgegenständen. Dieser umfasst insbesondere auch die Durchführung weiterführender Dienstleistungen aus dem Bereich Verwaltung und Organisation für Beteiligungsunternehmen.

1.2. Ziele und Strategien

Das Unternehmensziel der HÖVELRAT Holding AG besteht in der Überwachung ihres Beteiligungsportfolios. Zu diesem Zweck ist sie in der Übernahme und Bereitstellung von Dienstleistungen in Bereichen der Verwaltung und Organisation im Rahmen ihres vorgenannten Unternehmenszwecks für ihre Beteiligungsgesellschaften tätig.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

2017 war ein guter Aktienjahrgang. In den USA hat der S & P 500 im Jahr 2017 mit Ausnahme des Aprils jeden Monat neue Allzeithochs erklommen. Beflügelt wurde der US-Markt durch einen schwächeren Dollar, steigende Unternehmensgewinne und die Aussicht auf umfangreiche Steuersenkungen durch Präsident Trump. Die robuste Weltkonjunktur, höhere Ölpreise und niedrige Zinsen haben dabei die Aktienmärkte weltweit unterstützt. Der starke Euro dämpfte hingegen die Renditen der Engagements außerhalb der Eurozone.

Für 2018 erwarten wir, dass die Aktienkurse weltweit um etwa 2% bis 5% steigen, unterstützt durch höhere Unternehmensgewinne und fehlende Anlagealternativen bei nur moderat höheren Zinsen. Profitabilitätsmargen haben ihre historischen Höchststände noch nicht wieder erreicht. Der Höhepunkt der Margen sollte noch vor uns liegen, insbesondere im Euroraum. Allerdings sollten die Bewertungen am Aktienmarkt bei steigenden Zinsen und einer weniger expansiven Geldpolitik nicht mehr allzu stark anziehen.

Der Devisenmarkt war im Jahr 2017 geprägt vom kräftigen Comeback des Euro-Kurses gegenüber dem US-Dollar. Der Kurs des Euros stieg von 1,0521 auf 1,2005. Da sich der Aufschwung in der Eurozone im Jahr 2018 fortsetzen wird, bleibt die Perspektive für die Gemeinschaftswährung grundsätzlich positiv. Gleichwohl ist mit dem rasanten Anstieg des Eurokurses Mitte 2017 schon ein großer Teil der positiven Aussichten eingepreist. Eine erneute Euro-Rallye ist somit im kommenden Jahr nicht zu erwarten. Dem Euro-Dollarkurs dürfte im Jahresverlauf eine Seitwärtsbewegung auf dem gegenwärtigen Niveau bevorstehen. Die Geldpolitik diesseits und jenseits des Atlantiks wird aber für größere Schwankungen sorgen.

2.2. Geschäftsentwicklung

Mit dem Erwerb der Andreas Meißner Vermögensmanagement GmbH am 30.05.2017 vereint die HÖVELRAT Holding AG erstmals zwei Beteiligungsgesellschaften unter ihrem Dach. Während die PROAKTIVA AG ihren Geschäftsschwerpunkt in der Vermögensverwaltung von privaten und institutionellen Kunden hat, ist die Andreas Meißner Vermögensmanagement GmbH in der Anlageberatung und Anlagevermittlung ihrer in 2007 aufgelegten eigenen Investmentfonds AM Fortune Fund Offensive und AM Fortune Fund Defensive tätig. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 04.08.2017 wurden mit beiden Tochtergesellschaften Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge geschlossen, die im Unternehmensverbund eine steuerliche, wirtschaftliche, organisatorische und personelle Eingliederung gewährleisten. Beide Gesellschaften überzeugten im Geschäftsjahr 2017 mit überdurchschnittlichen Ergebnisabführungen, so dass die HÖVELRAT Holding AG ihren Jahresüberschuss um T€ 571 auf T€ 1.009 gegenüber dem Vorjahr deutlich steigern konnte.

Durch die positive Entwicklung am Kapitalmarkt konnte die Prognose für das Tochterunternehmen, das Provisionsergebnis und den Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung im einstelligen Prozentbereich zu steigern, deutlich übertroffen werden.

Darüber hinaus sind folgende Details anzumerken:

• Die PROAKTIVA AG führte T€ 1.610 (Vorjahr T€ 740) und die Andreas Meißner Vermögensmanagement GmbH T€ 446 an die Muttergesellschaft ab.

• In der Jahreshauptversammlung 2017 wurden diverse Kapitalmaßnahmen beschlossen.

• Die Vorstandsbestellungen von Herrn Torben Peters und Frau Susanne Treiber wurden bis zum 30.09.2022 verlängert und um ein weiteres Vorstandsmitglied erweitert. Herr Matthias Witte wurde für die nächsten 3 Jahre bis zum 30.09.2020 ebenfalls zum Vorstand bestellt. Die Vorstandsdienstverträge wurden zum 01.10.2017 von der PROAKTIVA AG in die HÖVELRAT Holding AG eingegliedert.

• Weiterhin erhielt Herr Andreas Meißner Gesamtprokura in der Gesellschaft.

• Es liegen keine Beschwerden oder Rechtsstreitigkeiten vor.

• Die Gesellschaft verfügte jederzeit über eine uneingeschränkte Liquidität.

• Fremdkapital wird nicht eingesetzt.

2.3. Ertragslage

Durch die erfreulichen Geschäftsverläufe der PROAKTIVA AG und der Andreas Meißner Vermögensmanagement GmbH konnten die Gewinnabführungen gegenüber dem Vorjahr um T€ 1.316 auf T€ 2.056 (Vorjahr PROAKTIVA AG T€ 740) gesteigert werden.

Steueraufwendungen belasteten die Gesellschaft mit T€ 317.

2.4. Finanzlage

Die Liquidität der Gesellschaft war stets gewährleistet. Die liquiden Mittel betrugen zum Bilanzstichtag T€ 135 (Vorjahr T€ 65). Die Forderungen an verbundene Unternehmen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich um T€ 944 auf T€ 1.724 (Vorjahr T€ 780).

2.5. Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr (T€ 5.286) um T€ 2.018 auf T€ 7.304.

2.6. Kapitallage

Das Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag T€ 6.580 (Vorjahr T€ 5.214).

2.7. Gesamtaussage

Die vorgenannten Aussagen lassen keine wesentlichen negativen Abweichungen oder Entwicklungen erkennen, so dass die Fortführung und Kontinuität einer soliden Werthaltigkeit unseres Unternehmens gegeben ist.

3. Risiko-/Chancenbericht

Das Geschäftsmodell der HÖVELRAT Holding AG bedingt auch eine modifizierte Risikobetrachtung. Ein direktes und damit unmittelbares Unternehmensrisiko ergibt sich im Geschäftsjahr ausschließlich aus den Bewertungsrisiken der PROAKTIVA AG und Andreas Meißner Vermögensmanagement GmbH, deren Geschäftsentwicklung maßgeblichen Einfluss auf die Beurteilung ihrer Werthaltigkeit hat. Aufgrund ihrer Eigenschaft als Finanzdienstleistungsinstitut gem. § 1 Abs. 1a KWG unterliegen beide Gesellschaften spezifischen aufsichtsrechtlichen Risikobetrachtungen, die wiederrum mittelbaren Einfluss auf die HÖVELRAT Holding AG haben. Das bei der HÖVELRAT Holding AG implementierte Risikomanagementsystem ist eng auf die Geschäfts- und Risikostrategie sowie das implementierte Risikomanagementsystem der beiden Gesellschaften abgestimmt und umfasst die Identifizierung, Steuerung und Messung aller wesentlichen Risikofaktoren wie z. B. Marktpreis-, Liquiditäts-, Adressausfall- und Operationellen Risiken, so dass eine regelmäßige und kontinuierliche Prüfung und Bewertung des Beteiligungsportfolios erfolgt. Darüber hinaus gewährleistet die personelle Einbindung der Organe der Holding in die Geschäftsführung, das Risikocontrolling und die Prozessabläufe der Beteiligungsgesellschaften eine transparente Informationsweitergabe und Unternehmenskontrolle bei der HÖVELRAT Holding AG.

Mit Wirkung zum 01.01.2018 übernimmt die HÖVELRAT Holding AG im Rahmen von Auslagerungsverträgen diverse Dienstleistungen für ihre Tochtergesellschaften. Ziel ist es, die operativen und administrativen Tätigkeitsschwerpunkte in den einzelnen Gesellschaften zu bündeln. Innerhalb des Unternehmensverbunds können sich durch Synergieeffekte und gemeinsame Marketing- und Vertriebsmaßnahmen neue Wachstumschancen ergeben.

4. Prognosebericht

Erste negative Auswirkungen an den internationalen Kapitalmärkten zeigten sich aktuell in den ersten beiden Monaten des Geschäftsjahres 2018. Diese haben einen nennenswerten Einfluss auf die Entwicklung der Beteiligungsgesellschaften. Die HÖVELRAT Holding AG geht nicht davon aus, dass die Gewinnabführungen der PROAKTIVA AG und der Andreas Meißner Vermögensmanagement GmbH in 2018 nochmals im zweistelligen Prozentbereich zu steigern sind. Ziel ist es aber, die Provisionserträge und den Jahresüberschuss vor Gewinnbeteiligungen beider Gesellschaften trotz voraussichtlich schwieriger Kapitalmärkte im mittleren einstelligen Bereich zu steigern. Ein moderates Kundenwachstum und eine stetige Kostenkalkulation werden jedoch insgesamt weiterhin zu einer positiven Unternehmensentwicklung beitragen. In der HÖVELRAT Holding AG ergeben sich weiterhin intensive integrative Projektarbeiten für den Unternehmensverbund.

 

Hamburg, 9. März 2018

Torben Peters, Vorstand

Susanne Treiber, Vorstand

Matthias Witte, Vorstand

B. Bilanz zum 31. Dezember 2017

AKTIVA

Geschäftsjahr 2017 Vorjahr 2016
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.445.041,07 4.441.041,07
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.706.414,85 740.109,91
2. sonstige Vermögensgegenstände 17.753,06 1.724.167,91 39.976,02
– davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (GJ 0,00 / VJ 24.397,63)
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 134.553,16 65.120,27
Summe AKTIVA 7.303.762,14 5.286.247,27

PASSIVA

Geschäftsjahr 2017 Vorjahr 2016
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.158.333,00 2.158.333,00
J. eigene Anteile -59.996,00 -199.996,00
= eingefordertes Kapital 2.098.337,00 1.958.337,00
II. Kapitalrücklage 2.780.672,05 2.780.672,05
III. Gewinnrücklagen
1. gesetzliche Rücklage 27.655,05 27.655,05
2. andere Gewinnrücklagen 663.186,97 690.842,02 8.387,49
IV. Bilanzgewinn 1.010.464,42 6.580.315,49 438.502,84
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 96.889,38 19.188,00
2. sonstige Rückstellungen 531.947,00 628.836,38 22.334,13
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 32.595,60 25.069,89
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 42.186,08 3.002,00
3. sonstige Verbindlichkeiten 19.828,59 94.610,27 3.098,82
– davon aus Steuern (GJ 19.828,59 / VJ 3.098,82)
Summe PASSIVA 7.303.762,14 5.286.247,27

C. Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 – 31. Dezember 2017

Geschäftsjahr 2017 Vorjahr 2016
EUR EUR EUR
1. Gesamtleistung 0,00 0,00
2. sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 367,13 218,80
b) übrige sonstige betriebliche Erträge 36.046,59 36.413,72 164,29
3. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 638.109,94 28.918,41
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 10.951,96 649.061,90 6.312,31
– davon für Altersversorgung (GJ 5.280,00 / VJ 0,00)
4. sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Raumkosten 3.000,00 3.000,00
b) Versicherungen, Beiträge und Abgaben 5.671,29 444,73
c) Werbe- und Reisekosten 6.393,00 3.952,43
d) verschiedene betriebliche Kosten 102.200,36 58.629,89
e) übrige sonstige betriebliche Aufwendungen 0,00 117.264,65 5.850,00
5. auf Grund eines Gewinnabführungsvertragserhaltene Gewinne 2.056.414,85 740.109,91
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 140,37 561,58
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 112,50 0,00
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 316.985,02 196.329,01
9. Ergebnis nach Steuern 1.009.544,87 437.617,80
10. Jahresüberschuss 1.009.544,87 437.617,80
11. Gewinnvortrag aus Vorjahr 919,55 885,04
12. Entnahme aus Gewinnrücklagen
a) aus anderen Gewinnrücklagen 0,00 699.986,00
13. Verrechnung Unterschiedsbetrag eigener Aktien
a) Erwerb eigener Aktien -490.000,00 -699.986,00
b) Veräußerung eigener Aktien 490.000,00 0,00 0,00
14. Bilanzgewinn 1.010.464,42 438.502,84

D. Anhang für das Geschäftsjahr 2017

Inhaltsverzeichnis

A. Allgemeine Angaben

I. Gliederungsgrundsätze/Darstellungsstetigkeit

II. Bilanzierungsmethoden

III. Bewertungsmethoden

1. Sachanlagevermögen

2. Anteile an verbundenen Unternehmen

3. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

4. Verbindlichkeiten

5. Rückstellungen

6. Eigene Anteile

B. Erläuterungen zur Bilanz

1. Sachanlagevermögen

2. Anteile an verbundenen Unternehmen und Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen

3. Sonstige Vermögensgegenstände

4. Guthaben bei Kreditinstituten

C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Regionale Aufgliederung der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

2. Sonstiges

D. Anlagespiegel

E. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

F. Ergänzende Angaben

G. Ergebnisverwendung

H. Nachtragsbericht

A. Allgemeine Angaben

Die HÖVELRAT Holding AG hat ihren Sitz in Hamburg. Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht unter der Nr. HRB 62914 eingetragen. Der Jahresabschluss der HÖVELRAT Holding AG wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des Aktiengesetzes beachtet. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

I. Gliederungsgrundsätze/Darstellungsstetigkeit

Die Gliederung der Bilanz erfolgte gemäß § 266 HGB. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB verwendet.

Die Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sind mit denen des Vorjahres vergleichbar.

II. Bilanzierungsmethoden

Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2017 wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes vom 22. Juli 2015 aufgestellt.

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen, Grundstücksrechte nicht mit Grundstückslasten verrechnet worden.

Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden sowie die Rechnungsabgrenzungsposten wurden in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend aufgegliedert.

Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. Aufwendungen für die Gründung des Unternehmens und für die Beschaffung des Eigenkapitals sowie für immaterielle Vermögensgegenstände, die nicht entgeltlich erworben wurden, wurden nicht bilanziert.

Rückstellungen wurden nur im Rahmen des § 249 HGB für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Haftungsverhältnisse i.S. von § 251 HGB sind gegebenenfalls nachfolgend gesondert angegeben.

III. Bewertungsmethoden

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Einzelne Positionen wurden wie folgt bewertet:

1. Sachanlagevermögen

– Es ist kein Sachanlagevermögen vorhanden.

2. Anteile an verbundenen Unternehmen

– Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten bzw. mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

3. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

– Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennbetrag angesetzt.

4. Verbindlichkeiten

– Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen ausgewiesen. Es sind keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren vorhanden.

5. Rückstellungen

– Die Rückstellungen wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

– Die Rückstellungen haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr und wurden nicht abgezinst.

6. Eigene Anteile

– Die eigenen Anteile wurden als rechnerischer Wert vom gezeichneten Kapital abgesetzt.

– Der Unterschiedsbetrag vom rechnerischen Wert zu den Anschaffungskosten wird mit den anderen Gewinnrücklagen in der Verlängerungsrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung verrechnet worden.

– Bei einer Veräußerung der eigenen Anteile wird der Unterschiedsbetrag in die jeweilige Rücklage eingestellt. Die eigenen Anteile wurden im Geschäftsjahr 2016 angeschafft.

– Die Gesellschaft hat auf Grundlage des § 71 Abs. 1 Nr. 2 AktG gemäß Vorstandsbeschluss vom 14.10.2016 im Geschäftsjahr 2016 eigene Anteile von insgesamt 199.996 Aktien erworben. Im Zuge der Übernahme der Andreas Meißner Vermögensmanagement GmbH wurden im Geschäftsjahr 2017 140.000 Aktien wieder veräußert.

Eigene Aktien der HÖVELRAT HOLDING AG 2017

Datum Stück (Zu- und Abgang) Anteil am Grundkapital Preis/Stück
01.01.2017 199.996 9,26%
06.06.2017 -140.000 -6,48% 4,50
31.12.2017 59.996 2,78% 4,50
Grundkapital: 2.158.333

B. Erläuterungen zur Bilanz

1. Sachanlagevermögen

– Sachanlagevermögen ist nicht vorhanden.

2. Anteile an verbundenen Unternehmen und Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen

Name/Sitz Anteil Eigenkapital Jahresergebnis
in % EUR EUR
PROAKTIVA AG, Hamburg 100 696.041,07 0,00
Andrea Meißner Vermögensmanagement GmbH 100 250.126,13 0,00

– Die PROAKTIVA AG hat ihren Geschäftsschwerpunkt in der Finanzportfolioverwaltung. Mit dieser Gesellschaft wurde in 2009 ein Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Der Gewinnabführungsvertrag wurde am 04.08.2017 zum 31.12.2017 aufgehoben und durch einen erneuerten Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag ab dem 01.01.2018 ersetzt.

– Die Geschäftstätigkeit der Andreas Meißner Vermögensmanagement GmbH besteht aus der Anlageberatung und Anlagevermittlung der im Dezember 2007 aufgelegten eigenen Investmentfonds AM Fortune Fund Offensive und AM Fortune Fund Defensive. Die HÖVELRAT Holding AG hat am 30.05.2017 sämtliche Geschäftsanteile an der Andreas Meißner Vermögensmanagement GmbH erworben und mit der Gesellschaft ebenfalls am 30.05.2017 einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen.

– Aus der Aktivierung der Abführungsansprüche resultieren im Wesentlichen die entsprechenden Forderungen.

3. Sonstige Vermögensgegenstände

– Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten das Umsatzsteuerguthaben (6.753,06 EUR).

4. Guthaben bei Kreditinstituten

– Die Guthaben an Kreditinstitute bestehen gegenüber einem inländischen Kreditinstitut.

5. Eigenkapital

– Das voll eingezahlte Aktienkapital beläuft sich auf 2.158.333,00 EUR und ist eingeteilt in 2.158.333,00 Stückaktien, die auf den Inhaber lauten.

– Die Kapitalrücklage beträgt zum Stichtag 2.780.672,05 EUR. Die Gewinnrücklagen setzen sich aus der gesetzlichen Rücklage (27.655,05 EUR) und anderen Gewinnrücklagen (663.186,97 EUR) zusammen.

6. Sonstige Rückstellungen

– Die sonstigen Rückstellungen setzen sich insbesondere aus Rückstellungen für Tantiemen (509.747,00 EUR), Rückstellungen für Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten (13.000,00 EUR) sowie Rückstellungen für Aufsichtsratsvergütungen (6.000,00 EUR) zusammen.

7. Sonstige Verbindlichkeiten

– Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Steuern und Abgaben (19.828,59 EUR). Sie haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

8. Latente Steuern

– Aktive oder passive Steuerlatenzen sind nicht vorhanden.

– Die Gesellschaft hat im Zuge der Übernahme der Andreas Meißner Vermögensmanagement GmbH eigene Anteile von insgesamt 140.000 Aktien veräußert. Die Rücklagen veränderten sich wie folgt:

Kapitalrücklagen Gewinnrücklagen
gesetzliche Rücklage andere Rücklagen
Stand 1.1.2017 2.780.672,05 27.655,05 8.387,49
Einstellung lt. Hauptversammlung 157.000,00
Veräußerung von eigenen Aktien 490.000,00
Nicht ausgeschüttete Dividende für eigene Aktien 7.799,48
Stand 31.12.2017 2.780.672,05 27.655,05 663.186,97

C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Regionale Aufgliederung der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

– Die laufenden Erträge aus Anteilen an verbundenen Unternehmen und die sonstigen betrieblichen Erträge sind in der Bundesrepublik Deutschland angefallen.

2. Sonstiges

– Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung sind nicht angefallen.

D. Anlagespiegel

Anschaffungs- Herstellungskosten 01.01.2017 Zugänge (davon Zinsen für Fremdkapital) Abgänge Geschäftsjahr Umbuchungen Geschäftsjahr Anschaffungs- Herstellungskosten 31.12.2017
EUR EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.441.041,07 1.004.000,00 0,00 0,00 5.445.041,07
Zwischensumme 4.441.041,07 1.004.000,00 0,00 0,00 5.445.041,07
Summe Anlagevermögen 4.441.041,07 1.004.000,00 0,00 0,00 5.445.041,07
kumulierte Abschreibungen 01.01.2017 Abschreibungen Geschäftsjahr Abgänge Umbuchungen kumulierte Abschreibungen 31.12.2017
EUR EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Zwischensumme 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Zuschreibungen Geschäftsjahr
EUR
A. Anlagevermögen
I. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00
Zwischensumme 0,00
Summe Anlagevermögen 0,00
Buchwert 01.01.2017 Buchwert 31.12.2017
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.441.041,07 5.445.041,07
Zwischensumme 4.441.041,07 5.445.041,07
Summe Anlagevermögen 4.441.041,07 5.445.041,07

E. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz auszuweisen und auch keine Haftungsverhältnisse i.S. von § 251 HGB sind, bestanden am Abschlussstichtag nicht.

F. Ergänzende Angaben

(1) Vorstand

Vorname Funktion Vertretungsbefugnis
Torben Vorstandssprecher Vermögensverwaltung Gesamtvertretung
Susanne Vorstand Finanzen, Personal, Controlling, Organisation und Verwaltung Gesamtvertretung
Matthias Vorstand Vermögensverwaltung (seit 01.10.2017) Gesamtvertretung

Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder betrugen im Geschäftsjahr 625.691,00 EUR. Hierin ist eine für das Geschäftsjahr für den Vorstand gebildete Rückstellung für eine erfolgsabhängige Tantieme in Höhe von 509.747,00 EUIR enthalten. Bis zum 30.09.2017 erfolgte die Vergütung von der Tochtergesellschaft PROAKTIVA AG. In diesem Zusammenhang verweisen wir auf die Angaben zu den Gesamtbezügen der Vorstandsmitglieder im Jahresabschluss und Anhang der PROAKTIVA AG.

(2) Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte durchschnittlich 0,5 Mitarbeiter und ab dem 01.10.2017 drei Vorstandsmitglieder.

(3) Aufsichtsrat

Familienname Vorname Funktion Beruf
Prof. Dr. Mittnik Stefan Vorsitzender Universitätsprofessor
Krohn Bernd Martin Stv. Vorsitzender Diplom-Volkswirt und Privatier, Appen/Holstein
Springer Reinhard Mitglied Brand Coach

Weitere Mandate der Aufsichtsratsmitglieder:

Herr Prof. Dr. Stefan Mittnik ist außerdem

• Mitglied, Wissenschaftlicher Beirat und Gesellschafter, Institut für Quantitative Finanzanalyse IQFin GmbH

• Vorstandsvorsitzender, Gesellschaft für Finanz- und Versicherungsökonometrie e.V.

• Mitglied des Aufsichtsrats der Union Investment Privatfonds GmbH

• Mitglied des Beirats des Frankfurter Instituts für Risikomanagement und Regulierung (FIRM)

• Mitglied Wissenschaftlicher Beirat Scalable Capital GmbH

• Aufsichtsratsvorsitzender des Aufsichtsrats der MYRA Capital AG

Herr Bernd Krohn ist außerdem

• Vorsitzender des Aufsichtsrates der rubean AG, München

Herr Reinhard Springer ist außerdem

• Mitglied im Beirat der Katjes Holding GmbH & Co.KG sowie bei Katjes International GmbH & Co.KG

• Im Beirat der Schleich GmbH

Die Bezüge der Aufsichtsratsmitglieder beliefen sich im Berichtsjahr auf 14.000,00 EUR.

(4) Konzernverhältnisse

Ein Konzernabschluss wird aufgrund der Größenklassenbefreiung für das Geschäftsjahr 2017 nicht erstellt.

(5) Geschäftstätigkeit

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft besteht im Wesentlichen in der Verwaltung von Beteiligungen.

(6) Vorschüsse und Kredite an Mitglieder der Geschäftsführung sowie Haftungsverhältnisse zugunsten von Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats.

An Mitglieder des Vorstands wurden im Jahr 2017 keine Kredite vergeben.

Haftungsverhältnisse zugunsten von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

(7) Honorar des Abschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr angefallene Gesamthonorar für den Abschlussprüfer beträgt 11.468,75 EUR und entfällt nach § 285 Nr. 17 HGB mit 8.000,00 EUR auf Abschlussprüfungsleistungen und mit 3.468,75 EUR auf sonstige Leistungen.

(8) Genehmigtes Kapital

Mit Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 04.08.2017 ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 31. Juli 2022 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit Gewinnberechtigung ab Beginn des Geschäftsjahres ihrer Ausgabe gegen Bar- oder Sacheinlage einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 1.079.166,00 EUR zu erhöhen. Der Vorstand ist ermächtigt, den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe mit Zustimmung des Aufsichtsrates festzulegen. Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates dieses Bezugsrecht bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen auszuschließen, soweit diese dem Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen dienen, sowie Spitzenbeträge vom Bezugsrecht auszunehmen.

G. Ergebnisverwendung

Der Bilanzgewinn ergibt sich wie folgt:

1. Jahresüberschuss 1.009.544,87
2. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 919,55
3. Bilanzgewinn 1.010.464,42

Der Vorstand schlägt in Übereinstimmung mit dem Aufsichtsrat vor, das Ergebnis wie folgt zu verwenden:

Ausschüttung an die Aktionäre 431.666,60
Einstellung in die Gewinnrücklagen 578.000,00
Vortrag auf neue Rechnung 797,82
Bilanzgewinn 1.010.464,42

Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, eine Dividende von 0,20 EUR pro Aktie an die Aktionäre auszuschütten, in die anderen Gewinnrücklagen einen Betrag von 578.000,00 EUR einzustellen und den Restbetrag (797,82 EUR) auf neue Rechnung vorzutragen.

H. Nachtragsbericht

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ergeben, die Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft haben.

 

Hamburg, 9. März 2018

Torben Peters, Vorstand

Susanne Treiber, Vorstand

Matthias Witte, Vorstand

E. Bestätigungsvermerk

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers:

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der HÖVELRAT Holding AG, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Hamburg, den 26. April 2018

CASIS Heimann Buchholz Espinoza
Partnerschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Anja Espinoza, Wirtschaftprüferin

Heimo Heimann, Wirtschaftsprüfer

F. Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der HÖVELRAT Holding AG hat sich im Geschäftsjahr 2017 in vier Sitzungen umfassend über die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung, wichtige Geschäftsvorfälle sowie die Strategie und Planung der HÖVELRAT Holding AG informiert. Er hat den Vorstand beraten und seine Geschäftsführung laufend überwacht. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend unterrichtet und ihm alle Sachverhalte vorgelegt, die der Mitwirkung des Aufsichtsrates und seiner Entscheidung bedurften.

Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat regelmäßig über die Geschäftspolitik und andere grundsätzliche Fragen der Unternehmensführung und -planung, die Strategie, die finanzielle Entwicklung und Ertragslage der HÖVELRAT Holding AG, das Risikomanagement sowie Geschäfte und Ereignisse, die für die Gesellschaft von wesentlicher Bedeutung waren, berichtet. Darüber hinaus wurden wichtige Themen und anstehende Entscheidungen z. B. in Akquisitions-, Marketing- und Personalfragen in Gesprächen zwischen dem Vorstand und Mitgliedern des Aufsichtsrats erörtert.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats waren an den Sitzungen am 30. März 2017, 12. Juni 2017, 04. August 2017 und 20. November 2017 vollständig vertreten.

In der Sitzung vom 30. März 2017 wurden dem Aufsichtsrat der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss per 31.12.2016 sowie der Lagebericht der HÖVELRAT Holding AG vorgelegt und erörtert. Der Vorstand hatte für das Geschäftsjahr 2016 die Zahlung einer Dividende i. H. v. € 0,13 pro Aktie vorschlagen. Er berichtete zunächst ausführlich über die Entwicklungen in der operativ tätigen Tochtergesellschaft PROAKTIVA AG. Im Anschluss daran wurden die Kapital- und Strukturmaßnahmen zum Erwerb der Andreas Meißner Vermögensmanagement GmbH sowie die damit verbundene Unternehmensstrategie der HÖVELRAT Gruppe erörtert. Auch wurden anstehende Personalien besprochen. Der Aufsichtsrat bot Frau Treiber erneut und Herrn Witte erstmalig eine Vorstandsbestellung an.

Am 12. Juni 2017 war der Abschlussprüfer der Gesellschaft anwesend und erläuterte dem Aufsichtsrat die wesentlichen Prüfungsschwerpunkte und Ergebnisse. Es wurde ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt, so dass der geprüfte Jahresabschluss per 31.12.2016 und der geprüfte Lagebericht 2016 durch den Aufsichtsrat gebilligt und festgestellt wurden.

Der Jahresabschluss per 31.12.2016 der HÖVELRAT Holding AG wurde mit einem Bilanzgewinn i. H. v. € 438.502,84 festgestellt. Der Aufsichtsrat folgte dem Vorschlag des Vorstands und beschloss einstimmig, der ordentlichen Hauptversammlung 2017 folgende Ergebnisverwendung vorzuschlagen:

Ausschüttung einer Dividende i. H. v. € 0,13 pro Aktie € 280.583,29*
Einstellung in die Gewinnrücklagen € 157.000,00
Vortrag auf neue Rechnung € 919,55

*Vorbehaltlich einer etwaigen Änderung des Gewinnverwendungsbeschlusses bei Berücksichtigung der nicht dividendenberechtigten 59.996 Aktien, die die Gesellschaft als eigene Anteile hält.

Der Aufsichtsrat beschloss einstimmig, der Hauptversammlung die CASIS Heimann Buchholz Espinoza Partnerschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, als Jahresabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2017 vorzuschlagen.

In dieser Sitzung wurden dem Aufsichtsrat darüber hinaus zum Zwecke der strategischen Unternehmensausrichtung der HÖVELRAT Gruppe Beschlussvorlagen zu diversen Kapitalmaßnahmen und neuen Unternehmensverträgen mit den Beteiligungsgesellschaften vorlegt und erörtert. Diese wurden zusammen mit der Tagesordnung zur Jahreshauptversammlung 2017 vom Aufsichtsrat einstimmig genehmigt.

Darüber hinaus wurde in dieser Sitzung über die Wiederbestellungen der Vorstandsmitglieder Torben Peters und Susanne Treiber sowie über die Neubestellung eines weiteren Vorstandsmitglieds in Person von Herrn Matthias Witte gesprochen. Der Aufsichtsrat koordinierte die in diesem Zusammenhang stehenden Neufassungen der Vertrags- und Vergütungsmodalitäten an das Aufsichtsratsmitglied Bernd Martin Krohn. Herr Meißner wurde in der HÖVELRAT Holding AG Gesamtprokura erteilt.

Weiterhin erörterten Aufsichtsrat und Vorstand die Vertragsentwürfe der Auslagerungsverträge zwischen der HÖVELRAT Holding AG und ihren Tochtergesellschaften sowie weitere strategische Themen aus den operativen Geschäftsbereichen der Beteiligungen.

In der notariellen Hauptversammlung am 04.08.2017 wurden alle zur Beschlussfassung vorgesehenen Tagesordnungspunkte mit der erforderlichen Stimmenmehrheit angenommen.

In der anschließenden Aufsichtsratssitzung beschloss der Aufsichtsrat die bisherigen Vorstandsmitglieder Torben Peters und Susanne Treiber für die Zeit vom 01.10.2017 bis zum 30.09.2022 erneut zu Vorstandsmitgliedern der HÖVELRAT Holding AG sowie Herrn Matthias Witte zum weiteren Vorstandsmitglied der Gesellschaft bis zum 30.09.2020 zu bestellen. Herr Peters wurde darüber hinaus zum Vorstandssprecher ernannt. Daran anschließend wurden die neuen Vorstandsdienstverträge von beiden Vertragsparteien rechtswirksam unterzeichnet.

In der Sitzung am 20. November 2017 berichtete der Vorstand über die bisherige Geschäftsentwicklung. Darüber hinaus wurde eine neue Geschäftsordnung für den Vorstand genehmigt, ein möglicher Formwechsel der PROAKTIVA AG erörtert, Kapitalerhöhungen zur Stärkung der aufsichtsrechtlichen Eigenmittel-/Kostenrelation in beiden Beteiligungsgesellschaften besprochen und die Auslagerungsverträge zwischen der HÖVELRAT Holding AG und der PROAKTIVA AG sowie der Andreas Meißner Vermögensmanagement GmbH genehmigt und verabschiedet.

In der Sitzung vom 19. März 2018 wurde dem Aufsichtsrat der aufgestellte Jahresabschluss per 31.12.2017 und der Lagebericht 2017 der HÖVELRAT Holding AG durch den Vorstand vorgelegt und erläutert sowie eine Dividendenausschüttung von 20 Cent pro Aktie seitens des Vorstands vorgeschlagen.

Der aufgestellte Jahresabschluss sowie der Dividenden-Vorschlag wurden vom Aufsichtsrat einstimmig gebilligt.

Darüber hinaus wurden verschiedene Themenbereiche (u. a. Jahreshauptversammlung 2018, Personalentwicklung sowie Marketing und Vertrieb) im Hinblick auf die strategische Fortentwicklung der Unternehmensgruppe besprochen.

Am 07. Mai 2018 war der Abschlussprüfer der Gesellschaft anwesend und erläuterte dem Aufsichtsrat die wesentlichen Prüfungsschwerpunkte und Ergebnisse. Es wurde ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt, sodass der geprüfte Jahresabschluss per 31.12.2017 und der geprüfte Lagebericht der HÖVELRAT Holding AG durch den Aufsichtsrat gebilligt und festgestellt wurden.

Weiterhin nahm der Aufsichtsrat den geprüften Jahresabschluss und Lagebericht der PROAKTIVA AG und der Andreas Meißner Vermögensmanagement GmbH per 31.12.2017 sowie die Prüfungsberichte der Wertpapierdienstleistungen für das Geschäftsjahr 2017 der beiden operativ tätigen Gesellschaften zu Kenntnis.

Außerdem berichtete der Vorstand zum laufenden Geschäftsjahr 2018.

Der Jahresabschluss per 31.12.2017 der HÖVELRAT Holding AG wurde mit einem Bilanzgewinn i. H. v. € 1.010.464,42 festgestellt. Der Aufsichtsrat folgte dem Vorschlag des Vorstands und beschloss einstimmig, der Hauptversammlung folgende Ergebnisverwendung vorzuschlagen:

Ausschüttung einer Dividende i. H. v. € 0,20 pro Aktie € 421.666,60
Einstellung in die Gewinnrücklagen € 588.000,00
Vortrag auf neue Rechnung € 797,82

Die Gesellschaft hält zum Zeitpunkt der Berichtserstellung 50.000 eigene Anteile, die nicht dividendenberechtigt sind, die in diesem Gewinnverwendungsvorschlag Berücksichtigung finden.

Als Hauptversammlungstermin ist der 13. Juli 2018 vorgesehen. Die Tagesordnung sowie die darin enthaltenen Beschlussvorlagen für die Jahreshauptversammlung 2018 wurden im Entwurf in dieser Sitzung erörtert. Endgültig wurden diese im Umlaufverfahren verabschiedet.

Außerdem beschloss der Aufsichtsrat einstimmig, der Hauptversammlung die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Mazars GmbH & Co. KG, Domstr. 15, 20095 Hamburg, als Jahresabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2018 vorzuschlagen.

 

Hamburg, 28. Mai 2018

Prof. Dr. Stefan Mittnik, Vorsitzender des Aufsichtsrats

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