vwd Vereinigte Wirtschaftsdienste GmbH – Noch immer Bilanzverlust von über 16 Mill. Euro

vwd Vereinigte Wirtschaftsdienste GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

Lagebericht

GESCHÄFT UND RAHMENBEDINGUNGEN

Geschäftstätigkeit

Die vwd Vereinigte Wirtschaftsdienste GmbH („vwd GmbH oder „Gesellschaft“) mit Sitz in Frankfurt am Main, zählt zu den führenden europäischen Anbietern von maßgeschneiderten Technologielösungen zur Unterstützung der Investment Industrie. Der Fokus liegt dabei auf den Technologielösungen für die Bereiche Private Wealth Management und Private- und Retail-Banking (Financial Technology) sowie regulatorischen Lösungen für die Emission und Vermarktung von Wertpapieren in den Bereichen Retail und institutional Banking, Asset Management und Versicherungen. In ihren Zielmärkten unterstützt die vwd group über technologisch richtungsweisenden Finanzinformations- und Portfoliomanagement-Systeme, ihre Outsourcing-Angebote und ihre Dienstleistungen in der Vermarktung von Wertpapieren die Prozesse ihrer Kunden. Das Produkt- und Dienstleistungsportfolio der vwd GmbH ist in insgesamt fünf Geschäftsbereiche eingeteilt: Portfolio & Advisory Solutions (PAS), Data Feed & Display Solutions (DFS), Regulatory Solutions (RS), Publication & Distribution Solutions (PDS) und Other Solutions (OS).

Im Vorjahr erfolgte die Berichterstattung in den vier Geschäftsbereichen Market Data & Analytics, Processes & Solutions, Media Products & Accounts sowie Pricing & Classification. Die jeweils enthaltenen Produktlinien wurden entsprechend auf die neuen Geschäftsbereiche aufgeteilt.

Organisationsstruktur

Das operative Geschäft der vwd GmbH wird über die vwd Vereinigte Wirtschaftsdienste GmbH („vwd GmbH“) mit Sitz in Frankfurt am Main sowie über Tochtergesellschaften an 11 verschiedenen Standorten in Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Italien und der Schweiz betrieben (vwd group). Darüber hinaus besteht eine Niederlassung der vwd GmbH in Paris, Frankreich, allerdings wird dort keine Geschäftstätigkeit ausgeübt. Die Beteiligungsstruktur gestaltet sich zum 31. Dezember 2017 wie folgt:

Name der Gesellschaft Beteiligungsquote
vwd NetSolutions GmbH, Berlin, Deutschland 100 %
Lenz + Partner GmbH, Dortmund, Deutschland 100 %
vwd finaix solutions GmbH (Vormals: Gevasys GmbH), Herzogenrath, Deutschland 100 %
vwd TransactionSolutions AG, Frankfurt a.M., Deutschland 60 %
vwd group Switzerland AG *, Zürich, Schweiz 100 %
vwd PortfolioNet Service AG *, Zürich, Schweiz 100 %
EDG AG, Frankfurt a.M., Deutschland 100 %
vwd group Italia S.r.L. *, Pero, Italien 100 %
vwd group Netherlands B.V *., Amsterdam, Niederlande 100 %
vwd group Belgium NV * **, Anwerpen, Belgien 100 %

*Beteiligungen im Ausland

**Über die vwd group Netherlands B. V., Amsterdam, Niederlande, werden 100 % der Anteile an der vwd group Belgium NV, Antwerpen, Belgien, gehalten.

Ziele und Strategie

In allen ihren Geschäftsbereichen verfolgt die vwd GmbH das Ziel, die Wertschöpfungskette der Finanzindustrie im Segment der privaten Geldanlage (Private Wealth) von der Produktentwicklung bis zum Vertrieb mit Applikationen, Software- und Datenlösungen, Services und Dienstleistungen zu versorgen. Das Produktangebot ermöglicht regulatorisch konforme, effiziente Prozesse und unterstützt transparente Finanzentscheidungen. Die Zielkundensegmente sind Banken, Vermögensverwalter, Finanzdienstleister, Asset Manager und Unternehmenskunden. Die Produkte werden in allen Teilen der Wertschöpfungskette beispielsweise durch Produktspezialisten, Finanzexperten, Treasurern, Controllern, Kundenberatern sowie anderen Mid- und Back-Office Usern genutzt und als Teil von Lösungen für Informations- oder andere Geschäftszwecke Privatkunden zur Verfügung gestellt.

Primäre Wachstumsfelder sind die Bereiche Portfolio- und Advisory Lösungen, regulatorische Lösungen, Marktdaten- sowie Distributions- und Vermarktungslösungen. Geschäftliche Treiber sind die zunehmenden Anforderungen der Regulierung, der hohe Kostendruck unserer Kunden auf Lösungen der vwd zurückzugreifen, die Digitalisierung, Auslagerung von Funktionen und Services sowie der direkte Zugang zum Point-of-Information oder Point-of-Sales.

Basierend auf einem umfänglichen Markt- und Stammdatenuniversum für Finanzinstrumente werden Lösungen aus einer Hand angeboten. Hierzu wird das Lösungsangebot auf einer technischen Plattform zusammengeführt, um die zunehmende Digitalisierung und Verknüpfung der Wertschöpfungs- und Prozessketten der Kunden effizient vorantreiben zu können. Teilfunktionen werden dabei zunehmend über Cloud-Lösungen skalierbar gestaltet und selbst z.B. in Form von Outsourcingverträgen von vwd betrieben.

Den gestiegenen regulatorischen Anforderungen durch die Einführung von MiFID II (Markets in Financial Instruments Directive) wurde mit der Entwicklung von regulatorisch konformen Multi-Channel-Beratungslösungen und darauf aufbauenden, dedizierten Services Rechnung getragen. Mit der Verbindung von modulbasierten und flexibel skalierbaren Berechnungsengines der Tochtergesellschaft EDG AG mit umfangreichen, workflowgestützen Compliancelösungen deckt die vwd GmbH vollumfänglich die Anforderungen der Kunden bei der Erstellung und Bereitstellung von Produktinformationsblättern gemäß der zusammen mit MiFID II Anfang 2018 in Kraft getretenen PRIIPs-Regulierung (Packaged Retail Investment and Insurance Products) an. Dem steigenden Bedarf an innovativen und flexiblen Marktdatenlösungen begegnet die Gesellschaft mit modernen API- (Application Programming Interface) und Browser-basierten Lösungen.

Die ohnehin breite Kundenbasis wird zunehmend weiter ausgebaut. Cross-Selling Potentiale werden durch die eingeführte Plattformstrategie erschlossen. Unsere Customer-Care-Strategie wird durch fokussiertes Account Management und einen effizienten Customer Service durchgeführt. Damit erreichen wir eine hohe Kundenbindung.

Wirtschaftliches Umfeld und Wettbewerb

Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2017 deutlich gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt stieg preisbereinigt um 2,2% gegenüber dem Vorjahr, somit konnte die deutsche Wirtschaft das 8. Jahr in Folge ein Wirtschaftswachstum generieren. Im Mehrjahresvergleich lag das deutsche Wirtschaftswachstum fast einen Prozentpunkt über dem 10 Jahres-Durchschnittswert von 1,3%. Wachstumstreiber war überwiegend das Inland: die gestiegenen Konsumausgaben trugen mit 2,0% Steigerung gegenüber dem Vorjahr zur positiven Entwicklung bei.

Der Strukturwandel im Bankensektor setzte sich in Deutschland auch in 2017 weiter fort. Die Rentabilität der Banken konnte sich hingegen in 2017 stabilisieren, allerdings noch zumeist auf einem niedrigen Niveau. Während man weiterhin bestrebt ist die Eigenkapitalpositionen zu stärken, müssen sich die Banken parallel auf die nächste Runde der Digitalisierung und dem damit einhergehenden Wettbewerb mit Branchenneulingen vorbereiten. Digitalisierung und regulatorische Anforderungen bieten für die vwd jedoch weiterhin sehr gute Möglichkeiten, ihre Lösungen bei Banken und Vermögensverwaltern als langjähriger Technologiepartner der Finanzindustrie einzusetzen und von dieser Entwicklung zu profitieren.

Geschäftsverlauf und Ertragslage

Die Umsätze der vwd GmbH entwickelten sich in einem schwierigen Marktumfeld insgesamt leicht negativ: Die Umsatzerlöse gesamt der vwd GmbH sind gegenüber dem Vorjahr von 46,9 Mio. EUR auf 46,0 Mio. EUR geringfügig gesunken. Bei der detaillierteren Betrachtung im Folgenden stellen wir ausschließlich auf die Drittkundenumsätze ab. Die Reduktion der Gesamterlöse ist überwiegend auf geringere Umsätze mit Nicht-Kern Produkten sowie auf geringere Konzernumlagen an Tochtergesellschaften zurückzuführen. Die vwd hat hierbei jedoch auch in 2017 bewusst unprofitablen Umsatz identifiziert und, im Falle von nicht möglicher Migration auf vwd Kernprodukte, aufgegeben.

Deutliche Umsatzzuwächse von 21,4% konnten im Bereich Regulatory Solutions erzielt werden. Durch die Einführung MiFID/Priips ab 1.1.2018 konnten bereits im 3. und 4. Quartal 2017 zusätzliche Umsätze verzeichnet werden. Stabil zeigt sich in 2017 das Geschäft im Bereich Portfolio and Advisory Solutions (+0,0%), die in 2017 neu akquirierten Umsätze werden erst ab 2018 realisiert werden. Gegenläufig entwickelte sich der Produktbereich Publication and Distribution Solutions (-3,9%), hier zeigte sich wie in Vorjahren ein ähnliches Bild beim Rückgang von Printmedien. Data Feed and Display Solutions liegt mit -0,4% ebenfalls leicht unter dem Vorjahr, dies ist im Wesentlichen in rückläufigen Umsätzen im Bereich Market Manager begründet.

Die Gesamtleistung inkl. sonstiger betrieblicher Erträge liegen mit 52,8 Mio. EUR gegenüber 55,7 Mio. EUR im Vorjahr ca. 3,0 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert. Die Reduktion resultiert mit -2,3 Mio. EUR im Wesentlichen aus geringeren sonstigen Erlösen aufgrund geringerer Rückstellungsauflösungen. Neben den oben beschriebenen Effekten im Drittumsatz ergibt sich gegenläufig eine Steigerung der aktivierten Eigenleistungen um +0,5 Mio. EUR, da sich im Rahmen der Neuentwicklung der strategischen Produkte erweitere Entwicklungsaufwände ergaben.

Der Materialaufwand ist analog der Umsatzentwicklung im Berichtsjahr gesunken und liegt nach 25,6 Mio. EUR im Vorjahr bei 24,6 Mio. EUR im Berichtsjahr. Die entsprechende Materialaufwandsquote (Materialaufwand / Gesamtleistung) ist im Berichtsjahr von vormals 53,5% auf 51,9% gesunken.

Ebenfalls ergaben sich Einsparungen im Personalaufwand, welcher von 19,7 Mio. EUR auf 18,0 Mio. EUR aufgrund Personaleinsparungen weiter zurückgegangen ist.

Letztlich konnten auch erneut Einsparungen im sonstigen betrieblichen Aufwand realisiert werden und von im Vorjahr 7,7 Mio. EUR auf 6,9 Mio. EUR reduziert werden.

Das EBITDA hat sich entsprechend von 2,6 Mio. EUR im Vorjahr deutlich auf 3,3 Mio. EUR verbessert und lag somit im Rahmen unserer Erwartungen.

Die Abschreibungen auf Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen lagen mit 2,2 Mio. EUR auf dem Vorjahresniveau, daneben ergaben sich Abschreibungen auf Finanzanlagen im Zuge der Anfang 2018 erfolgten Veräußerung einer Tochtergesellschaft in Höhe von 4,0 Mio. EUR, gegenläufig Zuschreibungen auf zwei weitere Tochtergesellschaften in Höhe von 2,9 Mio. EUR im Zuge einer Verbesserung der Ertragsaussichten der beiden Gesellschaften.

Die Erträge aus Beteiligungen sowie aus Gewinnabführungsverträgen sind gegenüber dem Vorjahr um 2,2 Mio. EUR auf 5,6 Mio. EUR gestiegen. Neben dem abgeführten Gewinn der EDG AG (3,2 Mio. EUR; Vorjahr 2,6 Mio. EUR) wurde auch der Jahresüberschuss der Lenz + Partner GmbH (0,7 Mio. EUR; Vorjahr 0,6 Mio. EUR) an die Gesellschafterin vwd GmbH abgeführt. Die Beteiligungserträge ergeben sich insbesondere aus den Ausschüttungen der Tochtergesellschaften vwd PortfolioNet Service AG, Zürich, Schweiz (0,9 Mio. EUR) und vwd finaix solutions GmbH, Herzogenrath, Deutschland (0,8 Mio. EUR).

Nach Berücksichtigung des Steuerergebnisses in Höhe von -0,2 Mio. EUR (Vorjahr -0,5 Mio. EUR) ergibt sich ein Jahresüberschuss in Höhe von 4,5 Mio. EUR (Vorjahr 2,3 Mio. EUR). Der Jahresüberschuss wurde vollständig mit dem vororganschaftlichen Verlustvortrag verrechnet, so dass kein im Rahmen des im Geschäftsjahr 2015 geschlossenen Ergebnisabführungsvertrags mit der Muttergesellschaft Vienna GmbH abführungspflichtiger Gewinn verblieben ist.

Die Umsatzrendite (Jahresüberschuss vor Verrechnung mit Verlustvortrag zu Umsatzerlöse) hat sich gegenüber dem Vorjahr erneut verbessert und liegt bei +9,8% (Vorjahr +5,0%).

Zusammenfassende Beurteilung des Geschäftsverlaufs

Bei Betrachtung des EBITDA nach Steuern konnte das Ergebnis der vwd GmbH im Geschäftsjahr 2017 erneut eine positive wirtschaftliche Entwicklung verzeichnen. Nachdem bereits in 2016 erste merkliche Verbesserungen der Ertragslage verzeichnet wurden, konnte der Trend in 2017 fortgesetzt und eine erneute deutliche Steigerung der Profitabilität erzielt werden. Insbesondere die zusätzlichen Vertriebserfolge in 2017 mit dem Gewinn großer Ausschreibungen im Bereich Digital Advisory belegen den Wachstumstrend in den strategischen Kernproduktfeldern, der künftig fortgesetzt werden soll. Die Plattformstrategie mit dem modularen Angebot, hoch skalierbarer und regulatorisch konformer (cloud-) Lösungen überzeugen im Neukundengeschäft.

Daneben war die vwd GmbH auch in 2017 bestrebt, durch weitere Kostensenkungs- und Optimierungsmaßnahmen die bestehenden Kosten- und Prozessstrukturen zu verbessern. Eine Reduktion des Personalaufwands sowie der sonstigen betrieblichen Aufwendungen wirkten hierbei in 2017 positiv auf die Profitabilität der Gesellschaft.

FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

Zum Bilanzstichtag 31.12.2017 bestehen wie im Vorjahr Finanzverbindlichkeiten überwiegend mit einem von der Hausbank geführten Bankenkonsortium. Es wird unverändert ein Finanzierungsaufschlag auf die Benchmarkkondition EURIBOR von 4,0 – 4,5% berechnet. Des Weiteren finanziert sich die vwd GmbH über kurzfristige, nachrangige Gesellschafterdarlehen zum Stichtag in Höhe von 5,6 Mio. EUR (Vorjahr 5,7 Mio. EUR).

Der unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesene Betriebsmittelkredit wurde zum Bilanzstichtag in geringerem Umfang wie in 2016 in Anspruch genommen (3,9 Mio. EUR, Vorjahr 4,1 Mio. EUR).

Die vwd GmbH als Konzernmutter und die überwiegende Mehrzahl der Gruppengesellschaften sind 2015 dem Übernahmekredit zwischen der Vienna GmbH und dem Bankenkonsortium als Garantiegeber beigetreten. Er beläuft sich zum Stichtag 31.12.2017 auf 14,6 Mio. EUR. Gemäß der Vereinbarung erfolgte die Tilgung auf einen Darlehensteil in Höhe von 3,6 Mio. EUR bis 2018 jährlich ratierlich sowie auf den weiteren Darlehensteil in Höhe von 11,0 Mio. EUR endfällig in 2019, Zinsen sind abhängig vom Bruttoverschuldungsgrad zwischen 4,0% und 2,5% über der Benchmarkrendite laufend zu entrichten. Aufgrund der Anforderungen der Vienna GmbH, den Schuldendienst aus dem Übernahmekredit zu übernehmen, hat die vwd GmbH im Geschäftsjahr 2017 Zahlungen an die Vienna GmbH in Höhe von 3,6 Mio. EUR (Vorjahr 3,0 Mio. EUR) geleistet und unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen erfasst.

Die Eigenkapitalquote ist im Wesentlichen aufgrund des Jahresüberschusses auf 30,4% (Vorjahr 25,6%) gestiegen.

Liquidität

Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug +5,8 Mio. EUR, was einer Verbesserung gegenüber dem Vorjahr um 3,4 Mio. EUR entspricht (Vorjahr 4,2 Mio. EUR). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem operativen Ergebnis der Gesellschaft.

Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit betrug +0,1 Mio. EUR (Vorjahr -2,0 Mio. EUR). Neben den im Berichtsjahr durchgeführten Investitionen in das Sachanlagevermögen (-0,8 Mio. EUR, Vorjahr -0,9 Mio. EUR) und immaterielle Vermögensgegenständen (-1,5 Mio. EUR, Vorjahr -1,6 Mio. EUR) wurden Investitionen in das Finanzanlagevermögen getätigt, die auf den Erwerb von ausstehenden Minderheitsanteilen an der Tochtergesellschaft vwd finaix solutions GmbH (vormals Gevasys) mit -0,2 Mio. EUR im Rahmen eines Earn-Outs, der im Vorjahr als Erwerb auf Ziel bilanziert wurde und im Berichtsjahr zahlungswirksam wurde, entfallen. Einzahlungen resultieren im Wesentlichen aus erhaltenen Dividenden in Höhe von 1,7 Mio. EUR (Vorjahr 0,2 Mio. EUR), die sich im Wesentlichen aus den Dividenden der Tochtergesellschaften vwd finaix solutions GmbH in Höhe von 0,8 Mio. EUR (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR) und der vwd PortfolioNet Service AG, Zürich, Schweiz in Höhe von 0,9 Mio. EUR zusammensetzen. Zudem ergaben sich Einzahlungen aus Abgängen des Finanzanlagenvermögens in Zusammenhang mit einer Kapitalherabsetzung bei der Tochtergesellschaft vwd group Switzerland AG in Höhe von 0,8 Mio. EUR.

Im Berichtsjahr ist ein negativer Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von -5,4 Mio. EUR (Vorjahr +0,7 Mio. EUR) realisiert worden. Den Auszahlungen an die Vienna GmbH in Höhe von -3,6 Mio. EUR (Vorjahr -3,0 Mio. EUR), den teilweise cashneutral verrechneten Rückzahlungen von Darlehen von verbundenen Unternehmen in Höhe von -6,1 Mio, EUR (Vorjahr: 1,0 Mio. EUR) sowie den Zinszahlungen in Zusammenhang mit Darlehen und Cash-Pool-Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von – 0,9 Mio. EUR (Vorjahr 0,8 Mio. EUR) stehen im Wesentlichen Einzahlungen aus Darlehensgewährungen von verbundenen Unternehmen in Höhe von 5,2 Mio. EUR (Vorjahr: 4,7 Mio. EUR) entgegen.

Der Kassenbestand zum Bilanzstichtag 2017 betrug 1,7 Mio. EUR, im Vorjahr 1,4 Mio. EUR. Die Inanspruchnahme der Betriebsmittellinie betrug zum gleichen Zeitpunkt 3,9 Mio. EUR (Vorjahr 4,1 Mio. EUR). Unter Berücksichtigung von Avalen in Höhe 0,6 Mio. EUR bestanden zum Stichtag 31.12.2017 freie Kreditlinien in Höhe von 0,5 Mio. EUR (Vorjahr 0,1 Mio. EUR).

Anlagevermögen und Bilanzstruktur

Zu den wesentlichen Vermögensgegenständen gehören der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 4,8 Mio. EUR (Vorjahr 5,1 Mio. EUR) sowie Finanzanlagen in Form von Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von 41,8 Mio. EUR (Vorjahr 43,4 Mio. EUR).

Zum Bilanzstichtag belief sich die Bilanzsumme auf 72,3 Mio. EUR (Vorjahr 68,1 Mio. EUR).

Die Verbindlichkeiten sind gegenüber dem Vorjahr von 37,7 Mio. EUR auf 37,3 Mio. EUR gesunken. Dies ist im Wesentlichen auf einen zum Stichtag geringeren Bestand an Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen. Die formal kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Tochtergesellschaften stehen bei Bedarf auch längerfristig zur Verfügung, entsprechende Verlängerungen wurden bereits in der Vergangenheit durchgeführt.

Forschung und Entwicklung

Grundlage des wirtschaftlichen Erfolgs der vwd GmbH sind hochperformante, modulare Lösungen, die jederzeit auf die Anforderungen durch neue Gesetze und Verordnungen auf nationaler und europäischer Ebene angepasst werden müssen. Die zuständigen Bereiche innerhalb der vwd GmbH stehen im laufenden Kontakt mit allen Kundengruppen, um effizient auf Anregungen und Erweiterungswünsche zu reagieren und diese entsprechend in die Release-Planungen zu übernehmen. Hierbei verfolgt die vwd GmbH einen agilen Entwicklungsansatz, um kurzfristig auftretende Anforderungsänderungen abbilden zu können. Eine einheitlich Plattform auf Basis neuster Technologien ermöglicht die Skalierung, die Modularisierung und den effizienten Betrieb unserer Lösungen.

Besonderes Augenmerk galt 2017 der Entwicklung unserer Lösungsplattform mit den strategischen Produktinitiativen Investment Manager sowie der Entwicklung einer umfassenden MiFID/ PRIIPs-Lösung in Zusammenarbeit mit der EDG. Insgesamt wurden für neue Lösungen Entwicklungskosten in Höhe von 1,5 Mio. EUR (Vorjahr 1,0 Mio. EUR) aktiviert.

Personalstruktur und Personalentwicklung

Die vwd GmbH zählte zum Stichtag 31. Dezember 2017 insgesamt 237 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach 248 zum Ende des Geschäftsjahres 2016 (jeweils ohne Auszubildende). Schwerpunkt der Personalarbeit im abgeschlossenen Geschäftsjahr waren neben Recruitingaktivitäten die Begleitung der konzernweiten Änderungsprozesse und deren Abbildung in der Personal- und Führungsstruktur.

RISIKOBERICHT

Die Geschäftsführung der vwd GmbH verantwortet die Steuerung und Überwachung der Risiken. Zur Überwachung und Steuerung setzt die vwd GmbH einen definierten Risikomanagementprozess ein. Er sieht regelmäßige Abfragen bei den Führungskräften vor, ergänzt um ad hoc Risikomeldungen bei zwischenzeitlich beobachteten Risiken. Die Risiken werden von den Berichtenden Risikograden zugeordnet. Für jeden Risikograd ist definiert, welche Berichtswege einzuhalten sind. Für jedes bedeutende Risiko müssen Abhilfemaßnahmen vorgeschlagen werden. Die Risikosituation wird der Geschäftsführung berichtet und von dieser mit dem Beirat erörtert.

Generelle Einflussfaktoren auf die Risikolage

Die vwd GmbH bzw. ihre Tochtergesellschaften operieren als Anbieter von Daten, Software und Lösungen in mehreren europäischen Ländern. Sie sind dort den makroökonomischen Einflüssen unterworfen.

Besondere Bedeutung kommt der Finanz- und der Medienindustrie zu. Das Investitionsverhalten dieser Branchen beeinflusst unseren Geschäftserfolg stark. Neben der allgemeinen makroökonomischen sowie der Branchenentwicklung prägt das regulatorische Umfeld das Investitionsverhalten.

Die Finanzindustrie unterlag auch in 2017 einem hohen Kostendruck, der Markt war geprägt von einer weiteren Konsolidierung der Bankenlandschaft. Unverändert stellt die Regulatorik die Finanzindustrie vor große Herausforderungen, gleichzeitig verändert der technologische Fortschritt die Wettbewerbslandschaft und das Kundenverhalten. Die Marktteilnehmer stellen sich auf diese Veränderungen ein, dabei spielt die Digitalisierung der Geschäftsprozesse sowie die regulatorischen Anforderungen eine sehr wichtige Rolle. Als Technologieanbieter ist die vwd GmbH an diesen Veränderungen unmittelbar beteiligt. Die Strategie der vwd GmbH berücksichtigt diese Entwicklungen. Per Saldo überwiegen unserer Einschätzung nach die positiven Auswirkungen der Digitalisierung und Regulierung.

Bei der Beurteilung der Risikosituation ist zu berücksichtigen, dass die vwd GmbH seit 20. März 2015 einen Gewinnabführungsvertrag mit der Alleingesellschafterin der vwd GmbH, der Vienna GmbH, geschlossen hat. Er verpflichtet die Vienna GmbH, mögliche Verluste der vwd GmbH – auch durch Aufrechnung mit Gesellschafterdarlehen – zu tragen. Allerdings verfügt die Vienna GmbH als reines Investitionsvehikel nur über ein begrenztes eigenes Verlusttragungspotenzial. Risikoerhöhend wirkt der auf Weisung der Vienna GmbH erfolgte Beitritt der vwd GmbH und weiterer Gruppenunternehmen als Garantiegeber zum Kreditvertrag der Vienna GmbH mit einem Bankenkonsortium (Darlehensstand per 31. Dezember 2017: 14,6 Mio. EUR) und die Anforderungen der Vienna GmbH, den Schuldendienst aus dem Übernahmekredit zu übernehmen. Bis zum 31. Dezember 2017 hat die Gesellschaft in diesem Zusammenhang bereits Beträge in Höhe von EUR 9,3 Mio. an die Vienna GmbH ausgezahlt und als Ausleihungen an verbundene Unternehmen verbucht. Auch hier ist zu berücksichtigen, dass die Vienna GmbH als reines Investitionsvehikel keine Ertragsquellen außerhalb ihrer Beteiligung an der vwd group hat. Am 16. April 2018 ist ein neuer Unternehmenskreditvertrag abgeschlossen worden, der zur Ablösung der Verbindlichkeiten unter dem Unternehmenskreditvertrag mit der bisher finanzierenden Bank geführt hat. Der neue Vertrag hat eine Laufzeit bis 2025 und ist bezüglich der festen Darlehensteile von zusammen EUR 35 Mio. endfällig. Zudem ist eine höhere Kontokorrentlinie von nun EUR 10 Mio. vorgesehen. Durch den neuen Vertrag ergibt sich eine Verminderung der bestehenden Finanzierungsrisiken.

Die vwd GmbH hat im Rahmen des Risikomanagements die folgenden Risikofelder definiert:

Strategische und Geschäftsrisiken

Das Geschäft der vwd basiert stark auf wiederkehrenden Einnahmen aus der Lizenzierung und regelmäßigen Bereitstellung von Technologie und Dienstleistungen. Dies sichert die vwd gegen kurzfristige Rückgänge ab, erfordert aber andererseits mittel- und langfristige Entscheidungen und damit verbundene Investitionen. Die Umbrüche am Markt bringen erheblichen Veränderungsbedarf für die vwd GmbH mit sich. Sollte die vwd GmbH Entwicklungen falsch einschätzen oder ihre Entscheidungen nicht wie geplant umsetzen können, kann dies die Ertragslage unmittelbar über Umsatzeinbußen oder höhere operative Aufwände und mittelbar über Abschreibungen stark beeinflussen. Des Weiteren ergeben sich Auswirkungen auf den Cash Flow und die Bilanz.

IT- Prozesse

Als Technologieunternehmen unterliegt die vwd GmbH IT Risiken. Sie erbringt ihre wesentlichen Leistungen mit Hilfe vernetzter Rechnersysteme. Der Betrieb erfolgt 24 Stunden am Tag, sieben Tage in der Woche. Der weitgehend fehlerfreie und ausfallsichere Betrieb dieser Systeme ist entscheidend für den Erfolg der vwd GmbH. Die vwd GmbH besitzt deshalb eine Systemarchitektur mit mehreren Standorten.

Qualität, Ausfallsicherheit, Schutz kritischer Daten und auch Effizienz der Systeme stellen – auch vor dem Hintergrund der gestiegenen technischen Anforderungen und der Cyberkriminalität – bedeutende Herausforderungen für die vwd GmbH dar. Treten zu viele / zu gravierende Fehler auf, kann dies zu übermäßigen internen Aufwänden führen, die Kundenbeziehung beeinträchtigen und auch direkt Pönalen / Schadensersatzforderungen verursachen. Aufgetretene Ausfälle und potenzielle Gefährdungen werden standortübergreifend analysiert und entsprechende Maßnahmen abgeleitet und priorisiert.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die vwd GmbH unterliegt Liquiditätsrisiken. Sie ergeben sich nicht nur aus den eigenen Verpflichtungen gegenüber den Banken und Lieferanten, sondern auch daraus, dass die Vienna GmbH die vwd GmbH beherrscht und regelmäßig anweist, für ihren Schuldendienst aufzukommen. Kredittechnisch werden beide Gesellschaften daher konsolidiert betrachtet. Für die Einschätzung der Kreditbeziehung stellen die kreditgebenden Institute auf vereinbarte Covenants ab, die Schuldendienst und Kreditvolumen ins Verhältnis mit bilanziellen Kennzahlen setzen.

Es muss jederzeit ausreichend Liquidität zur Verfügung stehen. Darüber hinaus müssen Schuldendienst und Investitionen weitgehend aus dem operativen Cash Flow, bereinigt um Sondereffekte, bestritten werden. Die Steuerung und Überwachung der Liquiditätssituation erfolgen durch Planrechnungen und eine tägliche Auswertung der Finanzbuchhaltung. Alle Konzernunternehmen werden dabei berücksichtigt.

In die Cashflow Planungen gehen eine Vielzahl von Faktoren ein, vor allem Umsätze und deren Cash Wirksamkeit, Working Capital zu verschiedenen, auch unterjährigen Stichtagen, erhaltene Anzahlungen, Steuerquoten, Investitionsvolumina und -zeitpunkte, Inanspruchnahme aus Eventualverpflichtungen, Cash Transfers innerhalb der Gruppe etc. Eine substantielle Verschlechterung dieser Parameter könnte die Liquiditätsausstattung gefährden. Mögliche Maßnahmen zur Gegensteuerung sind zeitliche Verschiebungen von Investitionen und anderen Auszahlungen, die Veräußerung von Vermögensgegenständen, Ausweitungen der Bankfinanzierung und Liquiditätsmaßnahmen der Eigentümerin.

Sonderbelastungen wie Restrukturierungsmaßnahmen und der Erwerb von Minderheiten wurden in den letzten Jahren aus dem Liquiditätspolster bestritten, so dass hier für die Zukunft weniger Puffer als in der Vergangenheit zur Verfügung steht. Das Gleiche gilt hinsichtlich der bisher an die Vienna GmbH gezahlten Beträge, die dort für Tilgungszahlungen auf die bestehende Akquisitionsfinanzierung verwendet wurden. Durch den Abschluss eines neuen Unternehmenskreditvertrages am 16. April 2018 sind die bestehenden Finanzierungsrisiken jedoch gemindert worden.

Weitere finanzwirtschaftliche Risiken resultieren aus Währungen und Zinsen. Das Fremdwährungsrisiko der vwd GmbH selbst ist neben dem Schweizer Franken hauptsächlich auf den US Dollar konzentriert. Die Risiken in beiden Währungspaaren sind überschaubar, nach derzeitiger Einschätzung lohnt sich eine Absicherung ökonomisch nicht.

Die mittel- bis langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber dem Bankenkonsortium sind mit variablen Zinssätzen ausgestattet, die gegenüber der Gesellschafterin mit fixen Zinssätzen. Der überwiegende Teil der variablen Verpflichtungen ist mit einem Zahlerswap abgesichert, der noch eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2019 hat. Das Kontrahentenrisiko wird als nicht wesentlich erachtet. Weitere derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Zinsrisiken oder anderen Risiken bestehen nicht. Im Einzelnen verweisen wir auf die Angaben im Anhang.

Personal

Die Gewinnung qualifizierter Mitarbeiter stellt für die vwd GmbH eine ständige Herausforderung dar. Dies gilt ebenso für die langfristige Bindung insbesondere solcher Mitarbeiter, die allein über besondere Kenntnisse verfügen. Angesichts des starken Fachkräftemangels, insbesondere im Umfeld der IT-Programmierung und Entwicklung, ergeben sich hieraus gerade für ein wissensbasiertes Unternehmen wie die vwd GmbH wesentiche Herausforderungen. Mit dem Angebot persönlicher Entwicklungsmöglichkeiten, Informationstransfer, Teambildung, flexiblen Arbeitsbedingungen und leistungsorientierter Vergütung kann die vwd GmbH diesen Risiken entgegensteuern, ohne sie aber vollständig ausschließen zu können. Mit dem schnellen Technologiewandel und dem dadurch bedingten ständigen Anpassungs- und Entwicklungsdruck sehen sich unsere Mitarbeiter erhöhten Anforderungen ausgesetzt.

Regulatorische und Rechtsrisiken

Zu unseren Kunden zählen viele Kreditinstitute und andere Finanzdienstleister, die umfassend reguliert werden. Die Regulatoren haben ihre Ansätze in den letzten Jahren deutlich verschärft. Dies hat teilweise auch direkte Konsequenzen auf Dienstleister und Zulieferer. Leistungen und Services könnten eingeschränkt oder gekündigt werden und Veränderungen der Vorschriften können ebenso dazu führen, dass Kunden von uns Maßnahmen, z.B. Zertifizierungen verlangen oder auch die Dienstleistungen anderweitig vergeben bzw. durch Eigenleistungen ersetzen. Durch eine aktive Analyse der Anforderungen schon in einem frühen Stadium werden frühzeitig effiziente Maßnahmen getroffen. Da die regulatorischen Vorschriften alle Wettbewerber betreffen, entstehen typischerweise keine Wettbewerbsnachteile.

Gesamtbeurteilung der Risikolage

Die vwd group verfügt grundsätzlich über ein stabiles Geschäftsmodell mit hohen wiederkehrenden Umsätzen, sehr guten Marktzugängen, ausgeprägten technologischen Kompetenzen und einer relativ breiten Diversifikation. Die strategische Neuaufstellung bewährt sich am Markt. Auch wenn in 2017 weitere signifikante Erfolge zu verzeichnen waren, ist sie noch nicht vollständig umgesetzt und stellt an das Management und die Beschäftigten weiterhin hohe Anforderungen. Die komplette Umstellung der internen Plattformen und Prozesse auf eine zentrale SaaS-Plattform Anbieter haben in 2017 wesentliche Kapazitäten gebunden, während die neuen regulatorischen Lösungen zum Ende des Jahres an die Kunden ausgerollt wurden.

Des Weiteren ist die vwd als Betreiberin von komplexen technologischen Anwendungen und Betriebsplattformen in erheblichem Umfang operationellen Risiken aus dem Versagen von Menschen oder Systemen ausgesetzt. Dafür müssen auch ausreichend qualifizierte und motivierte Beschäftigte zur Verfügung stehen.

Bestehende Finanzierungsrisiken konnten durch die im April 2018 abgeschlossene neue langfristige Bankenfinanzierung reduziert werden.Der Fortbestand der Gesellschaft ist aus heutiger Sicht nicht gefährdet.

Chancen

Die vielfältigen Aktivitäten und die Expertise der vwd group in Verbindung mit den sehr guten, breiten Kundenzugängen in verschiedenen Regionen eröffnen die Chance, mit Innovationen bestehende Kundenbeziehungen weiterzuentwickeln und neue Kunden zu gewinnen. Derzeit werden die Kernprodukte und die zentralen Systeme für die Lieferung der Business Logik intensiv weiterentwickelt. Es ist denkbar, dass sich aus einzelnen Weiterentwicklungen deutlich höhere Potenziale ergeben, als sich heute absehen lässt.

Insbesondere die Digitalisierung der Prozesse in der Investmentindustrie birgt hohe Potenziale. In Deutschland, aber auch in der Schweiz, ist die vwd GmbH ein führender Technologiepartner für Wealth Manager. Eine weitere Ausweitung der Kundenbasis im Segment der Privatbanken und Erweiterung auf weitere Zielgruppen der Investmentindustrie ist denkbar.

Die Regulierung erfasst zunehmend auch Zulieferer der Finanzindustrie. Manchmal unmittelbar, weil der Regulierer sie direkt erfasst, häufiger mittelbar, weil Prozesse als kritisches Outsourcing eingestuft werden und darüber in das regulatorische Regime kommen. Kleinere Anbieter könnten mit dieser Entwicklung in Schwierigkeiten kommen, weil sie die aufwändigen Prozesse zur Zertifizierung, Überwachung und Dokumentation nicht bewältigen können. Die vwd group, als größerer Anbieter mit einem breiten Leistungsspektrum, sieht sich hingegen gut aufgestellt. Im Rahmen der Umsetzung der PRIIPs-Verordnung wurden erfolgreich die Auslagerungen durch Banken an die vwd vorgenommen. Dazu wurde eine prozessorientierte interne Revision implementiert, um unsere Kunden bedarfsgerecht im Outsourcing von relevanten Geschäftsprozessen zu unterstützen.

Die Finanzkraft und Vernetzung des Investors Carlyle, dem die Vienna GmbH angehört, eröffnen Chancen auf den internationalen Märkten für Beteiligungen. vwd könnte durch passende Akquisitionen ihr Geschäftsmodell stärken oder umgekehrt durch den Verkauf von Vermögenswerten zu einem für sie günstigen Preis profitieren. Außerdem können sich durch Carlyle Kontakte attraktive Kooperationsmöglichkeiten ergeben.

PROGNOSEBERICHT

Die Konjunkturexperten des Ifo Instituts erwarten für 2018 einen weiteren Verbesserung des Wirtschaftswachstums auf 2,6 Prozent; der Schwung des Jahres 2017 wird somit auch in 2018 für eine nochmals steigende Wirtschaftsleistung sorgen. Die Zahl der Erwerbstätigen wird nach 44,3 Millionen Menschen in 2017 auf 44,8 Millionen Menschen für 2018 geschätzt, die Arbeitslosenquote sinkt derweil von 5,7% auf 5,3%.

Ausblick – Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung

Die in Vorjahren gelegten strategischen Grundlagen und Handlungskonzepte, um sich als kompetenter Partner der Investmentindustrie aufzustellen, wurden im Geschäftsjahr 2017 konsequent weiter umgesetzt. Die vwd GmbH konnte in 2017 sowohl kosten- als auch strukturseitig diese Entwicklungen erneut sehr gut umsetzen, die Profitabilität konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut gesteigert werden. Für das Geschäftsjahr 2018 erwarten wir grundsätzlich eine Fortsetzung dieses Trends. Auf der Kostenseite gehen wir weiter davon aus, dass Aufwände für die Verbesserung der Organisation und Prozesse/Systeme sowie Anlaufkosten für die Produktinnovationen anfallen. Für 2018 erwarten wir operativ ein EBITDA zwischen 4,5 und 5,5 Mio. EUR. Umsatzseitig erwarten wir einen deutlichen Anstieg zwischen 3,5% bis 4,5%.

Wie in Vorjahren greift die vwd GmbH im Rahmen eines Cash Pooling auf seine Tochtergesellschaften zurück. Hierbei wird damit gerechnet bestehende Darlehensforderungen gegenüber Töchtern zurückführen und den Schuldendienst aus dem Übernahmekredit zwischen der Vienna GmbH und einem Bankenkonsortium übernehmen zu können, sowie weitere Darlehensverbindlichkeiten gegenüber im Vorgriff auf spätere Gewinnausschüttungen variabel in Höhe des tatsächlichen Finanzbedarfs aufzubauen. Nach Durchführung dieser Maßnahmen gehen wir ohne Änderung des Kontokorrentkredites von einem gleichbleibenden Kassenbestand aus.

Vorbehalt von Zukunftsaussagen

Der Lagebericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen, welche unsere gegenwärtigen Auffassungen, Erwartungen und Annahmen widerspiegeln und auf Informationen basieren, die dem uns zum Zeitpunkt seiner Abfassung zur Verfügung standen. Zukunftsgerichtete Aussagen bieten keine Gewähr für den tatsächlichen Eintritt zukünftiger Ergebnisse und Entwicklungen, sondern sind mit Risiken und Unsicherheiten behaftet. Auswirken können sich insbesondere Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage, neue rechtliche Rahmenbedingungen, die Wettbewerbssituation und die Entwicklung der Finanzmärkte.

 

Frankfurt am Main, den 27. April 2018

Shiva Ramabadran, Geschäftsführer

Udo Kersting, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2017
EUR
31.12.2016
EUR
A. Anlagevermögen 62.814.460,82 61.117.176,29
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 9.499.968,74 9.463.638,71
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.436.533,82 2.321.393,78
2. Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.164.979,84 1.902.140,79
3. Geschäfts- oder Firmenwert 4.795.260,14 5.094.963,89
4. geleistete Anzahlungen 103.194,94 145.140,25
II. Sachanlagen 1.656.018,50 1.945.981,82
1. Bauten auf fremden Grundstücken 6.942,62 16.408,15
2. technische Anlagen und Maschinen 1.225.907,20 1.444.710,01
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 423.168,68 484.863,66
III. Finanzanlagen 51.658.473,58 49.707.555,76
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 41.780.908,88 43.399.991,06
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 9.315.000,00 5.745.000,00
3. sonstige Finanzanlagen 562.564,70 562.564,70
B. Umlaufvermögen 8.457.011,66 6.051.047,49
I. Vorräte 0,00 81.234,75
1. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 0,00 81.234,75
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.803.678,58 4.607.012,68
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.793.403,47 1.231.804,16
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.365.344,21 2.853.935,75
3. sonstige Vermögensgegenstände 644.930,90 521.272,77
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 33.544,12 33.544,12
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.653.333,08 1.362.800,06
C. Rechnungsabgrenzungsposten 490.925,51 510.007,27
D. Abgrenzungsposten für latente Steuern 565.601,86 468.679,89
Bilanzsumme, Summe Aktiva 72.327.999,85 68.146.910,94

Passiva

31.12.2017
EUR
31.12.2016
EUR
A. Eigenkapital 21.963.770,62 17.465.477,85
I. gezeichnetes Kapital 25.753.577,00 25.753.577,00
1. eingefordertes Kapital 25.753.577,00 25.753.577,00
II. Kapitalrücklage 12.604.335,13 12.604.335,13
III. Gewinnrücklagen 250.185,30 250.185,30
1. andere Gewinnrücklagen 250.185,30 250.185,30
IV. Bilanzverlust 16.644.326,81 21.142.619,58
B. Rückstellungen 11.276.323,30 11.685.576,67
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.518.683,00 3.624.914,22
2. sonstige Rückstellungen 7.757.640,30 8.060.662,45
C. Verbindlichkeiten 37.261.100,69 37.743.609,74
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 11.896.250,85 12.065.654,08
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.896.250,85 4.065.654,08
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.225.413,33 1.298.300,61
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.527.156,30 4.961.984,65
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 5.527.156,30 4.961.984,65
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 17.477.595,70 18.669.483,09
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 11.152.433,96 11.560.733,42
5. sonstige Verbindlichkeiten 1.134.684,51 748.187,31
davon aus Steuern 617.861,56 254.955,28
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.134.684,51 748.187,31
D. Rechnungsabgrenzungsposten 713.392,66 485.453,37
E. Abgrenzungsposten für latente Steuern 1.113.412,58 766.793,31
Bilanzsumme, Summe Passiva 72.327.999,85 68.146.910,94

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2017 – 31.12.2017
EUR
1.1.2016 – 31.12.2016
EUR
1. Umsatzerlöse 45.973.897,53 46.888.747,67
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -81.234,75 81.234,75
3. andere aktivierte Eigenleistungen 1.479.581,39 972.497,21
4. sonstige betriebliche Erträge 5.450.697,48 7.738.164,03
5. Materialaufwand 24.585.330,26 25.625.706,08
a) Aufwendungen für bezogene Leistungen 24.585.330,26 25.625.706,08
6. Personalaufwand 18.023.072,68 19.683.639,92
a) Löhne und Gehälter 15.555.789,01 16.927.263,57
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.467.283,67 2.756.376,35
davon für Altersversorgung 49.662,04 234.286,12
7. Abschreibungen 3.094.912,91 2.380.010,94
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs 2.198.567,89 2.210.010,94
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 896.345,02 170.000,00
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.050.134,54 7.566.953,36
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 52.802,39 25.726,17
9. Erträge aus Beteiligungen 1.714.779,64 189.600,00
davon aus verbundenen Unternehmen 1.714.779,64 189.600,00
10. auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags erhaltene Gewinne 3.880.290,17 3.155.848,61
11. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 306.980,56 196.099,83
davon aus verbundenen Unternehmen 306.980,56 196.099,83
12. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 20.977,68 26.163,50
13. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 1.057.679,76 0,00
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.222.380,95 1.170.830,66
davon an verbundene Unternehmen 532.363,22 481.915,55
15. Steuern vom Einkommen und Ertrag 218.116,83 463.361,06
16. sonstige Steuern -3.951,00 10.331,01
17. Jahresüberschuss 4.498.292,77 2.347.522,57

Ergebnisverwendung

1.1.2017 – 31.12.2017
EUR
1.1.2016 – 31.12.2016
EUR
17. Jahresüberschuss 4.498.292,77 2.347.522,57
18. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 21.142.619,58 23.490.142,15
19. Bilanzverlust 16.644.326,81 21.142.619,58

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der vwd Vereinigte Wirtschaftsdienste GmbH (kurz „vwd“ oder „vwd GmbH“), Frankfurt am Main, zum 31. Dezember 2017 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 Satz 2 HGB.

Die Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt im Berichtsjahr unverändert wie im Vorjahr nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB.

Die vwd Vereinigte Wirtschaftsdienste GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main ist beim Amtsgericht Frankfurt am Main unter Registernummer HRB 100445 im Handelsregister eingetragen.

Die vwd GmbH konzentriert sich auf maßgeschneiderte, innovative Informations-, Kommunikations- und Technologielösungen rund um das Wertpapiergeschäft für Finanzdienstleister, Investoren und Medien. Hier hat sich vwd auf kundenindividuelle Anforderungen im Asset Management, Retail Banking, Private Banking und Wealth Management spezialisiert und zu einem führenden Anbieter in Europa entwickelt.

Der von der Geschäftsführung aufgestellte Jahresabschluss und Lagebericht der vwd GmbH sowie der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht des vwd Konzerns für das Geschäftsjahr 2017 werden jeweils mit dem Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.

II. Erläuterungen und Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss der vwd GmbH zum 31. Dezember 2017 wurde nach den im Folgenden beschriebenen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Soweit Abweichungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Vorjahres bestehen, werden diese bei den entsprechenden Bilanzposten erläutert.

1. Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Der Abschreibungsplan sieht lineare Abschreibungen unter Zugrundelegung der wirtschaftlichen betriebsindividuellen Nutzungsdauer der Anlagen vor. Soweit die Notwendigkeit bestand, wurden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, um die Vermögensgegenstände gemäß § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB mit dem ihnen am Abschlussstichtag beizulegenden niedrigeren Wert anzusetzen.

Übersicht der Nutzungsdauern:

Systemsoftware 2-5 Jahre
Andere Software 2 Jahre
Technische Anlagen 3 Jahre
Bauten und Rechte auf fremden Grund und Boden 5 Jahre

Selbstständig nutzbare bewegbare Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten zwischen 150 € und 1000 € werden seit 2008 jahresweise in einem Sammelposten zusammengefasst, der über fünf Jahre abgeschrieben wird.

Sämtliche geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Nettowert von 150,00 € haben wir unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Auf einen Zugang im Anlagenspiegel wurde verzichtet.

Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden mit den mindestens in die Herstellungskosten einzubeziehenden Aufwendungen gemäß § 255 Abs. 2 Sätze 1 und 2 und Abs. 2 a HGB aktiviert und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer sowie bei Vorliegen einer voraussichtlich dauernden Wertminderung außerplanmäßig abgeschrieben. Die Forschungskosten werden direkt im Aufwand erfasst.

Die vwd hat sich als Zulieferer der Finanzindustrie fest etabliert und zu einem der führenden Europäischen Finanzinformationsdienstleister entwickelt. Die Marke vwd ist in der über 60jährigen Unternehmensgeschichte stetig aufgebaut worden. Die bestehende Gesellschafterstruktur sichert nicht nur die langfristige Fortführung der Geschäftstätigkeit, sondern fördert auch die Wachstumsstrategie. Der zum 1. Januar 2004 entstandene Geschäfts- oder Firmenwert aus der Verschmelzung der ehemaligen vwd GmbH in Höhe von 16.705.200,34 € wird aufgrund der langfristigen Nutzung der erworbenen technischen Verfahren über die geschätzte Nutzungsdauer von 30 Jahren abgeschrieben, da wir von dieser langfristigen Nutzung des Geschäfts- oder Firmenwerts ausgehen. Darüber hinaus entspricht auch die erwartete Kundenbindungsdauer für diese Technologie diesem Zeitraum.

In 2009 wurde der Teilbereich Technology der vwd NetSolutions GmbH mit einem Geschäfts- und Firmenwert von 3.427.613,85 € auf die vwd GmbH übertragen. Der Teilbereich Technology zeichnet sich insbesondere durch die von ihm betriebene wegweisende IT-Plattform für Webportale aus, welche als Basistechnologie künftigen Plattformerweiterungen als Aufsatzpunkt dient. Innovationen und der Einsatz von neuesten Technologien machen den Teilbereich Technology besonders wertvoll und wichtig für die vwd GmbH, da hier das Know How in der Online Vermarktung von Internet Portalen sowie Micro Payment Kenntnisse in einer langlebigen Architektur gebündelt sind. Aufgrund der Werthaltigkeit des Teilbereichs Technology und der vollständigen Integration in die vwd GmbH wird für diesen Geschäfts- oder Firmenwert von einer Nutzungsdauer von 25 Jahren ausgegangen.

Im Geschäftsjahr ergeben sich wie im Vorjahr keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte. Die Überprüfung des Buchwerts der jeweiligen Geschäfts- und Firmenwerte wird anhand einer Fünf-Jahres Planung durchgeführt. Hierbei werden die zukünftigen Cashflows mit einem gewichteten Kapitalkostensatz (WACC) in Höhe von 6,7% (5,7 % nachhaltig) abgezinst.

Die im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten oder gemäß § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB zum niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen. Zuschreibungen werden vorgenommen, soweit die Gründe für eine zuvor vorgenommene Abschreibung dauerhaft nicht mehr bestehen.

Die Überprüfung des Buchwerts der jeweiligen Beteiligungen wird anhand einer Fünf-Jahres Planung durchgeführt. Hierbei werden die zukünftigen Cashflows mit einem gewichteten Kapitalkostensatz (WACC) in Höhe von 6,7 % (5,7 % nachhaltig) abgezinst.

Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Ansprüche gegen Lebensversicherungsgesellschaften, die der Absicherung der den Mitarbeitern gewährten Pensionszusagen dienen und nicht mit diesen saldiert werden, werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten, die dem steuerlichen Aktivwert entsprechen, angesetzt.

Rückdeckungsversicherungsansprüche, die zur Absicherung von Pensionsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen und die Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB für eine Saldierung mit den entsprechenden Verpflichtungen erfüllen, werden mit dem beizulegenden Zeitwert zum Bilanzstichtag bewertet und saldiert.

2. Umlaufvermögen

Unfertige Leistungen werden zu Herstellungskosten gemäß § 255 HGB aktiviert. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Die Aktivierung erfolgt mit den gemäß § 255 HGB definierten Mindestherstellkosten sowie zusätzlich angemessenen Teilen der Kosten der allgemeinen Verwaltung.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt. Es sind ausreichend Einzelwertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen und Pauschalwertberichtigungen zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos gebildet.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bilanziert.

3. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben, die Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen.

4. Latente Steuern

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden ermittelt (Temporary Konzept). Der für die Bewertung herangezogene Steuersatz beträgt 31,75 % und umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag.

Auf Basis des 2015 abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags („BGAV“) mit der Vienna GmbH bildet die vwd GmbH als Organgesellschaft mit der Vienna GmbH als Organträgerin eine ertragsteuerlichen Organschaft. Die vwd GmbH hat vor dem Hintergrund des Bestehens eines Steuerumlagevertrags vom Wahlrecht gemäß DRS 18.35 Gebrauch gemacht und im Berichtsjahr 2017 auf Ebene der vwd GmbH latente Steuern gebildet.

5. Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Die Berechnung der Rückstellungen für Pensionen erfolgt nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels des Anwartschaftsbarwertverfahrens.

Für die Bewertung der Pensionsverpflichtungen sind die folgenden Rechnungsgrundlagen bzw. -annahmen verwendet worden:

– Richttafeln 2005 G von Klaus Heubeck

– Rechnungszins: 3,71 % p.a.

– Anwartschaftsdynamik: 2,00 % p.a.

– Rentendynamik: 1,50 % p.a.

– Fluktuation: 2,50 % p.a.

Bei dem zugrunde gelegten Rechnungszinsfuß von 3,71 % (Vorjahr: 4,03 %) handelt es sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren.

Für die Bewertung der Altersteilzeitrückstellungen wurde als Berechnungsgrundlage der von der Deutschen Bundesbank ermittelte und veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren in Höhe von 2,84 % (Vorjahr: 3,28 %) verwendet, da die Änderungen durch das Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienrichtlinie für die Ermittlung der Altersteilzeitrückstellung nicht angewendet werden darf.

Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden.

Bei den Verbindlichkeiten erfolgt die Passivierung grundsätzlich mit dem Erfüllungsbetrag.

6. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält Einnahmen, die Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen.

7. Fremdwährungsumrechnung

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassakurs am Abschlussstichtag umgerechnet, sofern ihre Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt. Fremdwährungsforderungen, deren Restlaufzeit mehr als ein Jahr beträgt, werden jeweils zum Kurs des Transaktionstags oder mit dem höheren Kurs zum Bilanzstichtag bewertet. Fremdwährungsverbindlichkeiten, deren Restlaufzeit mehr als ein Jahr beträgt, werden jeweils zum Kurs des Transaktionstags oder zum niedrigeren Kurs am Bilanzstichtag bewertet.

III. Bilanzerläuterungen

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt.

Im Geschäftsjahr 2017 sind Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in Höhe von 1.480 T€ (Vorjahr 1.066 T€) angefallen, wovon Entwicklungskosten in Höhe von 1.480 T€ (Vorjahr 972 T€) unter Inanspruchnahme des Wahlrechts gemäß § 248 Abs. 2 HGB als selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert werden. Forschungskosten werden als Aufwand erfasst.

Von den in der Bilanz ausgewiesenen Ausleihungen an verbundene Unternehmen entfallen 9.315 T€ (Vorjahr 5.745 T€) auf die Alleingesellschafterin Vienna GmbH.

2. Umlaufvermögen

Die Vorräte umfassen unfertige Leistungen in Höhe von 0 T€ (Vorjahr 81 T€). Die Aktivierung erfolgt zu Mindestherstellkosten nach § 255 Abs. 2 S.2 HGB sowie unter Einbeziehung angemessener Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig und betragen 1.793 T€ (Vorjahr 1.232 T€).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 3.387 T€ (Vorjahr 2.620 T€) und sonstige Forderungen in Höhe von 978 T€, wovon 744 T€ (Vorjahr 234 T€) gegen die Alleingesellschafterin Vienna GmbH bestehen.

Sämtliche Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

3. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Der Posten aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält analog dem Vorjahr im Wesentlichen Vorauszahlungen für Wartungs- und Lizenzaufwendungen zukünftiger Geschäftsjahre.

4. Aktive latente Steuern

Das Ausweiswahlrecht nach § 274 Abs. 1 HGB wurde in Anspruch genommen. Für folgende Arten von Vermögensgegenständen und Schulden, bei denen zeitliche Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz vorlagen, wurden aktive latente Steuern gebildet. Diese haben sich wie folgt entwickelt:

Analog zum Vorjahr erfolgt auch im Geschäftsjahr 2017 kein Ansatz von aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge der vwd GmbH, da aufgrund des in 2015 wirksam geschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages sämtliche Verlustvorträge der vwd GmbH für die Dauer des BGAV eingefroren wurden. Per 31.12.2017 existieren in der vwd GmbH köperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 5.325 T€ (Vorjahr 5.325 T€) sowie gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 4.276T€ (Vorjahr 4.276T€).

01.01.2017
Veränderung
31.12.2017
Bemessungsgrundlage 31.12.2017
Pensionsrückstellungen 181.895,50 11.673,46 193.568,96 609.666,00
Altersteilzeitrückstellungen 43.053,00 -19.821,52 23.231,48 73.170,00
Jubiläumsrückstellungen 3.851,91 313,06 4.164,97 13.118,00
Abfindungen 95.095,85 -60.133,12 34.962,73 110.118,85
Drohverlustrückstellung 68.326,44 164.693,57 233.020,01 733.921,32
Sonstige Ausleihungen 76.457,18 196,53 76.653,71 241.429,00
468.679,88 96.921,98 565.601,86

5. Gezeichnetes Kapital

Das Gezeichnete Kapital beläuft sich zum 31. Dezember 2017 auf 25.753.577,00 € (Vorjahr 25.753.577,00 €). Es ist eingeteilt in 25.754.577 Gesellschaftsanteile (bis zur Umwandlung von einer AG in eine GmbH: 25.754.577 Aktien) im rechnerischen Wert von je 1,00 €.

Die Gesellschaft hält, wie bereits an den vergangenen Stichtagen, insgesamt 1.000 Stück eigene Anteile. Diese stellen einen Anteil in Höhe von 1.000,00 € (0,001 %) am Stammkapital der Gesellschaft dar und werden rechnerisch vom gezeichneten Kapital abgezogen. Die Aktien resultieren aus einem Aktienrückkaufprogramm, das im Geschäftsjahr 2006 ausgelaufen ist. Sie wurden in den Geschäftsjahren 2000 bis 2003 zur Bedienung eines früheren Aktienoptionsprogramms erworben.

6. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB beträgt 12.604.335,13 € (Vorjahr 12.604.335,13 €).

7. Gewinnrücklagen

7.1 Andere Gewinnrücklagen

2017
2016
Stand 31.12. 250.185,30 250.185,30

Erträge aus der erstmaligen Anwendung des § 274 Abs.1 HGB wurden in 2010 in Höhe von 250.185,30 € den Gewinnrücklagen zugeführt.

8. Verlustvortrag

Der Verlustvortrag hat sich im Geschäftsjahr um den Jahresüberschuss in Höhe von 4.498 T€ vermindert.

9. Pensionsrückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen betreffen Pensionsanwartschaften in Höhe von 3.519 T€ (Vorjahr 3.625 T€), wovon 1.778 T€ (Vorjahr 1.497 T€) auf unverfallbare Ansprüche ausgeschiedener Mitarbeiter und 470 T€ (Vorjahr 520 T€) auf laufende Rentenverpflichtungen entfallen.

Die vwd GmbH verfügt über Verpflichtungen, die durch zu saldierendes Deckungsvermögen (Rückdeckungsversicherungen) kompensiert werden sowie Verpflichtungen, die über nicht saldierungsfähige Rückdeckungsversicherungen abgesichert sind.

Für einen Mitarbeiter besteht eine Altersversorgungszusage, deren Höhe sich ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert des Rückdeckungsanspruchs bestimmt, der dem Zugriff der anderen Gläubiger entzogen ist und gemäß § 253 Abs. 1 S. 3 HGB bewertet wird. Da es sich um Deckungsvermögen nach § 246 Abs. 2 S. 2 Hs. 1 HGB handelt, erfolgt eine Saldierung des beizulegenden Zeitwertes zum 31.12.2017 in Höhe von 87 T€ (Vorjahr 84 T€) mit dem entsprechenden Erfüllungsbetrag in Höhe von 87 T€ (Vorjahr 84 T€).

Die im Finanzergebnis verrechneten Aufwendungen und Erträge stellen sich wie folgt dar:

Aufwendungen 3 T€ (Vorjahr 3 T€)

Erträge 3 T€ (Vorjahr 3 T€)

Im Zuge der Verschmelzung mit der ehemaligen Market Maker Software AG zum 1.1.2011 wurde durch die vwd GmbH eine Alterszusage übernommen, deren Höhe sich ausschließlich nach dem beizulegenden Zeitwert der zugehörigen Rückdeckungsversicherung bestimmt und die dem Zugriff anderer Gläubiger entzogen ist . Die Bewertung des Rückdeckungsanspruchs erfolgt gemäß § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB. Zum 31. Dezember 2017 betrug der beizulegende Zeitwert der Versicherung 155 T€ (Vorjahr 157 T€). Aufgrund des Saldierungsgebots des § 246 Abs. 2 S. 2 HGB wird der Anspruch aus der Rückdeckungsversicherung mit der kongruenten Pensionsverpflichtung verrechnet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung verrechneten Aufwendungen und Erträge stellen sich wie folgt dar:

Aufwendungen 2 T€ (Vorjahr 8 T€)

Erträge 2 T€ (Vorjahr 8 T€)

Die zweite Fallgruppe fällt nicht unter § 253 Abs. 1 S. 3 HGB und wird auch nicht als Bewertungseinheit nach § 254 HGB bilanziert. Die aktivierten Ansprüche werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten nach § 253 Abs. 1 S. 1 HGB in Höhe von 563 T€ (Vorjahr 563 T€) und die Verpflichtung mit ihrem Erfüllungsbetrag in Höhe von 594 T€ (Vorjahr 580 T€) zum 31. Dezember 2017 bilanziert. Die vwd GmbH hat das Wahlrecht nach Artikel 67 Abs. 1 S. 2 EGHGB in Anspruch genommen und auf eine Auflösung der Verpflichtung verzichtet. Im Geschäftsjahr ergibt sich eine Unterdeckung in Höhe von 6 T€ (Vorjahr: Unterdeckung in Höhe von 17 T€).

31.12.2017
31.12.2016
Bruttopensionsrückstellung 3.760.112 3.865.724
Saldierung von Deckungsvermögen -241.429 -240.810
Rückstellung zum Stichtag 3.518.683 3.624.914

Der verrechnete beizulegende Zeitwert in Höhe von 241 T€ entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten des Deckungsvermögens.

10. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2017
31.12.2016
Noch ausstehende Rechnungen 4.712.635,42 4.906.128,18
Sonstige Personalrückstellungen 1.046.530,56 1.900.244,60
Tantiemen, Provisionen 1.005.073,00 691.598,27
Drohverlustrückstellung 733.921,32 215.201,40
Beratung und Jahresabschlusskosten 139.030,00 177.040,00
Beiratsvergütungen 24.000,00 74.000,00
Übrige 96.450,00 96.450,00
7.757.640,30 8.060.662,45

In den sonstigen Personalrückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Abfindungen in Höhe von 351 T€ (Vorjahr 1.146 T€), Urlaubsrückstellungen in Höhe von 423 T€ (Vorjahr 285 T€), Altersteilzeitrückstellungen in Höhe von 128 T€ (Vorjahr 312 T€) und Jubiläumsrückstellungen in Höhe von 40 T€ (Vorjahr 36 T€) enthalten.

Zur Sicherung von Wertguthaben, das die Treugeber im Rahmen ihrer Teilnahme an dem Blockmodell Altersteilzeit erwerben oder erworben haben, einschließlich der Arbeitgeberanteile an den abzuführenden Sozialversicherungsbeträgen, wurden Wertpapiere des Umlaufvermögens verpfändet und somit dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen. Damit sind die Schulden mit den korrespondierenden Vermögensgegenständen sowie die entsprechenden Aufwendungen und Erträge zu verrechnen. Der Zeitwert der Wertpapiere wurde anhand des Kurswerts der Fondsanteile zum Bilanzstichtag ermittelt. Die Anschaffungskosten der verrechneten Vermögenswerte betragen 229 T€, der Zeitwert der Vermögenswerte beläuft sich auf 229 T€ und der Erfüllungsbetrag der Schulden beträgt 356 T€. Es ergibt sich ein passiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von 127 T€.

Der Zinsaufwand aus den Altersteilzeitverpflichtungen beträgt 4 T€. Der Zinsertrag aus den Wertpapieren beläuft sich auf 0 T€. Daraus ergibt sich in der Gewinn- und Verlustrechnung nach Verrechnung ein Zinsaufwand von 4 T€. Darüber hinaus wird der reguläre Zuführungsbetrag zu den Altersteilzeitrückstellungen im Personalaufwand ausgewiesen.

11. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten der Gesellschaft stellen sich wie folgt dar (Vorjahreszahlen in Klammern):

Stand 31.12.2017
bis zu 1 Jahr
mehr als 1 Jahr
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 11.896.250,85 3.896.250,85 8.000.000,00
(12.065.654,08) (4.065.654,08) (8.000.000,00)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.225.413,33 1.225.413,33 0,00
(1.298.300,61) (1.298.300,61) (0 ,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.527.156,30 5.527.156,30 0,00
(4.961.984,62) (4.961.984,62) (0 , 00)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 17.477.595,70 11.152.433,96 6.325.161,74
(18.669.483,09) (9.689.192,36) (8.980.290,73)
Sonstige Verbindlichkeiten 1.134.684,51 1.134.684,51 0,00
(748.187,31) (748.187,31) (0 , 00)
davon aus Steuern 617.861,56 617.861,56 0,00
(254.955,28) (254.955,28) (0 , 00)
Gesamt 37.261.100,69 22.935.938,95 14.325.161,74
(37.743.609,71) (20.763.318,98) (16.980.290,73)

Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen, wie im Vorjahr, nicht.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind solche aus Lieferungen und Leistungen von 4,7 Mio. € (Vorjahr 4,9 Mio. €) sowie Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Tochterunternehmen in Höhe von 4,0 Mio. € (Vorjahr 7,2 Mio. €) und Cash-Pool-Verbindlichkeiten gegenüber Tochterunternehmen in Höhe von 2,3 Mio. € enthalten. Gegenüber der Alleingesellschafterin Vienna GmbH bestehen Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von 5,6 Mio. € (Vorjahr 5,7 Mio. €) sowie Zinsverbindlichkeiten in Höhe von 0,8 Mio. € (Vorjahr 0,6 Mio. €), die als Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erfasst sind.

Die vwd GmbH hat für die zum 31.12.2017 in Höhe von 11.896 T€ bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Sicherheiten gegenüber der Hausbank gewährt. Im Rahmen der Sicherungsübereignung wurden neben einer Globalzession sämtlicher Forderungen auch Kontoguthaben verpfändet. Darüber hinaus erstreckt sich die Besicherung weiterhin auf Sicherungsabtretungen von Vermögensgegenständen wie Beteiligungen, Anlagevermögen sowie Abtretungen von IP-Rechten.

12. Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Ausgewiesen sind im Wesentlichen im Voraus in Rechnung gestellte und gezahlte Konzernumlage der Tochtergesellschaften der vwd GmbH für das Geschäftsjahr 2017. Darüber hinaus sind Rechnungen für Jahresabonnements abgegrenzt, die vom Kalenderjahr abweichenden Bezugszeiträumen aufweisen

13. Passive latente Steuern

Zum Zeitpunkt der Verschmelzung der ehemaligen Beteiligung Market Maker auf die vwd GmbH im Geschäftsjahr 2011 wurden passive latente Steuern gebildet auf die immateriellen Vermögensgegenstände sowie die Beteiligung Lenz und Partner, da diese gemäß der Zeitwertmethode bewertet wurden. Zum 31.12.2017 betragen die passiven latenten Steuern 22 T€. Der Steuersatz für die Ermittlung der passiven latenten Steuern auf Kundenstamm, Software und für die Bewertung der Beteiligung der Lenz und Partner beträgt 31,75 %.

Veränderung Bemessungsgrundlage
01.01.2017
31.12.2017
Immaterielle Vermögensgegenstände 29.750,79 -7.437,70 22.313,09 70.277,44
Selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände 737.042,52 354.056,96 1.091.099,48 3.436.533,82
766.793,31 346.619,26 1.113.412,58

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

2017
2016
Inland 37.681.878 38.034.272
Ausland 8.292.020 8.854.475
45.973.898 46.888.747

Bis 2016 wurde zwischen den Geschäftsfeldern „Market Data & Analytics (PC1)“, „Processes & Solutions (PC2)“, „Media Products and Accounts (PC3)“ und „Pricing & Classification (PC4)“ unterschieden.

Mit der Weiterentwicklung der Produkte wurde diese Segmentierung 2017 auf die „Suite-View“ umgestellt. Es wird zwischen den Suiten „Regulatory Solutions“, Publications and Distribution Solutions“ Portfolio and Advisory Solutions“ Data Feed and Display Solutions“ sowie „Others“ unterschieden, die sich wie folgt verteilen:

2017
2016
Regulatory Solutions 656.990 541.216
Publication and Distribution Solutions 12.661.896 13.170.677
Portfolio and Advisory Solutions 7.690.723 7.688.149
Data Feed and Display Solutions 20.800.290 20.880.735
Others 3.204.661 3.506.838
45.014.560 45.787.615

Die aus Mieterträgen und Konzernumlage bestehenden Umsatzerlöse in Höhe von 959 T€ (Vorjahr 1.101 T€) wurden nicht auf die Suiten verteilt.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten insbesondere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 227 T€ (Vorjahr 1.637 T€) und Weiterberechnung von Kosten und Konzernumlage mit insgesamt 4.907 T€ (Vorjahr zusammen 5.221 T€) an die Tochtergesellschaften.

3. Abschreibungen

Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

Die Abschreibungen betreffen die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen, die sich in 2017 auf insgesamt 2.199 T€ (Vorjahr 2.210 T€) beliefen. Die Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert betrugen 300 T€ (Vorjahr 300 T€). Zu Einzelheiten verweisen wir auf den Anlagenspiegel.

4. Zu- und Abschreibungen auf Finanzanlagen

Mit Vertrag vom 29. Januar 2018 wurde ein Teil des Geschäftsbereichs der vwd finaix solutions GmbH im Rahmen eines Asset Deals an die vwd GmbH veräußert. Im Anschluss wurde die vwd finaix solutions GmbH mit dem verbleibenden Geschäftsbereich im Rahmen eines Share Deals unter aufschiebenden Bedingungen veräußert. Das Geschäft mit Entwicklungs- und Wartungsleistungen für die vwd GmbH sowie das Drittkundengeschäft der vwd finaix solutions GmbH mit Beratungs- und Softwareentwicklungsleistungen werden damit vollständig entfallen. Der Beteiligungsbuchwert der vwd finaix solutions GmbH wurde daher im Geschäftsjahr 2017 um 3.964 T€ auf den vereinbarten Kaufpreis von 201 T€ außerplanmäßig abgeschrieben.

Durch die nachhaltigen Gewinne und die deutlich verbesserten Geschäftsaussichten sind die Gründe für eine dauernde Wertminderung der Anteile an der Lenz + Partner GmbH und der vwd TransactionSolutions AG im Geschäftsjahr 2017 teilweise entfallen und es erfolgte jeweils eine Zuschreibung auf den aus dem Ertragswert abgeleiteten beizulegenden Wert am Bilanzstichtag 31.12.2017. Der Beteiligungsbuchwert der Lenz + Partner GmbH wurde um 1.529 T€ auf 3.011 T€ (Anschaffungskosten: 3.739 T€) und der Beteiligungsbuchwert der vwd TransactionSolutions AG um 1.377 T€ auf 2.358 T€ (Anschaffungskosten: 5.096 T€) zugeschrieben.

5. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

In folgenden Posten sind Erträge und Aufwendungen enthalten, die einem früheren Geschäftsjahr zuzuordnen sind:

2017
2016
Sonstige betriebliche Erträge 251.091,00 1.651.471,87
Ertrag aus sonstigen Steuern 3.951 0,00

Die in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthaltenen periodenfremden Erträge entfallen mit 227 T€ (Vorjahr 1.637 T€) auf Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Im Geschäftsjahr 2017 werden Aufwendungen in Höhe von 218 T€ (Vorjahr: Aufwendungen 463 T€) ausgewiesen. Hierin enthalten sind Erstattungen für abgeführte Quellensteuern aus Vorjahren in Höhe von 27 T€ im Rahmen des Organschaftverhältnisses mit der Vienna GmbH. Es entfallen 250 T€ (Vorjahr: Aufwendungen 413 T€) auf die oben dargestellte Veränderung von aktiven und passiven latenten Steuern.

7. Ausschüttungssperre

Aufgrund der Aktivierung von selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen besteht grundsätzlich eine Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von 2.345 T€ nach Berücksichtigung von passiven latenten Steuern. Da die aktiven latenten Steuern die verbleibenden passiven latenten Steuern übersteigen, besteht eine Ausschüttungssperre in Höhe von 543 T€ auf die aktiven latenten Steuern.

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB zum Erfüllungsbetrag, der mit dem 7-Jahresdurchschnitt des Marktzinssatzes ermittelt wurde, beträgt 305 T€ (Vorjahr 269 T€) und unterliegt einer Auschüttungssperre, jedoch nicht einer Abführungssperre nach § 301 AktG.

V. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die vwd GmbH haftet aus einem Garantievertrag für den in 2013 abgeschlossenen Übernahmekreditvertrag der Muttergesellschaft Vienna GmbH. Im Rahmen dieser Finanzierungsstruktur bestehen Sicherungsabtretungen für immaterielle Vermögensgegenstände, Teile des Anlagevermögens sowie Forderungen und Bankguthaben. Der Übernahmekreditvertrag beläuft sich zum Stichtag 31.12.2017 auf 14,6 Mio. € (Vorjahr 17,4 Mio.). Es besteht das Risiko einer Inanspruchnahme aus diesem Haftungsverhältnis, da die Vienna GmbH als reines Investitionsvehikel nur über ein begrenztes eigenes Verlusttragungspotenzial verfügt. Wir gehen jedoch nicht davon aus, dass es zu einer Inanspruchnahme der Garantie durch die finanzierende Bank kommt, da die Vienna GmbH eine werthaltige Beteiligung an der vwd Gruppe hält. Für weitere Informationen verweisen wir auf den Lagebericht.

Die vwd GmbH hat für Kopiergeräte, PKWs und Hardware Leasingverträge abgeschlossen. Der Abschluss von Leasingverträgen dient der Verringerung der Kapitalbindung, dafür wurden in den Leasingzahlungen enthaltene Zinsaufwendungen akzeptiert, Risiken aus Einmalzahlungen wurden bei Vertragsschluss als geringfügig eingeschätzt. Die Leasingdauer und der Gesamtbetrag in Höhe von 494 T€ ist aus der unten anstehenden Tabelle ersichtlich.

Aus Miet- und Leasingverträgen bestehen folgende finanzielle Verpflichtungen:

bis zu 1 Jahr
von 1 Jahr bis 5 Jahre
mehr als 5 Jahre
Summe €
Gebäudemiete 1.152.280 3.494.005 3.414.973 8.061.258
Operating Leasing 219.377 274.402 0 493.779

Der Gesamtbetrag der Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betrifft die für die Betriebstätigkeit der vwd GmbH in Frankfurt sowie der einzelnen Niederlassungen aufgrund wirtschaftlicher Erwägungen abgeschlossenen Verträge.

Der Vorteil der Miet- und Leasingverträge gegenüber einem Kauf liegt in der Schonung der Liquidität bei dennoch gleichbleibenden Nutzungsmöglichkeiten während der Vertragslaufzeit. Das Risiko besteht in der auf die Vertragslaufzeit begrenzten Nutzungsmöglichkeit.

2. Derivative Finanzinstrumente

Die Gesellschaft hatte in 2011 für zwei variabel verzinsliche Darlehen Sicherungsgeschäfte abgeschlossen, welche im 1. Halbjahr 2013 durch eine neue Zinsswap-Vereinbarung abgelöst wurden. Eine neue nicht laufzeitkongruente Swap-Vereinbarung wurde für ein Bankdarlehen von nominal 6.000 T€ (Gesamtdarlehen: 8.000 T€. Laufzeit bis 30. November 2019) bis 30.06.2018 geschlossen, die Zinszahlungstermine der Swap-Vereinbarung entsprechen den Zinszahlungsterminen des Darlehens. Der fixe Zinssatz beträgt 1,12% jährlich, der variable Zinssatz richtet sich nach dem 3-Monats-Euribor. Die alten Swap-Vereinbarungen wurden durch diesen neuen Swap abgelöst, insofern wurde der zum Zeitpunkt der Ablösung entstandene negative Marktwert in die neue Swap-Vereinbarung eingepreist.

Die Gesellschaft hat das Wahlrecht zur Bildung von Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB in Anspruch genommen. Bei der Bewertungseinheit handelt es sich um einen Micro-Hedge zur Absicherung von Zahlungsstromänderungsrisiken (Cashflow Hedge).

Der beizulegende Zeitwert des Sicherungsinstruments wird nach der Barwertmethode ermittelt. Die Effektivität der Sicherungsbeziehung wird regelmäßig prospektiv und retrospektiv mit der Critical Terms Match-Methode geprüft. Die Sicherungsbeziehung ist zu 100% effektiv. Der Marktwert des Sicherungsinstruments beträgt zum 31.12.2017 -44 T€ (Vorjahr -128 T€). Das Sicherungsinstrument ist aufgrund der Anwendung der Einfrierungsmethode nicht bilanziert. Es handelt sich bei dem Sicherungsinstrument (Zinsswap) um ein schwebendes Geschäft. Die Höhe des abgesicherten Risikos beträgt im Geschäftsjahr 2017 null, da der Zinsswap in 2017 nicht zur Reduzierung der Zinszahlung geführt hat.

3. Organe

Beirat

Dr. Thorsten Dippel, (Vorsitzender),

Dipl.-Kaufmann, Managing Director der The Carlyle Group, London, United Kingdom

Prof. Dr. Lutz Johanning, (stellv. Vorsitzender),

Dipl.-Kaufmann, Professor für empirische Kapitalmarktforschung, WHU Otto-Beisheim School of Management, Geisenheim

Michael Wand,

Dipl.-Kaufmann, Managing Director der The Carlyle Group, London, United Kingdom

Geschäftsführung

Shiva Ramabadran, CEO, Geschäftsführer Strategie und Entwicklung, seit 3. Mai 2017

Udo Kersting, CRO (Chief Revenue Officer), Geschäftsführer Produktmanagement

Martin Gijssel, CEO, Geschäftsführer Strategie und Vertrieb (bis 30. April 2017)

4. Angaben gemäß § 285 Nr. 9 a und b HGB

Die Bezüge der Geschäftsführungsmitglieder in ihren Positionen als Geschäftsführer für das Geschäftsjahr 2017 betrugen insgesamt 706 T€ (Vorjahr 982 T€).

Die Bezüge des Beirats für das Geschäftsjahr 2017 betrugen 25 T€ (Vorjahr 50 T€).

Im Berichtsjahr wurden an ehemalige Geschäftsführer bzw. an deren Angehörige von Vorgängergesellschaften der vwd GmbH Versorgungsleistungen in Höhe von 71 T€ (Vorjahr 97 T€) und Abfindungen in Höhe von 203 T€ (Vorjahr 43 T€) ausgezahlt. Für ehemalige Geschäftsführer sind Pensionsrückstellungen in Höhe von 856 T€ (Vorjahr 1.080 T€) gebildet. Ferner hat ein ehemaliger Vorstand der Vorgängergesellschaft b.i.s. AG eine Pensionszusage erhalten, die durch Deckungsvermögen rückgedeckt ist. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens beträgt zum Bilanzstichtag 87 T€, wobei dieser Betrag mit der in gleicher Höhe bestehenden Pensionsverpflichtung verrechnet worden ist.

5. Angaben gemäß § 285 Nr. 11 HGB zu verbundenen Unternehmen und zum Beteiligungsverhältnis

Die folgende Aufstellung enthält Zahlen jeweils für das Geschäftsjahr 2017:

Firma: vwd NetSolutions GmbH

Sitz: Berlin

Anteil am Kapital: 100 %

Eigenkapital: 298.687,36 €

Stammkapital: 25.600,00 €

Ergebnis des Geschäftsjahres: 35.076,79 €

Firma: vwd finaix solutions GmbH (vormals: GeVaSyS Gesellschaft für verteilte Anwendungssysteme mbH)

Sitz: Herzogenrath

Anteil am Kapital: 100 %

Eigenkapital: 272.848,57 €

Stammkapital: 51.129,19 €

Ergebnis des Geschäftsjahres: -362.745,52 €

Firma: vwd group Italia S.r.L.

Sitz: Mailand, Italien

Anteil am Kapital: 100 %

Eigenkapital: 52.101,61 €

Stammkapital: 10.000,00 €

Ergebnis des Geschäftsjahres: -879.709,75 €

Firma: Lenz + Partner GmbH

Sitz: Dortmund

Anteil am Kapital: 100 %

Eigenkapital: 359.332,72 €

Stammkapital: 100.000,00 €

Ergebnis des Geschäftsjahres: 0,00 € nach Ergebnisabführung in Höhe von 668.451,30 €

Firma: vwd TransactionSolutions AG

Sitz: Frankfurt am Main

Anteil am Kapital: 60 %

Eigenkapital: 2.971.569,50 €

Grundkapital: 511.291,88 €

Ergebnis des Geschäftsjahres: 258.753,20 €

Firma: vwd group Switzerland AG

Sitz: Zürich, Schweiz

Anteil am Kapital: 100 %

Eigenkapital: 243.509,45 € (Stichtagskurs)

Grundkapital: 85.460 € (Stichtagskurs)

Ergebnis des Geschäftsjahres: 75.918,78 € (Durchschnittskurs)

Firma: vwd group Netherlands B.V.

Sitz: Amsterdam, Niederlande

Anteil am Kapital: 100 %

Eigenkapital: 1.311.831,57 €

Grundkapital: 2.537.000,00 €

Ergebnis des Geschäftsjahres: -529.125,75 €

Firma: vwd group Belgium NV

Sitz: Antwerpen, Belgien

Anteil am Kapital: vwd group Netherlands B.V. hält 100 %

Eigenkapital: 672.344,26 €

Grundkapital: 1.239.467,62€

Ergebnis des Geschäftsjahres: 273.797,91 €

Firma: vwd PortfolioNet Service AG

Sitz: Zürich, Schweiz

Anteil am Kapital: 100 %

Eigenkapital: 1.209.221,45 € (Stichtagskurs)

Grundkapital: 768.874,09 € (Stichtagskurs)

Ergebnis des Geschäftsjahres: 265.648,34 € (Durchschnittskurs)

Firma: EDG AG

Sitz: Frankfurt am Main

Anteil am Kapital: 100 %

Eigenkapital: 2.661.731,43 €

Grundkapital: 50.000,00 €

Ergebnis des Geschäftsjahres: 0,00 € nach Ergebnisabführung in Höhe von 3.211.838,87 €

6. Aufgliederung der Arbeitnehmerzahl nach Gruppen

Die folgende Aufstellung zeigt die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter nach Gruppen (ohne Mütter im Mutterschutz):

2017 vwd GmbH Personen 2016 vwd GmbH Personen
Content 38 36
Sales & Marketing 64 63
Technology 107 117
Administration/Management 27 32
236 248

7. Ergebnisabführung

Die vwd GmbH schloss das Geschäftsjahr 2017 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 4.498 T€ ab. Der Jahresüberschuss ist vollständig mit dem vororganschaftlichen Verlustvortrag zu verrechnen. Der Verlustvortrag (vor Verrechnung) beträgt 21.143 T€.

8. Konzernabschluss

Die vwd GmbH, Frankfurt am Main, stellt als Mutterunternehmen des vwd Konzerns einen Konzernabschluss nach den Regelungen der IFRS auf. Der Konzernabschluss der vwd GmbH wird in den Konzernabschluss ihrer Alleingesellschafterin, der Vienna GmbH, München, einbezogen. Die Vienna GmbH, München, stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Konzernabschluss der vwd GmbH und der Konzernabschluss der Vienna GmbH werden nicht in den Konzernabschluss der CETP II Vienna S.a.r.l., Luxemburg, als Mehrheitsgesellschafterin der Vienna GmbH, München, einbezogen, da diese Gesellschaft auskunftsgemäß keinen Konzernabschluss erstellt. Das oberste Mutterunternehmen der Unternehmensgruppe, zu der die Vienna GmbH gehört, ist die TCG Carlyle Global Partners L.L.C., U.S.A. Die TCG Carlyle Global Partners L.L.C. bezieht den Jahresabschluss der Gesellschaft in ihren Konzernabschluss nicht ein. Der Konzernabschluss wird unter CIK (Central Index Key) 0001527166 bei der SEC (Securities and Exchange Commission) in New York, N.Y., USA, offen gelegt.

9. Honorare Wirtschaftsprüfer

Von der Erleichterung gemäß § 285 Nr. 17 HGB wird Gebrauch gemacht. Es wird auf die Angaben zum Abschlussprüferhonorar verzichtet, da sie im Konzernabschluss der vwd GmbH enthalten sind.

10. Ereignisse nach dem Abschlusstichtag

Die vwd GmbH hat gemeinsam mit der Vienna GmbH am 16. April 2018 einen neuen Unternehmenskreditvertrag unterzeichnet. Der Vertrag sieht neben der Rückzahlung der bestehenden Kredite beim aktuellen Darlehensgeber den Zufluss weiterer Mittel zur Finanzierung der vwd GmbH/ Vienna GmbH vor. Der Vertrag besitzt eine feste Laufzeit bis 2025 und enthält neben einem endfälligen Anteil in Höhe von 35 Mio. € eine Kontokorrentlinie in Höhe von 10 Mio. € (rückzahlbar 2024). Die Darlehensteile werden variabel auf Basis von EURIBOR oder LIBOR mit Aufschlag von 3,75% respektive 3,25% verzinst, so dass sich gegenüber dem bisherigen Vertrag niedrigere Finanzierungskosten ergeben.

Mit Vertrag vom 29. Januar 2018 wurde der Entwicklungs- und Wartungsleistungen für die vwd GmbH umfassende Geschäftsbereich der vwd finaix solutions GmbH im Rahmen eines Asset Deals an die vwd GmbH übertragen. Im Anschluss wurde die vwd finaix solutions GmbH mit dem verbleibenden aus Beratungs- und Softwareentwicklungsleistungen für Drittkunden bestehende Geschäftsbereich im Rahmen eines Share Deals unter aufschiebenden Bedingungen zum 1. Januar 2018 veräußert.

 

Frankfurt, den 27. April 2018

vwd Vereinigte Wirtschaftsdienste GmbH

Geschäftsführung

Shiva Ramabadran, Geschäftsführer

Udo Kersting, Geschäftsführer

Anlagespiegel

Anschaffungskosten Stand 01.01.2017
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
Stand 31.12.2017
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.166.586,08 1.437.636,08 0,00 41.945,31 4.646.167,47
Konzessionen, Rechte und Lizenzen 16.985.276,66 37.390,00 0,00 0,00 17.022.666,66
Geschäfts- oder Firmenwert 23.158.381,10 0,00 0,00 0,00 23.158.381,10
Geleistete Anzahlungen 145.140,25 0,00 0,00 -41.945,31 103.194,94
43.455.384,09 1.475.026,08 0,00 0,00 44.930.410,17
II. Sachanlagen
Mietereinbauten 147.600,90 0,00 0,00 0,00 147.600,90
Technische Anlagen und Maschinen 7.821.309,47 354.744,14 51.485,80 0,00 8.124.567,81
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.761.969,42 129.278,67 115,90 0,00 2.891.132,19
10.730.879,79 484.022,81 51.601,70 0,00 11.163.300,90
54.186.263,88 1.959.048,89 51.601,70 0,00 56.093.711,07
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundene Unternehmen 55.107.991,06 209.183,58 770.586,00 0,00 54.546.588,64
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 5.745.000,00 3.570.000,00 0,00 0,00 9.315.000,00
Sonstige Ausleihungen 562.564,70 0,00 0,00 0,00 562.564,70
61.415.555,76 3.779.183,58 770.586,00 0,00 64.424.153,34
115.601.819,64 5.738.232,47 822.187,70 0,00 120.517.864,41
Abschreibungen Stand 01.01.2017
Zugänge
Abgänge
Zuschreibungen
Stand 31.12.2017
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 845.192,30 364.441,35 0,00 0,00 1.209.633,65
Konzessionen, Rechte und Lizenzen 15.083.135,87 774.550,95 0,00 0,00 15.857.686,82
Geschäfts- oder Firmenwert 18.063.417,21 299.703,75 0,00 0,00 18.363.120,96
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
33.991.745,38 1.438.696,05 0,00 0,00 35.430.441,43
II. Sachanlagen
Mietereinbauten 131.192,75 9.465,53 0,00 0,00 140.658,28
Technische Anlagen und Maschinen 6.376.599,46 559.432,66 37.371,51 0,00 6.898.660,61
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.277.105,76 190.973,65 115,90 0,00 2.467.963,51
8.784.897,97 759.871,84 37.487,41 0,00 9.507.282,40
42.776.643,35 2.198.567,89 37.487,41 0,00 44.937.723,83
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundene Unternehmen 11.708.000,00 3.963.679,76 0,00 2.906.000,00 12.765.679,76
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
11.708.000,00 3.963.679,76 0,00 2.906.000,00 12.765.679,76
54.484.643,35 6.162.247,65 37.487,41 2.906.000,00 57.703.403,59
Buchwert Stand 31.12.2017
Stand 31.12.2016
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.436.533,82 2.321.393,78
Konzessionen, Rechte und Lizenzen 1.164.979,84 1.902.140,79
Geschäfts- oder Firmenwert 4.795.260,14 5.094.963,89
Geleistete Anzahlungen 103.194,94 145.140,25
9.499.968,74 9.463.638,71
II. Sachanlagen
Mietereinbauten 6.942,62 16.408,15
Technische Anlagen und Maschinen 1.225.907,20 1.444.710,01
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 423.168,68 484.863,66
1.656.018,50 1.945.981,82
11.155.987,24 11.409.620,53
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundene Unternehmen 41.780.908,88 43.399.991,06
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 9.315.000,00 5.745.000,00
Sonstige Ausleihungen 562.564,70 562.564,70
51.658.473,58 49.707.555,76
62.814.460,82 61.117.176,29

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 30.08.2018 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der vwd Vereinigte Wirtschaftsdienste GmbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der vwd Vereinigte Wirtschaftsdienste GmbH, Frankfurt am Main, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Frankfurt am Main, 27. April 2018

Deloitte & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Kreuzburg, Wirtschaftsprüfer

Kaiser, Wirtschaftsprüfer

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