Kruse & Bock Vermögensverwaltung GmbH – Gewinn? Ja, aber…

Würden Sie einem Vermögensverwalter, der selber gerade einmal ein Plus von knapp über 5.800 € erwirtschaftet hat, Ihr Geld zwecks Vermehrung anvertrauen wollen?

Kruse & Bock Vermögensverwaltung GmbH

Brunsbüttel

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2017

der Kruse & Bock Vermögensverwaltung GmbH

Aktivseite

31.12.2017 31.12.2016
EUR EUR EUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 265,06 334,25
2. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 95.111,13 62.661,75
3. Forderungen an Kunden 30.931,41 93.686,47
4. Beteiligungen 0,00 16.884,00
5. Sachanlagen 463.947,72 479.498,72
6. Sonstige Vermögensgegenstände 131.665,35 36.512,20
7. Rechnungsabgrenzungsposten 4.127,49 3.596,00
Summe der Aktiva 726.048,16 693.173,39

Passivseite

31.12.2017 31.12.2016
EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditintitute
a) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 276.476,40 289.499,74
2. Sonstige Verbindlichkeiten 17.606,30 16.476,46
3. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 1.951,77 0,00
a) andere Rückstellungen 35.752,71 37.704,48 18.550,00 18.550,00
4.
Fonds für allgemeine Bankrisiken 90.000,00 90.000,00
5.
Eigenkapital
a) Eingefordertes Kapital 100.000,00 100.000,00
b) Gewinnrücklagen
ba) andere Gewinnrücklagen 150.000,00 150.000,00
c) Bilanzgewinn/verlust 54.260,98 304.260,98 28.647,19 278.647,19
Summe der Passiva 726.048,16 693.173,39

Gewinn- und Verlustrechnung der Kruse & Bock Vermögensverwaltung GmbH für die Zeit vom 1.1.2017 bis zum 31.12.2017

2017
EUR EUR EUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 104,22
2. Zinsaufwendungen 3.744,16 -3.639,94
3. Provisionserträge 400.989,53
4. Provisionsaufwendungen 12.340,79 388.648,74
5. Sonstige betriebliche Erträge 39.051,16
6. Erträge aus der Auflösung des Fonds für allgemeine Bankrisiken 0,00
7. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 282.546,11
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
5.717,90 288.264,01
b) andere Verwaltungsaufwendungen 90.326,47 378.590,48
8. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Sachanlagen 16.955,21
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen 0,00
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.978,95
11. Sonstige Steuern 921,53
12. Jahresüberschuss 25.613,79
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 28.647,19
14. Bilanzgewinn 54.260,98
2016
EUR EUR EUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 1.215,47
2. Zinsaufwendungen 4.008,58 -2.793,11
3. Provisionserträge 403.357,24
4. Provisionsaufwendungen 20.506,35 382.850,89
5. Sonstige betriebliche Erträge 62.672,20
6. Erträge aus der Auflösung des Fonds für allgemeine Bankrisiken 20.000,00
7. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 312.675,30
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
5.092,37 317.767,67
b) andere Verwaltungsaufwendungen 130.291,43 448.059,10
8. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Sachanlagen 8.172,56
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen 120,50
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -0,56
11. Sonstige Steuern 498,92
12. Jahresüberschuss 5.879,46
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 22.767,73
14. Bilanzgewinn 28.647,19

Anhang zum Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss auf den 31. Dezember 2017 ist auf Grundlage des Handelsgesetzbuches (HGB), Kreditwesengesetzes (KWG), der Verordnung über die Rechnungslegung der Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) und den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden.

Die Gesellschaft ist durch das Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen als Finanzdienstleistungsgesellschaft die Erlaubnis erteilt worden Finanzdienstleistungen

– gem. § 1 Abs. 1 a Satz 2 Nr. 2 KWG (Abschlussvermittlung)

– gem. § 1 Abs. 1 a Satz 2 Nr. 1 KWG (Anlagevermittlung)

– gem. § 1 Abs. 1 a Satz 2 Nr. 1 a KWG (Anlageberatung)

– gem. § 1 Abs. 1 a Satz 2 Nr. 11 KWG (Anlageverwaltung)

– gem. § 32 Abs. 1 a KWG (Eigengeschäfte)

– gem. § 1 Abs. 1 a Satz 2 Nr. 9 KWG (Factoring)

– gem. § 1 Abs. 1 a Satz 2 Nr. 10 KWG (Finanzierungsleasing)

– gem. § 1 Abs. 1 a Satz 2 Nr. 3 KWG (Finanzportfolioverwaltung)

vorzunehmen.

Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB.

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach den Bestimmungen der RechKredV. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde in Staffelform erstellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses wurden die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet.

Die Barreserve, die Forderungen an Kreditinstituten sowie die Forderungen an Kunden sind mit dem Nennwert angesetzt.

Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden unter Berücksichtigung der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear berechnet. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis € 410,00 werden vereinfacht im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben.

Sonstige Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bilanziert.

Aktivposten in Fremdwährung bestehen nicht.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, einen Aktivüberhang für latente Steuern im Jahresabschluss nicht auszuweisen. Die aktiven latenten Steuern beruhen im Wesentlichen auf der temporären Differenz zwischen dem handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansatz des Fonds für allgemeine Bankrisiken. Als Steuersatz werden die aktuell geltenden Steuersätze für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer unter Berücksichtigung des aktuellen Gewerbesteuerhebesatzes von 380 % zu Grunde gelegt.

Verbindlichkeiten werden zum Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Passivposten in Fremdwährung bestehen nicht.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

Die Gesellschaft hat zur Sicherung gegen allgemeine Bankrisiken einen Sonderposten „Fonds für allgemeine Bankrisiken“ gem. § 340 g HGB gebildet.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Die Restlaufzeit der Forderungen an Kunden beträgt weniger als 3 Monate.

Die Entwicklung des Sachanlagevermögens und der Beteiligungen ergibt sich aus dem beigefügten Anlagenspiegel. Der Gesamtbetrag der vom Institut im Rahmen der eigenen Tätigkeit genutzten Grundstücke und Bauten beträgt TEUR 453. Der Buchwert der Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt TEUR 11.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 132 (i. Vj. TEUR 37) betreffen im Wesentlichen Forderungen aus einem Versicherungs-Parkdepot (TEUR 130, i.Vj. TEUR 31 )..

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitute haben eine Restlaufzeit von:

1 – 3 Monaten 3 TEUR (Vorjahr 3 TEUR)
4 – 12 Monaten 10 TEUR (Vorjahr 10 TEUR)
1 – 5 Jahren 53 TEUR (Vorjahr 52 TEUR)
➢ 5 Jahre 210 TEUR (Vorjahr 224 TEUR)
276 TEUR (Vorjahr 289 TEUR)

Die sonstigen Verbindlichkeiten über TEUR 18 (i. Vj. 16) enthalten im Wesentlichen solche aus Steuern in Höhe von TEUR 13 (i. Vj.TEUR 13 sowie aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 4,0 (i. Vj. TEUR 3).

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Provisionserträge resultieren sämtlich aus für Dritte erbrachte Finanzdienstleistungen, insbesondere der Vermögensverwaltung sowie der Anlagenberatung und Anlagenvermittlung.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 39 enthalten insbesondere solche aus der privaten Kfz-Nutzung (TEUR 12), Erträge aus der Verwaltung einer GmbH & Co. KG (TEUR 19), Vermietung (TEUR 3) sowie sonstige Erträge aus Marketingunterstützung (TEUR 6).

In den Personalaufwendungen sind Aufwendungen aus Altersversorgung von 70,00 Euro (i. Vj. 0,00 Euro enthalten.

Das in der Gewinn- und Verlustrechnung enthaltene Gesamthonorar des Abschlussprüfers für 2017 setzt sich wie folgt zusammen:

– Abschlussprüfungsleistung 5.000,00 Euro
– Andere Bestätigungsleistungen 5.600,00 Euro

V. Nachtragsbericht

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, über die zu berichten wäre, haben sich nicht ereignet.

VI. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsleiter werden der Gesellschafterversammlung vorschlagen, den Bilanzgewinn von 54.260,98 Euro in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

VII. Sonstige Angaben

Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Berichtsjahr die Herren

Gunnar Kruse, Vermögensverwalter,

Torben Bock, Vermögensverwalter.

Die Firma lautet Kruse & Bock Vermögensverwaltung GmbH. Sie hat ihren Sitz in Brunsbüttel und wird beim Amtsgericht Pinneberg unter der Handelsregisternummer HRB 1433 ME geführt.

Von der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde gem. § 286 Abs. 4 HGB abgesehen.

Der Gesamtbetrag der künftigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverpflichtungen beträgt zum 31.12.2017 TEUR 12,8.

Die Gesellschaft beschäftigt neben der Geschäftsleitung durchschnittlich 2 Mitarbeiter in Teilzeit.

 

Brunsbüttel, den 31.03.2018

Gunnar Kruse

Torben Bock

Lagebericht 2017

A. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Der Start in 2017 war für Anleger besonders erfolgreich. Die Aktienmärkte haben die Rallye des vergangenen Jahres im ersten Quartal 2017 fortgesetzt. Die Zentralbanken haben so reagiert wie es die Märkte erwartet haben. Die Fed hob ihren Zins an, die EZB bleibt bei 0%.

Anfang März verkündete Draghi die Beibehaltung der Billiggeldschwemme. Der Leitzins bleibt – ebenfalls von den Märkten erwartet – bei null Prozent. Die Geldschwemme zeigt Wirkung. Die Gefahr einer Deflation scheint gebannt, die Inflationstendenzen scheinen dies zu bestätigen.

Im zweiten Quartal 2017 folgen gute Konjunkturaussichten und erfreuliche Wahlergebnisse aus Frankreich: An den Börsen stimmt die grundsätzliche Richtung. Damit nicht genug. Auch aus den USA kommen gute Nachrichten: Dort lässt die gute wirtschaftliche Situation bereits die Zinsen steigen. Die EZB zeigt sich zurückhaltend. Die internationalen Märkte zeigen grundsätzlich ein leicht positives bis neutrales Bild. Sowohl der DAX als auch der US-amerikanische S & P 500 entwickelten sich erneut positiv und zeigten ein leichtes Plus, obwohl Rohöl rund 12 Prozent verlor. Die erneute Zinsanhebung zeigt, dass die US-amerikanische Notenbank der guten Konjunkturlage vertraut. Der von ihr festgelegte Leitzins liegt nun zwischen 1,0 und 1,25 Prozent. Die nach wie vor zurückhaltende Zinspolitik der EZB macht die Diskrepanz zur Fed immer deutlicher. Der ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland hat den höchsten Wert seit 1990 erreicht. So prognostizieren einige Forschungsinstitute für das zweite Quartal den höchsten BIP-Zuwachs seit 2007. Die Wahl des europafreundlichen Macron wirkt sich bereits positiv auf Frankreichs Wachstumsaussichten und Europas Stabilität aus. Trotz zwischenzeitlicher Verluste haben sich die Aktienmärkte im dritten Quartal 2017 positiv entwickelt. Mit rund 4% konnte der DAX Anlegern ein erfreuliches Ergebnis liefern. Ein Grund liegt in den Ergebnissen der Bundestagswahl, die Stabilität und Kontinuität versprechen.

Der zweite Grund liegt in den positiven Konjunkturerwartungen. Die OECD setzte ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum in Deutschland auf 2,2% für 2017 hoch. Damit liegt Deutschland über der Prognose für die Eurozone. Der Export zeigt sich grundsätzlich als Motor der deutschen Wirtschaft. Weltweit steigt die Nachfrage nach deutschen Maschinen, Autos und Ausrüstungsgegenständen. Vor diesem Hintergrund ist die Prognose der OECD für das globale Wachstum mit 3,5% äußerst positiv zu werten.

Jenseits des Ozeans erringen die Aktienmärkte neue Allzeithochs. Das überrascht nicht, denn die Konjunkturdaten der USA sind weiterhin positiv. So haben die Hurrikans Harvey und Irma nur kurzfristig negative Auswirkungen gezeigt, den mittelfristigen Wachstumstrend haben sie nicht negativ beeinflusst.

Die guten Konjunkturaussichten dürften die Fed in ihren Absichten bestärken, sowohl weitere Zinsschritte mittelfristig ins Auge zu fassen als auch ihre Bilanzen abzubauen. Das Wirtschaftswachstum lag im zweiten Quartal bei rund 3%. Im vierten Quartal wie auch in den vergangenen zwölf Monaten hatten Anleger Grund zur Freude, denn die Aktienmärkte legten mehr als deutlich zu und bescherten ihnen hohe Gewinne. Doch das Beste daran: Auslöser für diese Entwicklung waren gute Konjunktur- und Unternehmensdaten. Politische Risiken hingegen waren für die Börsen kein Hindernis. Das vierte Quartal konnte fortsetzen, was sich bereits das ganze Jahr über gezeigt hatte: Nahezu weltweit stiegen die Kurse. So legte der DAX um rund 1% zu, der Dow Jones kam auf rund 10% und auch Schwellenländerindizes konnten überzeugen. Eines stach dabei besonders hervor: Das weltweit synchrone Wachstum. Nur selten hat es dies vorher gegeben.

2. Wirtschaftliche Lage der Gesellschaft

Die Kruse & Bock Vermögensverwaltung GmbH bietet ihren Kunden entweder eine Vermögensverwaltung, die Anlagevermittlung und/oder die Anlageberatung von Finanzinstrumenten an. Insgesamt betreut die Gesellschaft per 31.12.2017 rund 330 Kundendepots mit einem Volumen von ca. 29,0 Mio. Euro (i. Vj. 29,4 Mio. Euro). Das für Privatkunden verwaltete Vermögen ist damit im Vorjahresvergleich nahezu konstant geblieben.

Die Provisionserträge verringerten sich in 2017 um 0,5 % von TEUR 403 auf TEUR 400,9. Damit ist die Ertragssituation korrespondierend zum verwalteten Vermögen als beständig anzusehen.

Die Personalaufwendungen sind um 9,3 % auf TEUR 288,3 gefallen. Ein Grund dafür ist, dass die Gehälter der Geschäftsführung reduziert wurden.

Die anderen Verwaltungsaufwendungen sind im Jahr 2017 um 30,5 % von TEUR 130 auf TEUR 90,3 gefallen. Der Umzug und die Inbetriebnahme des neuen Geschäftssitzes führte im Jahr 2016 zu einmaligen Kosten. Daneben wurden in 2017 auch die Marketingaufwendungen reduziert.

Die Kruse & Bock Vermögensverwaltung GmbH weist für das Geschäftsjahr 2017 einen Jahresüberschuss von TEUR 25,6 aus. Insgesamt ist die wirtschaftliche Entwicklung in 2017 zufriedenstellend und entsprach annähernd unseren Erwartungen und Planungen für 2017.

3. Vermögens- und Finanzlage

Die im Vorjahr ausgewiesene Beteiligung an der Netfonds AG wurde in 2017 veräußert.

Weitere wesentliche Änderungen auf der Aktivseite und auf der Passivseite haben sich im Jahr 2017 nicht ergeben.

Auch im Jahr 2017 werden die von der Gesellschaft frei verfügbaren liquiden Mittel in einem sog. Parkdepot der Allianz AG risikofrei angelegt. Aufgrund von Zuzahlungen, generiert aus dem Geschäftsbetrieb, betrug der Saldo am 31.12.2017 TEUR 130,1 Insgesamt bestanden zum 31.12.2017 kurzfristig verfügbare Mittel von TEUR 225,2(i. Vj. TEUR 93).

Die in 2016 fertig gestellte Betriebsimmobilie wird über ein festverzinsliches langfristiges und ein variabel verzinsliches Darlehen finanziert.

Das Institut war im Jahr 2017 jederzeit in der Lage, den Zahlungsverpflichtungen nach Art, Höhe und Fristigkeit nachzukommen.

4. Weitere wichtige Ereignisse in 2017

Ab dem 30.01.2017 konnten die ersten Fondsanteile des Kruse & Bock Kompass Strategie Fonds gekauft werden. Seit über 5 Jahren wird im Hause der Kruse & Bock Vermögensverwaltung GmbH in Brunsbüttel die Kompass Strategie erfolgreich direkt in den Kundendepots eingesetzt. Nach dieser Zeit der Entwicklung, der Erfahrung und der Kontrolle hat sich die Geschäftsführung dafür entschieden, die Strategie zukünftig in einem eigenen Fonds umzusetzen. Für die eigenen Kunden kann dadurch noch schneller reagiert werden und andere Interessenten haben auch die Möglichkeit in die Kornpass Strategie zu investieren. Für institutionelle Anleger und für Kunden in der Vermögensverwaltung wurde neben der Retailtranche auch eine institutionelle Tranche aufgelegt, die MiFID II (Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente) – konform ist.

Das neue moderne Erscheinungsbild unseres Unternehmens wird von unseren Kunden und auch von Neukunden gut angekommen.

Im Zusammenhang mit unserer BaFin-Zulassung und der Einführung der MiFID II-Richtlinien hat sich der administrative Aufwand im Berichtsjahr nochmals wieder stark vergrößert.

B. Prognosebericht

Unser offener Investmentfonds hat aktuell ein Fondsvolumen von ca. TEUR 7.100 und das erste Geschäftsjahr ist beendet. In diesem Jahr werden wir mit dem aktiven Vertrieb des Fonds beginnen.

Aufgrund der Einführung der MiFID II-Richtlinien rechnen wir im Jahr 2018 mit insgesamt geringeren Provisionserträgen. Um diesem Umstand entgegen zu wirken, wurde bereits im Dezember 2017 bei jedem Kunden in der Vermögensverwaltung die Vergütungsvereinbarung angepasst. In überwiegend persönlichen Gesprächen wurde unseren Kunden nochmals erläutert, dass Provisionen und Zuwendungen bisher auch Bestandteil unserer Vergütung waren. Die Vermögensverwaltungsgebühr wurde ab 01.01.2018 prozentual um diese zukünftig fehlenden Erlöse erhöht. Mit Einführung der MiFID-II Richtlinien wurde unser zusätzliches monatliche Berichtswesen eingestellt. Die Investitionen in unsere Software zur Erstellung eines MiFID-konformen Bericht wären für uns unverhältnismäßig hoch gewesen. Die MiFID-konforme Vermögensübersicht wird ab 01.01.2018 von der DAB BNP PARIBAS erstellt und dem Kunden direkt per Post zugeschickt. Aufgrund der Einfügung der MiFID II-Richtlinien rechnen wir im Jahr 2018 mit insgesamt eher geringeren Provisionserträgen und mit einem etwas schlechteren Jahresergebnis gegenüber dem Jahr 2017.

C. Bericht über Risiken und Chancen

Die Überwachung der Risiken der Gesellschaft obliegt unmittelbar der Geschäftsleitung. Dies umfasst neben der Festlegung einer Geschäfts- und Risikostrategie auch die regelmäßige Überwachung der bestehenden und potentiellen Risiken der Gesellschaft sowie bei Bedarf die Ergreifung von Maßnahmen zur Reduzierung oder Minimierung der identifizierten Risiken.

Unsere Risikoanalyse umfasst dabei die nach den Mindestanforderungen an das Risikomanagement bei Kredit- und Finanzdienstleistungs-instituten (MaRisk) zu berücksichtigenden Risikoarten Liquiditätsrisiken, Kostenrisiko, Kreditrisiko, Personalrisiko, Prozessrisiko, Kundenrisiko, Adressenausfallrisiken, Marktpreisrisiken und operationelle Risiken. Dem Risiko von Ertragseinbußen aufgrund des ab 2018 geltenden Provisionsverbots im Rahmen der Vermögensverwaltung sind wir bereits in 2017 durch die Anpassung unserer Verträge begegnet.

Derzeit sehen wir in keinem der vorgenannten Risikoarten wesentlichen Risiken, die die zukünftige Entwicklung des Unternehmens in wesentlichem Umfang beeinflussen könnten bzw. wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten. Zudem wird für die besonderen Risiken der Branche eine Rücklage nach § 340g HGB in Höhe von TEUR 90,0 vorgehalten, mit der auch unerwartet auftretende Risiken kompensiert werden können.

Anlageentscheidungen unserer Kunden müssen einmal mehr sehr sorgfältig begleitet werden. Nur durch Anlage in risikolose Anlagen kann kein Mehrwert für den Kunden erzielt werden. Nur die vorsichtige Beimischung von risikoreicheren Anlagen kann zu einer zufriedenstellenden Wertentwicklung führen. Unsere ausgewogene Kompass-Strategie innerhalb des Kruse & Bock Kompass Strategie Fonds hat sich im Berichtsjahr bewährt. Um allen Bestandskunden und neuen Kunden auch im Zusammenhang mit der Einführung der neuen MiFID II-Richtlinien gerecht zu werden, beschäftigt sich die Geschäftsführung damit, das Beraterteam eventuell mit einem angestellten Berater aufzustocken.

Der Bedarf nach bankenunabhängiger Beratung ist in unserer Gesellschaft nach wie vor zu erkennen und die Skepsis gegenüber Kreditinstituten nimmt zu. Hierin sieht die Kruse & Bock Vermögensverwaltung GmbH auch zukünftig ihre Marktchancen. Die Kruse & Bock Vermögensverwaltung GmbH passt ihre Anlagekonzepte den Bedürfnissen an, bleibt jedoch ihrer Firmenphilosophie weiterhin treu.

 

Brunsbüttel, 31. März 2018

Gunnar Kruse

Torben Bock

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Kruse & Bock Vermögensverwaltung GmbH, Brunsbüttel, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis 31.12.2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter des Instituts. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Instituts sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Instituts. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Instituts und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Oldenburg, den 19.06.2018

ECENTIS GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Heinen, Wirtschaftsprüfer

Grotjan, Wirtschaftsprüferin

Feststellung des Jahresabschlusses der Kruse & Bock Vermögensverwaltung GmbH zum 31.12.2017

Der Jahresabschluss zum 31.12.2017 wurde mit Beschluss vom 26.07.2018 festgestellt.

Beschluss über die Ergebnisverwendung

Mit Beschluss vom 26.07.2018 wurde beschlossen, den Bilanzgewinn in Höhe von 54.260,98 Euro auf neue Rechnung vorzutragen.

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