CoBu-Neustadt Immobilienverwaltungs GmbH (Projekt Logistik Park Neustadt bei Coburg) – Bilanziell überschuldet

Nun, egal wie blumig es Exporo auch beschreiben mag, für uns bleibt es ein riskantes Investment. Der Geldeinsammler ist laut Unternehmensregister im siebenstelligen Bereich bilanziell überschuldet.
FireShot Screen Capture #201 – ‚Exporo I Immobilieninvestment _LOGISTIKPARK IN NEUSTADT_COBURG_‘ – projektfinanzierung_exporo_de

Da in der Bilanz von einer „Gewinnverwendung“ zu sprechen, halten wir schon für abenteuerlich. Ausgewiesen in der Bilanz ist ein Jahresfehlbetrag von über 200.000 Euro:

CoBu-Neustadt Immobilienverwaltungs GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

Bilanz

Aktiva

31.12.2017
EUR
31.12.2016
EUR
A. Anlagevermögen 1.804.985,88 1.869.535,88
I. Sachanlagen 1.804.985,88 1.869.535,88
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.794.101,88 1.856.527,88
2. technische Anlagen und Maschinen 2.703,00 3.827,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.181,00 9.181,00
B. Umlaufvermögen 777.563,33 857.398,93
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 777.563,33 857.316,19
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.911,54 0,00
2. sonstige Vermögensgegenstände 764.651,79 857.316,19
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 0,00 82,74
C. nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag / nicht durch Vermögenseinlagen gedeckter Verlustanteil / nicht durch Vermögenseinlagen gedeckte Entnahmen 2.113.235,73 1.905.611,00
Summe Aktiva 4.695.784,94 4.632.545,81

Passiva

31.12.2017
EUR
31.12.2016
EUR
A. Eigenkapital 0,00 0,00
I. gezeichnetes Kapital 30.400,00 30.400,00
II. Verlustvortrag 1.936.011,00 1.787.841,77
III. Jahresfehlbetrag 207.624,73 148.169,23
IV. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 2.113.235,73 1.905.611,00
B. Rückstellungen 8.625,00 5.293,00
1. sonstige Rückstellungen 8.625,00 5.293,00
C. Verbindlichkeiten 4.687.159,94 4.627.252,81
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.631.763,93 4.495.566,98
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 54.962,05 112.328,98
3. sonstige Verbindlichkeiten 433,96 19.356,85
davon aus Steuern 0,00 19.356,85
Summe Passiva 4.695.784,94 4.632.545,81

Anhang

A. Allgemeine Angaben

Die CoBu-Neustadt Immobilienverwaltungs GmbH hat ihren Sitz in Berlin und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) (Reg.Nr. 187744 B).

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH Gesetzes beachtet.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine kleine Kapitalgesellschaft.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang (einschließlich Anlagespiegel, Rücklagenspiegel, Forderungs- und Verbindlichkeitenspiegel). Die Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert.

I. Bilanzierungsmethoden

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen, Grundstücksrechte nicht mit Grundstückslasten verrechnet worden.

Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden sowie die Rechnungsabgrenzungsposten wurden in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend aufgegliedert.

Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. Aufwendungen für die Gründung des Unternehmens und für die Beschaffung des Eigenkapitals, sowie für immaterielle Vermögensgegenstände, die nicht entgeltlich erworben wurden, wurden nicht bilanziert.

Rückstellungen wurden nur im Rahmen des § 249 HGB und Rechnungsabgrenzungsposten wurden nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet. Haftungsverhältnisse i.S. von § 251 HGB sind ggf. nachfolgend gesondert angegeben.

II. Bewertungsmethoden

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Einzelne Positionen wurden wie folgt bewertet:

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet.

Grundlage der planmäßigen Abschreibung war die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes.

Bei Gebäuden wurden die Abschreibungen nach steuerrechtlichen Vorschriften vorgenommen.

Die Abschreibungen wurden beim beweglichen Anlagevermögen überwiegend zunächst degressiv und später linear vorgenommen. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgte in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führte.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 150,00 Euro wurden sofort abgeschrieben.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken oder niedrigere beizulegende Werte wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Sofern die Tageswerte über den Erfüllungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt.

Die Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

B. Ergänzende Angaben

I. Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt.

Familienname Vorname Berufsbezeichnung Vertretungsbefugnis
Schmidt Kurt Kaufmann Einzeln
Müller Dieter Kaufmann Einzeln
II. Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt (ohne Organmitglieder):

Geschäftsjahr 2017
Anzahl
Vorjahr 2016
Anzahl
Angestellte 1 1
davon
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter
1 1
Insgesamt 1 1

Die Gesamtzahl der durchschnittlichen Angestellten beträgt damit 1.

C. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsleitung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern vor, das Ergebnis

Verlustvortrag EUR 1.936.011,00
Jahresfehlbetrag EUR 207.624,73
Bilanzverlust EUR 207.624,73

wie folgt zu verwenden:

Vortrag auf neue Rechnungen EUR 2.143.635,73

Der Jahresabschluss wurde unter Berücksichtigung der von der Geschäftsführung vorgeschlagenen Gewinnverwendung aufgestellt.

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 23.10.2018.

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