OVB Holding AG – Lagebericht und Konzernabschluss

Zusammengefasster Lagebericht 2018

der OVB Holding AG

Grundlagen des Konzerns

Geschäftsmodell des OVB Konzerns

OVB steht für eine langfristig angelegte themenübergreifende Finanzberatung. Hauptzielkundengruppe sind private Haushalte in Europa. Das Unternehmen kooperiert mit über 100 leistungsstarken Produktgebern und bedient mit wettbewerbsfähigen Produkten die individuellen Bedürfnisse ihrer Kunden, beginnend bei der Existenzsicherung und der Absicherung von Sach- und Vermögenswerten sowie folgend der Altersvorsorge und dem Vermögensauf- und -ausbau.

OVB ist derzeit in 14 Ländern Europas als Vermittler von Finanzprodukten aktiv. 3,48 Millionen Kunden vertrauen der Beratung und Betreuung durch OVB und ihre mehr als 4.700 hauptberuflichen Finanzvermittler. Die breite europäische Aufstellung stabilisiert den OVB Geschäftsverlauf und eröffnet Wachstumspotenziale. Die 14 OVB Ländermärkte unterscheiden sich hinsichtlich Struktur, Entwicklungsstand und Größe. OVB verfügt in einer Reihe von Ländern über eine führende Marktposition. Die Zahl der alten Menschen in Europa steigt, die der jungen Menschen sinkt. Die staatlichen sozialen Sicherungssysteme sind zunehmend überlastet. Daher sieht OVB noch erhebliche Potenziale für die von ihr angebotenen Dienstleistungen.

OVB Kunden und Finanzvermittler

Die Basis der themenübergreifenden lebensbegleitenden Kundenberatung bildet ein umfassendes und bewährtes Konzept: Grundlage der Beratung ist die Aufnahme und Analyse der finanziellen Situation des Kunden. Insbesondere erfragt der Vermittler die Wünsche und Ziele des Kunden und entwickelt daraus vor dem Hintergrund der persönlichen finanziellen Möglichkeiten eine individuell passende Lösung, die langfristig trägt, bezahlbar und ausreichend flexibel ist. OVB begleitet ihre Kunden über viele Jahre. Um die Finanzplanung unserer Kunden immer wieder an die jeweils aktuellen Lebensumstände anzupassen, finden regelmäßige Servicegespräche statt.

So entstehen für die Kunden bedarfsgerechte, auf die jeweilige Lebensphase zugeschnittene Absicherungs- und Vorsorgekonzepte.

Die Aus- und Weiterbildung der Vermittlerinnen und Vermittler, die Bedarfsanalyse beim Kunden und die daraus abgeleiteten Produktempfehlungen erfolgen auf Basis der geltenden Rahmenbedingungen des jeweiligen Marktes. Dabei besitzt die kontinuierliche Weiterentwicklung dieser Themen einen hohen Stellenwert. So richtet sich OVB jeweils frühzeitig auf künftige regulatorische beziehungsweise qualitative Anforderungen aus. Der OVB Konzern beschäftigte Ende 2018 insgesamt 505 Angestellte (Vorjahr: 474 Angestellte) in der Holding, in den Hauptverwaltungen der Landesgesellschaften und in den Servicegesellschaften. Auf Basis effizienter Strukturen und Prozesse steuern und verwalten sie den Konzern.

Steuerungssystem

Konzernstruktur

Die OVB Holding AG steht als Managementholding an der Spitze des OVB Konzerns. Sie legt die strategischen Ziele fest und sichert die aufeinander abgestimmte Geschäftspolitik ab. Die operative Geschäftstätigkeit ist in regionale Segmente unterteilt. In aktuell 14 Ländern Europas sind operative Landesgesellschaften tätig, deren selbstständige Handelsvertreter Kunden in Fragen der Absicherung und Vorsorge beraten und betreuen. Zur Unterstützung dieser Kernaktivitäten sind drei Servicegesellschaften für EDV-Dienstleistungen zuständig.

Die OVB Holding AG ist an diesen Gesellschaften mit Ausnahme der beiden EDV-Dienstleister NORD-SOFT EDV-Unternehmensberatung GmbH und Nord-Soft Datenservice GmbH (je 50,4 Prozent) zu jeweils 100 Prozent beteiligt.

Zwischen der OVB Holding AG und der OVB Vermögensberatung AG besteht seit dem Jahr 2008 ein Ergebnisabführungsvertrag sowie seit dem Jahr 2014 ein Beherrschungsvertrag.

Organigramm des OVB Konzerns

Leitung und Überwachung des Konzerns Vorstand

Der Vorstand der OVB Holding AG führt die Geschäfte des Konzerns in gemeinschaftlicher Verantwortung. Zum 31. Dezember 2018 bestand der Vorstand aus drei Mitgliedern. Neben dem Ressort des Vorstandsvorsitzenden, der auch das Ressort „Vertrieb“ verantwortet, gliederten sich die Aufgaben des Vorstands in die Ressorts „Finanzen“ und „Operations“.

Geschäftsverteilung Vorstandsressorts zum 31. Dezember 2018

Vorstandsvorsitz (CEO) Stv. Vorstandsvorsitz Operations
Vertrieb Finanzen (CFO) (COO)
Mario Freis Oskar Heitz Thomas Hücker
Konzernentwicklung Konzernsteuerung Vertrieb Ausbildung Produktmanagement Marketing Kommunikation Interne Revision Konzernrechnungslegung Risikomanagement Controlling Investor Relations Recht Steuern Compliance Datenschutz Geldwäsche Konzern-IT IT-Sicherheit Prozessmanagement Personal

Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat der OVB Holding AG gehören sechs Mitglieder an, die ausschließlich von der Hauptversammlung gewählt werden.

Name Funktion
Michael Johnigk Vorsitzender des Aufsichtsrats
Dr. Thomas A. Lange Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats, Vorsitzender des Prüfungsausschusses
Maximilian Beck Mitglied des Aufsichtsrats
Markus Jost Mitglied des Aufsichtsrats, Vorsitzender des Nominierungs- und Vergütungsausschusses
Wilfried Kempchen Mitglied des Aufsichtsrats
Winfried Spies Mitglied des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat bestellt die Mitglieder des Vorstands und überwacht und berät diesen bei der Leitung des Unternehmens. Einzelheiten zur Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat und zur Corporate Governance bei der OVB Holding AG werden im Bericht des Aufsichtsrats sowie im Kapitel Corporate Governance, die Teile des Geschäftsberichts sind, dargestellt.

Unternehmenssteuerung

Die Steuerung innerhalb des OVB Konzerns gliedert sich in einen strategischen und einen operativen Teil. Im Bereich des strategischen Controllings verknüpft eine Mehrjahresplanung mit einem Zeithorizont von fünf Jahren die Unternehmensstrategie mit konkreten quantitativen Zielsetzungen.

Ein länderübergreifender Know-how-Austausch unterstützt die effektive und vernetzte Steuerung der 14 Landesgesellschaften. Gremien der OVB Holding AG stimmen mit den jeweiligen OVB Landesgesellschaften kontinuierlich Marktbearbeitungs- und Marketingaktivitäten sowie die Zusammensetzung des Partner- und Produktportfolios ab.

Das operative Controlling unterstützt die Steuerung des laufenden Geschäfts. Wesentliche Ziel- und Steuerungsgrößen der Gesellschaft sind der Umsatz (Erträge aus Vermittlungen) und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Neben diesen monetären Kennzahlen dienen auch nichtfinanzielle Indikatoren wie die Anzahl der Finanzvermittler und die Zahl der Kunden als Anhaltspunkte für den operativen Geschäftserfolg. Entwicklungen in den nichtfinanziellen Bereichen werden von dem Unternehmen zwar kontinuierlich beobachtet, aber nicht als Ziel- oder Steuerungsgrößen herangezogen. Das Controlling analysiert monatlich die Entwicklung der Ein- und Ausgabenseite. Die Ergebnisse fließen in die Investitions- und Finanzplanung des Unternehmens ein.

Zielvorgaben des Vorstands bilden die Eckwerte der strategischen Mehrjahresplanung und der operativen Jahresplanung in Bezug auf Umsatz, Kosten und Ergebnis. Die dezentralen Planungen einzelner Landesgesellschaften und Kostenstellenverantwortlicher erfahren auf zentraler Ebene im Gegenstromverfahren einen Abgleich mit der Konzernstrategie. Daneben werden insbesondere auch die innerhalb des Konzerns geplanten Aufwendungen und Erträge auf zentraler Ebene überprüft.

Für jede Einheit und auch den Konzern insgesamt werden die Planungsparameter mit den zugrunde liegenden Maßnahmen und Annahmen abgestimmt und transparent gemacht. Ausgangspunkt sind die aktuellen Vertriebs- und Finanzdaten zum Ende des dritten Quartals vor der Planungsperiode.

Die zu Planungsbeginn vorhandenen Ausgangsdaten (Basisdaten) werden in einem ersten Schritt um wesentliche Ereignisse bereinigt, die für die Planungsperiode voraussichtlich keine Relevanz mehr besitzen. Dann werden die geplanten Maßnahmen in Form von Kosten und Erlösen in die Basisdaten eingearbeitet.

OVB erstellt monatliche Plan/Ist-Abweichungsanalysen, analysiert kontinuierlich wesentliche Finanz- und Vertriebsdaten und kann so unmittelbar auf Planabweichungen reagieren.

Innerhalb des OVB Konzerns wird die mittel- und langfristige Finanzierung des operativen Geschäfts durch die vorhandene Liquidität sichergestellt.

Die OVB Holding AG als Konzernmutter beobachtet kontinuierlich den Liquiditätsbedarf der 14 Landesgesellschaften und stellt bei Bedarf Liquidität zur Verfügung.

Ziele und Strategien

Vor dem Hintergrund absehbarer Veränderungen im Umfeld, auf den Märkten und bei den gesetzlichen Rahmenbedingungen der Geschäftstätigkeit ist OVB seit 2017 dabei, eine neue mittelfristige Strategie „OVB Evolution 2022“ umzusetzen. Sie richtet sich an einer langfristigen Vision als Fixpunkt aus, definiert strategische Ziele und umfasst vier elementare Bausteine, denen jeweils strategische Maßnahmen zugeordnet sind.

OVB hat strategische Ziele definiert, die den nachhaltigen Ausbau der Vertriebsorganisation, die Ausweitung der Kundenbasis, die Erhöhung des Geschäftsvolumens mit den einzelnen Kunden, die Steigerung der Kundenzufriedenheit, den Ausbau des Online-Marketings, weitere Effizienzsteigerungen im Innendienst, die Digitalisierung der Prozesse und der Vertriebsunterstützung sowie die Expansion in weitere europäische Ländermärkte umfassen. Zur Erreichung dieser Ziele dienen gemäß „OVB Evolution 2022“ vier elementare Bausteine:

Potenzialausschöpfung

Digitalisierung

Modernisierung

Expansion

Im Bereich „Potenzialausschöpfung“ kommt beispielsweise der Weiterentwicklung des europaweiten Aus- und Weiterbildungssystems eine große Bedeutung zu. Hier wird OVB nicht nur aufgrund regulatorischer Anforderungen, sondern auch vor dem Hintergrund eigener Qualitätsstandards das europaweite Aus- und Weiterbildungssystem weiterentwickeln und modernisieren. Ebenfalls wird OVB systematisch das Geschäftspotenzial, das in ihren 3,48 Millionen Bestandskunden liegt, weiter ausschöpfen. Es besteht erhebliches Potenzial für Cross- und Upselling-Aktivitäten in ganz Europa. Vor allem in den Ländermärkten des Segments Mittel- und Osteuropa steigen die verfügbaren Mittel und der Vorsorgebedarf aufgrund überdurchschnittlicher Einkommenszuwächse. Bei der „Digitalisierung“ hat OVB vor allem ihre Geschäftsprozesse, den modernen Beraterarbeitsplatz sowie erweiterte Interaktionsmöglichkeiten zwischen Kunden, Finanzvermittlern und OVB im Fokus. Eine zeitgemäße Zielgruppenansprache steht bei der „Modernisierung“ im Vordergrund. Der Aus- und Aufbau von Social Media-Aktivitäten im Rahmen unserer Social Media-Strategie schafft zusätzliche Chancen für die Mitarbeiter- und Kundengewinnung. Bei der „Expansion“ geht es in erster Linie um die Übertragung des bewährten OVB Geschäftsmodells auf weitere attraktive Ländermärkte. Die Akquisition des traditionsreichen Unternehmens Willemot in Belgien im Dezember 2018 stellt einen wesentlichen Schritt in diese Richtung dar. Das Closing der Transaktion steht noch aus. OVB wird damit die Grundlage für einen stabilen und zügigen Markteintritt in den 15. Ländermarkt schaffen.

In den 14 Ländern Europas, in denen OVB bislang tätig ist, leben mehr als 400 Millionen Menschen. Aufgrund der zwingend notwendigen eigenverantwortlichen Vorsorge der Bevölkerung und des daraus ableitbaren Bedarfs an persönlicher Beratung sieht OVB für ihre Geschäftstätigkeit gute Perspektiven. OVB setzt bei der Gewinnung neuer Finanzvermittler darauf, leistungsbereite Menschen für die verantwortungsvolle Dienstleistung der Allfinanzberatung zu gewinnen und zu qualifizieren, um den wachsenden Beratungsbedarf der Menschen in Europa zu erfüllen.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

OVB ist in 14 Ländern Europas tätig, die in drei regionale Segmente aufgeteilt sind. 74 Prozent der Erträge aus Vermittlungen generiert OVB außerhalb Deutschlands. Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, zur Beurteilung des Geschäftsverlaufs 2018 die volkswirtschaftliche Entwicklung in Europa zu betrachten. Relevant sind dabei unter anderem das Wirtschaftswachstum, die Arbeitsmarktentwicklung und die Veränderungen der Einkommenssituation der privaten Haushalte.

Das Wirtschaftswachstum in den Ländern der Eurozone hat sich von 2,5 Prozent 2017 auf 1,9 Prozent im Berichtsjahr spürbar verlangsamt. Generell verlor der private Konsum trotz weiterhin hoher Beschäftigung etwas an konjunktureller Schubkraft; zudem zeichneten sich die ersten negativen Effekte der internationalen Handelskonflikte ab.

Volkswirtschaftliche Eckdaten Mittel- und Osteuropa

Die sieben Ländermärkte des Segments Mittel- und Osteuropa bestritten im Berichtsjahr 50 Prozent des Umsatzes des OVB Konzerns. Trotz kleinerer länderspezifischer Unterschiede behielt die Region ihre insgesamt hohe Wirtschaftsdynamik bei. Wesentliche Impulse gingen dabei vom privaten Konsum aus, hinzu kamen markante Investitionssteigerungen, vielfach unterstützt vom EU-Strukturfonds. Die Arbeitslosenquoten in der Region gehören zu den niedrigsten in der EU. Dieser Arbeitskräftemangel bremst auch zunehmend das Wachstumspotenzial in dieser Ländergruppe. Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Geschäftstätigkeit der OVB waren 2018 in der Region Mittel- und Osteuropa gut.

Reales BIP Verbraucherpreise Budgetsaldo der öffentlichen Haushalte
Veränderung
in %
Veränderung
in %
(in % des BIP)
2017 2018e 2017 2018e 2017 2018e
Kroatien 2,9 2,6 1,1 1,6 0,9 -0,5
Polen 4,8 5,0 2,0 1,7 -1,7 -0,9
Rumänien 7,0 4,1 1,3 4,6 -2,9 -3,2
Slowakei 3,2 4,4 1,3 2,6 -0,8 -0,6
Tschechien 4,5 2,9 2,5 2,2 1,6 0,5
Ukraine 2,5 3,2 14,5 11,1 -1,6 -2,0
Ungarn 4,1 4,6 2,4 2,9 -2,0 -2,4

Quelle: Raiffeisen RESEARCH, Strategie Österreich & CEE, 1. Quartal 2019

e = Schätzung (estimate)

Volkswirtschaftliche Eckdaten Deutschland

Auf das Segment Deutschland entfielen im Berichtsjahr 26 Prozent des Umsatzes des OVB Konzerns. Die deutsche Wirtschaft wuchs 2018 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts um 1,4 Prozent, nach 2,2 Prozent im Jahr zuvor. Für Wachstumsimpulse im Berichtsjahr sorgten der private und öffentliche Konsum sowie Investitionen. Die Zuwächse fielen jedoch geringer aus als in den Vorjahren. Die Zahl der Erwerbstätigen erreichte im Jahresdurchschnitt 2018 mit 44,8 Millionen erneut einen Höchststand. Die staatlichen Haushalte erzielten einen Rekordüberschuss. Bei verhaltenen Preissteigerungen und hohen Lohnzuwächsen erhöhten sich die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte um 3,2 Prozent.

Volkswirtschaftliche Eckdaten Süd- und Westeuropa

Die Länder des Segments Süd- und Westeuropa gehören – mit Ausnahme der Schweiz – der Eurozone an. In diesem Segment erwirtschaftete der OVB Konzern im Berichtsjahr 24 Prozent seines Umsatzes. Das Wirtschaftswachstum in dieser Ländergruppe ließ 2018 spürbar nach, teils aufgrund sinkender Nettoexporte, teils wegen länderspezifischer negativer Faktoren. So wurde die Konjunktur in Italien und zunehmend auch in Frankreich von langjährig ungelösten strukturellen Problemen belastet. Vergleichsweise gut entwickelten sich dagegen die Volkswirtschaften der Schweiz und Österreichs. Grundsätzlich verfügen die privaten Haushalte in Süd- und Westeuropa vielfach über ausreichend finanziellen Spielraum, um mehr Geld für die Risikoabsicherung und Altersvorsorge aufzuwenden.

Reales BIP Verbraucherpreise Budgetsaldo der öffentlichen Haushalte
Veränderung
in %
Veränderung
in %
(in % des BIP)
2017 2018e 2017 2018e 2017 2018e
Belgien 1,7 1,5 2,2 2,1 -0,9 -1,0
Frankreich 2,3 1,6 1,2 2,1 -2,7 -2,6
Griechenland 1,4 2,0 1,1 0,8 0,8 0,6
Italien 1,6 0,9 1,3 1,2 -2,4 -1,9
Österreich 2,6 2,6 2,2 2,1 -0,8 -0,2
Schweiz 1,7 2,7 0,5 1,0 0,3 1,2
Spanien 3,0 2,5 2,0 1,8 -3,1 -2,7
Eurozone 2,5 1,9 1,5 1,8 -1,0 -0,6

Quelle: Raiffeisen RESEARCH, Strategie Globale Märkte, 1. Quartal 2019

e = Schätzung (estimate)

Branchensituation

Im Zentrum der OVB Geschäftstätigkeit steht die langfristig angelegte, themenübergreifende Beratung und Betreuung von Privathaushalten zu den Themen Existenzsicherung, Absicherung von Sach- und Vermögenswerten, Altersvorsorge und Vermögensauf- und -ausbau.

Das gesamtwirtschaftliche Umfeld für den Absatz von Finanzprodukten in Europa blieb im Jahr 2018 eher günstig. Alle Länder wiesen eine positive Wirtschaftsentwicklung auf. Damit erhöhten sich tendenziell die verfügbaren Einkommen privater Haushalte. Der Spielraum für eigenverantwortliche finanzielle Vorsorge ist gegeben.

Dennoch traf der Absatz von Finanzprodukten in Europa weiterhin auf ein herausforderndes Umfeld. Die anhaltende Niedrigzinsphase erschwert den Aufbau privaten Vorsorgevermögens. Viele Finanzprodukte weisen derzeit nur eine minimale Rendite auf, die von der langsam wieder steigenden Teuerung ganz oder teilweise aufgezehrt wird. Die Unternehmen der Versicherungsbranche haben ihr Produktangebot dem Niedrigzinsumfeld angepasst. Viele Versicherer bieten keine klassischen Rentenversicherungen mit Zinsgarantie mehr an. Wachstumschancen bestehen dagegen weiterhin bei Produkten, die Langlebigkeit, Sterblichkeit, Pflegebedürftigkeit oder Berufsunfähigkeit absichern. Auf großes Interesse stoßen auch fondsgebundene Renten- und Lebensversicherungen, die betriebliche Altersvorsorge sowie Publikumsfonds auf Basis von Aktien, Anleihen oder Immobilien.

OVB ist der Überzeugung, dass der Bedarf an themenübergreifend kompetenter und umfassender persönlicher Beratung in allen Finanzfragen steigt: Das Produktangebot ist für private Haushalte kaum überschaubar und staatliche Förderungsmodalitäten sind nur schwer verständlich. Zudem müssen einmal getroffene Finanzentscheidungen mit Blick auf sich verändernde Bedürfnisse und Lebenssituationen regelmäßig überprüft werden.

Damit bietet der Markt der privaten Absicherung und Vorsorge aus OVB Sicht trotz des gegenwärtig herausfordernden Umfelds langfristiges Marktpotenzial und gute Wachstumschancen.

Geschäftsverlauf

Der OVB Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2018 Gesamtvertriebsprovisionen in Höhe von 231,3 Mio. Euro. Dies entspricht einem Anstieg von 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 225,3 Mio. Euro. Die meisten Ländermärkte entwickelten sich positiv.

Die Zahl der betreuten Kunden entwickelte sich erfreulich und nahm von 3,35 Millionen Kunden Ende 2017 auf 3,48 Millionen Kunden zum Berichtsstichtag zu. Der OVB Außendienst umfasst 4.715 hauptberufliche Finanzvermittler (Vorjahr: 4.702 Finanzvermittler).

Die Struktur des Neugeschäfts im Hinblick auf die Art der vermittelten Finanzprodukte spiegelt die Beratungsschwerpunkte Existenzsicherung, Absicherung von Sach- und Vermögenswerten, Altersvorsorge und Vermögensauf- und -ausbau wider. Erneut dominierten fondsgebundene Vorsorgeprodukte die Nachfrage der Kunden in Europa. Ihr Anteil am Neugeschäft sank von 41,3 Prozent im Vorjahr auf 37,0 Prozent im Jahr 2018. Der Anteil der sonstigen Vorsorgeprodukte am Neugeschäft – hierzu zählen klassische Lebens- und Rentenversicherungen und insbesondere Produkte zur Absicherung biometrischer Risiken – belief sich auf 22,6 Prozent, nach 20,0 Prozent im Vorjahr. Sach-, Unfall- und Rechtsschutzversicherungen (mit einem Anteil von 12,2 Prozent, nach 11,7 Prozent), der Produktbereich Bausparen/-Finanzierungen (mit einem Anteil von 12,1 Prozent, nach 11,2 Prozent) sowie staatlich geförderte Vorsorgeprodukte (8,8 Prozent des 2018 vermittelten Geschäfts, nach 9,6 Prozent im Vorjahr) runden neben Investmentfonds, Krankenversicherungen und Immobilien den Allfinanz-Beratungsansatz ab.

Zusammensetzung des Neugeschäfts 2018 (2017)

Segment Mittel- und Osteuropa

Das Segment Mittel- und Osteuropa besteht aus den sieben Ländermärkten Kroatien, Polen, Rumänien, Slowakei, Tschechien, Ukraine und Ungarn. Im Geschäftsjahr 2018 stiegen die Erträge aus Vermittlungen um 6,7 Prozent auf 116,3 Mio. Euro, gegenüber 109, 0 Mio. Euro im Vorjahr. Im Konzernlagebericht 2017 war noch ein moderater Umsatzrückgang prognostiziert worden. Während die Umsatzentwicklung in Tschechien rückläufig war, erzielte OVB in den anderen Ländermärkten des Segments deutliche Umsatzsteigerungen. Für OVB waren in der Region zum Jahresende 2018 2.752 Finanzvermittler tätig, gegenüber 2.753 Finanzvermittlern ein Jahr zuvor. Sie betreuten insgesamt 2,4 Millionen Kunden (Vorjahr: 2,3 Millionen Kunden).

Die Produktnachfrage konzentrierte sich 2018 mit 42,9 Prozent des Neugeschäfts (Vorjahr: 49,9 Prozent) weiterhin vor allem auf fondsgebundene Vorsorgeprodukte, allerdings mit abnehmender Tendenz. Weitere wichtige Produktbereiche waren sonstige Vorsorgeprodukte mit 23,9 Prozent (Vorjahr: 18,7 Prozent), Produkte aus dem Bereich Bausparen/Finanzierungen mit 13,6 Prozent (Vorjahr: 13,1 Prozent) sowie Sach-, Rechtsschutz- und Unfallversicherungen mit 12,9 Prozent (Vorjahr: 12,0 Prozent).

Gesamtvertriebsprovisionen nach Regionen

Mio. Euro, Zahlen gerundet

Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) nach Segmente

Mio. Euro, Zahlen gerundet

Segment Deutschland

Das Geschäft im Segment Deutschland entwickelte sich positiver als im Konzernlagebericht 2017 prognostiziert. Die Erträge aus Vermittlungen beliefen sich im Berichtsjahr auf 59,4 Mio. Euro, nach 59,1 Mio. Euro im Vorjahr. Die Zahl der Finanzvermittler stieg von 1.296 Vermittlern zum Vorjahresultimo um 2,9 Prozent auf 1.333 Vermittler im Berichtsjahr. Sie betreuten 616.775 Kunden (Vorjahr: 623.138 Kunden). Die Produktnachfrage war breit gestreut: 28,2 Prozent des Neugeschäfts entfielen auf fondsgebundene Vorsorgeprodukte (Vorjahr: 31,8 Prozent), 18,0 Prozent auf sonstige Vorsorgeprodukte (Vorjahr: 18,5 Prozent), 14,8 Prozent auf Sach-, Rechtsschutz- und Unfallversicherungen (Vorjahr: 15,4 Prozent) und 15,3 Prozent auf Produkte im Bereich Bausparen/ Finanzierungen (Vorjahr: 14,2 Prozent). Der Anteil des Absatzes von Investmentfonds am Neugeschäft erhöhte sich von 4,5 Prozent auf 7,4 Prozent.

Segment Süd- und Westeuropa

Das Segment Süd- und Westeuropa umfasst die sechs Ländermärkte Frankreich, Griechenland, Italien, Österreich, Schweiz und Spanien. Die Erträge aus Vermittlungen erreichten hier 55,6 Mio. Euro, nach 57,2 Mio. Euro im Vorjahr. Im Konzernlagebericht 2017 war ein leichter Umsatzanstieg prognostiziert worden. In Österreich, der Schweiz, Frankreich und Griechenland konnte ein Umsatzwachstum erzielt werden. In Italien und Spanien war die Umsatzentwicklung spürbar rückläufig. Die Zahl der in diesem Segment tätigen Finanzvermittler nahm von 653 auf 630 Vermittler ab. Sie betreuten 481.283 Kunden gegenüber 453.044 Kunden ein Jahr zuvor.

Beim Neugeschäft lagen fondsgebundene Vorsorgeprodukte mit einem Anteil von 32,1 Prozent (Vorjahr: 30,2 Prozent) vorne, gefolgt von staatlich geförderten Vorsorgeprodukten mit 25,8 Prozent (Vorjahr: 28,5 Prozent) und sonstigen Vorsorgeprodukten mit 24,2 Prozent (Vorjahr: 24,1 Prozent).

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des OVB Konzerns

Ertragslage

Der OVB Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2018 Erträge aus Vermittlungen von 231,3 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahreswert von 221,6 Mio. Euro entspricht dies einem Anstieg um 4,4 Prozent. Einschließlich sogenannter Sekundärverträge, die auf direkten Vertragsbeziehungen zwischen Produktpartnern und dem Außendienst im Segment Deutschland beruhten, 2017 letztmals ausgewiesen und per Ende September 2017 abschließend auf die OVB Vermögensberatung AG übertragen wurden, beliefen sich die Gesamtvertriebsprovisionen 2017 auf 225,3 Mio. Euro. Auf dieser Vergleichsbasis erreichte der OVB Konzern 2018 ein Umsatzwachstum von 2,7 Prozent. Die sonstigen betrieblichen Erträge nahmen von 9,7 Mio. Euro 2017 um 17,8 Prozent auf 11,4 Mio. Euro im Berichtsjahr zu. Diese Entwicklung stand im Zusammenhang mit erhöhten Erträgen aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen, Erträgen aus entfallenen Verpflichtungen sowie Erstattungen von Finanzvermittlern, beispielsweise für IT-Aufwendungen oder Schulungskosten.

Die Aufwendungen für Vermittlungen erhöhten sich von 148,0 Mio. Euro 2017 um 4,8 Prozent auf 155,1 Mio. Euro im Berichtsjahr. Diese Zunahme resultiert aus dem Umsatzwachstum sowie der Übernahme der Sekundärverträge. Der Personalaufwand für die Angestellten des Konzerns stieg plangemäß um 6,5 Prozent von 28,0 Mio. Euro auf 29,8 Mio. Euro. Ursachen waren Neueinstellungen im Rahmen regulatorischer Anforderungen und strategischer Maßnahmen sowie marktbedingte Gehaltserhöhungen. Die Abschreibungen nahmen in geringem Maße von 4,1 Mio. Euro auf 4,3 Mio. Euro zu. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen weiteten sich von 35,2 Mio. Euro um 14,9 Prozent auf 40,5 Mio. Euro aus, zum Teil korrespondierend zum Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge.

Das operative Ergebnis (EBIT) des OVB Konzerns sank von 16,0 Mio. Euro 2017 um 17,6 Prozent auf 13,2 Mio. Euro. Der EBIT-Beitrag des Segments Mittel- und Osteuropa stieg im Jahresvergleich – entgegen einer ursprünglich erwarteten Abschwächung – von 9,5 Mio. Euro auf 9,9 Mio. Euro. Ergebnisrückgängen in Tschechien und in der Ukraine standen Ergebnisverbesserungen in allen anderen Landesgesellschaften des Segments gegenüber. Auch das operative Ergebnis des Segments Deutschland legte entgegen den ursprünglichen Erwartungen von 6,7 Mio. Euro auf 7,1 Mio. Euro zu. Die Ergebnisentwicklung in den Landesgesellschaften des Segments Süd- und Westeuropa verlief 2018 sehr unterschiedlich. Während das EBIT in Spanien, Italien und Griechenland abnahm, zeigte der Ländermarkt Österreich eine nahezu stabile Entwicklung. Frankreich und die Schweiz erzielten Ergebniszuwächse. In Summe reduzierte sich das EBIT des Segments Süd- und Westeuropa, für das zu Jahresbeginn 2018 ein Anstieg erwartet worden war, von 7,6 Mio. Euro auf 6,2 Mio. Euro.

Der Ergebnisfehlbetrag der Zentralbereiche weitete sich von 7,8 Mio. Euro 2017 auf 10,1 Mio. Euro im Berichtsjahr höher als erwartet aus. Ursachen waren erhöhte Aufwendungen für die Umsetzung strategischer Maßnahmen sowie die Erfüllung regulatorischer Anforderungen. Die EBIT-Marge des Konzerns bezogen auf die Erträge aus Vermittlungen sank von 7,2 Prozent auf 5,7 Prozent.

Erhöhte Finanzaufwendungen führten 2018 zu einem mit -0,3 Mio. Euro leicht negativen Finanzergebnis (Vorjahr: 0,4 Mio. Euro). Der Aufwand für Ertragsteuern nahm von 4,0 Mio. Euro auf 3,1 Mio. Euro ab. Insgesamt sank das Konzernergebnis nach Anteil anderer Gesellschafter von 12,1 Mio. Euro 2017 auf 9,6 Mio. Euro im Berichtsjahr. Das Ergebnis je Aktie – jeweils berechnet auf Basis von 14.251.314 Stückaktien – verminderte sich demzufolge von 0,85 Euro auf 0,67 Euro.

Das Gesamtergebnis des OVB Konzerns erreichte im Berichtsjahr 9,5 Mio. Euro, nach 11,6 Mio. Euro im Vorjahr. Diese Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang des Konzernergebnisses um 2,5 Mio. Euro. Gegenläufig wirkten die verminderten negativen Effekte aus der Veränderung der Rücklage aus Währungsumrechnung sowie der erfolgsneutralen Veränderung aus der Neubewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten.

Vorstand und Aufsichtsrat werden der ordentlichen Hauptversammlung am 14. Juni 2019 voraussichtlich vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2018 eine Dividendenausschüttung von unverändert zum Vorjahr 0,75 Euro je Aktie zu beschließen. Die Ausschüttungssumme beliefe sich damit auf 10,7 Mio. Euro.

Finanzlage

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit des OVB Konzerns erhöhte sich 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 Mio. Euro. Der Mittelzufluss erreichte 15,5 Mio. Euro, nach 13,8 Mio. Euro im Jahr zuvor. Positiv wirkten im Periodenvergleich im Wesentlichen eine Zunahme der Rückstellungen und eine geringere Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva. Zudem hatten unrealisierte Währungsverluste und ein verringertes Finanzergebnis einen positiven Effekt auf den Cashflow. Dem standen vor allem der Rückgang des Konzernergebnisses und eine geringere Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva gegenüber.

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit belief sich im Geschäftsjahr 2018 auf 13,2 Mio. Euro, nach 17,6 Mio. Euro im Vorjahr. Bestimmend für diese Entwicklung waren Dispositionen im Wertpapier- und Kapitalanlageportfolio: So sanken die Auszahlungen für Investitionen in Wertpapiere und übrige kurzfristige Kapitalanlagen von 23,0 Mio. Euro im Vorjahr auf 6,6 Mio. Euro im Berichtsjahr. Gegenläufig stiegen die Investitionen in das Finanzanlagevermögen von 0,2 Mio. Euro auf 7,1 Mio. Euro. Des Weiteren nahmen die Einzahlungen aus Abgängen von Wertpapieren und übrigen kurzfristigen Kapitalanlagen von 8,6 Mio. Euro auf 3,8 Mio. Euro ab. In das Sachanlagevermögen und das immaterielle Anlagevermögen investierte das Unternehmen 4,0 Mio. Euro, gegenüber 4,3 Mio. Euro im Vorjahr.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit wurde sowohl im Berichts- als auch im Vorjahr ausschließlich durch die Ausschüttung der Dividende bestimmt und belief sich auf 10,9 Mio. Euro (Vorjahr: 10,8 Mio. Euro).

Der Finanzmittelbestand des OVB Konzerns sank als Summe dieser Entwicklungen von 55,5 Mio. Euro Ende 2017 um 9,0 Mio. Euro auf 46,5 Mio. Euro zum Bilanzstichtag 2018.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme des Konzerns stieg von 173,0 Mio. Euro zum Jahresultimo 2017 um 13,3 Mio. Euro auf 186,3 Mio. Euro zum Bilanzstichtag des Berichtsjahrs. Dabei erhöhten sich die langfristigen Vermögenswerte von 23,4 Mio. Euro auf 30,0 Mio. Euro, ausschließlich bedingt durch eine Aufstockung der Finanzanlagen im Jahr 2018.

Die kurzfristigen Vermögenswerte nahmen von 149,6 Mio. Euro auf 156,3 Mio. Euro zu. Bestimmend für diese Entwicklung war vor allem ein Anstieg der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte um 10,9 Mio. Euro auf 34,5 Mio. Euro (Vorjahr: 23,6 Mio. Euro) im Zusammenhang mit dem erstmaligen Ausweis von Vertragsvermögenswerten aus nachlaufenden Provisionen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Wertpapiere und übrige Kapitalanlagen nahmen im Berichtsjahr ebenfalls zu. Gegenläufig verringerten sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von 55,5 Mio. Euro um 9,0 Mio. Euro auf 46,5 Mio. Euro. Der Anstieg der Bilanzsumme wurde auf der Aktivseite also gleichermaßen von der Ausweitung der langfristigen und kurzfristigen Vermögenswerte getragen.

Das Eigenkapital des Konzerns erhöhte sich im Geschäftsjahr 2018 geringfügig von 89,2 Mio. Euro auf 90,4 Mio. Euro. Ursächlich war der nach Dividendenausschüttung verbleibende Zuwachs des Bilanzgewinns um 1,5 Mio. Euro auf 22,6 Mio. Euro (Vorjahr: 21,2 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote liegt mit 48,5 Prozent (Vorjahr: 51,6 Prozent) nach wie vor auf sehr solidem Niveau. Die vergleichsweise äußerst geringfügigen langfristigen Schulden nahmen hauptsächlich aufgrund eines Anstiegs der passiven latenten Steuern leicht um 0,2 Mio. Euro auf 1,2 Mio. Euro zu. Die kurzfristigen Schulden, die der Finanzierung der Geschäftstätigkeit dienen, weiteten sich um 11,8 Mio. Euro auf 94,6 Mio. Euro aus (Vorjahr: 82,8 Mio. Euro). Der Ansatz von Vertragsverbindlichkeiten aus nachlaufenden Provisionen führte hierbei zu einer Aufstockung der anderen Rückstellungen um 10,0 Mio. Euro auf 40,9 Mio. Euro (Vorjahr: 30,9 Mio. Euro). Daneben nahmen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 2,0 Mio. Euro und die anderen Verbindlichkeiten um 0,6 Mio. Euro zu.

Vergleich der prognostizierten und der tatsächlichen Entwicklung

Im Prognosebericht des Zusammengefassten Lageberichts 2017, der am 23. März 2018 veröffentlicht wurde, hatte der Vorstand erwartet, dass der Umsatz des Konzerns im Geschäftsjahr 2018 bei unterschiedlichen marktspezifischen Trends in einzelnen Ländern gegenüber 2017 leicht zurückgehen werde. Beim operativen Ergebnis (EBIT) wurde zu diesem Zeitpunkt mit einem Rückgang auf 13,0 bis 13,5 Mio. Euro gerechnet, bedingt durch steigenden investiven Aufwand im Rahmen der Umsetzung der Strategie „OVB Evolution 2022“. Im Ausblick der Berichte nach drei und nach sechs Monaten des Geschäftsjahres 2018 bestätigte der Vorstand jeweils diese Prognosen. Im Neunmonatsbericht 2018, der am 9. November 2018 veröffentlicht wurde, passte der Vorstand angesichts einer erfreulichen Geschäftsentwicklung in den ersten neun Monaten 2018 seine Umsatzprognose dahingehend an, dass nunmehr ein leichter Umsatzanstieg für das Gesamtjahr erwartet wurde. Die Ergebnisprognose blieb unverändert.

Die von der OVB Holding AG erzielten Erträge aus Vermittlungen stiegen im Geschäftsjahr 2018 im Vergleich zu den für 2017 letztmalig ausgewiesenen Gesamtvertriebsprovisionen um 2,7 Prozent. Das operative Ergebnis (EBIT) erreichte 13,2 Mio. Euro. Somit wurden die unterjährig angepasste Umsatzprognose und die Ergebnisprognose erfüllt.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der OVB Holding AG

Die OVB Holding AG steht als Managementholding an der Spitze des OVB Konzerns. Sie hält direkt und indirekt die Anteile an den zum OVB Konzern gehörenden Gesellschaften und nimmt unter anderem Aufgaben in den Bereichen Planung, Controlling, Kommunikation, Marketing, IT, Compliance und Risikomanagement für den Konzern wahr.

Die Ertragslage der OVB Holding AG als Konzernholding wird im Wesentlichen durch die Erträge aus diesen Beteiligungen beeinflusst.

Der Personalaufwand für die durchschnittlich 94 Angestellten der Holding (Vorjahr: 80 Angestellte) erhöhte sich im Berichtszeitraum von 8,4 Mio. Euro auf 9,3 Mio. Euro.

Der Jahresabschluss der OVB Holding AG ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) unter Berücksichtigung der ergänzenden Bestimmungen des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Ertragslage

in TEUR 2018 2017
Umsatzerlöse 11.760 10.724
Erträge aus Beteiligungen (aus verbundenen Unternehmen) 12.851 12.493
Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags erhaltene Gewinne 6.853 6.650
Jahresüberschuss 10.103 11.870

Die OVB Holding AG erzielte im Berichtsjahr Beteiligungserträge in Höhe von insgesamt 12,9 Mio. Euro (Vorjahr: 12,5 Mio. Euro). Der aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags erhaltene Gewinn der deutschen Tochtergesellschaft OVB Vermögensberatung AG betrug im Berichtsjahr 6,9 Mio. Euro (Vorjahr: 6,6 Mio. Euro).

Das Ergebnis nach Steuern vom Einkommen und vom Ertrag der OVB Holding AG belief sich im Geschäftsjahr 2018 auf 10,1 Mio. Euro (Vorjahr: 11,8 Mio. Euro). Der Jahresüberschuss des Berichtsjahres belief sich auf 10,1 Mio. (Vorjahr: 11,9 Mio. Euro).

Vermögens- und Finanzlage

in TEUR 31.12.2018 31.12. 2017
Anlagevermögen 37.952 34.672
Umlaufvermögen 51.718 55.597
Eigenkapital 85.099 85.684
Rückstellungen 3.440 3.464
Verbindlichkeiten 1.291 1.225

Die Bilanzsumme der OVB Holding AG reduzierte sich von 90,4 Mio. Euro zum Ende des Geschäftsjahres 2017 auf 89,8 Mio. Euro zum Ende des Berichtsjahres.

Das Vermögen der OVB Holding AG besteht im Wesentlichen aus Anteilen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die zum ganz überwiegenden Teil durch Eigenkapital refinanziert sind.

Die Vermögensstruktur ist zum Vorjahr weitestgehend unverändert.

Die Position Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhaltet im Wesentlichen Dividendenansprüche und Forderungen aus laufendem Verrechnungsverkehr.

Die Kapitalstruktur der OVB Holding AG ist geprägt durch eine solide Eigenkapitalausstattung: Das Eigenkapital der Gesellschaft betrug zum Jahresultimo 2018 85,1 Mio. Euro (Vorjahr: 85,7 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote des Unternehmens sank geringfügig von 94,8 Prozent auf 94,7 Prozent.

Liquidität und Dividende

Die Gesellschaft verfügt zum Bilanzstichtag über liquide Mittel in Höhe von 12,8 Mio. Euro (Vorjahr: 16,8 Mio. Euro). Der Rückgang der liquiden Mittel resultiert aus gestiegenen Betriebskosten im Rahmen der Strategieumsetzung und einer Umschichtung in Finanzanlagen. Für das Geschäftsjahr 2017 ist im Jahr 2018 eine Dividende von 0,75 Euro je Aktie (Gesamtvolumen 10,7 Mio. Euro) ausgeschüttet worden.

Dividendenzahlungen erfolgen je nach Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Vorstand und Aufsichtsrat der OVB Holding AG werden der Hauptversammlung am 14. Juni 2019 voraussichtlich vorschlagen, aus dem Bilanzgewinn der OVB Holding AG eine gegenüber dem Vorjahr unveränderte Dividende von 0,75 Euro je Aktie auszuschütten. Zum 31. Dezember 2018 waren insgesamt 14.251.314 Aktien dividendenberechtigt. Die Ausschüttungssumme der OVB Holding AG für das Geschäftsjahr 2018 wird bei entsprechendem Beschluss durch die Hauptversammlung 10,7 Mio. Euro betragen.

Gesamtaussage des Vorstands zum Geschäftsverlauf 2018

Der Umsatz des OVB Konzerns ist 2018 im Vergleich zu den Gesamtvertriebsprovisionen 2017 um 2,7 Prozent gewachsen und hat sich damit besser entwickelt als ursprünglich erwartet. Einmal mehr hat das OVB Geschäftsmodell seine Stabilität und sein Potenzial auch bei herausfordernden Rahmenbedingungen unter Beweis gestellt. Gezielte Investitionen und Mehraufwendungen im Rahmen der Strategie „OVB Evolution 2022“ dienen der Stärkung der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens.

Damit einher ging 2018 ein geplanter Rückgang des operativen Ergebnisses (EBIT). Unsere Erwartungen an das Geschäftsjahr 2018 haben sich somit erfüllt.

Chancen- und Risikobericht

Chancenmanagement

Die Unternehmenskultur von OVB legt hohen Wert auf unternehmerisch geprägtes Denken und Handeln. Vor allem die selbstständigen Finanzvermittler von OVB verstehen sich als Unternehmer.

Es gehört daher zu den selbstverständlichen Aufgaben aller Finanzvermittler und Mitarbeiter von OVB – unabhängig von ihrem jeweiligen Verantwortungsbereich und -umfang – kontinuierlich geschäftliche Chancen zu suchen und wahrzunehmen. Die Landesgesellschaften des OVB Konzerns sind angehalten, Chancen auf operativer Ebene zu identifizieren und mit dem Ziel einer möglichst überplanmäßigen Ergebnisentwicklung zu realisieren. Diese Chancen können sich beispielsweise im Rahmen der Vermittlungstätigkeit oder aufgrund verbesserter Marktbedingungen ergeben. In der OVB Holding AG werden strategische Ziele bestimmt. Diese werden bewertet und Maßnahmen zu ihrer Ausschöpfung entwickelt. Es liegt zudem in der Verantwortung des Vorstands der OVB Holding AG, regelmäßig strategische Chancen -vielfach im Zusammenwirken mit dem Aufsichtsrat – zu erörtern und entsprechende Initiativen zur Nutzung der Chancen zu ergreifen.

Grundsätze und Ziele des Risikomanagements

Unternehmerisches Handeln ist untrennbar mit der Übernahme von Risiken verbunden. Risiko heißt für OVB die Gefahr möglicher Verluste oder entgangener Gewinne.

Diese Gefahr kann durch interne oder externe Faktoren ausgelöst werden. Auftretende Risiken sollen so früh wie möglich erkannt werden, um schnell und angemessen darauf reagieren zu können. Die Ziele des Risikomanagements sind die stetige Weiterentwicklung des bestehenden Risikofrühwarnsystems, systematische Auseinandersetzung mit bestehenden und potenziellen Risiken, die Förderung des risikoorientierten Denkens und Handelns in der Gesamtorganisation und somit ein bewusstes Eingehen von Risiken aufgrund einer umfassenden Kenntnis der Risiken und Risikozusammenhänge. OVB achtet auf ein ausgeglichenes Chancen-Risiken-Verhältnis.

Struktur und Prozess des Risikomanagements

Die Organisation des Risikomanagements, die verwendeten Methoden und die implementierten Prozesse sind in der Konzernrichtlinie zum Risikomanagement schriftlich dokumentiert und stehen allen verantwortlichen Mitarbeitern zur Verfügung. Die standardisierten Risikomanagementprozesse stellen sicher, dass Vorstand und Aufsichtsrat zeitnah und strukturiert über die aktuelle Risikosituation des Konzerns informiert werden.

Die unternehmensstrategische Steuerung liegt beim Vorstand der OVB Holding AG. Dieser legt im Zusammenwirken mit dem Management der Tochtergesellschaften die europaweite Strategie der Geschäftstätigkeit und die daraus abgeleitete Risikostrategie fest.

Alle operativ tätigen Tochtergesellschaften sind verpflichtet, im Rahmen der vom Konzern definierten Vorgaben ein an ihr spezifisches Geschäft angemessenes Risikomanagementsystem einzurichten und laufend zu überwachen. Risikofrühwarnindikatoren werden definiert und kontinuierlich beobachtet. Wichtiger Bestandteil des Risikomanagements ist das an aktuelle Entwicklungen angepasste Risikofrüherkennungssystem, das die identifizierten Einzelrisiken in Risikokategorien zusammenfasst und jedem Risiko einen Risikoverantwortlichen zuordnet.

Wesentliche Risiken werden durch die einzelnen Risikoverantwortlichen der Funktionsbereiche beziehungsweise durch die dezentralen Risikomanager der operativen Gesellschaften in den jährlichen Risikoinventuren identifiziert, quantifiziert und die getroffenen Maßnahmen dokumentiert.

Neben dem unmittelbaren Austausch des zentralen Risikomanagers mit dem Vorstand erfolgen standardisierte Risikoberichte an Vorstand und Aufsichtsrat, in denen die aktuelle Risikosituation von OVB aufgezeigt wird. Im Rahmen des Risikoreportings werden Schwellenwerte und Meldewege definiert. Risikoanalysen werden zunächst auf Ebene der Konzerngesellschaften und der einzelnen Verantwortungsbereiche durchgeführt. Das regelmäßige Reporting der verschiedenen Abteilungen der Holding und der Tochtergesellschaften wird vom zentralen Risikoverantwortlichen der Holding zu einer konzernübergreifenden, laufenden, bei Bedarf sofortigen Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat verdichtet. Kernstück des Konzernrisikoberichts ist das „Konzern-Risiko-Cockpit“, in dem die wesentlichen Risiken der Landesgesellschaften aufgezeigt und zum Konzernrisiko aggregiert werden.

Konzernweite Konsultationen und regelmäßige Abstimmungen mit den Führungskräften des Außendienstes ergänzen dieses Früherkennungssystem. Über Ad-hoc-Risikomeldungen wird der zentrale Risikoverantwortliche der Holding darüber hinaus bei Eilbedürftigkeit unabhängig von den normalen Berichtswegen direkt unterrichtet.

Im Rahmen der Unternehmensplanung schätzt OVB die potenziellen Risiken im Vorfeld wesentlicher Geschäftsentscheidungen ein, während das Berichtswesen eine angemessene Überwachung solcher Risiken im Rahmen der Geschäftstätigkeit ermöglicht.

OVB Risikomanagementprozess

Ein effizienter Controllingprozess unterstützt die Früherkennung bestandsgefährdender Risiken.

Weitere Elemente des Risikomanagementsystems sind die interne Revision und das Compliance Management, die konzernweit Überwachungs- und Kontrollaufgaben wahrnehmen.

Die interne Revision arbeitet im Auftrag des Konzernvorstands als unabhängige und konzernweit zuständige Instanz. Auch bei Berichterstattung und Wertung der Prüfungsergebnisse handelt die Revision weisungsungebunden. Basierend auf ihrem jährlichen Prüfungsplan führt die interne Revision regelmäßig in der Holding sowie in in- und ausländischen Tochtergesellschaften des Konzerns risikoorientierte Prüfungen durch und kontrolliert die Behebung der getroffenen Prüfungsfeststellungen. Sie überwacht die Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen, bewertet das Risikomanagement, die Kontroll- sowie Führungs- und Überwachungssysteme sowie rechnungslegungsrelevante Prozesse und gibt Hinweise zu ihrer stetigen Verbesserung.

Oberstes Ziel des Compliance Managements ist es, Risiken aus der Nichteinhaltung von geltendem Recht, internen Standards und Prozessen durch präventive Maßnahmen zu verhindern beziehungsweise zu minimieren.

Weiterentwicklung des Risikomanagements

Eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems ist eine wichtige Voraussetzung für die Möglichkeit der zeitnahen Reaktion auf sich ändernde Rahmenbedingungen, die direkt oder indirekt Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der OVB Holding AG haben können.

Ein fortlaufender Erfahrungsaustausch mit den dezentralen Risikomanagern stellt sicher, dass neue Erkenntnisse in das Risikomanagement einfließen und dadurch eine Weiterentwicklung gewährleistet wird.

Darüber hinaus sind Weiterbildungsmaßnahmen ein wesentliches Element, um das Wissen der Prozessbeteiligten stetig zu aktualisieren.

Zudem wird das Risikomanagement der OVB Holding AG regelmäßig durch die interne Revision überprüft. Die Revisionsprüfungen tragen zur Überwachung des Risikomanagementsystems bei und liefern Erkenntnisse, mit denen die Qualität erhöht und die Weiterentwicklung des Risikomanagements weiter vorangeführt wird. Neben der Risikoinventur wurden alle Maßnahmen zur Früherkennung, Begrenzung und Bewältigung von Risiken im Jahresverlauf 2018 im Rahmen der jährlichen Überprüfung vor dem Hintergrund interner und externer Entwicklungen analysiert, angepasst und ergänzt.

Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem

Das interne Kontrollsystem umfasst die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit, zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. Dazu gehört auch das interne Revisionssystem, soweit es sich auf die Rechnungslegung bezieht. Das Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess bezieht sich als Teil des internen Kontrollsystems wie Letzteres auf Kontroll- und Überwachungsprozesse der Rechnungslegung, insbesondere bei bilanziellen Positionen, die Risikoabsicherungen des Unternehmens erfassen.

Wesentliche Merkmale des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems:

klare Führungs- und Unternehmensstruktur: Bereichsübergreifende Schlüsselfunktionen werden über die OVB Holding AG zentral gesteuert. Gleichzeitig verfügen die einzelnen Unternehmen des Konzerns über ein hohes Maß an Selbstständigkeit

Vorgabe einer ordnungsgemäßen Funktionstrennung und Einhaltung des Vier-Augen-Prinzips als Grundprinzipien

klare Trennung sowie Zuordnung der Verantwortungsbereiche im Hinblick auf die am Rechnungslegungsprozess wesentlich beteiligten Bereiche Local Accounting, Tax, Group Accounting, Controlling

Schutz gegen unbefugte Zugriffe bei allen im Rechnungswesen genutzten Systemen

Einsatz von Standardsoftware im Bereich der eingesetzten Finanzsysteme

adäquates Richtlinienwesen (z. B. Konzernhandbuch, Zahlungsrichtlinien, Projektmanagementrichtlinie, Einkaufsrichtlinien, Code of Conduct usw.), das laufende Aktualisierungen erfährt

aufgaben- und anforderungsgerechte Ausstattung der am Rechnungslegungsprozess beteiligten Abteilungen und Bereiche

klar definierte Arbeitsprozesse sowie die Dokumentation und Nachverfolgung der buchungspflichtigen Sachverhalte zum Zwecke einer vollständigen und sachlich geprüften Erfassung in der Buchhaltung

Sicherstellung, dass Buchungsbelege auf rechnerische und sachliche Richtigkeit geprüft werden. Zahlungsläufe erfolgen nach dem Vier-Augen-Prinzip

eingerichtete Überwachungsgremien (z. B. die interne Revision und der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats) dienen der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung

regelmäßige risikoorientierte Prüfungen der rechnungslegungsrelevanten Prozesse durch die prozessunabhängige interne Revision

Das interne Kontrollsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess – als Teil des Risikomanagementsystems – stellt sicher, dass unternehmerische Sachverhalte bilanziell richtig erfasst, aufbereitet und gewürdigt sowie in die Rechnungslegung übernommen werden.

Die geeignete personelle Ausstattung, die Verwendung von adäquater Software sowie klare gesetzliche und unternehmensinterne Vorgaben stellen die Grundlage für einen ordnungsgemäßen, einheitlichen und kontinuierlichen Rechnungslegungsprozess dar. Eine klare Abgrenzung der Verantwortungsbereiche sowie nachgelagerte Kontroll- und Überprüfungsmechanismen stellen eine korrekte und verantwortungsbewusste Rechnungslegung sicher.

Im Einzelnen wird so erreicht, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften, der Satzung sowie internen Richtlinien erfasst, verarbeitet und dokumentiert sowie zeitnah und korrekt buchhalterisch erfasst werden. Gleichzeitig wird sichergestellt, dass Vermögensgegenstände und Schulden im Jahres- und Konzernabschluss zutreffend angesetzt, ausgewiesen und bewertet sowie verlässliche und relevante Informationen als Grundlage vollständig und zeitnah bereitgestellt werden.

Chancen und Risiken im Einzelnen

Nachfolgend werden Chancen und Risiken beschrieben, die erhebliche vor- oder nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von OVB haben können. Zusätzliche quantitative Angaben in Verbindung mit den Finanzinstrumenten gemäß IFRS 7 finden sich im Konzernanhang im Abschnitt 3.5 „Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements“.

Gesamtwirtschaftliche Chancen und Risiken

Das OVB Geschäftsumfeld wird durch Veränderungen in den ökonomischen und politischen Rahmenbedingungen beeinflusst. OVB beobachtet die politischen, regulatorischen, ökonomischen und konjunkturellen Entwicklungen in den Märkten, in denen sie sich bewegt, nutzt externe Marktanalysen sowie das Know-how externer Experten und Analysten, um die strategische und operative Ausrichtung vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen zu überprüfen.

Dies gilt auch für Chancen und Risiken, die mit der Erschließung neuer Märkte verbunden sind.

Weitere Expansionspläne macht OVB davon abhängig, dass in dem jeweiligen Land geordnete politische und rechtliche Verhältnisse herrschen und die wirtschaftliche Lage erwarten lässt, dass OVB in einer den Marktverhältnissen angemessenen Frist die geschäftlichen Aktivitäten profitabel vorantreiben kann.

Angesichts der besonderen Risiken aus der konjunkturellen Entwicklung wirken die breite regionale Aufstellung des OVB Konzerns innerhalb Europas, die Marktrisiken und -rückgänge einzelner Länder mit den Chancen anderer Märkte kompensieren kann, sowie eine breite Kundenbasis tendenziell risikomindernd. Dementsprechend hat sich in den letzten Jahren auch die Abhängigkeit der Geschäftsentwicklung des Konzerns von einzelnen Ländermärkten verringert.

Zugleich eröffnet die internationale Ausrichtung von OVB Chancen, an besonders günstigen Entwicklungen in einzelnen Märkten zu partizipieren. Auch eine Verteilung der Geschäftstätigkeit auf verschiedenste Produkte, die der Existenzsicherung und der Absicherung von Sach- und Vermögenswerten sowie der Altersvorsorge und dem Vermögensauf- und -ausbau dienen und an die jeweiligen Marktgegebenheiten angepasst sind, wirkt den Risiken, zumindest in Teilbereichen, entgegen.

Das voraussichtliche Ausscheiden Großbritanniens aus der Europäischen Union und eventuelle Auswirkungen auf den OVB Konzern bleiben abzuwarten. Derzeit geht OVB weder von zusätzlichen Chancen noch Risiken aus. Eine eventuelle Abschwächung der Konjunktur in Europa durch den „Brexit“ könnte die Geschäftstätigkeit von OVB geringfügig beeinflussen.

Chancen und Risiken aus der Entwicklung unternehmensspezifischer Wertfaktoren

Unternehmensspezifische Wertfaktoren des geschäftlichen Erfolgs der Gesellschaften des OVB Konzerns sind der Ausbau der Vermittlerbasis, die Ausweitung der Kundenzahl sowie die Struktur und Qualität des Beratungs- und Vermittlungsgeschäfts.

OVB ist in allen nationalen Märkten, in denen sie tätig ist, vornehmlich auf die Beratung und Betreuung von privaten Haushalten mit mittlerem und höherem Einkommen fokussiert.

Die Gewinnung neuer Kunden und die Sicherung einer langfristigen Kundenbeziehung sind dabei wesentliche Erfolgsfaktoren.

Die Entwicklung der Einkommen und die Konsumnachfrage der privaten Haushalte in Europa blieben 2018 aufwärtsgerichtet. Dies eröffnet die Chance, den Absatz von Finanzprodukten auszuweiten. Andererseits liegt das durchschnittliche Einkommen der privaten Haushalte in den 14 Ländern, in denen OVB tätig ist, auf unterschiedlichem Niveau.

Insgesamt sieht OVB aufgrund der nach wie vor bestehenden Notwendigkeit zur Eigenvorsorge und insbesondere auch vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung in allen Ländern, in denen OVB Konzerngesellschaften tätig sind, Bedarf für die OVB Dienstleistung und damit ausreichend Potenzial für Neugeschäft.

Der kontinuierliche Ausbau der Vermittlerorganisation sowie die nachhaltige Bindung einer ausreichenden Zahl engagierter und kompetenter Finanzvermittler sind weitere Faktoren für den wirtschaftlichen Erfolg von OVB und das zukünftige Wachstum. Bei der Gewinnung neuer Finanzvermittler könnten demografische Effekte tendenziell hemmend wirken. Die Entwicklung der Vermittlerbasis ist Gegenstand des periodischen Berichtswesens.

Positive oder negative Entwicklungen werden vom Management laufend auf ihre Auswirkungen analysiert. Eine mögliche Fluktuation von Vermittlern in einer sich konsolidierenden Branche birgt zugleich Chancen wie auch Risiken in sich.

OVB sieht sich aufgrund der langjährigen Erfahrung sowohl in der Lage, einer möglichen Beraterfluktuation entgegenzuwirken, als auch neue Finanzvermittler an sich zu binden.

Zu diesen Maßnahmen gehören zum Beispiel eine transparente Vertragsgestaltung, ein wettbewerbsfähiges Provisionsmodell für den Außendienst sowie internationale Karrieremöglichkeiten.

Zugleich legen die Konzerngesellschaften großen Wert auf die Aus- und stetige Weiterbildung ihrer Finanzvermittler.

Branchenbezogene Chancen und Risiken

Branchentypische Chancen und Risiken für OVB ergeben sich insbesondere im Zusammenhang mit Veränderungen der Märkte für Altersvorsorge, Gesundheitsvorsorge, Geldanlage und Finanzierungen. Dabei beeinflussen steuer- und sozialpolitische Rahmenbedingungen, Entwicklungen am Kapitalmarkt und vielfältige regulatorische Neuerungen das Geschäft von OVB. Mit der Richtlinie (EU) 2016/97 (IDD = Versicherungsvertriebs-Richtlinie) regelte die Europäische Union ein vereinheitlichtes Anforderungsniveau für die Vermittlung von Versicherungsprodukten in der EU. Zielsetzung ist neben einer Förderung der Marktintegration eine Stärkung des Verbraucherschutzes.

Für OVB besonders relevant sind die darauffolgenden Umsetzungen der nationalen Gesetzgeber in den Mitgliedsstaaten in den Themenbereichen Wohlverhaltensregeln, Transparenzvorschriften und Anforderungen an die berufliche Weiterbildung. Nach einer Verschiebung des Geltungsbeginns der Richtlinie trat diese in den meisten europäischen Ländern im Jahr 2018 in Kraft.

In der Richtlinie ist weder ein explizites Provisionsverbot noch eine Deckelung vorgesehen. Dennoch können weitere Provisionsregulierungen nicht ausgeschlossen werden.

Um eine weiterführende Harmonisierung der Finanzmärkte im europäischen Binnenmarkt zu erreichen, löste zum 3. Januar 2018 die MiFID-II-Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (2014/65/EU) ihre Vorgängerin ab. Ziele der MiFID-II-Richtlinie sind neben einer Neustrukturierung der Wertpapier- und Derivatemärkte auch eine weitere Stärkung des Anlegerschutzes. Auch sie war von den Mitgliedsstaaten in nationales Recht umzusetzen.

Da die europäischen Richtlinien Evaluierungsaufträge normieren, kann grundsätzlich hier eine weitergehende Regulierung des Finanzdienstleistungsmarktes nicht ausgeschlossen werden. So entsprechen weitere Steigerungen des Anlegerschutzes durch zusätzliche Transparenz-, Kundeninformations- und Beratungsdokumentationsanforderungen dem Erwartungshorizont. Nicht zuletzt die Pflichten zur Offenlegung von Kosten und Provisionen sind Herausforderungen auch für die klassische Provisionsberatung.

In diesem Umfeld beobachtet und analysiert OVB kontinuierlich politische Entscheidungsprozesse, um frühzeitig Auswirkungen auf ihr Geschäftsmodell sowie auf die strategische Positionierung in den Ländermärkten beurteilen zu können. Beständig besteht das Risiko durch Neuregulierungen, entgegen der ursprünglichen regulatorischen Intention, die private Absicherung und Vorsorge zu bremsen.

Für OVB besteht die Chance, dass der Konzern aufgrund seiner breiten europäischen Aufstellung und langjährigen Erfahrung, seiner kompetenten Mitarbeiter und seiner hohen Finanzkraft die steigenden regulatorischen Anforderungen besser und effizienter erfüllen kann als kleinere Akteure am Markt. Daraus können für OVB Vorteile im Wettbewerb und bei der Konsolidierung der Branche resultieren.

OVB verfügt über eine breite Palette leistungsstarker Produktpartner. Es werden Finanzprodukte von über 100 Versicherungen, Investmentgesellschaften, Bausparkassen oder Banken vermittelt. Auf dieser Grundlage ist es möglich, für den einzelnen Kunden bedarfsgerechte Produktangebote und -konzepte auszuwählen und zu realisieren.

Die mit der Produktauswahl verbundenen Risiken werden durch die Zusammenarbeit mit renommierten und international erfahrenen Produktanbietern auf Basis einer langfristig angelegten Partnerschaft und durch Einbeziehung externer Analysen begrenzt.

Durch eine umfassende Marktbeobachtung identifiziert OVB Kundenbedürfnisse und Markttrends, die in Zusammenarbeit mit den Produktpartnern mit wettbewerbsfähigen, auf die Kundenwünsche zugeschnittenen Produkten bedient werden. Im ständigen Dialog mit den Partnern stellt OVB die Qualität und Wettbewerbsfähigkeit des Produktportfolios europaweit sicher.

Risiken aus einer rückläufigen Attraktivität der Produkte begegnet OVB durch fortlaufende Beobachtung der Kundenresonanz. Im Austausch mit den Finanzvermittlern werden deren Erfahrungen und Vorschläge zur Verbesserung und zum Ausbau des Produktportfolios und der damit verbundenen Serviceleistungen durch eingerichtete Gremien verwertet. Eine Verringerung des Absatzes einzelner Produkte kann OVB zumindest teilweise durch den Absatz anderer Produkte kompensieren.

Wesentlicher Baustein der OVB Unternehmensstrategie stellt die Premium-Select-Strategie dar. Eine besonders enge Zusammenarbeit mit leistungsstarken Produktpartnern bietet OVB die Chance, über Wettbewerbsvorteile Marktanteile zu gewinnen.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Ausfallrisiken können sich aus Forderungen gegenüber Geschäftspartnern sowie aus der Gewährung von Provisionsvorschüssen und Provisionsrückbelastungen gegenüber dem Außendienst ergeben. In Einzelfällen werden, zur Überbrückung des Zeitraums bis zum Zahlungseingang durch die Produktgeber, erwirtschaftete aber noch nicht vereinnahmte Provisionen an den Außendienst gezahlt. Risiken aus Forderungsausfällen begegnet OVB durch ein risikoorientiertes Forderungsmanagement und eine sorgfältige Auswahl der Geschäfts- und Produktpartner.

Auf Forderungen, die aus heutiger Sicht risikobehaftet sind, werden entsprechende Wertberichtigungen gebildet. Diese berücksichtigen zeitnahe Informationen über die Bonität der Schuldner, zu erwartende Provisionseinnahmen sowie die Altersstruktur der Forderungen. Die Ausfallquote der Forderungen für das Berichtsjahr beträgt 0,55 Prozent (Vorjahr: 0,23 Prozent).

Für Stornorisiken sorgt OVB durch entsprechende Stornoreserveeinbehalte bei den Vermittlern und Stornorückstellungen vor, deren Höhe sich an dem im Haftungszeitraum zugeflossenen Provisionsaufkommen sowie den nach den Erfahrungen der Vergangenheit zu erwartenden Provisionsrückforderungen bemisst.

Emittentenrisiken bei der Anlage liquider Mittel werden durch strenge Bonitätsanforderungen sowie Kapitalanlagemanagement begrenzt. OVB unterhält Geschäftsbeziehungen zu mehreren Banken, die unterschiedlichen Bankensystemen angehören. OVB beobachtet die Bonität dieser Banken genau und berücksichtigt, sofern verfügbar, die Einschätzung namhafter Ratingagenturen.

Marktrisiken sind Gefahren eines Verlustes, der aufgrund nachteiliger Veränderungen von Marktpreisen oder preisbeeinflussender Parameter eintreten kann. Zu den Marktpreisrisiken zählen Zinsrisiken, Währungsrisiken und Aktienkursrisiken. Im Bestand befindliche Aktien, Anleihen und Fonds können durch Marktpreisschwankungen vorrangig einem Kursrisiko ausgesetzt sein. OVB variiert Anlagevolumina und Emittenten, um diesem Risiko zu begegnen. Über eine ständige Überwachung und Bewertung des Portfolios werden mögliche Ergebnisauswirkungen starker Kursschwankungen frühzeitig identifiziert. Die Begrenzung von Risiken kann auch eine kurzfristige, vollständige Liquidation von Positionen umfassen. Insgesamt besitzen sachwertorientierte Kapitalanlagen bei den Konzerngesellschaften eine untergeordnete Bedeutung. Wenn das für Kapitalanlagen relevante Marktzinsniveau während des gesamten Jahres 2018 um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, wäre das Ergebnis um TEUR 479 höher (niedriger) ausgefallen.

Währungsrisiken bestehen aufgrund der internationalen Ausrichtung von OVB. OVB beobachtet daher kontinuierlich die Entwicklung an den Devisenmärkten und prüft dabei insbesondere die Notwendigkeit zusätzlicher Absicherungsmaßnahmen.

Liquiditätsrisiken sind bei OVB gering, da das operative Geschäft aus dem laufenden Cashflow finanziert und die Steuerung und die Anlage überschüssiger Liquidität durch Liquiditätsberichte unterstützt werden. Diese Berichte ermöglichen einen regelmäßigen Einblick in die finanzielle Entwicklung und den daraus abgeleiteten Liquiditätsbedarf der Tochterunternehmen und der Holding.

Mit diesen Maßnahmen diversifiziert OVB zugleich die Risiken der Inanspruchnahme aus für die Konzerngesellschaften abgegebenen Garantien oder Patronatserklärungen.

Betriebliche Risiken

OVB greift zur Abwicklung der Geschäftsabläufe auf interne Mitarbeiter und externe Dienstleister sowie auf technische und bauliche Einrichtungen zurück.

Für die Arbeitsabläufe zur Abwicklung und Abrechnung der Geschäftsvorfälle sind verbindliche Regeln definiert. Mitarbeiter, die mit vertraulichen Daten operieren, verpflichten sich zur Einhaltung verbindlicher Vorschriften und zu einem verantwortungsvollen Umgang mit den entsprechenden Daten. Der Schutz der Selbstbestimmung über eigene Personendaten und der Privatsphäre ist OVB ein wichtiges Anliegen.

Deshalb werden personenbezogene Daten ausschließlich im Einklang mit den geltenden Rechtsvorschriften des Datenschutzes und der Datensicherheit erhoben, verarbeitet und genutzt.

Mit der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) gelten seit Mai 2018 in allen Staaten der Europäischen Union grundsätzlich die gleichen Standards. OVB hat die seitens der EU-DSGVO ausgelösten Pflichten und Risiken analysiert und hat in Fortführung ihrer bereits bestehenden Datenschutzkultur risikobasiert erforderliche technische und organisatorische Maßnahmen ergriffen, um den Schutz und die Sicherheit personenbezogener Daten insbesondere der Beschäftigten, Kunden, Finanzdienstleister und übriger Geschäftspartner gemäß geltendem Datenschutzrecht zu gewährleisten.

Den Anforderungen der DSGVO wurde dadurch Rechnung getragen, dass lokale Umsetzungsprojekte mit Unterstützung der OVB Holding AG erfolgten. Die ordnungsgemäße Umsetzung wurde extern geprüft.

Neben der Umsetzung der Anforderungen aus der DSGVO investiert OVB fortlaufend in die Sicherheit ihrer Systeme. Schließlich ermöglicht die zunehmende Digitalisierung nicht nur neue, innovative Anwendungen, sondern es entstehen zugleich auch neue Bedrohungen, wie zum Beispiel durch Hackerangriffe.

Das Risiko von Verstößen gegen interne und externe Vorschriften begrenzt OVB durch eine Trennung in Management- und Kontrollfunktionen. Durch einen angemessenen Versicherungsschutz sichert sich OVB gegen Schadensfälle und ein mögliches Haftungsrisiko ab.

IT-Risiken

Die IT-Infrastruktur ist durch die sukzessive Einführung eines gemeinsamen OVB EU-Rechenzentrums weitgehend standardisiert. Back-up-Systeme, gespiegelte Datenbanken und eine definierte Notfallplanung sichern den Datenbestand und gewährleisten die Verfügbarkeit. Die IT-Systeme sind durch spezielle Zugangs- und Berechtigungskonzepte sowie eine wirksame und laufend aktualisierte Antivirensoftware geschützt. Auf der Applikationsebene setzt OVB Standardsoftware namhafter Anbieter ein. Diese wird durch konzernspezifische Eigenentwicklungen, die einer kontinuierlichen Qualitätskontrolle unterliegen, ergänzt. OVB hat mit der europaweiten Implementierung des Administrations- und Verwaltungssystems „my OVB“ eine Homogenisierung dieser Kernfunktionalität in allen Gesellschaften abgeschlossen. Aufgrund der immer größer werdenden Bedeutung von IT zur Unterstützung der Geschäftsprozesse investiert OVB auf der Grundlage einer kontinuierlichen Beobachtung und Analyse der am Markt verfügbaren Systeme sowohl in bestehende als auch in neue IT-Lösungen zur Digitalisierung von Geschäftsprozessen.

Chancen und Risiken der Unternehmensreputation

Reputationsrisiken sind jene Risiken, die aus einem Ansehensverlust der gesamten Branche, von OVB selbst oder einer oder mehrerer operativer Einheiten, zum Beispiel bei Kunden, Geschäftspartnern oder in der Öffentlichkeit, erwachsen. Die Beratung zu Finanzprodukten und ihre Vermittlung werden in der Öffentlichkeit von Fall zu Fall kritisch hinterfragt. OVB ist insbesondere der Gefahr ausgesetzt, dass durch öffentliche Berichterstattung zum Beispiel wegen der Geltendmachung von Haftungsansprüchen aufgrund einer fehlerhaften oder vermeintlich fehlerhaften Beratung durch Finanzvermittler oder über vertriebene Produkte das öffentliche Vertrauen in das Unternehmen negativ beeinflusst wird.

Darüber hinaus kann menschliches Fehlverhalten selbst bei strikten internen Anweisungen und Vorgaben nicht völlig ausgeschlossen werden. OVB verfolgt und analysiert derartige Einzelfälle mit dem Ziel, einen eventuellen Imageschaden durch präventive Maßnahmen gar nicht erst entstehen zu lassen. Die Ausbildungsstandards entsprechen den gesetzlichen Anforderungen und werden laufend weiterentwickelt sowie an sich verändernde gesetzliche Rahmenbedingungen angepasst. Eine Dokumentation der Beratungsgespräche sowie strenge Auswahlkriterien für die Aufnahme neuer Produktgeber und Produkte unterstützen diese Zielsetzung.

Spiegelbildlich besteht für OVB die Chance, durch beständig kompetentes, verantwortungsbewusstes Handeln das Ansehen des Unternehmens in der breiten Öffentlichkeit und bei potenziellen Kunden weiter zu verbessern. Diesem Ziel dient auch die Öffentlichkeitsarbeit des Unternehmens.

Beratungs- und Haftungsrisiken

Die Vermittlung von Finanzprodukten findet regelmäßig im Anschluss an eine vorangegangene Beratung des Kunden statt. Diese Beratung dient dazu, dem jeweiligen Kunden das auf sein individuelles Versorgungs- und Anlageprofil zugeschnittene Finanzprodukt zu vermitteln. Eine kontinuierliche Sensibilisierung und Weiterbildung der Vermittler mit Blick auf eine bedarfsgerechte Beratung sowie die notwendige Dokumentation und Protokollierung der Kundengespräche sollen dazu beitragen, potenzielle Beratungsrisiken zu minimieren. Die öffentliche und umfängliche Diskussion um die Qualität der Finanzberatung in Europa führt zu verschärften rechtlichen Anforderungen, die mit erhöhten Risiken verbunden sein können.

Alle relevanten Regulierungsbestrebungen auf nationaler und europäischer Ebene verfolgt OVB intensiv, um rechtzeitig mögliche Auswirkungen auf das Geschäftsmodell erkennen und erforderliche Anpassungen einleiten zu können.

Rechtliche Risiken

Die Steuerung der Rechtsrisiken wird durch den Rechtsbereich der OVB koordiniert. Im Vorfeld von Unternehmensentscheidungen und bei der Gestaltung von Geschäftsprozessen sichert sich OVB durch eine umfassende Beratung sowohl durch interne Fachleute als auch durch externe Rechtsanwälte ab. Zu den Aufgaben des Rechtsbereichs gehört auch die Begleitung und Bewertung von laufenden Rechtsstreitigkeiten. Risiken aus möglichen Fehlern in der Kundenberatung sowie aus der Vermittlung von Finanz- und Versicherungsprodukten begegnet OVB durch laufende Begleitung und Bewertung durch den Rechtsbereich. Im Weiteren reduziert OVB das Haftungsrisiko teilweise über ausreichend bemessenen Versicherungsschutz für Vermögensschäden, der regelmäßig überprüft und gegebenenfalls angepasst wird. Für klagerechtliche Fälle wurden Rückstellungen inklusive etwaiger Rechtsberatungskosten gebildet. Die derzeit anhängigen Verfahren stellen nach unserer Prüfung unter Einbeziehung externer Rechtsanwälte gegenwärtig keine Risiken dar, die erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von OVB haben können.

Steuerliche Risiken

Aus sich verändernden steuerlichen Rahmenbedingungen bei den einzelnen Landesgesellschaften sowie für Beratungsleistungen können sich für OVB steuerliche Risiken ergeben.

OVB beobachtet sich abzeichnende Entwicklungen im Steuerrecht in allen Ländern, in denen sie tätig ist, insbesondere auch mögliche regulatorische Eingriffe in die steuerliche Behandlung des Vertriebsmodells, fortlaufend und analysiert sie hinsichtlich möglicher Auswirkungen auf den Konzern. Steuerliche Anforderungen an das Unternehmen überwachen interne und externe Fachleute in Übereinstimmung mit den steuerlichen Regelungen und den von den Finanzverwaltungen dazu ergangenen Anweisungen. Für zu erwartende Nachzahlungen werden entsprechende Rückstellungen gebildet.

Schätzrisiken

Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die Bewertung von Rückstellungen und die Realisierbarkeit von Forderungen, die Werthaltigkeit der Geschäfts- und Firmenwerte, die rechtlichen Risiken, Abschreibungen, die Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern sowie die Unwägbarkeiten der Unternehmensplanung, welche sich hinsichtlich eines Ansatzes latenter Steuern auf den Verlustvortrag dem Grunde und der Höhe nach auswirken. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis berücksichtigt.

Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken

OVB ist nach eigener Überzeugung in Wachstumsmärkten tätig. Fundamentale Trends – wie beispielsweise die demografische Entwicklung in Europa – machen eine zunehmende private Absicherung und Vorsorge notwendig. Nur ein Bruchteil der Bürger verfügt derzeit über eine angemessene private Altersvorsorge und Absicherung gegen Lebensrisiken.

Das eröffnet OVB auch in Zukunft die Chance auf wachsende Kundenzahlen, Umsätze und Erträge.

Auf Seiten der Risiken ist die OVB Geschäftsentwicklung im Wesentlichen durch Branchenrisiken und finanzwirtschaftliche Risiken beeinflusst. Das Risikomanagementsystem von OVB und das eingesetzte Reporting tragen wesentlich dazu bei, dass die Gesamtrisiken im Konzern transparent sind und gesteuert werden.

Für die wesentlichen derzeit erkennbaren Risiken hat OVB Risikovorsorge getroffen. Wesentliche Risiken, die den Bestand gefährden, liegen aus heutiger Sicht nicht vor. Grundlegende Änderungen dieser Risikoeinschätzung werden derzeit nicht erwartet. Das Risikomanagement- und -controlling-System wird ständig weiterentwickelt, um die Transparenz der eingegangenen Risiken zu erhöhen und die Risikosteuerungsmöglichkeiten weiter zu verbessern.

Die dargestellten Risiken sind nicht notwendigerweise die einzigen Risiken, denen OVB ausgesetzt ist. Risiken, die OVB derzeit noch nicht bekannt sind, oder Risiken, die OVB jetzt noch als unwesentlich einschätzt, könnten die Geschäftsaktivitäten ebenfalls beeinträchtigen und einen negativen Einfluss auf die im nachfolgenden Ausblick abgegebenen Prognosen haben.

Prognosebericht

Die Wirtschaftsentwicklung in Europa wird sich 2019 und 2020 voraussichtlich sukzessive abschwächen. Im Euroraum soll das Plus der Wirtschaftsleistung sich von 1,9 Prozent 2018 über 1,5 Prozent im laufenden Jahr auf 1,3 Prozent 2020 verringern. Externe Ursachen wie internationale Handelskonflikte werden dabei verstärkt durch Probleme innerhalb der EU wie das Ausscheiden Großbritanniens und die Budgetprobleme in Italien und Frankreich.

Entwicklung in Mittel- und Osteuropa

Der wirtschaftliche Expansionspfad der Länder des Segments Mittel- und Osteuropa wird 2019 und 2020 voraussichtlich über der Konjunkturkurve der europäischen Volkswirtschaften insgesamt verlaufen. Bei hoher Beschäftigung und verhaltenen Preissteigerungen bleibt die Binnennachfrage der privaten Haushalte kräftig, die Investitionstätigkeit der Unternehmen lebhaft.

Auch vor dem Hintergrund weiterer regulatorischer Auswirkungen geht OVB im Segment Mittel- und Osteuropa von einem leichten Wachstum der Erträge aus Vermittlungen im Jahr 2019 aus. Das operative Ergebnis sollte moderat steigen.

Volkswirtschaftliche Eckdaten Mittel- und Osteuropa

Reales BIP Verbraucherpreise öffentlichen Haushalte
Veränderung
in %
Veränderung
in %
(in % des BIP)
2019f 2020f 2019f 2020f 2019f 2020f
Kroatien 2,5 2,0 1,4 1,9 -1,0 -1,2
Polen 3,6 2,9 2,3 2,6 -1,5 -1,8
Rumänien 3,5 3,0 3,1 2,9 -3,5 -3,5
Slowakei 4,0 2,8 2,8 2,0 0,0 0,0
Tschechien 2,7 2,5 2,6 2,2 0,0 -0,7
Ukraine 2,7 3,1 9,5 8,0 -2,3 -2,2
Ungarn 3,4 2,2 3,0 2,8 -1,8 -1,6

f = Prognose (forecast)

Quelle: Raiffeisen RESEARCH, Strategie Österreich & CEE, 1. Quartal 2019

Entwicklung in Deutschland

Die deutschen Konjunkturaussichten für 2019 und 2020 sind verhalten. Im laufenden Jahr könnte die gesamtwirtschaftliche Leistung noch um 1,3 Prozent zunehmen, im kommenden Jahr eventuell nur noch um 1,0 Prozent. Große Unsicherheit geht von den Modalitäten des Austritts Großbritanniens aus der EU aus. Als exportstarkes Land ist Deutschland zudem von den internationalen Handelskonflikten besonders betroffen. Hinzu kommen die strukturellen Veränderungen in der Automobilindustrie – einer der wichtigsten deutschen Branchen. Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Geschäftstätigkeit von OVB in Deutschland dürften sich daher etwas eintrüben.

Im Segment Deutschland erwartet OVB für 2019 Erträge aus Vermittlungen sowie ein operatives Ergebnis nahezu auf Vorjahresniveau.

Entwicklung in Süd- und Westeuropa

Die Wirtschaftsentwicklung in den Ländern des Segments Süd- und Westeuropa dürfte 2019 und 2020 von einem Wachstum auf niedrigem Niveau geprägt sein. Auch hier drohen die Effekte des Brexit die Wirtschaftsaussichten negativ zu beeinflussen. Hinzu treten gesellschaftliche Spannungen, etwa in Frankreich und Italien, wo die Neuverschuldung der öffentlichen Haushalte sich ohnehin schon auf kritischem Niveau bewegt.

OVB geht im Segment Süd- und Westeuropa von einem moderaten organischen Wachstum der Erträge aus Vermittlungen aus. Hinzu kommt nach Beendigung der Transaktion (Closing) der Umsatzbeitrag der neu erworbenen Beteiligung in Belgien für das Gesamtjahr 2019. Das operative Ergebnis sollte gegenüber dem Vorjahr leicht steigen.

Volkswirtschaftliche Eckdaten Süd- und Westeuropa

Reales BIP Verbraucherpreise Budgetsaldo der öffentlichen Haushalte
Veränderung
in %
Veränderung
in %
(in % des BIP)
2019f 2020f 2019f 2020f 2019f 2020f
Belgien 1,5 1,5 1,9 1,9 -1,1 -1,3
Frankreich 1,4 1,3 1,5 1,8 -3,2 -2,5
Griechenland 1,9 1,8 1,1 1,3 0,6 0,6
Italien 0,6 0,8 1,2 1,1 -2,6 -2,6
Österreich 1,7 1,4 2,1 2,0 0,0 0,0
Schweiz 2,2 1,6 0,9 0,9 0,5 0,6
Spanien 2,1 1,6 1,5 2,0 -2,1 -1,9
Eurozone 1,5 1,3 1,5 1,7 -0,8 -0,7

Quelle: Raiffeisen RESEARCH, Strategie Globale Märkte, 1. Quartal 2019

f = Prognose (forecast)

Entwicklung Zentralbereiche

Im Segment Zentralbereiche geht die OVB Holding AG für 2019 davon aus, dass sich der Fehlbetrag moderat reduziert.

Entwicklung der OVB Holding AG

Vor dem Hintergrund der zuvor geäußerten Erwartungen für die Entwicklung bei den Beteiligungsgesellschaften geht der Vorstand davon aus, dass das Geschäftsergebnis für 2019 leicht höher ausfallen wird als 2018. Dies liegt im Wesentlichen in höheren geplanten Beteiligungserträgen sowie der Ergebnisabführung begründet.

Entwicklung Konzern

Eine wesentliche Stärke des OVB Konzerns ist die breite internationale Aufstellung über nunmehr 15 europäische Länder hinweg. Insgesamt bleiben die Marktbedingungen herausfordernd. Trotz des hohen Bedarfs für eigenverantwortliche Absicherung und Vorsorge ist nicht auszuschließen, dass Kunden bei langfristigen Anlageentscheidungen weiterhin zurückhaltend agieren. OVB wird den eingeschlagenen Wachstumskurs weiter verfolgen und dabei einen weiteren Ausbau der Zahl der Finanzvermittler und Kunden anstreben.

Die langfristigen Geschäftspotenziale im Markt für private Absicherung und Vorsorge bestehen unverändert weiter. OVB arbeitet mit hohem Engagement daran, diese Potenziale weiter für sich zu erschließen. Für 2019 erwartet OVB für den Konzern gegenüber 2018 ein leicht steigendes organisches Wachstum der Erträge aus Vermittlungen bei unterschiedlichen marktspezifischen Trends in den einzelnen Ländern.

Darüber hinaus wird sich nach Beendigung der Transaktion in Belgien ein positiver Umsatzeffekt für das Gesamtjahr ergeben, der zu einem erheblichen Umsatzanstieg im Segment Süd- und Westeuropa führen wird. Vor dem Hintergrund weiteren investiven Aufwands im Rahmen der Umsetzung der Strategie „OVB Evolution 2022“ geht der Vorstand auf Konzernebene von einem operativen Ergebnis von 13,5 bis 14,0 Mio. Euro im laufenden Jahr aus.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht stellt die Grundsätze dar, die für die Festlegung der Vergütung der Vorstandsmitglieder und der Mitglieder des Aufsichtsrats maßgeblich sind und erläutert die Struktur und Höhe der Vergütung der Vorstandsmitglieder. Ferner werden die Grundsätze und die Höhe der Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats beschrieben.

Der Bericht richtet sich nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) und nach den Erfordernissen des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB), der deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS) sowie der International Financial Reporting Standards (IFRS).

Vergütung der Mitglieder des Vorstands Vergütungssystem

Das System der Vorstandsvergütung bei OVB ist darauf ausgerichtet, einen Anreiz für eine erfolgreiche, auf Nachhaltigkeit angelegte Unternehmensführung zu setzen. Für die Festlegung der individuellen Vorstandsvergütung ist ausschließlich der Aufsichtsrat nach Vorbereitung durch den Nominierungs- und Vergütungsausschuss zuständig.

Die Angemessenheit der Vergütungshöhe wird durch den Aufsichtsrat regelmäßig geprüft. Hierbei werden folgende Kriterien berücksichtigt: die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens, die Aufgaben und die Leistung der einzelnen Vorstandsmitglieder sowie die Üblichkeit der Vergütung im horizontalen und vertikalen Vergleich. Hierbei wird auch das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und zur Belegschaft insgesamt berücksichtigt.

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder setzt sich aus erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten zusammen.

Fixum und Nebenleistungen

Die erfolgsunabhängigen Teile betreffen eine feste jährliche Grundvergütung, die monatlich anteilig als Gehalt gezahlt wird.

Die Vorstandsmitglieder erhalten zusätzlich Nebenleistungen in Form von Sachbezügen; diese bestehen im Wesentlichen aus der Dienstwagennutzung sowie gezahlte Versicherungsprämien zur Absicherung des Vorstands. Als Vergütungsbestandteil stehen diese Nebenleistungen allen Vorstandsmitgliedern prinzipiell in gleicher Weise zu; die Höhe variiert je nach individuell getroffener Vereinbarung.

Erfolgsabhängige Komponenten

Der erfolgsabhängige Teil besteht aus einem Maximalbetrag, von dem jeweils die Hälfte auf jährlichen Kriterien (Jahresbonus) und auf Langfristkriterien (nachhaltig wirkende variable Vergütungskomponente) beruht.

Einjährige variable Vergütung

Für die Höhe dieser Vergütung (Jahresbonus) ist entscheidend, inwieweit quantitative Ziele (wie z.B. Umsatz- und Ergebnisentwicklung) sowie qualitative Ziele (wie die erfolgreiche Umsetzung unternehmensstrategisch bedeutsamer Projekte) erreicht werden. Die Zielwerte für den Jahresbonus werden jährlich im Voraus auf der Basis der vom Vorstand aufgestellten und vom Aufsichtsrat gebilligten Planung festgelegt und gewichtet. Quantitative Ziele fließen dabei zu 80 Prozent ein, qualitative Ziele zu 20 Prozent. Die Bandbreite der Zielsetzung (Zielkorridor) für den Jahresbonus reicht von 75 Prozent bis 125 Prozent bei quantitativen Zielen sowie bis 150 Prozent bei qualitativen Zielen. Die Auszahlung des Jahresbonus erfolgt im Folgejahr, nachdem der Aufsichtsrat die Zielerreichungsgrade auf Basis des festgestellten Jahresabschlusses bestätigt hat. Bei teilweiser Erreichung der Zielwerte wird der Jahresbonus anteilig ermittelt.

Mehrjährige variable Vergütung

Der Gesamtbetrag der mehrjährigen variablen Vergütung wird in einer „Bonusbank mit Malusregelung“ erfasst und auf das nächste Jahr vorgetragen. Kriterien für das Erreichen dieser Ziele mit nachhaltiger Anreizwirkung sind die EBIT- und Umsatzentwicklung des Konzerns. Die Bemessungsgrundlage für das Jahr 2018 ergibt sich aus dem gleitenden Durchschnitt der erreichten Istwerte der letzten zwei Jahre (2016/2017) sowie der Erreichung des Planwertes im Jahr 2018. Bei Unterschreitung des Zielerreichungsgrades von 60 Prozent reduziert sich das bis dahin angesammelte Bonusbank-Guthaben (Malusregelung). Das nach Einstellung in die Bonusbank beziehungsweise nach der Verrechnung der Malusregelung verbleibende Bonusbankguthaben wird jeweils im Folgejahr zu einem Drittel ausgezahlt.

Zur Ermittlung der Abfindungshöhe werden die Gesamtvergütung des vergangenen sowie auch die voraussichtliche Gesamtvergütung für das laufende Geschäftsjahr herangezogen.

Pensions- oder Versorgungszusagen beziehungsweise Ruhegeldzahlungen durch die OVB Holding AG zugunsten der im Berichtszeitraum aktiven Vorstandsmitglieder bestehen nicht.

Im Todesfall werden die Bezüge für sechs Monate an die Hinterbliebenen fortgezahlt.

Vergütung der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2018

Dem Vorstand wurden für das Geschäftsjahr 2018 Gesamtbezüge in Höhe von 1,7 Mio. Euro (Vorjahr: 1,7 Mio. Euro) gewährt. Die Gesamtbezüge umfassen alle für die Wahrnehmung von Aufgaben in Mutter- und Tochtergesellschaften erhaltenen Bezüge.

Die nachfolgenden Tabellen der für das Geschäftsjahr 2018 gewährten Zuwendungen und Zuflüsse für das Berichtsjahr berücksichtigen zusätzlich zu den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen auch die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Dabei Zusagen für Leistungen an Vorstandsmitglieder aus Anlass der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels (sogenannte „change of control“-Regelungen) sind nicht Teil der abgeschlossenen Verträge. Die Vorstandsverträge enthalten für den Fall der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne Vorliegen eines wichtigen Grunds ein Abfindungs-Cap entsprechend der Empfehlung nach Ziffer 4.2.3 des Deutschen Corporate Governance Kodex. Dabei werden die vom Kodex empfohlenen Mustertabellen verwendet. Bei den gewährten Zuwendungen werden auch die Werte angegeben, die im Minimum beziehungsweise im Maximum erreicht werden können.

Für die Mitglieder des Vorstands wurde die nachfolgend dargestellte Vergütung für das Geschäftsjahr 2018 gewährt (individualisierte Angaben):

Gewährte Zuwendungen für 2018

Mario Freis, CEO Oskar Heitz, CFO
in TEUR 2017* 2018* 2018 (Min)*1 2018 (Max)*2 2017* 2018*
Festvergütung 420 420 420 420 300 300
Nebenleistungen 67 67 67 67 94 94
Summe 487 487 487 487 394 394
Einjährige variable Vergütung 140 138 138 80 79
Mehrjährige variable Vergütung 111 121 46 168 71 74
Bonusbank (2015 – 2017) 111 71
Bonusbank (2016 – 2018) 121 46 168 74
Summe variable Bestandteile 251 259 46 306 151 153
Versorgungsaufwand
Gesamtvergütung 738 746 533 793 545 547
Oskar Heitz, CFO Thomas Hücker, COO
in TEUR 2018 (Min)*1 2018 (Max)*2 2017*1 2018* 2018 (Min)*1 2018 (Max)*2
Festvergütung 300 300 225 225 225 225
Nebenleistungen 94 94 60 60 60 60
Summe 394 394 285 285 285 285
Einjährige variable Vergütung 79 75 74 74
Mehrjährige variable Vergütung 31 101 59 65 25 90
Bonusbank (2015 – 2017) 59
Bonusbank (2016 – 2018) 31 101 65 25 90
Summe variable Bestandteile 31 180 134 139 25 164
Versorgungsaufwand
Gesamtvergütung 425 574 419 424 310 449

* Die Istwerte stellen den Wert bei einer Zielerreichung von 100 Prozent dar. Auch die mehrjährige variable Vergütung bezieht sich auf eine Zielerreichung von 100 Prozent. Der für 2018 dargestellte Betrag entspricht dem gewährten Auszahlungsbetrag von einem Drittel des Bonusbankguthabens zum 31. Dezember des Berichtsjahres (bei 100 Prozent Zielerreichung).
*1 Der dargestellte Minimalwert bei der mehrjährigen variablen Vergütung ergibt sich aus den Istwerten 2016/2017 abzüglich Reduzierung (Malusregelung) für das Jahr 2018 und entspricht dem minimalen Gewährungsbetrag für 2018 von einem Drittel des Bonusbankguthabens zum 31. Dezember des Berichtsjahres (bei 0 Prozent Zielerreichung).
*2 Der dargestellte Maximalwert bei der mehrjährigen variablen Vergütung ergibt sich aus den Istwerten 2016/2017 zuzüglich Einstellung in die Bonusbank bei einer Zielerreichung von 200 Prozent und entspricht dem maximalen Gewährungsbetrag für 2018 von einem Drittel des Bonusbankguthabens zum 31. Dezember des Berichtsjahres.

Zufluss für das Berichtsjahr

Die nachfolgende Tabelle weist den Zufluss für das Berichtsjahr 2018 aus Festvergütung, Nebenleistungen, einjähriger variabler Vergütung sowie mehrjähriger variabler Vergütung aus. Abweichend von den vorstehend dargestellten, für das Geschäftsjahr 2018 gewährten Zuwendungen zeigt die nachfolgende Tabelle in Bezug auf die variablen Vergütungsbestandteile (Jahresbonus und Bonusbank) die ermittelten Zuflüsse für das Berichtsjahr 2018 gemessen an den zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses bereits feststehenden Zielerreichungsgraden für das Berichtsjahr.

Zufluss für das Berichtsjahr 2018

Mario Freis, CEO Oskar Heitz, CFO Thomas Hücker, COO
in TEUR 2017 2018 2017 2018 2017 2018
Festvergütung 420 420 300 300 225 225
Nebenleistungen 67 64 94 94 60 66
Summe 487 484 394 394 285 291
Einjährige variable Vergütung 144 138 81 79 76 74
Mehrjährige variable Vergütung 111 116 71 71 59 62
Bonusbank (2015 – 2017) 111 71 59
Bonusbank (2016 – 2018) 116 71 62
Summe variable Bestandteile 255 254 152 151 135 136
Versorgungsaufwand
Gesamtvergütung 742 738 546 545 420 427

Die von der Gesellschaft für die Mitglieder des Vorstands bestehende D&O Versicherung berücksichtigt den gesetzlich vorgesehenen Selbstbehalt.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die gegenwärtig geltenden Vergütungsregelungen für den Aufsichtsrat hat die Hauptversammlung am 5. Juni 2018 mit Wirkung ab dem 1. Januar 2018 verabschiedet; sie sind in § 14 der Satzung der OVB Holding AG niedergelegt. Die Aufsichtsratsvergütung ist als reine Festvergütung ausgestaltet; sie trägt der Verantwortung und dem Tätigkeitsumfang der Aufsichtsratsmitglieder Rechnung. Vorsitz, stellvertretender Vorsitz sowie Vorsitz und Mitgliedschaft im Prüfungsausschuss sowie im Nominierungs- und Vergütungsausschuss werden zusätzlich vergütet. Nach den geltenden Regeln erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats eine feste, nach Ablauf des Geschäftsjahrs zahlbare jährliche Vergütung, die für das einzelne Mitglied 15.000,00 Euro, für den Vorsitzenden das Doppelte und für den stellvertretenden Vorsitzenden das Eineinhalbfache beträgt. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses erhalten zusätzlich eine feste, nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbare jährliche Vergütung von 7.500,00 Euro, der Vorsitzende das Doppelte davon. Die Mitglieder des Nominierungs- und Vergütungsausschusses erhalten zusätzlich eine feste, nach Ablauf des Geschäftsjahrs zahlbare jährliche Vergütung von 5.000,00 Euro, der Vorsitzende das Doppelte davon. Mitgliedern des Aufsichtsrats werden Auslagen, die in Zusammenhang mit der Ausübung des Mandats entstehen, sowie die auf die Bezüge entfallende Umsatzsteuer erstattet.

Für die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats ergab sich die nachfolgend dargestellte Vergütung für das Geschäftsjahr 2018 (individualisierte Angaben):

Vergütung Geschäftsjahr 2018

in TEUR Grundvergütung Zusätzliche Vergütung für Prüfungsausschuss-Tätigkeit Zusätzliche Vergütung für Nominierungs- und Vergütungsausschuss-Tätigkeit Gesamt
Michael Johnigk 30,0 7,5 5,0 42,5
Dr. Thomas A. Lange 22,5 15,0 0 37,5
Maximilian Beck(1) 8,6 4,3 12,9
Markus Jost 15,0 7,5 10,0 32,5
Wilfried Kempchen 15,0 0 0 15,0
Winfried Spies 15,0 0 0 15,0
Dr. Alexander Tourneau(2)
Gesamt 106,1 34,3 15,0 155,4

(1) Seit 5. Juni 2018 im Aufsichtsrat (zeitanteilige Vergütung für 210 Tage)
(2) Im Aufsichtsrat bis 5. Juni 2018 (Für Herrn Dr. Tourneau lag seit 2016 eine Verzichtserklärung für die Vergütung und die Erstattung von Auslagen im Rahmen seiner Aufsichtsratstätigkeit für die Dauer seines Amtes vor.)

Im Geschäftsjahr 2017 setzte sich die Vergütung des Aufsichtsrats noch aus fixen und variablen Vergütungsbestandteilen zusammen. Basierend auf dem ausgewiesenen Konzernjahresüberschuss 2017 der OVB Holding AG von 12,3 Mio. Euro ergab sich folgende Aufteilung (individualisierte Angaben):

Vergütung Geschäftsjahr 2017

in TEUR Fixe Vergütung Variable Vergütung Gesamt
Michael Johnigk, Vorsitzender 10,0 9,9 19,9
Dr. Thomas A. Lange, stellvertretender Vorsitzender 7,5 9,9 17,4
Markus Jost 5,0 9,9 14,9
Wilfried Kempchen 5,0 9,9 14,9
Winfried Spies 5,0 9,9 14,9
Dr. Alexander Tourneau(1)
Gesamt 32,5 49,3 81,8

(1) Für Herrn Dr. Tourneau lag seit 2016 eine Verzichtserklärung für die Vergütung und die Erstattung von Auslagen im Rahmen seiner Aufsichtsratstätigkeit für die Dauer seines Amtes vor.

Kredite an Mitglieder des Vorstands oder des Aufsichtsrats bestehen nicht.

Erklärung zur Unternehmensführung

Vorstand und Aufsichtsrat haben die Erklärung zur Unternehmensführung abgegeben. Sie ist im Internet unter http://www.ovb.eu/investor-relations/corporate-governance zugänglich.

Angaben nach §§ 289a Abs. 1, 315a Abs. 1 HGB und erläuternder Bericht

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das Grundkapital der Gesellschaft belief sich zum 31. Dezember 2018 auf 14.251.314,00 Euro und ist eingeteilt in 14.251.314 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien. Jede Aktie gewährt gleiche Rechte und in der Hauptversammlung eine Stimme.

Kapitalbeteiligungen, die 10,0 Prozent der Stimmrechte überschreiten

Der OVB Holding AG sind folgende Beteiligungen mitgeteilt worden, die 10,0 Prozent der Stimmrechte an der OVB Holding AG überschreiten. Die nachfolgend genannten Aktionärsgruppen werden auch als Kernaktionäre bezeichnet.

Die Basler Beteiligungsholding GmbH, Hamburg, hält Aktien in Höhe von rund 32,57 Prozent. Diese Beteiligung wird gemäß §§ 33, 34 Abs. 1 Nr. 1 WpHG n.F. der Basler Sachversicherungs-Aktiengesellschaft, Bad Homburg, der Basler Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft, Hamburg, der Basler Sach Holding AG, Hamburg, der Basler Versicherung Beteiligungen B.V. & Co. KG, Hamburg, der Baloise Delta Holding S.a.r.l., Bartingen, Luxemburg, und der Baloise Holding AG, Basel, Schweiz, zugerechnet.

Die SIGNAL IDUNA Lebensversicherung a. G. (vormals IDUNA Vereinigte Lebensversicherung für Handwerk, Handel und Gewerbe aG), Hamburg, hält unmittelbar Aktien in Höhe von rund 31,67 Prozent. Da die Versicherungsgesellschaften der SIGNAL IDUNA Gruppe einen Gleichordnungskonzern gemäß § 18 Abs. 2 AktG darstellen, hält die SIGNAL IDUNA Lebensversicherung a. G., Hamburg, mittelbar 52,94 Prozent. Die SIGNAL IDUNA Krankenversicherung a. G., Dortmund, hält unmittelbar Aktien in Höhe von rund 21,27 Prozent.

Die von der SIGNAL IDUNA Krankenversicherung a. G. sowie der SIGNAL IDUNA Lebensversicherung a. G. unmittelbar gehaltenen Aktien werden gemäß § 33 Abs. 1 i. V. m. § 34 Abs. 2 WpHG n.F. auch der SIGNAL IDUNA Unfallversicherung a. G., Dortmund, zugerechnet, sodass diese jeweils mittelbar Aktien in Höhe von rund 52,94 Prozent hält.

Die Generali Lebensversicherung AG, München, hält unmittelbar Aktien in Höhe von rund 11,48 Prozent, die gemäß §§ 33, 34 Abs. 1 Nr. 1 WpHG n.F. der Generali Deutschland AG, München, der Generali Beteiligungs-GmbH, Aachen, sowie der Assicurazioni Generali S.p.A., Triest, Italien, zuzurechnen sind.

Der Streubesitz gemäß der Definition der Deutsche Börse AG beläuft sich nach Kenntnis der OVB Holding AG auf rund 3,01 Prozent.

Beschränkungen der Stimmrechte oder der Übertragung von Aktien

Zwischen den Kernaktionären Basler-Gruppe und SIGNAL IDUNA Gruppe besteht ein Rahmen- und Stimmbindungsvertrag, in dem sich die Vertragspartner verpflichten, ihre Stimmen in der Hauptversammlung bei Wahlen zum Aufsichtsrat so auszuüben, dass stets zwei Vertreter des Baloise Konzerns, zwei Vertreter der SIGNAL IDUNA Gruppe, ein Vertreter der Generali und ein unabhängiges Mitglied mit Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung im Aufsichtsrat vertreten sind.

Zudem haben sich zwei Vertragspartner verpflichtet, ihre Aktien nur dann zu veräußern, wenn der Erwerber der Aktien in den Rahmen- und Stimmbindungsvertrag eintritt.

Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und Satzungsänderungen

Der nach § 7 Abs. 1 der Satzung aus mindestens zwei Mitgliedern bestehende Vorstand wird ausschließlich nach den gesetzlichen Vorschriften bestellt und abberufen. Für Bestellung und Abberufung ist allein der Aufsichtsrat zuständig. Er bestimmt die Zahl der Vorstandsmitglieder und bestellt die Mitglieder auf höchstens fünf Jahre. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit, jeweils für höchstens fünf Jahre, ist zulässig.

Die Satzung kann durch Beschluss der Hauptversammlung geändert werden.

Die Änderungen werden nach § 181 Abs. 3 AktG mit der Eintragung in das Handelsregister wirksam. Die Hauptversammlung beschließt über Satzungsänderungen nach § 179 Abs. 2 AktG in Verbindung mit § 18 Abs. 2 der Satzung mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen sowie einer Mehrheit von mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals, sofern nicht Bestimmungen des AktG zwingend eine höhere Mehrheit verlangen. Nach § 11 Abs. 3 der Satzung ist der Aufsichtsrat zur Änderung der Satzung befugt, soweit diese nur deren Fassung betrifft.

Befugnisse des Vorstands zur Aktienausgabe und zum Aktienrückkauf

Die OVB Holding AG verfügt derzeit weder über ein Bedingtes Kapital noch ein Genehmigtes Kapital. Die Hauptversammlung vom 3. Juni 2015 hat die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 10. Juni 2020 eigene Aktien bis zu insgesamt 300.000 Stück zu erwerben. Der Erwerb der Aktien kann über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots erfolgen. Beim Erwerb über die Börse kann sich die Gesellschaft auch Dritter bedienen, wenn die Dritten die nachstehenden Beschränkungen einhalten.

Im Falle des Erwerbs über die Börse darf der Kaufpreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Mittelwert der Aktienkurse (Schlussauktionspreise der OVB Aktie im Xetra-Handel beziehungsweise in einem an die Stelle des Xetra-Systems getretenen funktional vergleichbaren Nachfolgesystems an der Frankfurter Wertpapierbörse) an den letzten fünf Handelstagen vor Eingehen der Verpflichtung zum Erwerb um nicht mehr als 5 Prozent überschreiten und um nicht mehr als 5 Prozent unterschreiten.

Bei einem öffentlichen Kaufangebot darf der Kaufpreis den Mittelwert der Aktienkurse (Schlussauktionspreise der OVB Aktie im Xetra-Handel beziehungsweise in einem an die Stelle des Xetra-Systems getretenen funktional vergleichbaren Nachfolgesystems an der Frankfurter Wertpapierbörse) am vierten bis zehnten Börsentag vor dem Tag der Veröffentlichung des Angebots um nicht mehr als 10 Prozent überschreiten und um nicht mehr als 10 Prozent unterschreiten. Das Volumen des Angebots kann begrenzt werden. Sofern die gesamte Zeichnung des Angebots dieses Volumen überschreitet, muss die Annahme im Verhältnis der jeweils angebotenen Aktien erfolgen.

Eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück zum Erwerb angebotener Aktien der Gesellschaft je Aktionär der Gesellschaft kann vorgesehen werden.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die Aktien der Gesellschaft, die aufgrund der Ermächtigung zurückerworben werden, wie folgt zu verwenden:

Der Vorstand kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats die Aktien der Gesellschaft, die zurückerworben werden, als (Teil)-Gegenleistung im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder zum Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen an Unternehmen, Unternehmensteilen oder anderen Wirtschaftsgütern verwenden. Er kann die zurückerworbenen Aktien ferner für die Bedienung eines Mitarbeiterbeteiligungsprogramms für die Mitglieder der Geschäftsleitung, die Führungskräfte sowie die selbstständigen Handelsvertreter der OVB Holding AG und ihrer in- und ausländischen Tochtergesellschaften (im Sinne von §§ 15 ff. AktG) verwenden.

Der Vorstand kann die zurückerworbenen Aktien auch mit Zustimmung des Aufsichtsrats einziehen, ohne dass es eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Die Einziehung kann auf einen Teil der erworbenen Aktien beschränkt werden; die Ermächtigung zur Einziehung kann in einem Betrag oder in mehreren Teilbeträgen ausgenutzt werden.

Die Einziehung kann dergestalt erfolgen, dass sich das Grundkapital nicht verändert, sondern durch die Einziehung der Anteil der übrigen Aktien am Grundkapital erhöht wird.

Das Bezugsrecht der Aktionäre auf die eigenen Aktien der Gesellschaft ist ausgeschlossen, soweit diese Aktien gemäß den vorstehenden Ermächtigungen verwendet werden.

Kontrollwechsel

Bei öffentlichen Angeboten zum Erwerb von Aktien der Gesellschaft gelten ausschließlich Gesetz und Satzung einschließlich der Bestimmungen des deutschen Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes. Die Hauptversammlung hat den Vorstand nicht zur Vornahme von in ihre Zuständigkeit fallenden Handlungen ermächtigt, um den Erfolg von etwaigen Übernahmeangeboten zu verhindern.

Die Gesellschaft hat keine Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands für den Fall eines Übernahmeangebots getroffen.

Erklärung des Vorstands gemäss § 312 Abs. 3 AktG

Die Gesellschaft hat bei den nach § 312 AktG berichtspflichtigen Rechtsgeschäften oder Maßnahmen nach den Umständen, die ihr in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft jeweils eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist bei getroffenen oder unterlassenen Maßnahmen nicht benachteiligt worden.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter gemäss § 297 Abs. 2 Satz 4 HGB

Nach bestem Wissen versichern die gesetzlichen Vertreter, dass der Konzernabschluss gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns im Konzernlagebericht so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

 

Köln, den 22. Februar 2019

Mario Freis, CEO

Oskar Heitz, CFO

Thomas Hücker, COO

Konzernabschluss 2018

Konzernbilanz nach IFRS zum 31. Dezember 2018

der OVB Holding AG

Aktiva

in TEUR 31.12.2018 31.12.2017
A. Langfristige Vermögenswerte
1 Immaterielle Vermögenswerte 9.744 9.756
2 Sachanlagen 3.834 4.111
3 Finanzanlagen 12.079 5.096
4 Aktive latente Steuern 4.353 4.451
30.010 23.414
B. Kurzfristige Vermögenswerte
5 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 32.764 29.243
6 Forderungen und sonstige Vermögenswerte 34.486 23.553
7 Forderungen aus Ertragsteuern 1.079 1.876
8 Wertpapiere und übrige Kapitalanlagen 41.475 39.413
9 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 46.513 55.521
156.317 149.606
Summe der Vermögenswerte 186.327 173.020
Siehe anhang Nr.

Passiva

in TEUR 31.12.2018 31.12.2017
A. Eigenkapital
10 Gezeichnetes Kapital 14.251 14.251
11 Kapitalrücklage 39.342 39.342
12 Eigene Anteile 0 0
13 Gewinnrücklagen 13.671 13.671
14 Sonstige Rücklagen 109 202
15 Anteile anderer Gesellschafter 423 569
16 Bilanzgewinn 22.648 21.198
90.444 89.233
B. Langfristige Schulden
17 Rückstellungen 1.007 915
18 Andere Verbindlichkeiten 52 75
19 Passive latente Steuern 207 23
1.266 1.013
C. Kurzfristige Schulden
20 Steuerrückstellungen 50 449
21 Andere Rückstellungen 40.881 30.907
22 Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 739 1.077
23 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.365 7.363
24 Andere Verbindlichkeiten 43.582 42.978
94.617 82.774
Summe Eigenkapital und Schulden 186.327 173.020
Siehe Anhang Nr.

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach IFRS für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

der OVB Holding AG

in TEUR 2018 2017
25 Erträge aus Vermittlungen 231.337 221.629
26 Sonstige betriebliche Erträge 11.407 9.680
Gesamtertrag 242.744 231.309
27 Aufwendungen für Vermittlungen -155.079 -148.040
28 Personalaufwand -29.778 -27.966
29 Abschreibungen -4.263 -4.113
30 Sonstige betriebliche Aufwendungen -40.461 -35.224
Operatives Ergebnis (EBIT) 13.163 15.966
Finanzerträge 511 484
Finanzaufwendungen -834 -66
31 Finanzergebnis -323 418
Konzernergebnis vor Ertragsteuern 12.840 16.384
32 Ertragsteuern -3.115 -4.048
33 Konzernergebnis 9.725 12.336
34 Ergebnisanteil anderer Gesellschafter -109 -194
35 Konzernergebnis nach Anteil anderer Gesellschafter 9.616 12.142
36 Ergebnis je Aktie unverwässert/verwässert in EUR 0,67 0,85
siehe Anhang Nr.

Konzern-Gesamtergebnisrechnung nach IFRS für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

der OVB Holding AG

in TEUR 2018 2017
Konzernergebnis 9.725 12.336
Neubewertungseffekt aus Rückstellungen für Pensionen 30 -92
Latente Steuern wegen Neubewertungseffekt aus Rückstellungen für Pensionen -5 15
Sonstiges Ergebnis, das anschließend nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wird 25 -77
Erfolgsneutrale Veränderung aus der Neubewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten -147
Erfolgsneutrale Veränderung aus der Neubewertung von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerten -2
Erfolgswirksame Veränderung aus der Neubewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten -24
Erfolgsneutrale Veränderung der latenten Steuern auf nicht realisierte Gewinne und Verluste auf Kapitalanlagen 0 15
Veränderung der Rücklage aus Währungsumrechnung -99 -303
Sonstiges Ergebnis, das anschließend in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wird -101 -459
Gesamtergebnis vor Anteil anderer Gesellschafter 9.649 11.800
Gesamtergebnis anderer Gesellschafter -109 -194
Gesamtergebnis 9.540 11.606

Konzern-Kapitalflussrechnung nach IFRS für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

der OVB Holding AG

in TEUR 2018 2017
Konzernergebnis vor Ertragsteuern 12.840 16.384
Abschreibungen und Wertminderungen/Zuschreibungen und Wertaufholungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 4.263 4.117
– Finanzergebnis 323 -418
-/+ Unrealisierte Währungsgewinne/-verluste 240 -822
+/- Zuführung/Auflösung Wertberichtigungen auf Forderungen 1.346 1.918
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge 21 -106
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 3.134 -1.149
+/- Ergebnis aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen -62 -111
Abnahme/Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva -4.149 -7.525
Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva 2.583 5.875
– Gezahlte Zinsen -52 -66
– Gezahlte Ertragsteuern -5.017 -4.347
= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 15.470 13.750
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens und des immateriellen Anlagevermögens 78 360
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 148 376
Einzahlungen aus Abgängen von Wertpapieren und übrigen kurzfristigen Kapitalanlagen 3.780 8.643
– Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -1.081 -1.414
– Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -2.921 -2.836
– Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -7.132 -246
Auszahlungen für Investitionen in Wertpapiere und übrige kurzfristige Kapitalanlagen -6.623 -23.016
+ Übrige Finanzerträge 274 259
+ Erhaltene Zinsen 237 225
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -13.240 -17.649
– Gezahlte Dividenden -10.943 -10.837
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -10.943 -10.837
Gesamtübersicht:
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 15.470 13.750
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -13.240 -17.649
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -10.943 -10.837
= Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands -8.713 -14.736
Wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelbestands -295 332
+ Finanzmittelbestand zum Ende des Vorjahres 55.521 69.925
= Finanzmittelbestand zum Ende der Periode 46.513 55.521

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung nach IFRS zum 31. Dezember 2018

der OVB Holding AG

in TEUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gesetzliche Rücklage Andere Gewinnrücklagen Available-for-Sale-Rücklage/ Neubewertungsrücklage Rücklage aus Rückstellungen für Pensionen
Stand 31.12.2017 (IAS 18, IAS 39) 14.251 39.342 2.539 11.132 74 -613
Änderung der Bilanzierungsmethode nach IFRS 9 -71
Änderung der Bilanzierungsmethode nach IFRS 15
Stand 01.01.2018 (IFRS 9, IFRS 15) 14.251 39.342 2.539 11.132 3 -613
Konzerngewinn
Eigene Anteile
Kapitalmaßnahmen
Gezahlte Dividenden
Veränderung der Neubewertungsrücklage -2
Einstellung in andere Rücklagen
Veränderung der Rücklage aus Währungsumrechnung
Neubewertungseffekt aus Rückstellungen für Pensionen 30
Konzernergebnis
Stand 31.12.2018 14.251 39.342 2.539 11.132 1 -583
in TEUR Latente Steuern auf nicht realisierte Gewinne/Verluste Rücklage aus Währungsumrechnung
Stand 31.12.2017 (IAS 18, IAS 39) 111 630
Änderung der Bilanzierungsmethode nach IFRS 9 54
Änderung der Bilanzierungsmethode nach IFRS 15
Stand 01.01.2018 (IFRS 9, IFRS 15) 165 630
Konzerngewinn
Eigene Anteile
Kapitalmaßnahmen
Gezahlte Dividenden
Veränderung der Neubewertungsrücklage
Einstellung in andere Rücklagen
Veränderung der Rücklage aus Währungsumrechnung -99
Neubewertungseffekt aus Rückstellungen für Pensionen -5
Konzernergebnis
Stand 31.12.2018 160 531
in TEUR Summe im Eigenkapital erfasster Ergebnisse Gewinnvortrag Konzernergebnis nach Anteil anderer Gesellschafter Gesamtergebnis
Stand 31.12.2017 (IAS 18, IAS 39) 9.056 12.142
Änderung der Bilanzierungsmethode nach IFRS 9 17
Änderung der Bilanzierungsmethode nach IFRS 15 2.505
Stand 01.01.2018 (IFRS 9, IFRS 15) 11.578 12.142
Konzerngewinn 12.142 -12.142
Eigene Anteile
Kapitalmaßnahmen
Gezahlte Dividenden -10.688
Veränderung der Neubewertungsrücklage -2 -2
Einstellung in andere Rücklagen
Veränderung der Rücklage aus Währungsumrechnung -99 -99
Neubewertungseffekt aus Rückstellungen für Pensionen 25 25
Konzernergebnis 9.616 9.616
Stand 31.12.2018 -76 13.032 9.616 9.540
Eigenkapital der Aktionäre der OVB Holding AG Anteil anderer Gesellschafter Gesamt
Stand 31.12.2017 (IAS 18, IAS 39) 88.664 569 89.233
Änderung der Bilanzierungsmethode nach IFRS 9
Änderung der Bilanzierungsmethode nach IFRS 15
Stand 01.01.2018 (IFRS 9, IFRS 15) 91.169 569 91.738
Konzerngewinn
Eigene Anteile
Kapitalmaßnahmen
Gezahlte Dividenden -10.688 -255 -10.943
Veränderung der Neubewertungsrücklage -2 -2
Einstellung in andere Rücklagen
Veränderung der Rücklage aus Währungsumrechnung -99 -99
Neubewertungseffekt aus Rückstellungen für Pensionen 25 25
Konzernergebnis 9.616 109 9.725
Stand 31.12.2018 90.021 423 90.444

der OVB Holding AG nach IFRS zum 31. Dezember 2017

in TEUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gesetzliche Rücklage Andere Gewinnrücklagen Available-for-Sale-Rücklage/ Neubewertungsrücklage Rücklage aus Rückstellungen für Pensionen
Stand 31.12.2016 14.251 39.342 2.531 11.132 245 -521
Konzerngewinn
Eigene Anteile
Kapitalmaßnahmen
Gezahlte Dividenden
Veränderung der Available-for-Sale-Rücklage -171
Einstellung in andere Rücklagen 8
Veränderung der Rücklage aus Währungsumrechnung
Neubewertungseffekt aus Rückstellungen für Pensionen -92
Konzernergebnis
Stand 31.12.2017 14.251 39.342 2.539 11.132 74 -613
in TEUR Latente Steuern auf nicht realisierte Gewinne/Verluste Rücklage aus Währungsumrechnung Summe im Eigenkapital erfasster Ergebnisse Gewinnvortrag Konzernergebnis nach Anteil anderer Gesellschafter Gesamtergebnis
Stand 31.12.2016 81 933 7.216 12.536
Konzerngewinn 12.536 -12.536
Eigene Anteile
Kapitalmaßnahmen
Gezahlte Dividenden -10.688
Veränderung der Available-for-Sale-Rücklage 15 -156 -156
Einstellung in andere Rücklagen -8
Veränderung der Rücklage aus Währungsumrechnung -303 -303 -303
Neubewertungseffekt aus Rückstellungen für Pensionen 15 -77 -77
Konzernergebnis 12.142 12.142
Stand 31.12.2017 111 630 -536 9.056 12.142 11.606
in TEUR Eigenkapital der Aktionäre der OVB Holding AG Anteil anderer Gesellschafter Gesamt
Stand 31.12.2016 87.746 524 88.270
Konzerngewinn
Eigene Anteile
Kapitalmaßnahmen
Gezahlte Dividenden -10.688 -149 -10.837
Veränderung der Available-for-Sale-Rücklage -156 -156
Einstellung in andere Rücklagen
Veränderung der Rücklage aus Währungsumrechnung -303 -303
Neubewertungseffekt aus Rückstellungen für Pensionen -77 -77
Konzernergebnis 12.142 194 12.336
Stand 31.12.2017 88.664 569 89.233

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2018

I. Allgemeine Angaben

1. Allgemeine Angaben zum OVB Konzern

Die OVB Holding AG (im Folgenden auch „OVB“ oder „Gesellschaft“ genannt) ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Köln, Heumarkt 1, Deutschland. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Köln im Handelsregister, Abteilung B, unter der Nr. 34649 eingetragen. Gegenstand der Gesellschaft ist die Leitung von Unternehmen, die insbesondere in den Geschäftsfeldern der Beratung und Vermittlung von Kapitalanlagen, Bausparverträgen und Versicherungsverträgen sowie auf dem Gebiet der Beratung zu Immobilien und der Vermittlung von Immobilien jeder Art tätig sind.

Der Konzernabschluss der OVB Holding AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 wird am 21. März 2019 durch Beschluss des Vorstands mit Billigung des Aufsichtsrats zur Veröffentlichung freigegeben.

2. Zusammenfassung der wesentlichen Rechnungslegungsgrundsätze

Die OVB Holding AG hat als börsennotiertes Mutterunternehmen, das einen organisierten Markt i.S.d. § 2 (5) WpHG in Anspruch nimmt, gemäß § 315e HGB den Konzernabschluss auf Basis der vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Alle für das Geschäftsjahr 2018 verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) und International Accounting Standards (IAS) sowie die Auslegungen des IFRS Interpretations Committee und Standing Interpretations Committee (SIC) wurden berücksichtigt. Daneben wurden die zusätzlichen handelsrechtlichen Anforderungen gemäß § 315e Abs. 1 HGB berücksichtigt.

Den in den Konzernabschluss der OVB Holding AG einbezogenen IFRS-Abschlüssen der Tochterunternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde. Die IFRS-Abschlüsse sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt und von unabhängigen Abschlussprüfern geprüft worden, soweit die Gesellschaften dauerhaft vermittelnd tätig sind bzw. wesentliche Funktionen im Konzern erfüllen.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte entsprechend kaufmännischer Rundung auf Tausend Euro (TEUR) gerundet dargestellt. Aufgrund der Darstellung in vollen TEUR-Beträgen können vereinzelt Rundungsdifferenzen bei der Addition der dargestellten Einzelwerte auftreten.

Bestandteile des Konzernabschlusses sind neben der Konzernbilanz sowie der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung die Konzern-Gesamtergebnisrechnung, die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung, die Konzern-Kapitalflussrechnung und der Anhang einschließlich der Segmentberichterstattung.

2.1 Verpflichtend anzuwendende Rechnungslegungsstandards

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen unter Berücksichtigung der nachfolgend angeführten erstmalig anzuwendenden Standards den im Vorjahr angewandten Methoden.

Erstmalig angewandte Standards

IFRS 9 Finanzinstrumente

IFRS 9 ersetzt mit Inkrafttreten zum 1. Januar 2018 IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung einschließlich dazugehöriger Interpretationen und regelt die Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten sowie deren Wertminderung. Hieraus ergeben sich im Rahmen der rückwirkenden Anwendung Änderungen an Posten der Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Segmentberichterstattung sowie der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung, die aus der Umgliederung von im Eigenkapital erfolgsneutral erfassten Wertänderungen in die Gewinn- und Verlustrechnung resultieren und im Abschnitt I. 3.5 „Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements“ dargestellt werden. IFRS 9 wurde ohne Anpassung der Vergleichswerte angewendet.

IFRS 15 Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden

IFRS 15 ersetzt mit Inkrafttreten zum 1. Januar 2018 IAS 18 und IAS 11 einschließlich dazugehöriger Interpretationen und regelt den Ausweis von Umsatzerlösen und definiert einheitliche Grundsätze für die Darstellung abschlussrelevanter Informationen hinsichtlich Art, Höhe und zeitlicher Erfassung sowie der Unsicherheiten, die in Verbindung mit der Realisierung von Umsatzerlösen aus Verträgen mit Kunden stehen. Die aus der vereinfachten, rückwirkenden Anwendung gemäß IFRS 15. C3 (b) resultierenden Beträge werden unter dem relevanten Posten der Konzernbilanz sowie der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt und erläutert. Die Anpassungen werden in der Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2018 erfasst. Der kumulierte Effekt aus der Umstellung, der erfolgsneutral im Eigenkapital verbucht ist, beträgt TEUR 2.505 und resultiert aus einer früheren Realisierung von teildiskontierten und ratierlichen Abschlussprovisionen. Die Auswirkungen der Anwendung des IFRS werden detailliert in Abschnitt IV. 1 „Angaben zur Anwendung des IFRS 15“ dargestellt.

IFRIC 22 Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen

IFRIC 22 wurde am 8. Dezember 2016 durch das IFRS Interpretations Committee veröffentlicht. Die Interpretation stellt klar, welcher Wechselkurs bei einer Fremdwährungstransaktion in funktionaler Währung zu verwenden ist, wenn das Unternehmen Vorauszahlungen in Fremdwährung geleistet oder erhalten hat. Die Vorauszahlungen seitens der OVB Holding AG erfolgen in funktionaler Währung, weshalb aus der Anwendung keine Auswirkungen resultieren.

Improvements to IFRS Zyklus 2014 – 2016

Im Rahmen des Prozesses zur Vornahme kleinerer Verbesserungen von Standards und Interpretationen (Annual-Improvements-Process) des Zyklus 2014 – 2016 gab es Änderungen an insgesamt drei Standards. Die Änderungen betreffen den IFRS 1, IFRS 12 und IAS 28. Wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergaben sich hieraus keine.

Veröffentlichte, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards

Die nachfolgenden Standards wurden veröffentlicht, sind aber noch nicht verpflichtend anzuwenden bzw. dürfen erst in Folgeperioden, nach erfolgtem EU-Endorsement, angewendet werden.

Improvements to IFRS

Das IASB hat im Rahmen seines Prozesses zur Vornahme kleinerer Verbesserungen von Standards und Interpretationen (Annual-Improvements-Process) einen Sammelband „Improvements to IFRS“ (Zyklus 2015 – 2017) veröffentlicht, wodurch in insgesamt vier Standards kleinere Änderungen vorgenommen wurden. Die Änderungen betreffen den IAS 12, IAS 23, IFRS 3 und IFRS 11 und sind, vorbehaltlich eines noch ausstehenden EU-Endorsements, ab 1. Januar 2019 anzuwenden. Wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben sich hieraus keine.

IAS 1 Darstellung des Abschlusses und IAS 8 Rechnungslegungsmethoden, Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehler (Änderungen)

Die Änderungen an IAS 1 und IAS 8 wurden im Oktober 2018 veröffentlicht und beinhalten eine Schärfung der Definition der Wesentlichkeit. Darüber hinaus wurde eine Harmonisierung des Begriffs mit dem Rahmenkonzept sowie anderen Standards angestrebt. Die Änderungen sind ab 1. Januar 2020 anzuwenden. Wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben sich hieraus keine.

IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer (Änderungen)

Die Änderung an IAS 19 beinhaltet die zukünftige Verpflichtung, bei einer Änderung, Kürzung oder Abgeltung einer leistungsorientierten Pensionszusage den laufenden Dienstzeitaufwand und die Nettozinsen für das verbleibende Geschäftsjahr unter Verwendung der versicherungsmathematischen Annahmen neu zu berechnen, die für die Neuberechnung der Nettoschuld verwendet wurden. Die Änderungen sind, vorbehaltlich eines noch ausstehenden EU-Endorsements, ab 1. Januar 2019 anzuwenden. Wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben sich hieraus keine.

IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen (Änderungen)

Die Änderung an IAS 28 beinhaltet eine Klarstellung, dass ein Unternehmen, welches langfristige Beteiligungen an einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen hält, welches Teil einer Nettoinvestition in dieses ist, aber nicht nach der Equity-Methode bilanziert wird, hierauf den IFRS 9 einschließlich dessen Wertminderungsmodells anzuwenden hat. Die Änderungen sind, vorbehaltlich eines noch ausstehenden EU-Endorsements, ab 1. Januar 2019 anzuwenden. Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben sich hieraus keine.

IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse (Änderungen)

Mit der Änderung des IFRS 3 ist zukünftig für die Definition eines Geschäftsbetriebs nicht nur das Vorhandensein von ökonomischen Ressourcen (Inputs) erforderlich, sondern auch ein substanzieller Prozess, welche zusammen zur Produktion der Leistung (Outputs) genutzt werden. Die Änderungen sind, vorbehaltlich eines noch ausstehenden EU-Endorsements, ab 1. Januar 2020 anzuwenden. Wesentliche Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben sich hieraus keine.

IFRS 16 Leasingverhältnisse

IFRS 16 wurde im Januar 2016 veröffentlicht und legt Grundsätze für den Ansatz, die Bewertung, den Ausweis sowie den Umfang und Inhalt der Anhangangaben bezüglich bestehender Leasingverhältnisse fest. IFRS 16 ersetzt mit Inkrafttreten IAS 17 (einschließlich dazugehöriger Interpretationen) und ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Kernanforderung des IFRS 16 ist es, beim Leasingnehmer generell alle Leasingverhältnisse und die damit verbundenen vertraglichen Rechte und Verpflichtungen in der Bilanz zu erfassen. Demnach müssen Vermögenswerte, die bisher als Operate-Leasing eingestuft werden, eventuell bilanziell erfasst werden. Ausgenommen sind davon Vermögenswerte mit einem Wert kleiner 5.000 US-Dollar oder einer Laufzeit unter zwölf Monaten.

Zur Erstanwendung nimmt OVB den praktischen Behelf gemäß IFRS 16.C3 in Anspruch und wendet die Übergangsvorschriften ausschließlich auf Leasingvereinbarungen an, die vor dem Erstanwendungszeitpunkt bereits als Leasingverhältnisse gemäß IAS 17 und IFRIC 4 identifiziert wurden. Der Erstanwendungseffekt aus der rückwirkenden Anwendung wird zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung kumuliert als Berichtigung des Eröffnungsbilanzwerts in der Gewinnrücklage erfasst und auf eine Anpassung der Vergleichsinformationen verzichtet.

Die Höhe der Leasingverbindlichkeit entspricht dem Barwert der verbleibenden Leasingzahlungen des jeweiligen Leasingverhältnisses zum Zeitpunkt der Erstanwendung. Die Höhe des Nutzungsrechts bemisst sich am Barwert des Leasingverhältnisses, als ob dieses zuvor gemäß IFRS 16 bewertet worden wäre, abzüglich der bereits geleisteten Leasingzahlungen.

Leasingverhältnisse, die zum Erstanwendungszeitpunkt eine Restlaufzeit von weniger als zwölf Monaten aufweisen, werden als kurzfristige Leasingverhältnisse behandelt und die daraus resultierenden Aufwendungen werden als Aufwendungen für kurzfristige Leasingverhältnisse ausgewiesen.

Die Summe der Mindestleasingzahlungen aus Finance- und Operate-Leasing mit einer Laufzeit über einem Jahr beträgt TEUR 3.066 (Vorjahr: TEUR 4.434).

IFRIC 23 Steuerrisikopositionen aus Ertragsteuern

IFRIC 23 wurde am 7. Juni 2017 veröffentlicht. Die Interpretation enthält Regelungen zu Ansatz und Bewertung von Steuerrisikopositionen, wenn die Anwendung der jeweiligen Steuergesetze auf eine spezifische Transaktion nicht anwendbar ist. Die Unsicherheiten sind bei den bilanzierten Steuerschulden oder -ansprüchen zu berücksichtigen, wenn es wahrscheinlich ist, dass die entsprechenden Steuerbeträge bezahlt oder erstattet werden. Der IFRIC 23 soll die Regelungslücken des IAS 12 diesbezüglich schließen. Die Auswirkungen des IFRIC 23 werden gegenwärtig untersucht. Verpflichtender Anwendungszeitpunkt ist der 1. Januar 2019.

Weitere Änderungen: IAS 40 und IFRS 2

Des Weiteren wurden die Standards IAS 40 (Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien) und IFRS 2 (Anteilsbasierte Vergütung) geändert. Da die genannten Standards bei OVB keine Anwendung finden, sind daraus keine Auswirkungen zu erwarten.

Es gibt keine weiteren Standards oder Interpretationen, die noch nicht verpflichtend anzuwenden sind und die eine wesentliche Auswirkung auf den Konzern hätten.

2.2 Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr, das am 31. Dezember 2018 endete, umfasst die OVB Holding AG und die von ihr beherrschten Gesellschaften. Diese Beherrschung liegt vor, wenn OVB direkt oder indirekt über mehr als 50 Prozent der Stimmrechte einer Gesellschaft verfügt oder die Finanz- und Geschäftspolitik einer Gesellschaft derart lenken kann, dass sie von deren Aktivitäten profitiert.

Der Konzernabschluss beinhaltet alle Vermögenswerte und (Eventual-) Verbindlichkeiten sowie alle Aufwendungen und Erträge der OVB Holding AG und der von ihr beherrschten Tochtergesellschaften nach Eliminierung der konzerninternen Transaktionen durch die Kapitalkonsolidierung, die Schuldenkonsolidierung, die Aufwands- und Ertragskonsolidierung sowie die Zwischenergebniseliminierung.

Tochtergesellschaften werden ab dem Zeitpunkt, an dem die OVB Holding AG die Beherrschung erlangt, vollkonsolidiert. Die Einbeziehung im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht.

Neben der OVB Holding AG sind folgende Tochterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen worden:

Anteilsbesitz
in Prozent
Eigenkapital
in TEUR
Jahresergebnis
in TEUR
Konsolidierte Unternehmen 2018 31.12.2018 31.12.2018
Nord-Soft EDV-Unternehmensberatung GmbH, Horst 50,40 828 251
Nord-Soft Datenservice GmbH, Horst 50,40 25 0
OVB Informatikai Kft., Budapest 100 58 -6
EF-CON Insurance Agency GmbH i.L., Wien 100 106 1
OVB SW Services s.r.o., Prag 100 7 0
OVB Vermögensberatung AG, Köln* 100 17.853 0
Advesto GmbH, Köln 100 87 -39
Eurenta Holding GmbH Europäische Vermögensberatung, Köln 100 -1.353 191
OVB Allfinanz a.s., Prag 100 1.500 81
OVB Allfinanz Slovensko a.s., Bratislava 100 4.779 2.929
OVB Allfinanz Polska Spofka Finansowa Sp. z.o.o., Warschau 100 1.599 937
OVB Vermögensberatung A.P.K. Kft., Budapest 100 3.561 3.048
TOB OVB Allfinanz Ukraine, Kiew 100 190 2
OVB Allfinanz Romania Broker de Asigurare S.R.L., Cluj (Klausenburg) 100 681 448
OVB Imofinanz S.R.L., Cluj (Klausenburg) 100 -3 -3
OVB Allfinanz Croatia d.o.o., Zagreb 100 277 55
OVB Allfinanz Zastupanje d.o.o., Zagreb 100 329 77
OVB Allfinanzvermittlungs GmbH, Wals bei Salzburg 100 4.107 998
OVB Vermögensberatung (Schweiz) AG, Steinhausen 100 831 96
OVB-Consulenza Patrimoniale SRL, Verona 100 3.010 984
OVB Allfinanz Espana, S.A., Madrid 100 4.262 2.392
OVB (Hellas) Allfinanz Vermittlungs GmbH & Co. KG, Bankprodukte, Athen 100 72 -180
Eurenta Hellas Monoprosopi Eteria Periorismenis Efthynis Asfalistiki Praktores, Athen 100 -9 -94
OVB Hellas Allfinanz Vermittlungs GmbH, Athen 100 -1 -1
OVB Conseils en patrimoine France Sarl, Straßburg 100 895 334

* Es besteht ein Gewinnabführungsvertrag

Der Kapitalanteil entspricht bei allen Tochterunternehmen dem Stimmrechtsanteil.

Das den Anteilen anderer Gesellschafter zuzurechnende Eigenkapital und das Periodenergebnis werden in der Konzernbilanz, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Konzern-Gesamtergebnisrechnung jeweils gesondert ausgewiesen. Die Vermögenswerte und Schulden von konsolidierten Unternehmen mit Anteilen anderer Gesellschafter stellen sich folgendermaßen dar:

Nord-Soft EDV-Unternehmensberatung GmbH Nord-Soft Datenservice GmbH
in TEUR 31.12.2018 31.12.2017 31.12.2018 31.12.2017
Langfristige Vermögenswerte 228 329 0 0
Kurzfristige Vermögenswerte 840 1.046 29 31
Langfristige Schulden 0 11 0 0
Kurzfristige Schulden 295 242 4 6

Die langfristigen Vermögenswerte der Nord-Soft EDV-Unternehmensberatung GmbH beinhalten im Wesentlichen eine selbst genutzte Immobilie, die zum 31. Dezember 2018 einen Buchwert von TEUR 255 (31. Dezember 2017: TEUR 295) besitzt. Die Erträge mit Konzerndritten betragen im Berichtsjahr bei der Nord-Soft EDV-Unternehmensberatung GmbH TEUR 928 (31. Dezember 2017: TEUR 875) und bei der Nord-Soft Datenservice GmbH TEUR 283 (31. Dezember 2017: TEUR 223).

2.3 Fremdwährungsumrechnung

2.3.1 Fremdwährungsgeschäfte

Fremdwährungsgeschäfte werden grundsätzlich mit dem Stichtagskurs am Tag der Transaktion umgerechnet. Monetäre Posten in fremder Währung (z.B. flüssige Mittel, Forderungen, Verbindlichkeiten) werden in der Folge mit dem jeweiligen Stichtagskurs umgerechnet und sich ggf. ergebende Umrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Nichtmonetäre Posten, die zu historischen Anschaffungskosten bewertet wurden, werden in der Folge weiterhin mit den historischen Kursen umgerechnet. Der historische Kurs ist der Kurs zum Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung.

2.3.2 Ausländische Einheiten

Die Umrechnung ausländischer Jahresabschlüsse in fremder Währung wird nach dem Konzept der funktionalen Währung gemäß IAS 21 unter Anwendung der modifizierten Stichtagskursmethode vorgenommen. Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der einbezogenen ausländischen Gesellschaften, die alle in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig sind, werden zum Stichtagskurs, die Aufwendungen und Erträge zu Jahresdurchschnittskursen und das Eigenkapital zu historischen Kursen umgerechnet. Differenzen aus der Währungsumrechnung werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

Die für den Konzernabschluss maßgeblichen Wechselkurse haben sich in Relation zum Euro wie folgt entwickelt:

EUR Stichtagskurs 31.12.2018 Stichtagskurs 31.12.2017 Veränderung
in %
Durchschnittskurs 2018 Durchschnittskurs 2017 Veränderung
in %
CHF 0,887694 0,854974 3,83 0,865878 0,900520 -3,85
CZK 0,038835 0,039094 -0,66 0,038969 0,037970 2,63
HUF 0,003112 0,003219 -3,32 0,003135 0,003230 -2,94
HRK 0,134777 0,134758 0,01 0,134707 0,133840 0,65
PLN 0,232468 0,239257 -2,84 0,234554 0,234750 -0,08
RON 0,214228 0,213553 0,32 0,214494 0,218620 -1,89
UAH 0,031251 0,029405 6,28 0,030918 0,033100 -6,59

3. Zusammenfassung der wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

3.1 Anschaffungskostenprinzip und beizulegender Zeitwert

Im Allgemeinen bilden die fortgeführten Anschaffungskosten bei Vermögenswerten und Verbindlichkeiten die Wertobergrenze.

Abweichend davon erfolgt die Bilanzierung von Wertpapieren der Kategorien Fair Value through Profit & Loss (FVPL) und Fair Value through Other Comprehensive Income (FVOCI) zum beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert wird als der Preis definiert, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts zufließen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde.

Bei Wertpapieren entspricht der beizulegende Zeitwert, sofern verfügbar, dem notierten Marktpreis in einem aktiven Markt (Stufe 1 gem. IFRS 13). Liegen keine derartig notierten Marktpreise in einem aktiven Markt vor, wird der beizulegende Zeitwert auf Basis der Anforderungen des IFRS 13.61 anhand einer sachgerechten Bewertungstechnik ermittelt. Nicht realisierte Gewinne oder Verluste werden grundsätzlich direkt im Eigenkapital erfasst. Wenn ein solches Wertpapier abgeht, wird der zuvor direkt im Eigenkapital erfasste kumulierte Gewinn oder Verlust erfolgswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Wenn es dauerhaft wertgemindert ist, wird der zuvor direkt im Eigenkapital erfasste kumulierte Verlust ebenfalls in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.

3.2 Finanzinstrumente

In der Konzernbilanz werden finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erst dann erfasst, wenn eine Gesellschaft des OVB Konzerns hinsichtlich der vertraglichen Regelungen des Finanzinstruments zur Vertragspartei wird. Die Erfassung erfolgt somit am Erfüllungstag.

Die Einteilung in die Bewertungsklassen erfolgt nach der Bestimmung des Geschäftsmodells, im Rahmen dessen die vertraglichen Zahlungsströme vereinnahmt werden, sowie nach Prüfung der Zahlungsstrombedingung mittels SPPI-Test (Solely-Payment-of-Principal-and-Interest). Die Finanzinstrumente des OVB Konzerns lassen sich wie folgt klassifizieren:

Fortgeführte Anschaffungskosten (AC)

Finanzinstrumente die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, werden bei Zugang mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Soweit zukünftige Wertminderungen antizipiert werden und diese nicht unwesentlich sind, werden diese im Wertansatz berücksichtigt. Bei un- bzw. unterverzinsten Finanzinstrumenten, die eine Laufzeit größer einem Jahr haben, erfolgt der Wertansatz mit dem Barwert. Nach erstmaliger Erfassung werden diese zu fortgeführten Anschaffungskosten folgebewertet. Dies ist der Betrag, mit dem ein finanzieller Vermögenswert bei der erstmaligen Erfassung bewertet wurde, abzüglich Tilgungen, zuzüglich oder abzüglich der kumulierten Amortisierung einer etwaigen Differenz zwischen dem ursprünglich angesetzten Betrag und dem bei Endfälligkeit rückzahlbaren Betrag unter Anwendung der Effektivzinsmethode sowie abzüglich der Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste.

Erfolgswirksam zum beizulegender Zeitwert (FVPL)

Finanzinstrumente, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, werden bei Zugang mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Gewinne oder Verluste, die aus der Folgebewertung resultieren, sind erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen.

Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI)

Schuld- und Eigenkapitalinstrumente, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, werden bei Zugang mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Gewinne oder Verluste, die aus der Folgebewertung resultieren, sind erfolgsneutral im Eigenkapital zu erfassen. Bei Abgang von Schuldinstrumenten sind die in der Neubewertungsrücklage enthaltenen Gewinne oder Verluste erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Bei Eigenkapitalinstrumenten erfolgt keine erfolgswirksame Umgliederung der Neubewertungsrücklage. Zinseinnahmen, Wertberichtigungen sowie Währungsgewinne werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.

3.2.1 Wertminderungen und -aufholungen bei finanziellen Vermögenswerten

Zu jedem Bilanzstichtag werden bei der Wertberichtigung finanzieller Vermögenswerte/Vertragsvermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, erwartete Kreditverluste (Expected Credit Losses) berücksichtigt. Dabei werden die Barwerte klassischer Ausfallszenarien mit der entsprechenden Eintrittswahrscheinlichkeit multipliziert. Zur Abzinsung wird der ursprüngliche Effektivzinssatz verwendet.

Stufentransfer

Bei erstmaliger Beurteilung der zukünftigen Kreditausfälle entspricht die Wertminderung den erwarteten Kreditausfällen innerhalb der nächsten zwölf Monate. Stellt sich zu einem späteren Bilanzstichtag ein signifikanter Anstieg des Kreditrisikos im Vergleich zur erstmaligen Beurteilung ein, entspricht die Wertminderung den erwarteten Kreditausfällen innerhalb der gesamten Restlaufzeit des Vermögenswertes.

Vereinfachte Vorgehensweise

Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne signifikante Finanzierungskomponente werden die erwarteten Kreditausfälle zusammen für eine Klasse von Vermögenswerten mit gleichen Kreditrisikomerkmalen auf kollektiver Basis ermittelt und gemäß IFRS 9.5.5.15 auf Laufzeitbasis als Risikovorsorgeposten angesetzt.

3.3 Umsatzrealisierung

OVB erfasst Umsatzerlöse grundsätzlich nach Erbringung der vereinbarten Dienstleistung für den Kunden (Erfüllung der Leistungsverpflichtung). Bei Unsicherheiten hinsichtlich der Umsatzrealisierung wird der Zeitpunkt des tatsächlichen Zahlungszuflusses herangezogen. Für den Fall etwaiger Rückerstattungen von Provisionen an die Produktpartner infolge von Vertragsstornierungen/Nichteinlösungen werden basierend auf historischen Erfahrungswerten entsprechende Rückstellungen gebildet (Stornorisikorückstellung). Die Veränderung der Stornorisikorückstellung erfolgt zu Lasten wie auch zu Gunsten der Umsatzerlöse. Angesichts eventueller Rückvergütungen bereits erhaltener Provisionen im Stornierungsfall handelt es sich bei den Umsatzerlösen gemäß IFRS 15 um variable Gegenleistungen, die der Höhe nach mit Unsicherheit behaftet sind.

Die auf nachlaufenden Provisionen entfallenden Umsatzerlöse werden als Vertragsvermögenswert im Posten „Forderungen und sonstige Vermögenswerte“ erfasst. Die Schätzung der nachlaufenden Provisionen erfolgt auf Basis des wahrscheinlichsten Betrages und in einer Höhe, in der eine signifikante Stornierung der gebuchten Erlöse hochunwahrscheinlich ist. Korrespondierende Aufwendungen für Vermittlungen, die zukünftig an den Außendienst weitergegeben werden, sind in den Rückstellungen aus nachlaufenden Provisionen enthalten.

Als Umsatzerlöse erfasst OVB Abschlussprovisionen, Bestandspflegeprovisionen und Dynamikprovisionen.

Die OVB erhält Abschlussprovisionen für die erfolgreiche Vermittlung eines Versicherungsvertrages. Die Abrechnung erfolgt entweder diskontiert, teildiskontiert oder ratierlich. Bei den teildiskontierten und ratierlich zufließenden Abschlussprovisionen kommt es in den Sparten Fondsgebundene Vorsorgeprodukte, sonstige Vorsorgeprodukte, Sach- und Unfallversicherung und Rechtsschutz, Investmentfonds und Krankenversicherungen zu einer früheren zeitpunktbezogenen Erfassung der Umsatzerlöse für den Teil, der auf die erfolgreiche Vermittlung des Vertrages entfällt, jedoch erst in späteren Berichtsperioden abgerechnet wird. Dabei werden Annahmen hinsichtlich der voraussichtlichen Laufzeit getroffen, unter Berücksichtigung zukünftiger Vertragsstornierungen.

Bestandspflegeprovisionen erhält OVB aus der Bestandspflege von Verträgen für eine kontinuierliche Betreuung des Versicherungsnehmers. Die Leistung wird demnach über einen Zeitraum erbracht, was dazu führt, dass Umsatzerlöse diesbezüglich über die Zeit zu realisieren sind.

Dynamikprovisionen erhält OVB für Beitragserhöhungen während der Vertragslaufzeit. Dynamikprovisionen werden zeitpunktbezogen erfasst, wenn die Widerrufsfrist des Versicherungsnehmers bezogen auf die Beitragserhöhung abgelaufen ist.

3.4 Ermessensspielräume

Sämtliche im Rahmen der Bilanzierung und Bewertung nach IFRS notwendigen Schätzungen und Beurteilungen erfolgen im Einklang mit dem jeweiligen Standard. Schätzungen werden fortlaufend neu beurteilt und basieren auf historischen Erfahrungen hinsichtlich zukünftiger Ereignisse. Die Schätzungen berücksichtigen auch alle am Bilanzstichtag bekannten Ereignisse, die eine Auswirkung auf zukünftige Perioden haben, wenn die Ursache in der Vergangenheit liegt.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet worden, die sich auf den Ausweis und die Höhe der bilanzierten Vermögenswerte und Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben.

Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Bilanzstichtag bestehende wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer Schätzrisiken bestehen, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten erforderlich sein könnte, werden nachstehend erläutert.

Diese Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die Bewertung von Rückstellungen und rechtlichen Risiken, die Realisierbarkeit der Forderungen und der latenten Steuern auf Verlustvorträge, die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte und die Höhe der Abschreibungen bzw. die Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern, insbesondere im Bereich der immateriellen Vermögenswerte. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis berücksichtigt.

Im Rahmen der Bildung von Rückstellungen werden jährliche risikoadäquate Schätzungen der erwarteten Ausgabe, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Bilanzstichtag erforderlich ist, vorgenommen. Sind bei einer großen Zahl möglicher Ereignisse Eintrittswahrscheinlichkeiten bekannt, wird ein Erwartungswert gebildet. Ist eine Bandbreite bekannt und die Eintrittswahrscheinlichkeit für jeden Punkt innerhalb der Bandbreite gleich groß, wird der Mittelwert gebildet. In allen anderen Fällen wird als bestmögliche Schätzung der Wert mit der größten Wahrscheinlichkeit verwendet. Für die Bemessung der Stornorisikorückstellung werden Vergangenheitsdaten für Stornoquoten und Stornowahrscheinlichkeiten als Grundlage der Schätzung zukünftiger Vertragsstornierungen herangezogen. Das zukünftige Stornierungsverhalten kann von der Schätzung zum Bilanzstichtag abweichen. Ceteris Paribus führt eine Erhöhung der Stornoquote zu einem linearen Anstieg der Rückstellungen für Stornorisiken. Daneben werden die Haftungszeiträume für einzelne Produktgruppen sowie die aktuellen Vereinbarungen hinsichtlich der Haftungssätze berücksichtigt. Der Buchwert der Stornorisikorückstellung kann dem Posten 21 „Andere Rückstellungen“ in den Erläuterungen zur Konzernbilanz entnommen werden.

Die Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich erforderlicher Wertberichtigungen angesetzt. Einzelwertberichtigungen werden basierend auf einer individuellen Risikoeinschätzung unter Einbeziehung aller vorhandenen Informationen über die Bonität der Schuldner und die Altersstruktur der Forderungen ermittelt. Aufgrund der großen Anzahl der Einzelforderungen werden auch pauschalierte Einzelwertberichtigungen auf Basis einer homogenen Gruppierung der nicht signifikanten Forderungen, die ein einheitliches Chancen- und Risikoprofil aufweisen, nach wertbestimmenden Faktoren der jeweiligen Schuldner ermittelt. Der Buchwert der Forderungen kann den Posten 5 und 6 in den Erläuterungen zur Konzernbilanz entnommen werden.

Die jährlichen Werthaltigkeitstests der Geschäfts- oder Firmenwerte werden auf Basis von Mehrjahresplanungen vorgenommen, die grundsätzlich der im Planungsprozess inhärenten Unsicherheit unterliegen. Die Werthaltigkeitstests erfordern Schätzungen der Nutzungswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Zur Ermittlung dieser Nutzungswerte sind Schätzungen hinsichtlich der voraussichtlichen zukünftigen Cashflows erforderlich. Darüber hinaus werden notwendige Parameter zur Berechnung der Nutzungswerte festgelegt. Diese Parameter betreffen im Wesentlichen den risikolosen Zinssatz sowie einen Risikoaufschlag. Der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts kann dem Posten 1 in den Erläuterungen zur Konzernbilanz entnommen werden.

Für die Aktivierung latenter Steuern auf Verlustvorträge müssen die steuerpflichtigen Erträge der Folgejahre geschätzt werden. Grundlage hierfür sind die Mehrjahresplanungen der einzelnen Konzerneinheiten. Die zukünftig realisierbaren Ergebnisse können von den Planungen abweichen. Der Buchwert der aktiven latenten Steuern kann dem Posten 4 in den Erläuterungen zur Konzernbilanz entnommen werden.

Sofern Schätzungen in größerem Umfang erforderlich waren, werden die getroffenen Annahmen bei der Erläuterung der entsprechenden Position im Folgenden ausführlich dargelegt.

Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen

Bei einer vertriebsunterstützenden Softwarelösung ergibt sich nach realisierter Funktionserweiterung eine Erhöhung des Nutzungspotenzials, das nach Neubeurteilung zu einer Verlängerung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer von fünf auf zehn Jahre führt. Der Restbuchwert zum 1. Juni 2018 zzgl. nachträglicher Herstellungskosten wird über die verbleibende Restnutzungsdauer bis Juni 2024 linear abgeschrieben. Aus der Änderung ergibt sich ein um TEUR 320 reduzierter Abschreibungsaufwand in der Berichtsperiode zum 31. Dezember 2018.

3.5 Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements

Die Ziele des Kapitalmanagements leiten sich aus der Finanzstrategie von OVB ab. Hierzu gehören die Sicherstellung der Liquidität im Tagesgeschäft und die Gewährleistung des jederzeitigen Zugangs zum Kapitalmarkt. Maßnahmen zur Erreichung der Ziele des Kapitalmanagements sind die Dividendenpolitik, Eigenkapitalmaßnahmen, Bereitstellung von Liquidität für Akquisitionen und die Vermeidung verzinslicher Schulden. OVB verfolgt eine Unternehmenspolitik, die ihre Aktionäre angemessen am Geschäftserfolg beteiligt. Der Vorstand verfolgt das Ziel, auch zukünftig die Unternehmensgewinne an die Aktionäre auszuschütten. Es besteht weiterhin kein kurz- oder langfristiger Finanzierungsbedarf. Unsere finanzwirtschaftliche Steuerung orientiert sich an der in unserer Finanzstrategie festgelegten hohen Eigenfinanzierung. Die Kapitalstruktur der OVB Holding AG ist durch eine solide Eigenkapitalquote von 48,5 Prozent (31. Dezember 2017: 51,6 Prozent) geprägt. Der Konzern verfügt über verschiedene Finanzinstrumente, die unmittelbar aus der Geschäftstätigkeit resultieren. Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des Konzerns umfassen Liquiditäts-, Währungs-, Kredit- und Zinsrisiken. Durch das von der Unternehmensleitung eingeführte Risikomanagementsystem werden die Risiken regelmäßig analysiert und zeitnah kommuniziert. Das Risikomanagementsystem stellt die Bruttorisiken, d.h. die Risiken, die sich ergeben, wenn keine unternehmensseitigen Maßnahmen getroffen werden, und die Nettorisiken, d.h. die verbleibenden Risiken, die sich ergeben, wenn geeignete Maßnahmen getroffen werden, dar. Der Risikobericht wird in festen Zeitintervallen, bei erhöhten Einzelrisiken unmittelbar an die Unternehmensleitung kommuniziert. Die Unternehmensleitung beschließt Strategien und Verfahren zur Steuerung einzelner Risikoarten, die in den folgenden Unterabschnitten zu den einzelnen Risikoarten dargestellt werden.

Die folgenden Tabellen zeigen die Überleitung der Bewertungskategorien der finanziellen Vermögenswerte gemäß IAS 39 in die neuen Bewertungsklassen gemäß IFRS 9:

AC
in TEUR
31.12.2017 Umklassifizierung Neubewertung 01.01.2018
Finanzanlagen
Eröffnungsbilanz gemäß IAS 39 0
Zuführung aus L+R (IAS 39) 5.096
Neubewertung 0
Schlussbilanz gemäß IFRS 9 5.096
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Eröffnungsbilanz gemäß IAS 39 0
Zuführung aus L+R (IAS 39) 29.243
Neubewertung 0
Schlussbilanz gemäß IFRS 9 29.243
Forderungen
Eröffnungsbilanz gemäß IAS 39 0
Zuführung aus L+R (IAS 39) 19.803
Neubewertung 0
Schlussbilanz gemäß IFRS 9 19.803
Übrige Kapitalanlagen
Eröffnungsbilanz gemäß IAS 39 0
Zuführung aus L+R (IAS 39) 13.510
Neubewertung 0
Schlussbilanz gemäß IFRS 9 13.510
Zahlungsmittel- und Zahlungsmitteläquivalente
Eröffnungsbilanz gemäß IAS 39 0
Zuführung aus L+R (IAS 39) 55.521
Neubewertung 0
Schlussbilanz gemäß IFRS 9 55.521
0 123.173 0 123.173
FVPL
in TEUR
31.12.2017 Umklassifizierung Neubewertung 01.01.2018
Wertpapiere
Eröffnungsbilanz gemäß IAS 39 0
Zuführung aus AfS (IAS 39) 22.901
Neubewertung 0
Schlussbilanz gemäß IFRS 9 22.901
0 22.901 0 22.901
FVOCI
in TEUR
31.12.2017 Umklassifizierung Neubewertung 01.01.2018
Wertpapiere
Eröffnungsbilanz gemäß IAS 39 0
Zuführung aus AfS (IAS 39) 3.002
Neubewertung 0
Schlussbilanz gemäß IFRS 9 3.002
0 3.002 0 3.002

AC = Amortized Cost (Fortgeführte Anschaffungskosten)
FVPL = Fair Value through Profit or Loss (Ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert)
FVOCI = Fair Value through Other Comprehensive Income (Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert)
L+R = Loans and Receivables (Kredite und Forderungen)
AfS = Available-for-Sale (zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Buchwerte sämtlicher im Konzernabschluss erfasster finanzieller Vermögenswerte. Dabei werden die Vergleichswerte zum 31. Dezember 2017 gemäß der neuen IFRS 9 Kategorien dargestellt.

in TEUR 31.12.2018 l 31.12.2017
Finanzanlagen AC 12.079 5.096
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen AC 32.764 29.243
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 34.486 23.553
Forderungen AC 18.578 19.803
Sonstige Vermögenswerte 2.935 3.750
Vertragsvermögenswert (IFRS 15) 12.973 0
Wertpapiere und übrige Kapitalanlagen 41.475 39.413
Wertpapiere FVPL 23.780 22.901
Wertpapiere FVOCI 3.515 3.002
Übrige Kapitalanlagen AC 14.180 13.510
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente AC 46.513 55.521

AC = Amortized Cost (Fortgeführte Anschaffungskosten)
FVPL = Fair Value through Profit or Loss (Ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert)
FVOCI = Fair Value through Other Comprehensive Income (Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert)
L+R = Loans and Receivables (Kredite und Forderungen)
AfS = Available-for-Sale (zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Sämtliche Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte, mit Ausnahme der Wertpapiere, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, entsprechen einem angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert. Aggregiert nach den Bewertungsklassen gemäß IFRS 9 lassen sich die Buchwerte der Finanzinstrumente wie folgt darstellen:

in TEUR Buchwert 2018 Fortgeführte Anschaffungskosten Anschaffungskosten Wertveränderung erfolgsneutral Wertveränderung erfolgswirksam
Finanzielle AC 124.114 124.114 -19.882
Vermögenswerte (Vorjahr: 123.173) (Vorjahr: 123.173) (Vorjahr: -21.026)
Finanzielle FVPL 23.780 24.723 -943
Vermögenswerte (Vorjahr: 22.901) (Vorjahr: 23.073) (Vorjahr: -172)
Finanzielle FVOCI 3.515 3.514 1
Vermögenswerte (Vorjahr: 3.002) (Vorjahr: 3.013) (Vorjahr: -11)
Finanzielle AC 51.441 51.441
Verbindlichkeiten (Vorjahr: 49.081) (Vorjahr: 49.081)

AC = Amortized Cost (Fortgeführte Anschaffungskosten)
FVPL = Fair Value through Profit or Loss (Ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert)
FVOCI = Fair Value through Other Comprehensive Income (Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert)
L+R = Loans and Receivables (Kredite und Forderungen)
AfS = Available-for-Sale (zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Die gegenwärtigen finanziellen Verbindlichkeiten der Gesellschaft sind der Kategorie „Finanzielle Verbindlichkeiten (AC)“ zugeordnet, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Die Kategorie „Finanzielle Vermögenswerte (AC)“ beinhaltet sämtliche finanziellen Forderungen des Unternehmens, die als Finanzanlagen ausgewiesenen Ausleihungen, die unter den übrigen kurzfristigen Kapitalanlagen ausgewiesenen Festgeldbestände und flüssigen Mittel mit einer Laufzeit von mehr als drei Monaten, die kurzfristigen Ausleihungen sowie die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Zur besseren Vergleichbarkeit mit den nachfolgenden Tabellen wurde der Buchwert der Kategorie netto, d.h. nach Berücksichtigung von Wertminderungen, ausgewiesen. Wertpapiere werden in Abhängigkeit von der Zahlungsstrombedingung entweder als erfolgswirksam oder als erfolgsneutral zu bewertende finanzielle Vermögenswerte designiert.

Umwidmungen von finanziellen Vermögenswerten im Sinne von IFRS 7.12 erfolgten weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr.

Am 31. Dezember 2018 waren Forderungen mit einem Buchwert in Höhe von TEUR 3 (31. Dezember 2017: TEUR 0) überfällig, aber nicht wertgemindert. Diese Forderungen sind im Wesentlichen abrechnungsbedingt nur wenige Tage überfällig.

Finanzielle Vermögenswerte mit einem Buchwert in Höhe von TEUR 3.412 (31. Dezember 2017: TEUR 3.196) wurden als Sicherheiten gestellt. Die Sicherheiten werden gegenüber einzelnen Produktpartnern zur Absicherung von Diskontrisiken gewährt. Die Höhe bestimmt sich gemäß des jeweiligen Geschäftsvolumens der vergangenen Perioden.

Das Nettoergebnis der Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien setzt sich wie folgt zusammen:

aus der Folgebewertung Nettoergebnis
in TEUR aus Zinsen und ähnlichen Erträgen zum Fair Value Wertberichtigung/ Wertaufholung aus Abgang Gesamt
Finanzielle AC 247 -835 -390 -978
Vermögenswerte (Vorjahr: 225) (Vorjahr: -1.632) (Vorjahr: -161) (Vorjahr: -1.568)
Finanzielle FVPL 187 83 -782 0 -512
Vermögenswerte (Vorjahr: 139) (Vorjahr: -132) (Vorjahr: 41) (Vorjahr: 17) (Vorjahr: 65)
Finanzielle FVOCI 1 1 2
Vermögenswerte (Vorjahr: 5) (Vorjahr: -15) (Vorjahr: -10)
Finanzielle AC -52 1.262 1.210
Verbindlichkeiten (Vorjahr: -66) (Vorjahr: 1.086) (Vorjahr: 1.020)
Summe 383 84 -1.617 872 -278
(Vorjahr: 303) (Vorjahr: -147) (Vorjahr: -1.591) (Vorjahr: 942) (Vorjahr: -493)

Die im Nettoergebnis enthaltenen Währungseffekte sind nicht wesentlich und werden daher nicht separat ausgewiesen. In dem Nettoergebnis enthalten sind TEUR 73 (31. Dezember 2017: TEUR 171), die erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst wurden.

Die vorgenannten Aufwendungen und Erträge des Nettoergebnisses erfasst OVB im Finanzergebnis, ausgenommen:

die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten, finanziellen Vermögenswerten zugeordneten „Wertberichtigungen auf Forderungen“, die – da es sich im Wesentlichen um Forderungen gegenüber dem Außendienst handelt – unter den Vertriebsaufwendungen ausgewiesen sind,

Erträge aus entfallenen Verpflichtungen, die den sonstigen betrieblichen Erträgen zugeordnet sind sowie

erfolgsneutrale Fair Value-Anpassungen von Finanzinstrumenten, die direkt im Eigenkapital erfasst werden.

Das Nettoergebnis aus Wertberichtigungen auf finanzielle Vermögenswerte, die zur fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, setzt sich aus Aufwendungen für Wertberichtigungen sowie Erträgen aus Wertaufholungen zusammen.

Die Gesamtzinserträge für finanzielle Vermögenswerte betrugen im Berichtsjahr TEUR 435 (31. Dezember 2017: TEUR 369). Die Gesamtzinsaufwendungen für finanzielle Verbindlichkeiten betrugen TEUR 52 (31. Dezember 2017: TEUR 66).

3.5.1 Kreditrisiken

In den Konzerngesellschaften bestehen Risiken hinsichtlich des Ausfalls von Forderungen gegenüber dem Außendienst. Diesen Risiken begegnet OVB durch den Einbehalt von Sicherheiten, ein aktives Forderungsmanagement bei den jeweiligen Konzerngesellschaften sowie eine sorgfältige Auswahl der Finanzvermittler. Das Kreditrisiko bei den Produktpartnern wird durch restriktive Auswahlverfahren minimiert.

Stornorisiken werden durch die angemessene Bildung von Rückstellungen berücksichtigt. Bei sonstigen finanziellen Vermögenswerten des Konzerns, wie Zahlungsmitteln, Zahlungsmitteläquivalenten und Finanzanlagen entspricht das maximale Kreditrisiko bei Ausfall des Kontrahenten dem Buchwert dieser Instrumente. Diese werden nach erstmaliger Erfassung zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Dies ist der Betrag, mit dem ein finanzieller Vermögenswert bei der erstmaligen Erfassung bewertet wurde, abzüglich Tilgungen, zuzüglich oder abzüglich der kumulierten Amortisation eines etwaigen Disagios/Agios sowie abzüglich der Wertberichtigung für Wertminderungen.

In der Kategorie „Finanzielle Vermögenswerte (AC)“ entspricht das maximale Ausfallrisiko dem Buchwert von TEUR 124.114 (31. Dezember 2017: TEUR 123.173), sowie gegebenenfalls die entstehenden Forderungen gegenüber Dritten bei Bürgschaftsinanspruchnahme (siehe IV. „Sonstige Angaben“). Die hierfür gehaltenen Sicherheiten betragen TEUR 3.951 (31. Dezember 2017: TEUR 8.962), so dass ein Risiko von TEUR 120.163 (31. Dezember 2017: TEUR 114.211) verbleibt. Im Berichtsjahr wurden keine wesentlichen Konditionen neu ausgehandelt.

In der Kategorie „Finanzielle Vermögenswerte (FVPL)“ entspricht das maximale Ausfallrisiko zum 31. Dezember 2018 dem Buchwert in Höhe von TEUR 23.780 (31. Dezember 2017: TEUR 22.901).

In der Kategorie „Finanzielle Vermögenswerte (FVOCI)“ entspricht das maximale Ausfallrisiko zum 31. Dezember 2018 dem Buchwert in Höhe von TEUR 3.515 (31. Dezember 2017: TEUR 3.002).

Für finanzielle Vermögenswerte, die zum Abschlussstichtag weder überfällig noch wertgemindert waren, lagen keine Hinweise auf eine beeinträchtigte Werthaltigkeit vor.

Zur Risikoüberwachung bezüglich der Forderungen gegen Finanzvermittler und Forderungen gegen Arbeitnehmer wird auf die Erläuterungen hinsichtlich der Wertberichtigungen auf Sonstige Forderungen verwiesen.

Forderungen, deren Konditionen im Berichtsjahr neu ausgehandelt wurden und die ansonsten überfällig oder wertgemindert wären, bestanden am Abschlussstichtag nicht.

Die am Abschlussstichtag einzeln wertgeminderten finanziellen Vermögenswerte verteilen sich wie folgt:

in TEUR Bruttobetrag Wertberichtigung Buchwert (netto)
Finanzielle Vermögenswerte AC 26.604 -19.882 6.722
(Vorjahr: 27.424) (Vorjahr: -21.026) (Vorjahr: 7.504)
Finanzielle Vermögenswerte FVPL 22.455 -854 21.601
(Vorjahr: 22.455) (Vorjahr: -243) (Vorjahr: 20.175)
Finanzielle Vermögenswerte FVOCI 0 0 0
(Vorjahr: 0) (Vorjahr: 0) (Vorjahr: 0)

Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands an Forderungen, sonstigen Vermögenswerten und Finanzanlagen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

3.5.2 Währungsrisiken

Währungsrisiken im Sinne von IFRS 7 entstehen durch Finanzinstrumente, welche in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung bestehen.

Im operativen Bereich wickeln die einzelnen Konzernunternehmen ihre Aktivitäten fast ausschließlich in ihrer jeweiligen funktionalen Währung ab. Wesentliche Finanzinstrumente (Flüssige Mittel, Forderungen, verzinsliche Wertpapiere bzw. gehaltene Fremdkapitalinstrumente, verzinsliche und unverzinsliche Verbindlichkeiten) werden ebenfalls fast ausschließlich in der funktionalen Währung gehalten. Unmittelbar nach Abschluss eines Geschäftsjahres schütten die Tochterunternehmen ihre Gewinne weitgehend an die Obergesellschaft aus.

Der Konzern erwirtschaftet 35 Prozent (31. Dezember 2017: 35 Prozent) seines Umsatzes in funktionalen Währungen, die nicht dem Euro entsprechen. Die Umrechnungsdifferenz aus der Änderung der Wechselkurse gegenüber dem Vorjahr betrug bezogen auf den Konzernumsatz TEUR 183 und bezogen auf das Konzernergebnis TEUR 105. Änderungen der Umrechnungsverhältnisse zum Euro können sich auf das Konzernergebnis und die Konzernbilanz auswirken. Um Währungsrisiken aus der Änderung von Umrechnungsverhältnissen zum Euro Rechnung zu tragen, werden Kursentwicklungen stetig überwacht und Fremdwährungsbestände kontinuierlich neu bewertet.

3.5.3 Zinsrisiken

Der Konzern unterliegt Zinsrisiken in Form von möglichen Zinsschwankungen. Gemäß IFRS 7 werden diese Zinsänderungsrisiken mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinserträge und -aufwendungen, andere Ergebnisbestandteile sowie ggf. auf das Eigenkapital dar. Bei der Sensitivitätsanalyse für festverzinsliche Wertpapiere werden Informationen zur Veränderung der Kurswerte bei entsprechenden Marktzinsveränderungen herangezogen (Basispoint-Value).

Die Gesellschaft verfügte zum Abschlussstichtag über variabel verzinste Vermögenswerte in Höhe von TEUR 48.031 (31. Dezember 2017: TEUR 58.901) sowie über variabel verzinste Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 156 (31. Dezember 2017: TEUR 110). Wenn das Marktzinsniveau während des gesamten Jahres 2018 um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, wäre das Ergebnis um TEUR 479 (31. Dezember 2017: TEUR 588) höher (niedriger) gewesen.

3.5.4 Liquiditätsrisiken

Der Konzern überwacht laufend das Risiko eines etwaigen Liquiditätsengpasses mittels eines Liquiditätsplanungsberichts. Dieser Bericht wird wöchentlich bzw. monatlich erstellt und berücksichtigt die Laufzeiten der Finanzinvestitionen und der finanziellen Vermögenswerte (z.B. Forderungen, andere finanzielle Vermögenswerte) sowie erwartete Cashflows aus der Geschäftstätigkeit. Im Berichtszeitraum wurden zu keinem Zeitpunkt Liquiditätsengpässe festgestellt.

3.5.5 Steuerliche Risiken

Steuerrisiken können insbesondere aus Betriebsprüfungsrisiken sowie Risiken aus finanzgerichtlichen Verfahren resultieren. Die steuerlichen Risiken umfassen dabei insbesondere Lohn- und Umsatzsteuern für die Teilnahme von Innendienstmitarbeitern und Geschäftspartnern an Incentives und Veranstaltungen. Zudem bestehen latente ertragsteuerliche Risiken für die Anerkennung von grenzüberschreitender Leistungsverrechnung. Diese Risiken werden entsprechend den allgemeinen Passivierungsgrundsätzen abgebildet, wenn zum Bilanzstichtag mehr Gründe für eine Inanspruchnahme sprechen als dagegen.

4. Konzernaktiva

4.1 Anlagevermögen

Materielle und immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens mit geringen Anschaffungskosten wurden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben und als Abgang erfasst.

4.1.1 Immaterielle Vermögenswerte

Zu den immateriellen Vermögenswerten gehören sowohl erworbene als auch selbst erstellte Software, erworbene Markenrechte und Geschäfts- oder Firmenwerte.

Voraussetzungen für die Aktivierung selbst erstellter immaterieller Vermögenswerte sind die folgenden Bedingungen:

Ein immaterieller Vermögenswert muss identifizierbar sein, d.h. er ist separierbar, so dass er vom Unternehmen getrennt und verkauft, übertragen, lizenziert, vermietet oder getauscht werden kann.

Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes kann technisch soweit realisiert werden, dass er genutzt oder verkauft werden kann.

Es ist beabsichtigt, den immateriellen Vermögenswert fertig zu stellen und ihn zu nutzen oder zu verkaufen.

Fähigkeit, den immateriellen Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen und den Zugriff Dritter auf diesen Nutzen zu beschränken.

Zuverlässige Ermittlung der Anschaffungs- und Herstellungskosten.

Adäquate technische, finanzielle und sonstige Ressourcen sind verfügbar, so dass die Entwicklung abgeschlossen und der immaterielle Vermögenswert genutzt oder verkauft werden kann.

Die Wahrscheinlichkeit, dass der selbst erstellte Vermögenswert einen zukünftigen wirtschaftlichen Nutzen erbringen wird, ist gegeben.

Im OVB Konzern werden Software-Entwicklungskosten gemäß IAS 38.21 dann aktiviert, wenn durch die Herstellung der selbst entwickelten Software der Zufluss eines wirtschaftlichen Nutzens wahrscheinlich ist und die Kosten zuverlässig ermittelt werden können. Sind die Aktivierungskriterien nicht erfüllt, werden die Aufwendungen im Jahr ihrer Entstehung erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die Zugangsbewertung von Software und sonstigen immateriellen Vermögenswerten (außer Geschäfts- oder Firmenwert) erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten.

Ab den folgenden Bilanzstichtagen werden Software und sonstige immaterielle Vermögenswerte (außer Geschäfts- oder Firmenwert) zu Anschaffungskosten, vermindert um kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen, angesetzt.

Die Abschreibungen für immaterielle Vermögenswerte werden, soweit nicht besondere Umstände eine Abweichung erfordern, nach der linearen Methode unter Berücksichtigung der nachfolgenden wirtschaftlichen Nutzungsdauern ermittelt:

Voraussichtliche Nutzungsdauer
Software 3 – 10 Jahre
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 3 – 10 Jahre
Geschäfts- oder Firmenwerte Keine planmäßige
Abschreibung (IFRS 3)

Im Jahr 2010 wurde ein Administrations- und Verwaltungssystem in einzelnen Landesgesellschaften des OVB Konzerns eingeführt. Die Software wird stufenweise in Abhängigkeit von der Einführung in den jeweiligen Landesgesellschaften linear über jeweils zehn Jahre abgeschrieben. Der Einführungszeitraum der Gesamtsoftware erstreckt sich über sieben Jahre. Da die individualisierten Ländermodule zeitversetzt eingeführt werden und die Software ständig aktualisiert wird (Updates), wird sich für den Vermögenswert aufgrund des geplanten konzernweiten Einführungszeitraums eine Abschreibungsdauer von 17 Jahren ergeben.

Geleistete Anzahlungen auf Software sind mit dem Nennwert bewertet.

Die Geschäftswerte wurden bis zum 31. Dezember 2004 über die wirtschaftliche Nutzungsdauer erfolgswirksam linear abgeschrieben, sofern kein Impairment vorlag.

Aufgrund der Einführung des IFRS 3 wurden die bestehenden Geschäfts- oder Firmenwerte mit dem Wert zum 31. Dezember 2004 festgesetzt und die planmäßige Abschreibung ab diesem Zeitpunkt ausgesetzt. Dieser festgesetzte Wert wird nunmehr als neuer Anschaffungswert angesehen. Anstelle einer planmäßigen linearen Abschreibung erfolgt mindestens einmal jährlich ein Werthaltigkeitstest (sog. „impairment test“) nach IAS 36, in dessen Rahmen die Werthaltigkeit des Ansatzes nachgewiesen werden muss („impairment-only-approach“). Im Rahmen der periodischen Werthaltigkeitsermittlung wird dieser für die entsprechenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten durchgeführt. Zahlungsmittelgenerierende Einheiten im Zusammenhang mit den Werthaltigkeitstests von Geschäfts- oder Firmenwerten sind die den Geschäfts- oder Firmenwert begründenden Gesellschaften oder Teile dieser. Planmäßige Werthaltigkeitstests werden regelmäßig auf Basis einer aktuellen Mehrjahres-Planung durchgeführt. Im Rahmen der letzten Impairmenttests wurde der Nutzungswert als erzielbarer Betrag ermittelt. Für die Nutzungswertberechnung verwendet OVB ein DCF-Verfahren. Sofern Hinweise auf Wertminderungen vorliegen, werden unabhängig von dem verpflichtend einmal jährlich durchzuführenden Werthaltigkeitstest unterjährige Überprüfungen vorgenommen.

Eine Darstellung der Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte des Geschäftsjahres ist im Anlagenspiegel zu finden. Es bestanden keine Verfügungsbeschränkungen oder Verpfändungen.

4.1.2 Sachanlagen

Die Zugangsbewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten.

An den folgenden Bilanzstichtagen werden Sachanlagen zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen zuzüglich Wertaufholungen angesetzt.

Der bei einem Abgang eines Vermögenswertes entstandene Gewinn oder Verlust wird als Differenz zwischen dem Verkaufserlös und dem Buchwert ermittelt und erfolgswirksam erfasst.

Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer bestimmt sich nach der voraussichtlichen physischen Abnutzung, der technischen Alterung sowie rechtlicher und vertraglicher Beschränkungen.

Die Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen werden unter Berücksichtigung nachfolgender wirtschaftlicher Nutzungsdauern linear ermittelt:

Voraussichtliche Nutzungsdauer
Selbst genutzte Immobilien 25 – 50 Jahre
Maschinen, Geräte, Mobiliar, Fahrzeuge, Sonstige 4 – 10 Jahre
EDV-Anlagen 3 – 5 Jahre
Mietereinbauten 5 – 13 Jahre
Leasinggegenstände 3 – 5 Jahre

4.1.3 Finanzanlagen

Die Finanzanlagen betreffen Ausleihungen an Innendienst- und Außendienstmitarbeiter, die zum Marktzins gewährt werden sowie ein erworbenes Schuldscheindarlehen. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten, ggf. abzüglich Wertminderungen.

4.1.4 Leasingverhältnisse

Leasingverhältnisse, bei denen alle wesentlichen Risiken und Nutzen im Zusammenhang mit einem Vermögenswert auf den Leasingnehmer übergehen, werden als Finanzierungs-Leasing klassifiziert. Die geleasten Vermögenswerte werden beim Leasingnehmer aktiviert und über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Ergibt sich aus der Dauer des Leasingverhältnisses eine kürzere Laufzeit, so wird über diese entsprechend abgeschrieben. Eine aus dem Leasingverhältnis entstehende Verbindlichkeit wird entsprechend passiviert und um den Tilgungsanteil der geleisteten Leasingraten gemindert.

Ist dies nicht der Fall, wird das Leasingverhältnis als Operating-Leasingverhältnis bestimmt. Bei OVB als Leasingnehmer bestehen zur Zeit sowohl Operating- als auch Finanzierungs-Leasingverhältnisse.

Die aus Operating-Leasingverhältnissen, in denen OVB als Leasinggeber auftritt, resultierenden Mieteinnahmen werden in der Position 26 „sonstige betriebliche Erträge“ erfolgswirksam erfasst.

4.1.5 Wertminderung

Nicht finanzielle Vermögenswerte werden nach Maßgabe des Risikomanagements auf eine Wertminderung im Sinne von IAS 36 hin überprüft, wenn sog. objektivierte Hinweise bzw. „triggering events“ vorliegen, die darauf hindeuten, dass der Buchwert eines Vermögenswertes nicht erzielbar sein könnte (Werthaltigkeitstest). Solche Hinweise oder „triggering events“ sind beispielsweise Marktwertänderungen, Veränderungen des Markt- und Unternehmensumfelds, Marktzinsänderungen und substanzielle Hinweise aus dem internen Berichtswesen des Unternehmens auf nachteilige Veränderungen der Einsatzmöglichkeiten oder geringere wirtschaftliche Ertragskraft des Vermögenswertes. Wird im Rahmen des Werthaltigkeitstests festgestellt, dass der Buchwert eines Vermögenswertes seinen erzielbaren Betrag übersteigt, erfolgt unverzüglich eine erfolgswirksame Wertminderung. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus Nettoveräußerungspreis und Nutzungswert eines Vermögenswertes. Der Nettoveräußerungspreis ist der aus einem Verkauf eines Vermögenswertes zu marktüblichen Bedingungen erzielbare Betrag, abzüglich der Veräußerungskosten. Der Nutzungswert ist der Barwert der geschätzten künftigen Cashflows, die aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögenswertes und seinem Abgang am Ende der Nutzungsdauer erwartet werden. Der erzielbare Betrag wird für jeden Vermögenswert einzeln oder, falls dies nicht möglich ist, für die zahlungsmittelgenerierende Einheit, zu der der Vermögenswert gehört, ermittelt.

Die Bilanzansätze von Geschäfts- oder Firmenwerten werden gemäß den unter Abschnitt 4.1.1 dargelegten Regelungen im Hinblick auf ihren künftigen wirtschaftlichen Nutzen geprüft. Der künftige wirtschaftliche Nutzen wird dabei durch den erzielbaren Betrag ermittelt. Eine erfolgswirksame Wertminderung wird erfasst, sofern der erzielbare Betrag niedriger ist als der Buchwert der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit.

4.2 Umlaufvermögen

4.2.1 Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich erforderlicher Wertberichtigungen angesetzt. Die Wertberichtigungen werden basierend auf individueller Risikoeinschätzung sowie aufgrund von Erfahrungswerten ermittelt.

Entgeltlich erworbene Provisionsansprüche von Finanzvermittlern werden entsprechend ihres Charakters als nicht finanzielle Vermögenswerte bzw. finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich der ersparten Provisionsaufwendungen bilanziert. Die Verminderung des Buchwerts um die ersparten Provisionsaufwendungen erhöht vollumfänglich die Aufwendungen für Vermittlungen.

4.2.2 Wertpapiere

Wertpapiere werden in Abhängigkeit des Geschäftsmodells, in dessen Rahmen diese gehalten werden, und der Zahlungsstrombedingung kategorisiert. Demnach können Wertpapiere als „Finanzielle Vermögenswerte“ designiert werden, die entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC), erfolgswirksam (FVPL) oder erfolgsneutral (FVOCI) zum beizulegenden Zeitwert folgebewertet werden. Bei der erstmaligen Erfassung der finanziellen Vermögenswerte werden diese mit dem Fair Value zzgl. Anschaffungsnebenkosten bewertet.

Wertpapiere der Kategorie „Finanzielle Vermögenswerte (AC)“ werden nach erstmaliger Erfassung zu fortgeführten Anschaffungskosten mittels Effektivzinsmethode folgebewertet. Agien und Disagien werden über die Restlaufzeit der finanziellen Vermögenswerte effektivzinskonstant verteilt.

Änderungen des beizulegenden Zeitwerts bei erfolgswirksam zu bewertenden Wertpapieren werden unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. In der Kategorie „Finanzielle Vermögenswerte (FVOCI)“ werden Änderungen des Marktwerts in der Neubewertungsrücklage innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen und erst erfolgswirksam umgebucht, wenn der Gewinn oder Verlust realisiert wird.

4.2.3 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen in der Bilanz umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben und kurzfristige Einlagen mit ursprünglichen Fälligkeiten von weniger als drei Monaten. Diese Bestände werden mit dem Nennwert angesetzt.

Der Finanzmittelbestand in der Kapitalflussrechnung setzt sich aus dem Kassenguthaben sowie Guthaben bei Banken mit Laufzeiten unter drei Monaten abzüglich kurzfristiger Verbindlichkeiten ggü. Banken zusammen.

5. Konzernpassiva

5.1 Langfristige Schulden

Langfristige Verbindlichkeiten betreffen Verbindlichkeiten, die nach Ablauf von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag bezahlt werden müssen bzw. deren Bezahlung OVB um mindestens zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag aufschieben kann, sowie Verbindlichkeiten, die nicht im normalen Geschäftsablauf bezahlt werden.

5.1.1 Langfristige Rückstellungen Pensionsrückstellungen

Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Project Unit Credit Method) in Übereinstimmung mit IAS 19 ermittelt. Versicherungsmathematische Gutachten bilden die Grundlage für die Bewertung zukünftiger Verpflichtungen. Aktuelle Sterbe-, Invaliditäts- und Fluktuationswahrscheinlichkeiten fließen in die Bewertung ein. Der bei der Barwertberechnung für die Pensionsverpflichtungen verwendete Rechnungszinssatz orientiert sich am Zinssatz für langfristige erstrangige Industrieobligationen und beträgt 0,80 Prozent (31. Dezember 2017: 0,60 Prozent).

Rückstellungen Arbeitnehmer

Rückstellungen für langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer sind insbesondere die Jubiläumsrückstellungen, die nicht innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag fällig sind. Die Bewertung erfolgt grundsätzlich mit dem Barwert der erwarteten Zahlungsströme. Der für die Abzinsung verwendete Zinssatz orientiert sich am Zinssatz für langfristige erstrangige Industrieobligationen.

5.2 Kurzfristige Schulden

5.2.1 Steuerrückstellungen/Steuerverbindlichkeiten

Die Steuerrückstellungen werden für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag der einzelnen Gesellschaften auf der Grundlage der jeweiligen nationalen Besteuerung gebildet, wenn einzelne Sachverhalte zwischen der berichtenden Einheit und der Finanzbehörde in Abstimmung sind.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag aus laufenden und früheren Perioden, die veranlagt aber noch nicht gezahlt wurden, werden als Steuerverbindlichkeit ausgewiesen.

Latente Steuerverpflichtungen sind unter den passiven latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen.

5.2.2 Andere Rückstellungen

Stornorisiken

Rückstellungen für Stornorisiken werden bei diskontierten Provisionen für Ereignisse nach dem Bilanzstichtag gebildet, da die Provisionen bei Rückforderungen des Produktpartners aufgrund von stornierten Verträgen ganz oder teilweise zurückgezahlt werden müssen. Die Rückstellungsermittlung wird von der jeweiligen Tochtergesellschaft auf der Grundlage der landesspezifischen Faktoren (insbesondere Haftungszeitraum, historische Stornoquoten der Gesellschaft, Erwartungen über den zeitlichen Anfall der Storni) zu jedem Abschlussstichtag nach einem konzernweit einheitlich vorgegebenen Prozess vorgenommen. Eine Abzinsung erfolgt für den voraussichtlich langfristigen Anteil der Rückstellung. Der verwendete laufzeitadäquate Abzinsungssatz beträgt 0,00 Prozent (31. Dezember 2017: 0,00 Prozent).

Nicht abgerechnete Verpflichtungen

Rückstellungen für nicht abgerechnete Verpflichtungen werden gebildet, wenn die Höhe der Verpflichtungen nur geschätzt werden kann, weil die abzurechnenden Mengen und/oder Preise nicht bekannt sind. Im Wesentlichen handelt es sich bei diesem Posten um nicht abgerechnete Verpflichtungen gegenüber Finanzvermittlern. Sofern nicht im Einzelfall genauere Angaben gemacht werden können, werden die Rückstellungen mit dem durchschnittlich auf die Mitarbeiter entfallenden Provisionsanteil bewertet. Die Rückstellungen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und entsprechend der gegenwärtig besten Schätzung angepasst.

Rechtsstreite

Rückstellungen für Rechtsstreite werden gebildet, wenn OVB am Bilanzstichtag als beklagte Partei Beteiligte eines anhängigen Gerichtsverfahrens ist. In der zu bildenden Rückstellung wird der wahrscheinliche Ausgang des Rechtsstreits risikoadäquat berücksichtigt. Die Rückstellungen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und entsprechend der zu diesem Zeitpunkt besten Schätzung angepasst.

Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern

Kurzfristige Rückstellungen gegenüber Arbeitnehmern werden ausgewiesen, wenn Fälligkeitszeitpunkt und/oder Höhe der Verpflichtung gegenüber Arbeitnehmern unsicher sind. Die Rückstellungen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und entsprechend der gegenwärtig besten Schätzung angepasst.

Jahresabschluss-/Prüfungskosten

Gemäß Handels- und Steuerrecht besteht für die Unternehmen des OVB Konzerns die Pflicht, einen Jahresabschluss nach landesrechtlichen Vorschriften sowie einen Konzernabschluss zu erstellen und – bei Vorliegen der entsprechenden Größenmerkmale – prüfen zu lassen. In dieser Position sind auch die erwarteten Kosten für die Prüfung des Konzernabschlusses 2018 enthalten.

Übrige Verpflichtungen

Übrige Verpflichtungen entstehen aus anderen ausstehenden Abrechnungen, insbesondere aus Lieferungen und Leistungen, sofern die Lieferung bis zum Bilanzstichtag erfolgt ist, aber noch keine Abrechnung vorliegt. Diese Rückstellungen werden in Höhe des erwarteten Erfüllungsbetrages angesetzt.

5.2.3 Andere Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Darlehen

Verzinsliche Bankdarlehen werden im Zugangszeitpunkt zum Auszahlungsbetrag bewertet. Dieser entspricht in der Regel dem valutierten Betrag. In der Folgezeit erfolgt eine Zuschreibung bis zum Rückzahlungsbetrag unter Anwendung der Effektivzinsmethode.

6. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

6.1 Erträge/Aufwendungen

Hinsichtlich der Umsatzrealisierung wird auf Abschnitt 3.3 verwiesen.

Die den Erträgen gegenüberstehenden Aufwendungen werden periodengerecht abgegrenzt.

6.2 Finanzergebnis

Die Finanzaufwendungen und -erträge werden periodengerecht abgegrenzt.

6.3 Ertragsteuern

Die Jahresergebnisse auf Basis der Abschlüsse der einzelnen Unternehmen bilden die Grundlage für den tatsächlichen Ertragsteueraufwand. Korrigiert werden die Jahresergebnisse um die steuerfreien und steuerlich nicht abzugsfähigen Posten. Bei der Berechnung finden die zum Bilanzstichtag geltenden Steuersätze Anwendung.

Latente Steuern werden auf der Grundlage der international üblichen bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode (Liability-Methode) berechnet. Demnach werden Steuerabgrenzungsposten auf sämtliche temporäre und quasi-temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen nach IFRS und den Steuerwerten der Einzelgesellschaften sowie auf Konsolidierungsvorgänge gebildet. Überdies sind aktive latente Steuern für künftige Vermögensvorteile aus steuerlichen Verlustvorträgen zu berücksichtigen. Aktive latente Steuern für Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede sowie für steuerliche Verlustvorträge werden jedoch nur berücksichtigt, soweit die Realisierung hinreichend wahrscheinlich ist. Dabei wurden die geplanten mittelfristigen Ergebnisse der jeweiligen Gesellschaft zugrunde gelegt. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt unter Berücksichtigung der jeweiligen zukünftig erwarteten nationalen Ertragsteuersätze.

Eine Abzinsung aktiver und passiver latenter Steuern wird entsprechend den Regelungen des IAS 12.53 nicht vorgenommen. Latente Steueransprüche und -verbindlichkeiten sind in der Konzernbilanz als langfristige Vermögenswerte (Verbindlichkeiten) ausgewiesen.

Hat die temporäre Differenz aus dem erstmaligen Ansatz von Vermögenswerten oder Verbindlichkeiten keinen Einfluss auf das steuerliche Ergebnis, werden keine latenten Steuern gebildet, sofern die temporäre Differenz nicht im Zusammenhang mit einem Unternehmenserwerb steht.

Die Erfassung findet grundsätzlich in der Gewinn- und Verlustrechnung als Steuerertrag oder -aufwand statt. Eine Ausnahme bilden hierbei Sachverhalte, die erfolgsneutral unmittelbar über das sonstige Ergebnis dotiert werden. Die latenten Steuern auf diese Posten werden entsprechend erfasst.

Eine Saldierung der latenten Steueransprüche und -verbindlichkeiten gemäß IAS 12.74 erfolgt, wenn ein einklagbares Recht zur Aufrechnung tatsächlicher Steueransprüche gegen Steuerverbindlichkeiten existiert, Ertragsteuern betroffen sind, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden, und geplant ist, die aktuellen Steueransprüche und -verbindlichkeiten auf Nettobasis auszugleichen.

7. Erläuterungen und Angaben zur Segmentberichterstattung

Die wesentliche Geschäftstätigkeit der operativen Gesellschaften der OVB besteht in der Beratung von Kunden bei der Gestaltung ihrer Finanzen und damit verbunden in der Vermittlung von verschiedenen Finanzprodukten von Versicherungen und anderer Unternehmen. Eine Untergliederung der Betreuung der Kunden nach Produktarten ist sinnvoll nicht möglich. Innerhalb der Konzerngesellschaften lassen sich unterscheidbare, auf Konzernebene wesentliche Teilaktivitäten nicht identifizieren. Daher sind die einzelnen Gesellschaften jeweils als Ein-Produkt-Unternehmen zu qualifizieren. Die Segmentierung erfolgt demnach ausschließlich nach geografischen Gesichtspunkten, da auch das interne Reporting an die Unternehmensleitung sowie die Unternehmenssteuerung ausschließlich nach diesen Kriterien erfolgt. Hierbei stellen die vermittelnden Konzerngesellschaften operative Segmente im Sinne des IFRS 8 dar, die in drei berichtspflichtige Segmente aggregiert wurden. Hierbei wurden die Aggregationskriterien des IFRS 8.12 berücksichtigt. Alle nicht operativ vermittelnden Gesellschaften stellen das vierte Segment Zentralbereich dar. Das interne Reporting an die Unternehmensleitung ist, in Übereinstimmung mit den IFRS, eine verdichtete Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung, die in erweiterter Form in der Segmentberichterstattung dargestellt wird. Das Ergebnis der Gesellschaften wird von der Unternehmensleitung getrennt überwacht, um die Ertragskraft messen und beurteilen zu können. Aufgrund der von der EU im Rahmen der Verordnung 243/2010 am 23. März 2010 angenommenen „Verbesserungen an den International Financial Reporting Standards“ wurde in der Darstellung der Segmentberichterstattung gemäß IFRS 8.23 auf die Darstellung des Segmentvermögens verzichtet, da dies nicht Bestandteil des internen Reportings ist.

Das Segment „Mittel- und Osteuropa“ umfasst: OVB Vermögensberatung A.P.K. Kft., Budapest; OVB Allfinanz a.s., Prag; OVB Allfinanz Slovensko a.s., Bratislava; OVB Allfinanz Polska Spotka Finansowa Sp. z.o.o., Warschau; OVB Allfinanz Romania Broker de Asigurare S.R.L., Cluj; OVB Imofinanz S.R.L., Cluj; OVB Allfinanz Croatia d.o.o., Zagreb; OVB Allfinanz Zastupanje d.o.o., Zagreb und TOB OVB Allfinanz Ukraine, Kiew. Einen wesentlichen Beitrag an den Erträgen aus Vermittlungen des Segments „Mittel- und Osteuropa“ erwirtschaften die OVB Allfinanz a.s., Prag, mit TEUR 32.063 (31. Dezember 2017: TEUR 34.354), die OVB Allfinanz Slovensko a.s., Bratislava, mit TEUR 39.392 (31. Dezember 2017: TEUR 35.662) sowie die OVB Vermögensberatung A.P.K. Kft., Budapest mit TEUR 25.375 (31. Dezember 2017: TEUR 23.027).

Zum Segment „Deutschland“ zählen: OVB Vermögensberatung AG, Köln; Advesto GmbH, Köln, und Eurenta Holding GmbH, Köln. Die Erträge aus Vermittlungen werden in diesem Segment hauptsächlich durch die OVB Vermögensberatung AG, Köln, erwirtschaftet.

Im Segment „Süd- und Westeuropa“ sind folgende Gesellschaften enthalten: OVB Allfinanzvermittlungs GmbH, Wals bei Salzburg; OVB Vermögensberatung (Schweiz) AG, Steinhausen; OVB-Consulenza Patrimoniale SRL, Verona; OVB Allfinanz Espana S.A., Madrid; OVB (Hellas) Allfinanz Vermittlungs GmbH & Co. KG, Bankprodukte, Athen; OVB Hellas Allfinanzvermittlungs GmbH, Athen; OVB Conseils en patrimoine France Särl., Straßburg und Eurenta Hellas Monopro-sopi EPE Asfalistiki Praktores, Athen.

Im Segment „Zentralbereich“ werden zusammengefasst: OVB Holding AG, Köln; Nord-Soft EDV-Unternehmensberatung GmbH, Horst; Nord-Soft Datenservice GmbH, Horst; OVB Informatikai Kft., Budapest; EF-CON Insurance Agency GmbH i.L., Wien, und OVB SW Services s.r.o., Prag. Die Gesellschaften des Segments Zentralbereich vermitteln keine Produkte, sondern sind überwiegend mit Dienstleistungen für den OVB Konzern tätig. Das Leistungsspektrum umfasst dabei insbesondere Management- und Beratungsleistungen, Software und IT-Services sowie Marketingdienstleistungen.

Die einzelnen Größen in der Segmentberichterstattung werden, entsprechend der Darstellung im internen Reporting an den Vorstand, nach Kapitalkonsolidierung, intersegmentärer Schuldenkonsolidierung, Zwischenergebniseliminierung sowie Aufwands- und Ertragskonsolidierung dargestellt. Konzerninterne Dividendenausschüttungen werden nicht berücksichtigt. Bei Konzernumlagen wird auf die angefallenen Einzelkosten ein angemessener Gemeinkostenzuschlag erhoben.

Die Überleitung der Segmentwerte zu den Konzerndaten wird unmittelbar in der Konsolidierungsspalte der Segmentberichterstattung vorgenommen. Ansatz, Ausweis und Bewertung der konsolidierten Werte in der Segmentberichterstattung stimmen mit den in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung sowie den in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellten Werten überein.

Hinsichtlich der Informationen über wichtige Produktpartner wird auf die Ausführungen zu den Geschäftsvorfällen mit nahestehenden Unternehmen verwiesen.

Segmentberichterstattung 2018

der OVB Holding AG nach IFRS

in TEUR Mittel- und Osteuropa Deutschland Süd- und Westeuropa Zentralbereiche Konsolidierung Konsolidiert
Segmenterträge
Erträge mit Dritten
– Erträge aus Vermittlungen 116.281 59.409 55.647 0 0 231.337
– Abschlussprovisionen 98.041 36.437 42.916 0 0 177.394
– Bestandspflegeprovisionen 12.334 18.101 6.773 0 0 37.208
– Dynamikprovisionen 1.445 4.292 3.065 0 0 8.802
– Übrige Erträge aus Vermittlungen 4.461 579 2.893 0 0 7.933
Sonstige betriebliche Erträge 3.000 3.314 3.063 2.085 -54 11.408
Erträge mit anderen Segmenten 36 1.144 6 11.767 -12.953 0
Summe Segmenterträge 119.317 63.867 58.716 13.852 -13.007 242.745
Segmentaufwendungen
Aufwendungen für Vermittlungen
– Laufende Provisionen Außendienst -74.119 -36.047 -30.427 0 0 -140.593
– Sonstige Provisionen Außendienst -8.252 -2.842 -3.392 0 0 -14.486
Personalaufwand -7.916 -5.961 -5.525 -10.376 0 -29.778
Abschreibungen -906 -343 -445 -2.569 0 -4.263
Sonstige betriebliche Aufwendungen -18.264 -11.596 -12.711 -10.980 13.089 -40.462
Summe Segmentaufwendungen -109.457 -56.789 -52.500 -23.925 13.089 -229.582
Operatives Ergebnis (EBIT) 9.860 7.078 6.216 -10.073 82 13.163
Zinserträge 114 130 30 53 -15 312
Zinsaufwendungen -4 -32 -23 -8 15 -52
Sonstiges Finanzergebnis 0 -151 -57 -375 0 -583
Ergebnis vor Steuern (EBT) 9.970 7.025 6.166 -10.403 82 12.840
Ertragsteuern -1.671 162 -1.705 99 0 -3.115
Anteil anderer Gesellschafter 0 0 0 -109 0 -109
Segmentergebnis 8.299 7.187 4.461 -10.413 82 9.616
Zusätzliche Angaben
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und das Sachanlagevermögen 1.416 408 371 1.807 0 4.002
Wesentliche nicht zahlungswirksame Aufwendungen (-) und Erträge (+) 357 557 484 -39 0 1.359
Wertminderungsaufwand -981 -1.593 -754 -609 96 -3.841
Wertaufholung 890 428 333 57 0 1.708

Segmentberichterstattung 2017

der OVB Holding AG nach IFRS

in TEUR Mittel- und Osteuropa Deutschland Süd- und Westeuropa Zentralbereiche Konsolidierung Konsolidiert
Segmenterträge
Erträge mit Dritten
– Erträge aus Vermittlungen 109.011 55.447 57.171 0 0 221.629
– Abschlussprovisionen 91.769 32.672 45.288 0 0 169.729
– Bestandspflegeprovisionen 11.794 17.208 6.097 0 0 35.099
– Dynamikprovisionen 1.606 4.175 3.091 0 0 8.872
– Übrige Erträge aus Vermittlungen 3.842 1.392 2.695 0 0 7.929
Sonstige betriebliche Erträge 2.098 3.525 2.040 2.171 -154 9.680
Erträge mit anderen Segmenten 47 1.006 5 10.706 -11.764 0
Summe Segmenterträge 111.156 59.978 59.216 12.877 -11.918 231.309
Segmentaufwendungen
Aufwendungen für Vermittlungen
– Laufende Provisionen Außendienst -69.100 -31.770 -31.929 0 0 -132.799
– Sonstige Provisionen Außendienst -7.865 -3.927 -3.449 0 0 -15.241
Personalaufwand -7.300 -6.525 -4.908 -9.233 0 -27.966
Abschreibungen -783 -442 -394 -2.494 0 -4.113
Sonstige betriebliche Aufwendungen -16.586 -10.639 -10.941 -8.915 11.857 -35.224
Summe Segmentaufwendungen -101.634 -53.303 -51.621 -20.642 11.857 -215.343
Operatives Ergebnis (EBIT) 9.522 6.675 7.595 -7.765 -61 15.966
Zinserträge 76 135 36 51 -16 282
Zinsaufwendungen -4 -32 -44 -2 16 -66
Sonstiges Finanzergebnis 0 46 48 108 0 202
Ergebnis vor Steuern (EBT) 9.594 6.824 7.635 -7.608 -61 16.384
Ertragsteuern -1.866 22 -2.059 -145 0 -4.048
Anteil anderer Gesellschafter 0 0 0 -194 0 -194
Segmentergebnis 7.728 6.846 5.576 -7.947 -61 12.142
Zusätzliche Angaben
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und das Sachanlagevermögen 1.123 300 635 2.192 0 4.250
Wesentliche nicht zahlungswirksame Aufwendungen (-) und Erträge (+) 14 905 -139 3 0 783
Wertminderungsaufwand -457 -1.662 -581 -167 0 -2.867
Wertaufholung 53 538 123 74 0 788

II. Erläuterungen zur Konzernbilanz

Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens nach IFRS zum 31. Dezember 2018

der OVB Holding AG

Software Immaterielle Vermögenswerte
in TEUR Erworbene Software von fremden Dritten Selbst erstellte Software Geleistete Anzahlungen auf Software Geschäfts- und Firmenwert Sonstige immaterielle Vermögenswerte Insgesamt
Historische Anschaffungs-/
Herstellungskosten
Stand 31.12.2017 35.981 3.959 826 10.378 3.141 54.285
Effekt aus Währungsumrechnung 0 -11 10 0 11 10
Änderung Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0 0
Zugang 2.569 0 277 0 75 2.921
Abgang 301 7 0 0 0 308
Umbuchung 468 0 -468 0 0 0
Stand 31.12.2018 38.717 3.941 645 10.378 3.227 56.908
Kumulierte Abschreibungen
Stand 31.12.2017 27.175 3.870 331 9.416 2.614 43.406
Effekt aus Währungsumrechnung 0 -11 13 0 11 13
Änderung Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0 0
Zugang 2.717 0 0 0 181 2.898
Abgang 292 7 0 0 0 299
Umbuchung 0 0 0 0 0 0
Stand 31.12.2018 29.600 3.852 344 9.416 2.806 46.018
Kumulierte Wertminderungen
Stand 31.12.2017 0 67 0 890 166 1.123
Effekt aus Währungsumrechnung 0 0 0 0 0 0
Änderung Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0 0
Wertminderungen 0 0 0 23 0 23
Wertaufholungen 0 0 0 0 0 0
Abgänge 0 0 0 0 0 0
Stand 31.12.2018 0 67 0 913 166 1.146
Buchwert 31.12.2018 9.117 22 301 49 255 9.744
Buchwert 31.12.2017 8.806 22 495 72 361 9.756
Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung
in TEUR Selbst genutzte Immobilien Maschinen, Geräte, Mobiliar, Fahrzeuge, Sonstige EDV-Anlagen Leasinggegenstände aus Finanzierungs-Leasing Mietereinbauten Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen im Bau
Historische Anschaffungs-/
Herstellungskosten
Stand 31.12.2017 3.373 6.758 5.576 181 1.801 2
Effekt aus Währungsumrechnung -13 14 11 0 -3 0
Änderung Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0 0
Zugang 0 639 420 0 0 22
Abgang 0 614 511 0 78 0
Umbuchung 0 2 0 0 0 -2
Stand 31.12.2018
Kumulierte Abschreibungen 3.360 6.799 5.496 181 1.720 22
Stand 31.12.2017 2.089 5.310 4.469 109 1.601 0
Effekt aus Währungsumrechnung -7 16 13 -1 -3 0
Änderung Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0 0
Zugang 103 515 647 32 39 0
Abgang 0 607 511 0 78 0
Umbuchung 0 0 0 0 0 0
Stand 31.12.2018 2.185 5.234 4.618 140 1.559 0
Kumulierte Wertminderungen
Stand 31.12.2017 0 2 0 0 0 0
Effekt aus Währungsumrechnung 0 0 0 0 0 0
Änderung Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0 0
Wertminderungen 0 6 0 0 0 0
Wertaufholungen 0 0 0 0 0 0
Abgänge 0 0 0 0 0 0
Stand 31.12.2018 0 8 0 0 0 0
Buchwert 31.12.2018 1.175 1.557 878 41 161 22
Buchwert 31.12.2017 1.284 1.446 1.107 72 200 2
Sachanlagen Sachanlagen Finanzanlagen
Insgesamt Betriebs- und Geschäftsausstattung Wertpapiere Ausleihungen Insgesamt
in TEUR Selbst genutzte Immobilien
Historische Anschaffungs-/
Herstellungskosten
Stand 31.12.2017 17.691 3.373 5.005 91 5.096
Effekt aus Währungsumrechnung 9 -13 0 0 0
Änderung Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0
Zugang 1.081 0 7.000 132 7.132
Abgang 1.203 0 0 149 149
Umbuchung 0 0 0 0 0
Stand 31.12.2018
Kumulierte Abschreibungen 17.578 3.360 12.005 74 12.079
Stand 31.12.2017 13.578 2.089 0 0 0
Effekt aus Währungsumrechnung 18 -7 0 0 0
Änderung Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0
Zugang 1.336 103 0 0 0
Abgang 1.196 0 0 0 0
Umbuchung 0 0 0 0 0
Stand 31.12.2018 13.736 2.185 0 0 0
Kumulierte Wertminderungen
Stand 31.12.2017 2 0 0 0 0
Effekt aus Währungsumrechnung 0 0 0 0 0
Änderung Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0
Wertminderungen 6 0 0 0 0
Wertaufholungen 0 0 0 0 0
Abgänge 0 0 0 0 0
Stand 31.12.2018 8 0 0 0 0
Buchwert 31.12.2018 3.834 1.175 12.005 74 12.079
Buchwert 31.12.2017 4.111 1.284 5.005 91 5.096

Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens nach IFRS zum 31. Dezember 2017

der OVB Holding AG

Software Immaterielle Vermögenswerte
in TEUR Erworbene Software von fremden Dritten Selbst erstellte Software Geleistete Anzahlungen auf Software Geschäfts- und Firmenwert Sonstige immaterielle Vermögenswerte Insgesamt
Historische Anschaffungs-/
Herstellungskosten
Stand 31.12.2016 33.513 3.923 598 10.378 3.073 51.485
Effekt aus Währungsumrechnung 32 36 -14 0 -30 24
Änderung Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0 0
Zugang 2.442 0 296 0 98 2.836
Abgang 6 0 54 0 0 60
Umbuchung 0 0 0 0 0 0
Stand 31.12.2017 35.981 3.959 826 10.378 3.141 54.285
Kumulierte Abschreibungen
Stand 31.12.2016 24.624 3.836 361 9.416 2.462 40.699
Effekt aus Währungsumrechnung 29 34 -30 0 -25 8
Änderung Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0 0
Zugang 2.528 0 0 0 177 2.705
Abgang 6 0 0 0 0 6
Umbuchung 0 0 0 0 0 0
Stand 31.12.2017 27.175 3.870 331 9.416 2.614 43.406
Kumulierte Wertminderungen
Stand 31.12.2016 0 67 0 815 166 1.048
Effekt aus Währungsumrechnung 0 0 0 0 0 0
Änderung Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0 0
Wertminderungen 0 0 0 75 0 75
Wertaufholungen 0 0 0 0 0 0
Abgänge 0 0 0 0 0 0
Stand 31.12.2017 0 67 0 890 166 1.123
Buchwert 31.12.2017 8.806 22 495 72 361 9.756
Buchwert 31.12.2016 8.889 20 237 147 445 9.738
Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung
in TEUR Selbst genutzte Immobilien Maschinen, Geräte, Mobiliar, Fahrzeuge, Sonstige EDV-Anlagen Leasinggegenstände aus Finanzierungs-Leasing Mietereinbauten Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen im Bau
Historische Anschaffungs-/
Herstellungskosten
Stand 31.12.2016 3.271 6.846 5.253 184 1.771 76
Effekt aus Währungsumrechnung 108 -31 -29 0 4 4
Änderung Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0 0
Zugang 4 822 500 9 26 53
Abgang 10 831 201 12 0 126
Umbuchung 0 -48 53 0 0 -5
Stand 31.12.2017 3.373 6.758 5.576 181 1.801 2
Kumulierte Abschreibungen
Stand 31.12.2016 1.942 5.604 4.085 70 1.533 0
Effekt aus Währungsumrechnung 49 -31 -30 -1 4 0
Änderung Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0 0
Zugang 108 541 584 40 64 0
Abgang 10 776 198 0 0 0
Umbuchung 0 -28 28 0 0 0
Stand 31.12.2017 2.089 5.310 4.469 109 1.601 0
Kumulierte Wertminderungen
Stand 31.12.2016 0 1 0 0 0 0
Effekt aus Währungsumrechnung 0 1 0 0 0 0
Änderung Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0 0
Wertminderungen 0 0 0 0 0 0
Wertaufholungen 0 0 0 0 0 0
Abgänge 0 0 0 0 0 0
Stand 31.12.2017 0 2 0 0 0 0
Buchwert 31.12.2017 1.284 1.446 1.107 72 200 2
Buchwert 31.12.2016 1.329 1.241 1.168 114 238 76
Sachanlagen Finanzanlagen
in TEUR Insgesamt Wertpapiere Ausleihungen Insgesamt
Historische Anschaffungs-/
Herstellungskosten
Stand 31.12.2016 17.401 5.005 218 5.223
Effekt aus Währungsumrechnung 56 0 3 3
Änderung Konsolidierungskreis 0 0 0 0
Zugang 1.414 0 246 246
Abgang 1.180 0 376 376
Umbuchung 0 0 0 0
Stand 31.12.2017 17.691 5.005 91 5.096
Kumulierte Abschreibungen
Stand 31.12.2016 13.234 0 0 0
Effekt aus Währungsumrechnung -9 0 0 0
Änderung Konsolidierungskreis 0 0 0 0
Zugang 1.337 0 0 0
Abgang 984 0 0 0
Umbuchung 0 0 0 0
Stand 31.12.2017 13.578 0 0 0
Kumulierte Wertminderungen
Stand 31.12.2016 1 0 0 0
Effekt aus Währungsumrechnung 1 0 0 0
Änderung Konsolidierungskreis 0 0 0 0
Wertminderungen 0 0 0 0
Wertaufholungen 0 0 0 0
Abgänge 0 0 0 0
Stand 31.12.2017 2 0 0 0
Buchwert 31.12.2017 4.111 5.005 91 5.096
Buchwert 31.12.2016 4.166 5.005 218 5.223

AKTIVA

A Langfristige Vermögenswerte

2018: TEUR 30.010
2017: TEUR 23.414

1 Immaterielle Vermögenswerte

2018: TEUR 9.744
2017: TEUR 9.756
in TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Software
Erworbene Software von fremden Dritten 9.117 8.806
Selbst erstellte Software 22 22
Geleistete Anzahlungen auf Software 301 495
Geschäfts- oder Firmenwert 49 72
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 255 361
9.744 9.756

Bei der erworbenen Software handelt es sich im Wesentlichen um ein konzerneinheitliches Administrations- und Verwaltungsprogramm sowie um eine vertriebsunterstützende Softwarelösung. Der Buchwert des Administrations- und Verwaltungssystems myOVB beträgt zum 31. Dezember 2018 TEUR 4.768 (31. Dezember 2017: TEUR 5.675). Der Buchwert der vertriebsunterstützenden Software beträgt zum 31. Dezember 2018 TEUR 2.178 (31. Dezember 2017: TEUR 1.739).

Geschäfts- oder Firmenwerte werden gemäß IAS 36 einem Wertminderungstest unterzogen. Der für die Berechnung des Nutzungswertes verwendete risikofreie Abzinsungssatz für den Geschäfts- oder Firmenwert beträgt 1,15 Prozent (31. Dezember 2017: 1,32 Prozent) bei einem Detailplanungszeitraum von fünf Jahren.

Die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte im Geschäftsjahr wird im Anlagenspiegel dargestellt.

Dem mit TEUR 49 im Segment Deutschland bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwert stehen entsprechend zukünftig erwartete Zahlungseingänge gegenüber, welche den Bilanzansatz zum 31. Dezember 2018 begründen. Die Wertminderung zum Vorjahr in Höhe von TEUR 23 ist durch gesunkene erwartete Zahlungseingänge begründet.

2 Sachanlagen

2018: TEUR 3.834
2017: TEUR 4.111
in TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
– Selbst genutzte Immobilien 1.175 1.284
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
– Maschinen, Geräte, Mobiliar, Fahrzeuge, Sonstige 1.557 1.446
– EDV-Anlagen 878 1.107
– Leasinggegenstände aus Finanzierungs-Leasing 41 72
– Mietereinbauten 161 200
– Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen im Bau 22 2
3.834 4.111

Bei einer selbst genutzten Immobilie ist ein Grundpfandrecht einer Bank in Höhe von TEUR 716 (31. Dezember 2017: TEUR 716) eingetragen. Es bestehen keine Valutierungen dieser Grundschuld.

Bei den selbst genutzten Immobilien wurden Abschreibungen in Höhe von TEUR 103 (31. Dezember 2017: TEUR 108) vorgenommen.

Zur weiteren Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den Anlagenspiegel verwiesen.

Finanzierungs-Leasing

Der Bilanzwert der geleasten Vermögenswerte, die gemäß IAS 17 dem Konzern zuzuordnen sind, beträgt zum 31. Dezember 2018 TEUR 40 (31. Dezember 2017: TEUR 72). Die Summe der Barwerte der Mindestleasingzahlungen bis zu einem Jahr beträgt TEUR 18 (31. Dezember 2017: TEUR 15), länger als ein Jahr und bis zu fünf Jahren TEUR 33 (31. Dezember 2017: TEUR 53).

Künftige Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Finanzierungs-Leasingverhältnissen, die länger als fünf Jahre zu zahlen sind, bestanden nicht.

Das Finanzierungs-Leasing betrifft Fahrzeuge. Nach Ablauf des Leasingvertrags besteht die Möglichkeit des Erwerbs der Vermögenswerte. Weitere Optionen bestehen nicht.

3 Finanzanlagen

2018: TEUR 12.079
2017: TEUR 5.096

Die Finanzanlagen betreffen Ausleihungen an Innendienst- und Außendienstmitarbeiter mit Laufzeiten über einem Jahr, die zu einem marktüblichen Zins ausgegeben wurden sowie Schuldscheindarlehen über TEUR 12.000, welche zum 31. Dezember 2018 einen Buchwert von TEUR 12.005 aufweisen.

Die Folgebewertung der Schuldscheindarlehen erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode.

4 Aktive latente Steuer

2018: TEUR 4.353
2017: TEUR 4.451

Die aktiven latenten Steuern setzen sich nach Bilanzposten wie folgt zusammen:

in TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Firmenwert 0 0
Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte 9 25
Finanzanlagen 1 1
Finanzinstrumente 670 444
Andere Vermögenswerte 30 55
Rückstellungen 4.288 2.456
Verbindlichkeiten 1.821 1.643
Steuerliche Verlustvorträge 159 175
6.977 4.799
Saldierung mit passiven latenten Steuern -2.624 4.353 -348 4.451

Latente Steuern für bisher nicht genutzte Verlustvorträge werden in dem Umfang gebildet, in dem wahrscheinlich ist, dass entsprechend den aktuellen Planungen im Planungszeitraum von fünf Jahren ein zu versteuerndes Ergebnis vorhanden ist, mit dem die noch nicht genutzten steuerlichen Verluste verrechnet werden können, wobei nach Ablauf des Planungszeitraums von zu versteuernden Ergebnissen ausgegangen wird.

Zum 31. Dezember 2018 sind latente Ertragsteuerverpflichtungen in Höhe von TEUR 54 (31. Dezember 2017: TEUR 15) erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet worden.

Insgesamt wurden für Konzernunternehmen keine latenten Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von TEUR 9.635 (31. Dezember 2017: TEUR 22.251) gebildet. Dies entspräche aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 2.321 (31. Dezember 2017: TEUR 6.309).

Von diesen Verlustvorträgen sind TEUR 490 (31. Dezember 2017: TEUR 1.612) über einen Zeitraum von fünf bis 15 Jahren nutzbar. Zeitlich unbegrenzt sind TEUR 9.145 (31. Dezember 2017: TEUR 20.639) vortragsfähig.

B Kurzfristige Vermögenswerte

2018: TEUR 156.317
2017: TEUR 149.606

5 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

2018: TEUR 32.764
2017: TEUR 29.243
in TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
1. Forderungen aus Versicherungsvermittlung 30.452 27.096
2. Forderungen aus sonstigen Vermittlungen 845 993
3. Sonstige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.467 1.154
32.764 29.243

Die Entwicklung der Wertberichtigungen für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 2018 2017
Stand Wertberichtigungen am 1. Januar 123 112
Kursdifferenzen 0 0
Zuführungen (Aufwendungen für Wertberichtigungen) 0 109
Verbrauch 0 98
Auflösungen 108 0
Stand Wertberichtigungen am 31. Dezember 15 123

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 3.060 (31. Dezember 2017: TEUR 7.028) haben eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

Zu 1. Forderungen aus Versicherungsvermittlung

Forderungen aus Versicherungsvermittlung beinhalten im Wesentlichen Provisionsforderungen und Forderungen aus einbehaltenen Sicherheiten (Stornoreserve) an Produktgeber. Provisionsforderungen sind unverzinslich und in der Regel innerhalb von 30 Tagen fällig. Forderungen aus einbehaltenen Sicherheiten werden regelmäßig verzinst.

Zu 2. Forderungen aus sonstigen Vermittlungen

Forderungen aus sonstigen Vermittlungen beinhalten im Wesentlichen Provisionsforderungen an Produktgeber, die keine Versicherungsunternehmen sind. Sie sind unverzinslich und in der Regel innerhalb von 30 Tagen fällig.

Zu 3. Sonstige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Sonstige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten alle Forderungen, die keine Vermittlungsleistungen betreffen.

6 Forderungen und sonstige Vermögenswerte

2018: TEUR 34.486
2017: TEUR 23.553
in TEUR 31.12.2018 31.12.2017
6.1 Sonstige Forderungen 18.578 19.803
6.2 Sonstige Vermögenswerte 2.935 3.750
6.3 Vertragsvermögenswert (IFRS 15) 12.973 0
34.486 23.553

Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte haben regelmäßig eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Ausgenommen hiervon sind die erworbenen Provisionsansprüche ausgeschiedener Finanzvermittler, welche zum Bilanzstichtag insgesamt auf TEUR 458 (31. Dezember 2017: TEUR 1.818) valutieren. Hiervon haben TEUR 77 (31. Dezember 2017: TEUR 401) eine Fälligkeit, die mehr als ein Jahr beträgt. Im Zusammenhang mit den Angabepflichten gemäß IFRS 15.113 (b) weisen wir darauf hin, dass sich der Vertragsvermögenswert zum überwiegenden Teil aus Verträgen mit Versicherungsunternehmen ergibt, die der Finanzaufsicht in den jeweiligen Ländern unterliegen. Zudem wurde im Geschäftsjahr 2018 ein Prozess zur regelmäßigen Überprüfung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der bestehenden Produktpartner etabliert. Ein Wertminderungsbedarf wurde in diesem Zusammenhang bislang nicht identifiziert.

6.1 Sonstige Forderungen

in TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Sonstige Forderungen
1. Forderungen gegen Finanzvermittler 7.236 8.649
2. Forderungen gegen Arbeitnehmer 107 96
3. Übrige sonstige Forderungen 10.883 10.708
4. Sonstige Steuern 352 350
18.578 19.803

Die Entwicklung der Wertberichtigungen für die Sonstigen Forderungen stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 2018 2017
Stand Wertberichtigungen am 1. Januar 20.640 19.825
Kursdifferenzen -67 215
Zuführungen (Aufwendungen für Wertberichtigungen) 2.574 2.125
Verbrauch 1.827 1.062
Auflösungen 1.453 200
Stand Wertberichtigungen am 31. Dezember 19.867 20.903

Die Zuführungen zu den Wertberichtigungen auf Sonstige Forderungen betreffen die Forderungen gegen Finanzvermittler.

Zu 1. Forderungen gegen Finanzvermittler

Forderungen gegen Finanzvermittler bestehen im Wesentlichen aufgrund von Provisionsvorschüssen und Provisionsrückforderungen. Sie sind in der Regel innerhalb von 30 Tagen fällig. Die aus verschiedenen Rechtsgründen gegenüber dem einzelnen ausgeschiedenen Finanzvermittler entstandenen Forderungen und Verbindlichkeiten werden bei gleicher Fälligkeit verrechnet. Sofern sich insgesamt eine Forderung ergibt, wird diese unter den Sonstigen Forderungen erfasst. Eine sich in Summe ergebende Verbindlichkeit wird bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Die Stornoreserveeinbehalte tätiger Finanzvermittler dienen der Abdeckung möglicher zukünftiger Provisionsrückforderungen und werden unter Andere Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Einzelwertberichtigungen werden unter Einbeziehung aller vorhandenen Informationen über die Bonität der Schuldner und die Altersstruktur der Forderungen gebildet. Des Weiteren wird zwischen tätigen und ausgeschiedenen Finanzvermittlern unterschieden. Aufgrund der großen Anzahl der Einzelforderungen gegenüber Finanzvermittlern werden, auf Basis einer Gruppierung der Forderungen nach Maßgabe der wertbestimmenden Faktoren der jeweiligen Schuldner, bis zu einer gewissen Höhe des Forderungssaldos pauschalierte Einzelwertberichtigungen gebildet.

Zu 2. Forderungen gegen Arbeitnehmer

Unter Forderungen gegen Arbeitnehmer sind in der Regel Forderungen erfasst, die sich durch kurzfristige Ausleihungen ergeben.

Zu 3. Übrige sonstige Forderungen

Unter übrige sonstige Forderungen sind alle Forderungen an Dritte erfasst, die zum Bilanzstichtag bestehen und keiner anderen Bilanzposition zugerechnet werden. Darüber hinaus beinhaltet die Position den Teil der erworbenen Provisionsansprüche ehemaliger Finanzvermittler, der auf bereits zum Erwerbszeitpunkt abgeschlossene Vermittlungen entfällt.

Zu 4. Sonstige Steuern

Sonstige Steuern beinhalten nur tatsächliche sonstige Steuerforderungen, z.B. für überzahlte Lohnsteuer, Umsatzsteuer, Steuern auf Grundbesitz, die exakt ermittelt werden können bzw. bei denen der Steuerbescheid vorliegt.

6.2 Sonstige Vermögenswerte

2018: TEUR 2.935
2017: TEUR 3.750
in TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Sonstige Vermögenswerte
1. Aufgelaufene Kapitalerträge 7 2
2. Rechnungsabgrenzungsposten 1.045 844
3. Werbe- und Büromaterial 477 476
4. Geleistete Anzahlungen 783 555
5. Erworbene zukünftige Provisionsansprüche 458 1.818
6. Übrige Vermögenswerte 165 55
2.935 3.750

Zu 1. Aufgelaufene Kapitalerträge

Die aufgelaufenen Kapitalerträge beinhalten abgegrenzte Erträge aus Finanzanlagen und kurzfristigen Kapitalanlagen. Zu 2. Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten wurde im Wesentlichen für die Abgrenzung von für Büroräume bezahlter Miete des Folgejahres sowie für Versicherungsbeiträge gebildet.

Zu 3. Werbe- und Büromaterial

Die Position beinhaltet Werbematerialien für den Außendienst und sonstige Materialien für den Vertrieb und die Verwaltung.

Zu 4. Geleistete Anzahlungen

Die Position beinhaltet im Wesentlichen geleistete kurzfristige Anzahlungen für Incentiveveranstaltungen. Zu 5. Erworbene zukünftige Provisionsansprüche

Es handelt sich um den Teil der entgeltlich erworbenen Provisionsansprüche von Finanzvermittlern, der auf voraussichtliche Vertragsvermittlungen nach dem Erwerbszeitpunkt entfällt.

Zu 6. Übrige Vermögenswerte

Unter den übrigen Vermögenswerten sind alle Vermögenswerte erfasst, die zum Bilanzstichtag bestehen und keiner anderen Bilanzposition zugerechnet werden.

6.3 Vertragsvermögenswert (IFRS 15)

Die Entwicklung des Vertragsvermögenswerts, der sich aus der vorzeitigen Realisierung von nachlaufenden Provisionen ergibt, stellt sich im Berichtsjahr wie folgt dar:

in TEUR 01.01.2018 Zuführung Währungsdifferenzen Auflösung 31.12.2018
Vertragsvermögenswert 10.057 2.948 -32 0 12.973

7 Forderungen aus Ertragsteuern

2018: TEUR 1.079
2017: TEUR 1.876

Die Forderungen aus Ertragsteuern sind im Wesentlichen durch geleistete Ertragsteuervorauszahlungen begründet. Die Forderungen bestehen insbesondere bei der OVB Allfinanz a.s., Prag, der OVB Holding AG, Köln, und der OVB-Consulenza Patrimoniale SRL, Verona.

8 Wertpapiere und übrige Kapitalanlagen

2018: TEUR 41.475
2017: TEUR 39.413
in TEUR 2018 2017
Wertpapiere Übrige Kapitalanlagen Summe Wertpapiere Übrige Kapitalanlagen Summe
Historische Anschaffungskosten 28.237 14.180 42.417 26.074 13.510 35.584
Neubewertungsrücklage 1 1 74 74
Impairment -943 -943 -245 -245
Marktwert 27.295 14.180 41.475 25.903 13.510 39.413
Buchwert 27.295 14.180 41.475 25.903 13.510 39.413

Die Wertpapiere umfassen Anteile an Investmentfonds im folgenden Ausmaß:

2018
Anlage Rentenfonds Mischfonds Aktienfonds
Anzahl der Investmentfonds 5 6 1
Fondsvermögen am Bilanzstichtag 0,1 – 7,6 Mrd. Euro 32,4 – 185,3 Mio. Euro 179,0 Mio. Euro
Buchwerte am Bilanzstichtag 12,3 Mio. Euro 8,9 Mio. Euro 2,6 Mio. Euro
Anteil am Fonds 0,1 – 0,8 % 0,7 – 9,0 % 1,4 %
2017
Anlage Rentenfonds Mischfonds Aktienfonds
Anzahl der Investmentfonds 5 5 1
Fondsvermögen am Bilanzstichtag 0,1 – 3,8 Mrd. Euro 31,9 – 207,6 Mio. Euro 198,0 Mio. Euro
Buchwerte am Bilanzstichtag 12,0 Mio. Euro 8,2 Mio. Euro 2,7 Mio. Euro
Anteil am Fonds 0,2 – 1,2 % 0,7 – 3,0 % 1,4 %

Die Höchstrisikoexponierung entspricht dem Buchwert.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden erfolgswirksame Abschreibungen auf Wertpapiere in Höhe von TEUR 782 (31. Dezember 2017: TEUR 0) vorgenommen. Abschreibungen sind im Finanzergebnis unter Position 31 im Posten „Aufwendungen aus Kapitalanlagen“ enthalten. Wertaufholungen von Wertpapieren werden im Finanzergebnis unter Position 31 im Posten „Wertaufholungen aus Kapitalanlagen“ ausgewiesen.

Die Neubewertungsrücklage ist im abgelaufenen Geschäftsjahr um TEUR 2 (31. Dezember 2017: TEUR 171) gesunken. Im Geschäftsjahr sind Verluste in Höhe von TEUR 83 (31. Dezember 2017: TEUR 24 Gewinne) realisiert worden.

Unter übrigen Kapitalanlagen sind insbesondere Festgelder und geldnahe Mittel mit einer Laufzeit von mehr als drei Monaten sowie kurzfristige Ausleihungen erfasst. Verzinste Kapitalanlagen werden bei marktgerechter Verzinsung mit ihrem Anschaffungswert, ansonsten mit dem Barwert erfasst.

In der Position Wertpapiere und übrige Kapitalanlagen enthalten sind Wertpapiere mit einem Buchwert von TEUR 7.002 (31. Dezember 2017: TEUR 5.978), die gem. IFRS 13 Level 1, mit dem Börsen- bzw. Marktwert bewertet sind sowie Wertpapiere mit einem Buchwert von TEUR 20.293 (31. Dezember 2017: TEUR 19.924), die gem. IFRS 13 Level 2, mit dem von der jeweiligen Kapitalanlagegesellschaft ermittelten Net-Asset-Value bewertet sind.

Im Berichtszeitraum fanden keine Umgliederungen von Finanzinstrumenten zwischen den Stufen der Fair Value Hierarchie statt.

9 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

2018: TEUR 46.513
2017: TEUR 55.521
in TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Zahlungsmittel 28 41
Zahlungsmitteläquivalente 46.485 55.480
46.513 55.521

Zahlungsmittel sind die Kassenbestände der Konzerngesellschaften am Bilanzstichtag in inländischer und in ausländischen Währungen. Zahlungsmitteläquivalente sind Vermögenswerte, die sofort in Zahlungsmittel umgetauscht werden können. Sie beinhalten Bankbestände in inländischer und in ausländischen Währungen mit einer Laufzeit von bis zu drei Monaten, Schecks und Wertzeichen. Die Bewertung der Zahlungsmittel erfolgt zum Nominalwert. Beträge in Fremdwährungen werden zum Stichtagskurs in Euro umgerechnet.

PASSIVA

A Eigenkapital

2018: TEUR 90.444
2017: TEUR 89.233

Die Entwicklung des Eigenkapitals ist in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

10 Gezeichnetes Kapital

2018: TEUR 14.251
2017: TEUR 14.251

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der OVB Holding AG beträgt zum 31. Dezember 2018 TEUR 14.251, ist voll eingezahlt und setzt sich aus 14.251.314 nennwertlosen Inhaberstammaktien zusammen (31. Dezember 2017: 14.251.314 Stück).

11 Kapitalrücklage

2018: TEUR 39.342
2017: TEUR 39.342

Die Kapitalrücklage enthält im Wesentlichen Agiobeträge aus der Ausgabe von im Umlauf befindlichen Aktien.

12 Eigene Anteile

Im Berichtsjahr hielt die OVB Holding AG keine eigenen Aktien. In der Zeit zwischen dem Bilanzstichtag und der Aufstellung des Konzernabschlusses haben keine Transaktionen mit eigenen Stammaktien oder Bezugsrechten für eigene Stammaktien stattgefunden.

Die Hauptversammlung der OVB Holding AG vom 3. Juni 2015 hat den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, in der Zeit bis zum 10. Juni 2020 einmal oder mehrmals auf den Inhaber lautende Aktien der Gesellschaft bis zu einer Gesamtzahl von 300.000 Stück zu erwerben. Die aufgrund dieses Beschlusses erworbenen Aktien können auch eingezogen werden. Bisher wurde von dieser Möglichkeit kein Gebrauch gemacht.

13 Gewinnrücklagen

2018: TEUR 13.671
2017: TEUR 13.671

14 Sonstige Rücklagen

2018: TEUR 109
2017: TEUR 202

Die sonstigen Rücklagen beinhalten im Wesentlichen die Rücklage aus Währungsumrechnungen, die Rücklage aus Rückstellungen für Pensionen sowie die Available-for-Sale-Rücklage/Neubewertungsrücklage.

In der Neubewertungsrücklage werden die nicht realisierten Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten unter Berücksichtigung latenter Steuern ausgewiesen.

Die Entwicklung der Neubewertungsrücklage, der Rücklage aus Währungsumrechnungen und der Rücklage aus Rückstellungen für Pensionen im Berichtszeitraum geht aus der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung hervor.

15 Anteile anderer Gesellschafter

2018: TEUR 423
2017: TEUR 569

Andere Gesellschafter besitzen Anteile an der Nord-Soft EDV-Unternehmensberatung GmbH über TEUR 411 (31. Dezember 2017: TEUR 557) und der Nord-Soft Datenservice GmbH über TEUR 12 (31. Dezember 2017: TEUR 12).

Die Veränderung zum Vorjahr entspricht den anteiligen Jahresüberschüssen der Nord-Soft Gesellschaften im Berichtsjahr abzüglich einer gezahlten Dividende.

16 Bilanzgewinn

2018: TEUR 22.648
2017: TEUR 21.198

Ausschüttungsfähige Gewinne und Dividenden

Die ausschüttungsfähigen Beträge beziehen sich auf den Bilanzgewinn der OVB Holding AG, der gemäß deutschem Handels- und Aktienrecht ermittelt wird.

Die Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns des Geschäftsjahres 2017 der OVB Holding AG erfolgte durch die ordentliche Hauptversammlung am 5. Juni 2018.

Am 8. Juni 2018 wurde eine Dividende in Höhe von TEUR 10.688 an die Aktionäre ausgeschüttet, was EUR 0,75 je Stückaktie (Vorjahr: EUR 0,75 je Stückaktie) entspricht.

Der Vorstand der OVB Holding AG schlägt gemäß § 170 AktG folgende Verwendung des Bilanzgewinns, der im Jahresabschluss der OVB Holding AG zum 31. Dezember 2018 ausgewiesen ist, vor:

in EUR 2018 2017
Verteilung an die Aktionäre 10.688.485,50 10.688.485,50
Gewinnvortrag 8.356.645,76 8.942.614,10
Bilanzgewinn 19.045.131,26 19.631.099,60

Die Ausschüttung entspricht damit EUR 0,75 je Aktie (Vorjahr: EUR 0,75 je Aktie).

Aufgrund der Möglichkeit des Erwerbs von eigenen Aktien kann sich der an die Aktionäre auszuschüttende Betrag wegen der Veränderung der Anzahl der gewinnberechtigten Aktien bis zur Hauptversammlung noch ändern.

B Langfristige Schulden

2018: TEUR 1.266
2017: TEUR 1.013

Beträgt die Restlaufzeit von ursprünglich langfristigen Verbindlichkeiten weniger als zwölf Monate, werden sie in die „Kurzfristigen Schulden“ umgegliedert.

Die Gliederung der langfristigen Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten ergibt sich aus dem nachfolgend dargestellten Verbindlichkeitenspiegel:

Fälligkeit der Verbindlichkeiten 31. Dezember 2018

in TEUR Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag 1 bis unter 3 Jahre 3 bis unter 5 Jahre 5 und mehr Jahre Keine Fälligkeit Besicherter Betrag
Andere Verbindlichkeiten 52 52 0 0 0 0

Fälligkeit der Verbindlichkeiten 31. Dezember 2017

in TEUR Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag 1 bis unter 3 Jahre 3 bis unter 5 Jahre 5 und mehr Jahre Keine Fälligkeit Besicherter Betrag
Andere Verbindlichkeiten 75 75 0 0 0 0

17 Rückstellungen

2018: TEUR 1.007
2017: TEUR 915
in TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Pensionsrückstellungen 443 444
Langfristige Rückstellungen Arbeitnehmer 547 468
Übrige langfristige Rückstellungen 17 3
1.007 915
in TEUR 01.01.2018 Währungsdifferenzen Zuführung Verbrauch Auflösung 31.12.2018
Pensionsrückstellungen 444 17 0 18 0 443
Langfristige Rückstellungen Arbeitnehmer 468 0 111 32 0 547
Übrige langfristige Rückstellungen 3 0 17 3 0 17
915 17 128 53 0 1.007

Die in den Zuführungen enthaltenen Zinseffekte sind unwesentlich. Zu Pensionsrückstellungen

Bei der OVB Vermögensberatung (Schweiz) AG, Steinhausen, bestehen gesetzlich festgelegte Pensionsverpflichtungen gegenüber sechs kaufmännischen Arbeitnehmern sowie gegenüber elf Finanzvermittlern. Folgende Versorgungsleistungen werden den Begünstigten gewährt:

Altersleistungen

Hinterbliebenenleistungen

Invaliditätsleistungen

Die Pensionsrückstellungen haben sich wie folgt entwickelt: Pensionsrückstellungen zum 31. Dezember

in TEUR 2018 2017
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen zum 1. Januar 1.491 1.465
Wechselkursänderungen 57 -122
Dienstzeitaufwand 93 83
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 -1
Zinsaufwand/-ertrag 9 8
Gewinne (-) und Verluste (+) aus der Neubewertung:
– Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Änderung der demografischen Annahmen 0 0
– Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Änderung der finanziellen Annahmen -39 1
– Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus erfahrungsbedingten Anpassungen 17 103
Transfer 0 0
Beiträge:
– Arbeitgeber 0 0
– begünstigter Arbeitnehmer 40 38
Aus dem Plan geleistete Zahlungen:
– laufende Zahlungen -169 -84
– Abgeltung 0 0
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen zum 31. Dezember 1.500 1.491
Planvermögen zum 1. Januar 1.047 1.078
Wechselkursänderungen 40 -90
Beiträge:
– Arbeitgeber 85 87
– begünstigter Arbeitnehmer 40 38
Erwarteter Anlageertrag 0 0
Aus dem Plan geleistete Zahlungen:
– laufende Zahlungen -169 -84
– Abgeltung 0 0
Zinsaufwand/-ertrag 7 6
Gewinne (-) und Verluste (+) aus der Neubewertung:
– Ertrag aus dem Planvermögen excl. Zinserträge 8 12
Planvermögen zum 31. Dezember 1.057 1.047
Pensionsrückstellung zum 31. Dezember 443 444

Es bestehen keine Auswirkungen der Vermögensobergrenze.

Das versicherungsmathematische Gutachten wurde durch die Firma Helvetia Consulta Gesellschaft für Vorsorgeberatung AG, Basel (Schweiz), erstellt. Dem Gutachten liegen folgende versicherungsmathematischen Annahmen zugrunde:

2018 2017
Abzinsungssatz 0,80 % 0,60 %
Erwartete künftige Gehaltssteigerung 1,00 % 1,00 %
Erwartete künftige Rentenanpassung 0,00 % 0,00 %

Die dem Gutachten zugrunde gelegten Sterbewahrscheinlichkeiten basieren in der Schweiz auf der „BVG 2015“.

Der laufende Dienstzeitaufwand ist im Personalaufwand enthalten. Der Zinsaufwand der leistungsorientierten Verpflichtung ist in den Finanzaufwendungen enthalten.

Das Planvermögen der OVB Schweiz teilt sich in die folgenden Kategorien auf:

2018 2017
Flüssige Mittel und Festgelder 0,6 % -0,6 %
Grundpfandrechte 5,1 % 5,3 %
Investmentfonds 0,0 % 5,4 %
Festverzinsliche Wertpapiere 26,6 % 28,2 %
Aktien 33,3 % 36,0 %
Immobilien 15,4 % 13,2 %
Alternative Anlagen 19,0 % 12,5 %

Für 99,4 Prozent (31. Dezember 2017: 100,0 Prozent) des Planvermögen besteht eine Marktpreisnotierung in einem aktiven Markt.

in TEUR Betrag der Verpflichtung
Änderung der Annahme Erhöhung der Annahme Verminderung der Annahme
Abzinsungssatz 0,25 %-Punkte 1.436 1.566
Erwartete künftige Gehaltssteigerung 0,25 %-Punkte 1.511 1.488
Erwartete künftige Rentenanpassung 0,25 %-Punkte 1.537 1.465

Die vorstehende Sensitivitätsanalyse basiert auf der Änderung eines Parameters unter Fixierung der anderen Parameter. Diese isolierte Betrachtung wird in der Realität äußerst selten auftreten, da die Eingangsparameter häufig in einer Beziehung zu einander stehen. Die Bestimmung der Sensitivität erfolgt unter Verwendung der Projected-Unit-Credit-Methode, die ebenfalls bei der Berechnung der leistungsorientierten Verpflichtung angewendet wurde.

Die Finanzierung der erworbenen Vorsorgeansprüche bei der OVB Schweiz erfolgt im Basisplan zu jeweils 50 Prozent durch den Arbeitgeber und den Arbeitnehmer. Die Beiträge für den Kaderplan trägt in voller Höhe der Arbeitgeber. Die Basisvorsorge ist obligatorisch für alle gesetzlich rentenversicherten Arbeitnehmer, wohingegen die Teilnahme am Kaderplan optional ist.

Die erwarteten Beiträge für die Pläne für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses für das am 31. Dezember 2019 endende Geschäftsjahr betragen insgesamt TEUR 89.

Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der definierten Leistungsverpflichtung beträgt 17,4 Jahre (31. Dezember 2017: 17,3 Jahre).

Zu Langfristige Rückstellungen Arbeitnehmer

Bei den langfristigen Rückstellungen Arbeitnehmer handelt es sich im Wesentlichen um Jubiläumsrückstellungen.

18 Andere Verbindlichkeiten

2018: TEUR 52
2017: TEUR 75

Die anderen Verbindlichkeiten betreffen kapitalisierte Leasingverbindlichkeiten und entsprechen dem Barwert der künftigen Leasingzahlungen.

19 Passive latente Steuer

2018: TEUR 207
2017: TEUR 23

Die passiven latenten Steuern betreffen folgende Bilanzposten:

in TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Geschäfts- oder Firmenwert 16 23
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 9 15
Finanzinstrumente 2.675 221
Rückstellungen 50 46
Verbindlichkeiten 81 66
2.831 371
Saldierung mit aktiven latenten Steuern -2.624 -348
207 23

Die passiven latenten Steuern haben im Wesentlichen keine bestimmbaren Fälligkeiten.

C Kurzfristige Schulden

2018: TEUR 94.617
2017: TEUR 82.774

Beträgt die Restlaufzeit von Verbindlichkeiten weniger als zwölf Monate, werden sie als kurzfristige Verbindlichkeiten klassifiziert.

20 Steuerrückstellungen

2018: TEUR 50
2017: TEUR 449

Die Steuerrückstellungen haben sich insgesamt wie folgt entwickelt:

in TEUR 01.01.2018 Währungsdifferenzen Zuführung Verbrauch Auflösung 31.12.2018
Steuerrückstellungen 449 -2 18 415 0 50

21 Andere Rückstellungen

2018: TEUR 40.881
2017: TEUR 30.907
in TEUR 31.12.2018 31.12.2017
1. Stornorisiken 15.866 16.055
2. Nicht abgerechnete Verpflichtungen 11.795 10.417
3. Rechtsstreite 955 1.205
4. Rückstellungen aus nachlaufenden Provisionen (IFRS 15) 8.961 0
37.577 27.677
5. Übrige
– Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern 1.085 1.133
– Jahresabschluss-/Prüfungskosten 669 670
– Übrige Verpflichtungen 1.550 1.427
3.304 3.230
40.881 30.907
in TEUR 01.01.2018 Zuführung Währungsdifferenzen Verbrauch Auflösung 31.12.2018
1. Stornorisiken 16.055 900 -45 1.044 0 15.866
2. Nicht abgerechnete Verpflichtungen 10.417 8.051 -47 6.235 391 11.795
3. Rechtsstreite 1.205 336 -2 40 544 955
4. Rückstellungen aus nachlaufenden Provisionen (IFRS 15) 6.932 2.052 -23 0 0 8.961
5. Übrige 3.230 2.049 2 1.786 191 3.304
37.839 13.388 -115 9.105 1.126 40.881

In den Zuführungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 8 (31. Dezember 2017: TEUR 9) enthalten. Stornorückstellungen werden grundsätzlich als kurzfristige Rückstellungen erfasst, da Ungewissheit bezüglich des zeitlichen Anfalls und der Höhe der Inanspruchnahme besteht. Unterstellt man, dass das Stornierungsverhalten der Kunden dem der jüngsten Vergangenheit entspricht, so ergäbe sich ein langfristiger Anteil in Höhe von ca. TEUR 6.643 (31. Dezember 2017: TEUR 8.434).

Die Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten bestehen im Wesentlichen aufgrund von rechtlichen Auseinandersetzungen mit Kunden und ehemaligen Finanzvermittlern. Das zeitliche Ende sowie die exakte Höhe des Abflusses von wirtschaftlichem Nutzen dieser Auseinandersetzungen sind ungewiss.

Die Rückstellungen aus nachlaufenden Provisionen werden für noch nicht an den Außendienst weitergegebene Provisionen gebildet.

22 Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern

2018: TEUR 739
2017: TEUR 1.077

Die Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern sind im Wesentlichen durch Steuerbelastungen auf die in Vorjahren erwirtschafteten Ergebnisse entstanden.

23 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

2018: TEUR 9.365
2017: TEUR 7.363

Unter diesem Posten werden die abgerechneten Provisionen der Finanzvermittler erfasst, soweit sie nicht als einbehaltene Sicherheiten qualifiziert sind, sowie am Bilanzstichtag zustehende Sondervergütungen, soweit sie noch nicht bezahlt wurden. Die Bewertung erfolgt zum Erfüllungsbetrag.

Zu den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gehören auch Verbindlichkeiten aus regelmäßigen und zeitbezogenen Leistungen, wie Versicherungsprämien, Telefongebühren, Energiebezug oder Miete.

Fälligkeit der Verbindlichkeiten 31. Dezember 2018:

in TEUR Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag Überfällig Täglich fällig Kleiner 3 Monate 3 – 6 Monate 6 – 12 Monate
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.365 742 1.230 3.617 0 0
in TEUR Art der Verbindlichkeit Keine Fälligkeit
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.776

Fälligkeit der Verbindlichkeiten 31. Dezember 2017:

in TEUR Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag Überfällig Täglich fällig Kleiner 3 Monate 3 – 6 Monate 6 – 12 Monate
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.363 236 775 2.509 0 4
in TEUR Art der Verbindlichkeit Keine Fälligkeit
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.839

24 Andere Verbindlichkeiten

2018: TEUR 43.582
2017: TEUR 42.978

Fälligkeit der Verbindlichkeiten 31. Dezember 2018:

in TEUR Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag Überfällig Täglich fällig Kleiner 3 Monate 3 – 6 Monate 6 – 12 Monate
1. Einbehaltene Sicherheiten 38.784 975 475 2.339 37 298
2. Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern 1.089 0 335 668 0 2
3. Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitnehmern 2.760 0 688 1.540 9 277
4. Verbindlichkeiten gegenüber Produktpartnern 207 0 133 18 41 0
5. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0 0 0
6. Sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Außendienst 262 0 131 0 0 0
7. Übrige Verbindlichkeiten 480 0 175 249 3 3
43.582 975 1.937 4.814 90 580
in TEUR Art der Verbindlichkeit Keine Fälligkeit
1. Einbehaltene Sicherheiten 34.660
2. Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern 84
3. Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitnehmern 246
4. Verbindlichkeiten gegenüber Produktpartnern 15
5. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0
6. Sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Außendienst 131
7. Übrige Verbindlichkeiten 50
35.186

Fälligkeit der Verbindlichkeiten 31. Dezember 2017:

in TEUR Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag Überfällig Täglich fällig Kleiner 3 Monate 3 – 6 Monate 6 – 12 Monate
1. Einbehaltene Sicherheiten 38.570 299 436 2.299 28 141
2. Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern 992 0 313 606 1 0
3. Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitnehmern 2.840 0 392 1.665 286 301
4. Verbindlichkeiten gegenüber Produktpartnern 222 0 92 2 4 0
5. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0 0 0
6. Sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Außendienst 0 0 0 0 0 0
7. Übrige Verbindlichkeiten 354 0 148 149 4 0
42.978 299 1.381 4.721 323 442
in TEUR Art der Verbindlichkeit Keine Fälligkeit
1. Einbehaltene Sicherheiten 35.367
2. Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern 72
3. Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitnehmern 196
4. Verbindlichkeiten gegenüber Produktpartnern 124
5. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0
6. Sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Außendienst 0
7. Übrige Verbindlichkeiten 53
35.812

Verbindlichkeiten mit einer Fälligkeit von mehr als zwölf Monaten bestehen nicht.

Zu 1. Einbehaltene Sicherheiten

Zu den einbehaltenen Sicherheiten zählen die Stornoreserveeinbehalte der Finanzvermittler. Diese werden zur Abdeckung erwarteter Provisionsrückforderungen einbehalten.

Zu 2. Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern

Als Steuerverbindlichkeiten werden nur tatsächliche sonstige Steuerverbindlichkeiten ausgewiesen, die exakt ermittelt werden können bzw. für die Steuerbescheide vorliegen.

Zu 3. Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitnehmern

Kurzfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer für erbrachte Arbeitsleistungen, wie z.B. Urlaubsgeld, Tantiemen oder Prämien und Leistungen an Arbeitnehmer anlässlich der Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden mit dem erwarteten Erfüllungsbetrag erfasst.

Zu 4. Verbindlichkeiten gegenüber Produktpartnern

Verbindlichkeiten gegenüber Produktpartnern, die nicht verbundene Unternehmen sind, resultieren in der Regel aus Provisionsrückbelastungen und werden von OVB im Geschäftsverlauf kurzfristig bezahlt. Die Bewertung erfolgt zum Nennwert.

Zu 5. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten liegen vor, wenn diese innerhalb von zwölf Monaten ab dem Bilanzstichtag bezahlt werden müssen. Sie werden mit dem Nennwert bewertet.

Zu 6. Sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Außendienst

Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber dem Außendienst, die nicht aus Vermittlung resultieren, wurden als sonstige Verbindlichkeiten gegenüber dem Außendienst erfasst.

Zu 7. Übrige Verbindlichkeiten

Unter den übrigen Verbindlichkeiten wurden alle Verbindlichkeiten erfasst, die nicht zu den obigen Unterpositionen zuzuordnen sind. Die Position beinhaltet im Wesentlichen die Verbindlichkeiten aus Sozialabgaben und passive Rechnungsabgrenzungen.

III. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

25 Erträge aus Vermittlungen

2018: TEUR 231.337
2017: TEUR 221.629
in TEUR 2018 2017
1. Abschlussprovisionen 177.394 169.730
2. Bestandspflegeprovisionen 37.208 35.099
3. Dynamikprovisionen 8.802 8.872
4. Übrige Erträge aus Vermittlungen 7.933 7.928
231.337 221.629

Als Erträge aus Vermittlungen werden sämtliche Erträge von Produktpartnern erfasst. Diese umfassen neben den Provisionen auch Bonifikationen und andere vertriebsbezogene Leistungen der Produktpartner.

Zu 1. Abschlussprovisionen

Abschlussprovisionen resultieren aus der erfolgreichen Vermittlung verschiedener Finanzprodukte.

Zu 2. Bestandspflegeprovisionen

Bestandspflegeprovisionen resultieren aus der kontinuierlichen Betreuung von Verträgen des Versicherungsnehmers und werden nach Leistungserbringung vereinnahmt.

Zu 3. Dynamikprovisionen

Dynamikprovisionen resultieren aus vertraglich vereinbarten dynamischen Beitragsanpassungen von Versicherungsverträgen während der Vertragslaufzeit.

Zu 4. Übrige Erträge aus Vermittlungen

Unter den übrigen Erträgen aus Vermittlungen werden Erträge aus Vermittlungen erfasst, die aus Bonifikationen und anderen umsatzbezogenen Leistungen der Produktpartner sowie Veränderungen der Stornorisikorückstellungen resultieren.

In den Erträgen aus Vermittlungen sind Erträge aus nachlaufenden Provisionen in Höhe von TEUR 2.948 enthalten, die aus einer früheren Realisierung von teildiskontierten und ratierlichen Abschlussprovisionen resultieren.

26 Sonstige betriebliche Erträge

2018: TEUR 11.408
2017: TEUR 9.680
in TEUR 2018 2017
Erstattungen von Finanzvermittlern 3.354 3.162
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 1.126 1.388
Aktivierte Eigenleistungen 192 228
Erträge aus entfallenen Verpflichtungen 1.262 1.086
Mieterträge aus Untermietverhältnissen 34 29
Erträge aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 67 120
Wertaufholungen 1.741 598
davon Erträge aus ausgebuchten Forderungen 121 125
Erträge aus Währungsumrechnung 81 354
Kostenzuschüsse von Partnern 1.091 877
Übrige 2.460 1.838
11.408 9.680

Erstattungen von Finanzvermittlern erfolgen im Wesentlichen für Seminarteilnahmen, Materialüberlassung sowie für Leasing von EDV-Geräten.

Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren im Berichtsjahr im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen für Rechtsstreite, Rückstellungen für Leistungsboni sowie aus der Auflösung für ausstehende Rechnungen nicht abgenommener Leistungen.

Die aktivierten Eigenleistungen betreffen die Administrations- und Verwaltungssoftware (vgl. Anlagenspiegel).

Die Wertaufholungen entfallen im Wesentlichen auf die Forderungen gegen Finanzvermittler.

Die Kostenzuschüsse von Partnern enthalten Zuschüsse von Produktpartnern zu Material-, Personal- und Repräsentationskosten, Schulungsleistungen, Veranstaltungskosten sowie Versicherungsentschädigungen.

Die übrigen sonstigen Erträge beinhalten im Wesentlichen Umsätze der Servicegesellschaften mit Dritten.

27 Aufwendungen für Vermittlungen

2018: TEUR -155.079
2017: TEUR -148.040
in TEUR 2018 2017
Laufende Provisionen -140.593 -132.799
Sonstige Provisionen -14.486 -15.241
-155.079 -148.040

Hierunter werden alle Leistungen an die Finanzvermittler erfasst. Als laufende Provisionen werden alle direkt leistungsabhängigen Provisionen, d.h. Abschlussprovisionen, Bestandspflegeprovisionen und Dynamikprovisionen erfasst. Als sonstige Provisionen werden alle anderen Provisionen erfasst, die mit einer Zweckbestimmung, z.B. andere erfolgsabhängige Vergütungen, gegeben werden.

28 Personalaufwand

2018: TEUR -29.778
2017: TEUR -27.966
in TEUR 2018 2017
Löhne und Gehälter -24.632 -23.276
Sozialabgaben -4.834 -4.440
Aufwendungen für Altersversorgung -312 -250
-29.778 -27.966

29 Abschreibungen

2018: TEUR -4.263
2017: TEUR -4.113
in TEUR 2018 2017
Abschreibungen/Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte -2.921 -2.779
Abschreibungen/Wertminderungen auf Sachanlagen -1.342 -1.334
-4.263 -4.113

Die Abschreibungen im Geschäftsjahr 2018 sind im Anlagenspiegel dargestellt.

30 Sonstige betriebliche Aufwendungen

2018: TEUR -40.462
2017: TEUR -35.224
in TEUR 2018 2017
Verwaltungsaufwendungen
Rechts-, Jahresabschluss- und Beratungskosten -5.504 -3.476
Raumaufwand -3.033 -2.900
Kommunikationskosten -1.013 -1.021
EDV-Aufwendungen -5.183 -4.863
Fahrzeugkosten -633 -619
Mieten Geschäftsausstattung -106 -135
Übrige Verwaltungsaufwendungen -4.573 -4.057
-20.045 -17.071
Vertriebsaufwendungen
Seminare, Wettbewerbe, Veranstaltungen -9.116 -8.953
Werbeaufwendungen, Public Relations -2.300 -2.153
Abschreibungen/Wertberichtigungen auf Forderungen -2.966 -2.391
davon Abgänge von Forderungen -390 -161
Übrige Vertriebsaufwendungen -2.242 -1.844
-16.624 -15.341
Übrige Betriebsaufwendungen
Fremdwährungsverluste -85 -90
Aufsichtsratsvergütung -161 -102
Verluste aus Anlagenabgang -5 -10
Andere übrige Aufwendungen -99 -69
-350 -271
Ertragsunabhängige Steuern
Umsatzsteuer auf bezogene Leistungen/Lieferungen -3.143 -2.374
Andere ertragsunabhängige Steuern -300 -167
-3.443 -2.541
-40.462 -35.224

Die übrigen Verwaltungsaufwendungen betreffen im Wesentlichen Reisekosten, Aufwendungen für Versicherungen, Gebühren und Beiträge, Kosten des Geldverkehrs und Bürobedarf.

Die übrigen Vertriebsaufwendungen betreffen insbesondere Aufwendungen für Material, Bewirtungskosten und Aufwendungen für Vertriebsunterstützung.

Die anderen übrigen Aufwendungen betreffen u.a. Aufwendungen für Geschäftsberichte und die Jahreshauptversammlung sowie alle Aufwendungen, die nicht den obigen Positionen zuzuordnen sind.

Die anderen ertragsunabhängigen Steuern betreffen im Wesentlichen Lohnsteuern, Kfz-Steuern und Grundsteuern.

Operating-Leasing

Die künftigen Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Operating-Leasingverhältnissen umfassen im Wesentlichen die zukünftigen Mietzahlungen der Konzernunternehmen für die Büroräume der Hauptverwaltungen und setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 31.12.2018 31.12.2017
Bis zu einem Jahr 2.128 2.296
Länger als ein Jahr und bis zu fünf Jahren 3.033 4.186
Länger als fünf Jahre 0 194
5.161 6.676

Die Zahlungen aus Leasingverhältnissen, die erfolgswirksam erfasst sind, setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 2018 2017
Beträge für Mindestleasingzahlungen 2.489 2.320
Bedingte Mietzahlungen 0 2
2.489 2.322
Zahlungen aus Untermietverhältnissen 29 -27
2.518 2.295

Im Bereich des Operating-Leasing werden folgende Wirtschaftsgüter geleast: Kfz, Telefonanlagen, Kopierer und sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattungen sowie Büroräume. Die Laufzeiten betragen zwischen drei und 36 Monaten. Bei den bedingten Mietzahlungen handelt es sich im Wesentlichen um nutzungsabhängige Zahlungen für die Inanspruchnahme von Kopiergeräten und Kfz-Mehrkilometer.

31 Finanzergebnis

2018: TEUR -323
2017: TEUR 418
in TEUR 2018 2017
Finanzerträge
Bankzinsen 134 96
Erträge aus Wertpapieren 199 161
Wertaufholungen auf Kapitalanlagen 0 41
Erträge aus Zinsabgrenzungen 75 57
Zinserträge aus Ausleihungen 31 25
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 72 104
511 484
Finanzaufwendungen
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -52 -66
Aufwendungen aus Kapitalanlagen -782 0
-834 -66
Finanzergebnis -323 418

Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht erfasst.

Die Erträge aus Wertpapieren beinhalten im Wesentlichen Zinsgutschriften und Dividenden sowie Ausschüttungen aus Investmentfonds.

32 Ertragsteuern

2018: TEUR -3.115
2017: TEUR -4.048
in TEUR 2018 2017
Tatsächliche Ertragsteuern -3.484 -4.122
Latente Ertragsteuern 369 74
-3.115 -4.048

Im Steueraufwand sind ausländische laufende Steuern in Höhe von TEUR 3.376 (31. Dezember 2017: TEUR 3.996) sowie ausländische latente Steuererträge in Höhe von TEUR 2 (31. Dezember 2017: TEUR 68) enthalten.

Die Berechnung der tatsächlichen und der latenten Steuern erfolgt mit den jeweiligen landesspezifischen Ertragsteuersätzen. Die latenten Steuern für inländische Gesellschaften wurden mit dem Körperschaftsteuersatz von 15,0 Prozent (31. Dezember 2017: 15,0 Prozent), dem Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent (31. Dezember 2017: 5,5 Prozent) sowie einem durchschnittlichen Gewerbesteuersatz in Höhe von 16,625 Prozent (31. Dezember 2017: 16,625 Prozent) berechnet.

Zusätzlich zu dem in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Betrag wurden latente Steuern, die direkt im Eigenkapital erfasste Posten betreffen, in Höhe von TEUR 49 (31. Dezember 2017: TEUR 30) unmittelbar im Eigenkapital verrechnet.

Der effektive Ertragsteuersatz, bezogen auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Ertragsteuern, beläuft sich auf 24,26 Prozent (31. Dezember 2017: 24,71 Prozent). Darin enthalten sind Ertragsteuersatzsenkungen in Frankreich in Höhe von 5 Prozent-Punkten gegenüber dem Vorjahr.

Die nachfolgende Überleitungsrechnung zeigt den Zusammenhang zwischen dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag im Geschäftsjahr. Der erwartete Steueraufwand errechnet sich ausgehend vom deutschen kombinierten Ertragsteuersatz von derzeit 32,45 Prozent.

Überleitungsrechnung

in TEUR 2018 2017
Jahresergebnis vor Ertragsteuern nach IFRS 12.840 16.384
Konzernertragsteuersatz 32,45 % 32,45 %
Rechnerischer Ertragsteueraufwand im Geschäftsjahr -4.166 -5.316
Steuern aus steuerlich nicht abziehbaren Aufwendungen (-)/ steuerfreien Erträgen (+) -812 -543
Auswirkung anderer Steuersätze der im In- und Ausland operierenden Tochterunternehmen 2.132 2.199
Periodenfremde Ertragsteuern 52 -198
Veränderung der Steuerwirkung aus temporären Differenzen und steuerlichen Verlusten, für die keine aktiven latenten Steuern gebildet wurden (-)/Aktivierung latenter Steuern im Geschäftsjahr auf Verlustvorträge aus dem Vorjahr, auf die im Vorjahr keine latenten Steuern gebildet wurden (+) -399 -35
Sonstige 78 -152
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3.115 -4.048

33 Konzernergebnis

2018: TEUR 9.725
2017: TEUR 12.336

34 Ergebnisanteil anderer Gesellschafter

2018: TEUR -109
2017: TEUR -194

Es handelt sich dabei mit TEUR -109 (31. Dezember 2017: TEUR -194) um die Ergebnisanteile an der Nord-Soft EDV Unternehmensberatung GmbH.

35 Konzernergebnis nach Anteil anderer Gesellschafter

2018: TEUR 9.616
2017: TEUR 12.142

36 Ergebnis je Aktie unverwässert/verwässert

Die Berechnung des unverwässerten/verwässerten Ergebnisses je Aktie basiert auf den folgenden Daten:

in TEUR 2018 2017
Konzernergebnis nach Anteil anderer Gesellschafter
Basis für das unverwässerte/verwässerte Ergebnis je Aktie (auf die Aktionäre des Mutterunternehmens entfallender Anteil am Ergebnis der Berichtsperiode) 9.616 12.142
Anzahl der Aktien
Gewichteter Durchschnitt der Anzahl von Aktien für das unverwässerte/verwässerte Ergebnis je Aktie 14.251.314 14.251.314
unverwässertes Ergebnis je Aktie in EUR 0,67 0,85

Das verwässerte Ergebnis entspricht dem unverwässerten Ergebnis, da im Berichtsjahr keine Verwässerungseffekte aufgetreten sind.

IV. Sonstige Angaben

1. Angaben zur Anwendung des IFRS 15

Die aus der erstmaligen Anwendung gemäß IFRS 15. C3 (b) resultierenden Anpassungsbeträge betreffen folgende einzelne Abschlussposten und resultieren aus der vorzeitigen Realisierung von nachlaufenden Provisionen. Positive Beträge bedeuten eine Zunahme gegenüber dem Wert, der sich ohne Anwendung des IFRS 15 zum 31. Dezember 2018 ergeben hätte, negative Beträge entsprechen einer Abnahme.

in TEUR 31.12.2017 Anpassung aus IFRS 15 01.01.2018
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 23.553 10.057 33.610
Bilanzgewinn 21.198 2.506 23.704
Andere Rückstellungen 30.907 6.931 37.838
Passive latente Steuern 23 619 642

Innerhalb der Berichtsperiode ergaben sich folgende Anpassungen aus der Anwendung des IFRS 15:

1.1 Konzernbilanz

Abschlussposten
in TEUR
zum 01.01.2018* Veränderung zum 31.12.2018
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 10.057 2.916 12.973
Bilanzgewinn 2.506 742 3.248
Andere Rückstellungen 6.931 2.030 8.961
Passive latente Steuern 619 145 764

* Angepasst im Vergleich zur Zwischenberichterstattung aufgrund neuer Auswertungsmöglichkeiten. Der Bilanzgewinn hat sich gegenüber dem ursprünglich veröffentlichten Betrag zur Erstanwendung um T€ 333 reduziert.

1.2 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Abschlussposten
in TEUR
01.01. – 31.12.2018
Erträge aus Vermittlungen 2.948
Gesamtertrag 2.948
Aufwendungen für Vermittlungen 2.052
Operatives Ergebnis (EBIT) 896
Konzernergebnis vor Ertragsteuern 896
Ertragsteuern -154
Konzernergebnis 742
Konzernergebnis nach Anteil anderer Gesellschafter 742

1.3 Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Abschlussposten
in TEUR
01.01. – 31.12.2018
Konzernergebnis 742
Gesamtergebnis vor Anteil anderer Gesellschafter 742
Gesamtergebnis 742

1.4 Konzern-Kapitalflussrechnung

Abschlussposten
in TEUR
01.01. – 31.12.2018
Konzernergebnis vor Ertragsteuern 896
Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -2.030
Abnahme/Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva 2.916

1.5 Segmentberichterstattung

01.01.-31.12.2018
Abschlussposten
in TEUR
Mittel- und Osteuropa Deutschland Süd- und Westeuropa
Erträge aus Vermittlungen 2.936 2 10
Summe Segmenterträge 2.936 2 10
Aufwendungen für Vermittlungen 2.044 1 7
Operatives Ergebnis (EBIT) 891 1 4
Ergebnis vor Steuern 891 1 4
Ertragsteuern -153 0 -1
Segmentergebnis 739 0 3

2. Eventualverbindlichkeiten

Bürgschaften und Haftungsübernahmen

Die OVB Holding AG und einige ihrer Tochtergesellschaften haben Bürgschaften und Haftungsübernahmen für Finanzvermittler gegeben, die sich aus der normalen Geschäftstätigkeit ergeben. Sofern sich aus diesen Geschäftsvorfällen Verpflichtungen ergeben, deren Höhe zuverlässig geschätzt werden kann, sind diese Risiken in den anderen Rückstellungen berücksichtigt. Zum Bilanzstichtag bestehen Bürgschaften und Haftungsübernahmen gegenüber Dritten in Höhe von TEUR 3.690 (31. Dezember 2017: TEUR 3.990).

Prozessrisiken

Einige Konzerngesellschaften sind gegenwärtig in verschiedene Rechtsstreitigkeiten verwickelt, die sich aus der normalen Geschäftstätigkeit, hauptsächlich im Zusammenhang mit der Abwicklung der Vermittlung durch Finanzvermittler, ergeben.

Das Management vertritt die Ansicht, dass eventuellen Verpflichtungen aus diesen Rechtsstreitigkeiten bereits ausreichend durch die Bildung von Rückstellungen Rechnung getragen wurde und sich darüber hinaus keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögenslage des Konzerns ergeben.

3. Durchschnittliche Arbeitnehmerzahl

Im Berichtsjahr waren durchschnittlich 505 (31. Dezember 2017: 474) kaufmännische Arbeitnehmer im Konzern tätig, davon 51 (31. Dezember 2017: 48) in leitender Funktion.

4. Angaben zum Vorstand und zum Aufsichtsrat

Die Vorstandsmitglieder der OVB Holding AG sind:

Herr Mario Freis, Vorsitzender des Vorstands

Herr Oskar Heitz, stv. Vorsitzender des Vorstands

Herr Thomas Hücker, Vorstand Operations

Aufsichtsratsmitglieder der OVB Holding AG:

Herr Michael Johnigk (Vorsitzender des Aufsichtsrats); Mitglied des Vorstands SIGNAL IDUNA Krankenversicherung a. G., Dortmund; SIGNAL IDUNA Lebensversicherung a. G., Hamburg; SIGNAL IDUNA Unfallversicherung a. G., Dortmund; SIGNAL IDUNA Allgemeine Versicherung AG, Dortmund; SIGNAL IDUNA Holding AG, Dortmund

Herr Dr. Thomas A. Lange (stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats); Vorsitzender des Vorstands der NATIONAL-BANK AG, Essen

Herr Maximillian Beck (seit 5. Juni 2018); Mitglied des Vorstands der Basler Lebensversicherungs-AG, Hamburg; Basler Sachversicherungs-AG, Bad Homburg; Basler Sach Holding AG, Hamburg; Geschäftsführer der Basler Saturn Management B.V. in der Eigenschaft als Komplementärin der Basler Versicherung Beteiligungen B.V. & Co. KG, Hamburg

Herr Markus Jost; Diplomierter Experte für Rechnungslegung und Controlling, selbstständig, zuvor Mitglied des Vorstands der Basler Lebensversicherungs-AG, Hamburg; Basler Sachversicherungs-AG, Bad Homburg; Basler Sach Holding AG, Hamburg; Geschäftsführer der Basler Saturn Management B.V. in der Eigenschaft als Komplementärin der Basler Versicherung Beteiligungen B.V. & Co. KG, Hamburg

Herr Wilfried Kempchen; Kaufmann i. R., zuvor Vorsitzender des Vorstands der OVB Holding AG, Düren

Herr Winfried Spies; Diplom-Mathematiker i. R., zuvor Vorsitzender des Vorstands Generali Versicherung AG, München; Generali Lebensversicherung AG, München; Generali Beteiligungs- und Verwaltungs AG, München

Herr Dr. Alexander Tourneau (bis 5. Juni 2018); Senior Advisor und Aufsichtsrat im Finanzdienstleistungssektor, zuvor Mitglied des Vorstands der Basler Lebensversicherungs-AG, Hamburg, der Basler Sachversicherungs-AG, Bad Homburg, und der Basler Sach Holding AG, Hamburg; Geschäftsführer der Basler Saturn Management B.V. in der Eigenschaft als Komplementärin der Basler Versicherung Beteiligungen B.V. & Co.KG, Hamburg

Bezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands

Die Bezüge des Aufsichtsrats beliefen sich im Berichtsjahr auf TEUR 155 (31. Dezember 2017: TEUR 90). Die Vorstandsmitglieder der OVB Holding AG haben nachfolgende Vergütungen erhalten:

in TEUR Mario Freis Oskar Heitz Thomas Hücker
Feste Bezüge 484 394 291
(Vorjahr: 487) (Vorjahr: 394) (Vorjahr: 285)
Variable Bezüge 254 151 136
(Vorjahr: 255) (Vorjahr: 152) (Vorjahr: 135)
Gesamtbezüge 738 545 427
(Vorjahr: 742) (Vorjahr: 546) (Vorjahr: 420)

Die variablen Bezüge der Vorstandsmitglieder bestimmen sich nach individuellen Zielvorgaben für das Geschäftsjahr. Des Weiteren sind in den variablen Bezügen langfristig fällige Leistungen in Höhe von TEUR 249 (31. Dezember 2017: TEUR 241) enthalten. Es erfolgten keine aktienbasierten Vergütungen.

5. Beratungs- und Prüfungskosten

In den Rechts-, Jahresabschluss und Beratungskosten sind Aufwendungen für das Honorar des Abschlussprüfers PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, in Höhe von insgesamt TEUR 372 (31. Dezember 2017: TEUR 267) enthalten, davon für 2017 TEUR 55. Die Aufwendungen für das Honorar der Abschlussprüfer im Geschäftsjahr 2018 setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 2018 2017
Abschlussprüfungsleistungen 372 267
davon OVB Vermögensberatung AG, Köln 47 42
Andere Bestätigungs- und Bewertungsleistungen 0 0
davon OVB Vermögensberatung AG, Köln 0 0
Steuerberatungsleistungen 0 0
davon OVB Vermögensberatung AG, Köln 0 0
Sonstige Leistungen 0 0
davon OVB Vermögensberatung AG, Köln 0 0

6. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Mit Datum vom 11. Dezember 2018 hat die OVB Holding AG mit AG Insurance NV einen Vertrag zum vollständigen Erwerb des belgischen Maklerunternehmens Willemot Bijzonder Verzekeringsbestuur NV („Willemot NV“) mit Sitz in Gent geschlossen. Der Kaufpreis wird sich auf einen niedrigen einstelligen Millionen-Euro-Betrag belaufen. Über die weiteren Vertragsinhalte wurde Stillschweigen vereinbart. Das Closing wird bis zum 31. März 2019 erwartet.

7. Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Mit den nahestehenden Unternehmen der SIGNAL IDUNA Gruppe, des Baloise Konzerns und des Generali Konzerns hat OVB Verträge über die Vermittlung von Finanzprodukten geschlossen.

Wesentliche Anteilseigner sind zum 31. Dezember 2018 Unternehmen

der SIGNAL IDUNA Gruppe,

des Baloise Konzerns und

des Generali Konzerns.

Die SIGNAL IDUNA Gruppe stellt einen Gleichordnungsvertragskonzern dar. Die Obergesellschaften des Gleichordnungsvertragskonzerns sind:

SIGNAL IDUNA Krankenversicherung a. G., Dortmund

SIGNAL IDUNA Lebensversicherung a. G., Hamburg

SIGNAL IDUNA Unfallversicherung a. G., Dortmund

Die SIGNAL IDUNA Lebensversicherung a. G., Hamburg, hielt zum 31. Dezember 2018 Aktien der OVB Holding AG, die 31,67 Prozent der Stimmrechte gewährten. Die SIGNAL IDUNA Krankenversicherung a. G., Dortmund, hielt zum 31. Dezember 2018 Aktien der OVB Holding AG, die 21,27 Prozent der Stimmrechte gewährten. Aus Verträgen mit Unternehmen der SIGNAL IDUNA Gruppe wurden 2018 Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 29.669 (31. Dezember 2017: TEUR 24.929) erzielt. Es bestehen Forderungen in Höhe von TEUR 3.481 (31. Dezember 2017: TEUR 2.193) und Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 31 (31. Dezember 2017: TEUR 1).

In der Position Wertpapiere und übrige Kapitalanlagen sind Wertpapiere der SIGNAL IDUNA Gruppe in Höhe von TEUR 7.142 (31. Dezember 2017: TEUR 7.336) enthalten.

Die Basler Beteiligungsholding GmbH, Hamburg, hielt zum 31. Dezember 2018 Aktien der OVB Holding AG, die 32,57 Prozent der Stimmrechte gewährten. Diese Gesellschaft ist ein Konzernunternehmen des Baloise Konzerns, dessen Mutterunternehmen die Baloise Holding AG, Basel, ist. Aus Verträgen mit dem Baloise Konzern wurden 2018 Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 31.287 (31. Dezember 2017: TEUR 34.470) im Wesentlichen im Segment Deutschland erzielt. Es bestehen Forderungen in Höhe von TEUR 3.530 (31. Dezember 2017: TEUR 4.860).

In der Position Wertpapiere und übrige Kapitalanlagen sind Wertpapiere der Baloise Holding AG in Höhe von TEUR 705 (31. Dezember 2017: TEUR 757) enthalten.

Die Generali Lebensversicherung AG, München, hielt zum 31. Dezember 2018 Aktien der OVB Holding AG, die 11,48 Prozent der Stimmrechte gewährten. Sie ist ein Konzernunternehmen des Generali Konzerns, dessen deutsches Mutterunternehmen die Generali Deutschland Holding AG, Köln, ist. Aus Verträgen mit dem Generali Konzern wurden 2018 Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 16.670 (31. Dezember 2017: TEUR 17.639) erzielt. Es bestehen Forderungen in Höhe von TEUR 6.346 (31. Dezember 2017: TEUR 6.508) und Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 745 (31. Dezember 2017: TEUR 32).

Die deutsche Tochtergesellschaft OVB Vermögensberatung AG hat im Geschäftsjahr 2012 Büroräume angemietet, die sich im Eigentum eines nahen Familienangehörigen eines Aufsichtsratsmitglieds befinden. Die Mietzahlungen (inkl. Nebenkosten) entsprechen den marktüblichen Bedingungen und belaufen sich auf jährlich TEUR 34. Davon entfallen TEUR 30 (31. Dezember 2017: TEUR 30) auf Mietzahlungen und TEUR 4 (31. Dezember 2017: TEUR 4) auf Nebenkosten.

Die Bedingungen der mit nahestehenden Personen geschlossenen Vermittlungsverträge sind mit den Bedingungen vergleichbar, die OVB in Verträgen mit Anbietern von Finanzprodukten vereinbart hat, die keine nahestehenden Personen sind.

Für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats besteht eine D&O Versicherung mit einer Versicherungssumme von TEUR 25.000 je Versicherungsfall.

Die zum Geschäftsjahresende bestehenden offenen Posten sind nicht besichert, unverzinslich und werden durch Zahlung beglichen. Für Forderungen oder Verbindlichkeiten gegen nahestehende Unternehmen bestehen keine Garantien.

Über die Vertragsbeziehungen zu Unternehmen der SIGNAL IDUNA Gruppe hat die OVB Holding AG im Geschäftsjahr 2018 und in Vorjahren gemäß § 312 Aktiengesetz Bericht erstattet.

8. Erklärung nach § 161 AktG

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der OVB Holding AG haben für 2018 die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite der OVB Holding AG (www.ovb.eu) dauerhaft zugänglich gemacht.

9. Erklärung nach § 114 WpHG

Der Abschluss stellt einen Jahresfinanzbericht im Sinne des zweiten Finanzmarktnovellierungsgesetzes (§ 114 WpHG) vom 23. Juni 2017 dar.

Versicherung des Vorstands

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

 

Köln, den 22. Februar 2019

Mario Freis, CEO

Oskar Heitz, CFO

Thomas Hücker, COO

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die OVB Holding AG, Köln

Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der OVB Holding AG, Köln, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) – bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerngewinn- und Verlustrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der OVB Holding AG, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Die im Abschnitt „Sonstige Informationen“ unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2018 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt „Sonstige Informationen“ genannten Bestandteile des Konzernlageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden „EU-APrVO“) unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung:

I. Bewertung von Forderungen gegen Finanzvermittler

II. Rückstellungen für Stornorisiken

Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert:

1. Sachverhalt und Problemstellung

2. Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

3. Verweis auf weitergehende Informationen

Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

I. Bewertung von Forderungen gegen Finanzvermittler

1. Im Konzernabschluss der OVB Holding AG werden zum 31. Dezember 2018 sonstige Forderungen in Höhe von € 18,6 Mio. unter dem Bilanzposten „Forderungen und sonstige Vermögenswerte“ ausgewiesen. Hiervon entfallen zum Bilanzstichtag € 7,2 Mio. auf Forderungen gegen Finanzvermittler, die überwiegend aus Provisionsvorschüssen und -rückforderungen resultieren. Die Gesellschaft bildet Einzelwertberichtigungen unter Einbeziehung vorhandener Informationen über die Bonität der Schuldner, der Altersstruktur der Forderungen sowie in Einzelfällen auf Grundlage rechtlicher Stellungnahmen von internen und externen Rechtsanwälten. Dabei wird zwischen tätigen und ausgeschiedenen Finanzvermittlern unterschieden. Aufgrund der großen Anzahl der Einzelforderungen gegenüber Finanzvermittlern werden von der Gesellschaft auch pauschalierte Einzelwertberichtigungen auf Basis einer Gruppierung nicht signifikanter Forderungen, die ein einheitliches Chancen- und Risikoprofil aufweisen, nach wertbestimmenden Faktoren der jeweiligen Schuldner ermittelt. Auf Basis dieser Analysen und Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie weiterer Unterlagen ergaben sich im Geschäftsjahr Aufwendungen für Wertberichtigungen auf Forderungen gegen Finanzvermittler in Höhe von € 2,6 Mio. Da diese mit wesentlichen Ermessenspielräumen der gesetzlichen Vertreter verbundene Bewertung der Forderungen einen bedeutsamen Einfluss auf die Bildung bzw. die Höhe gegebenenfalls erforderlicher Wertberichtigungen hat und die Bewertungen mit Unsicherheiten behaftet sind, war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

2. Im Rahmen unserer Prüfung haben wir insbesondere die von der Gesellschaft durchgeführten Analysen und Bewertungen in Bezug auf ihre Aktualität und die angewandte Bewertungsmethodik gewürdigt sowie die Wertermittlung nachvollzogen und beurteilt. Damit einhergehend haben wir uns ein Verständnis über die zugrunde liegenden Ausgangsdaten, Bewertungsparameter und von den gesetzlichen Vertretern getroffenen Annahmen verschafft, diese kritisch gewürdigt und beurteilt, ob sie innerhalb einer vertretbaren Bandbreite liegen. Darüber hinaus haben wir die rechtlichen Stellungnahmen der von der Gesellschaft herangezogenen internen und externen Rechtsanwälte auf Basis von Stichproben gewürdigt. Hierauf aufbauend haben wir weitere analytische Prüfungshandlungen und Einzelfallprüfungshandlungen in Bezug auf die Bewertung der Forderungen an Finanzvermittler vorgenommen. Wir haben unter anderem auch die zugrundeliegenden Wertansätze und deren Werthaltigkeit anhand der zur Verfügung gestellten Unterlagen nachvollzogen und die konsistente Anwendung der Bewertungsmethoden überprüft. Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen zur Bewertung der Forderungen gegen Finanzvermittler begründet und hinreichend dokumentiert sind.

3. Die Angaben der Gesellschaft zu den sonstigen Forderungen sind in den Abschnitten 3.4, 4.2.1 sowie 11.6 des Konzernanhangs enthalten.

II. Rückstellungen für Stornorisiken

1. Im Konzernabschluss der OVB Holding AG werden unter dem Bilanzposten ,,Andere Rückstellungen“ Rückstellungen für Stornorisiken in Höhe von € 15,9 Mio. ausgewiesen. Diese Rückstellungen betreffen von Partnerunternehmen erhaltene Provisionen für die Vermittlung von Finanzprodukten, die diesen in den Fällen von Nichteinlösungen vermittelter Verträge oder Vertragsstornierungen innerhalb eines bestimmten Haftungszeitraumes ggf. anteilig von der Gesellschaft zurückzuerstatten sind. Die Rückstellungsermittlung erfolgt anhand eines konzernweit einheitlichen Bewertungsprozesses und wird von der jeweiligen Tochtergesellschaft auf Grundlage der landesspezifischen Bewertungsparameter wie Haftungszeitraum, historischen Stornoquoten und Erwartungen über den zeitlichen Anfall der Stornierungen zum Abschlussstichtag vorgenommen. Der voraussichtlich langfristige Anteil der Rückstellungen für Stornorisiken wird mit einem laufzeitadäquaten Abzinsungszinssatz abgezinst. Die Berechnung der Rückstellungen für Stornorisiken unterliegt wesentlichen Ermessensspielräumen der gesetzlichen Vertreter und den damit verbundenen Schätzunsicherheiten. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der Höhe dieses betragsmäßig wesentlichen Postens war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

2. Mit der Kenntnis, dass bei geschätzten Werten ein erhöhtes Fehlerrisiko in der Rechnungslegung besteht und dass die Bewertungsentscheidungen der gesetzlichen Vertreter eine unmittelbare Auswirkung auf das Konzernergebnis haben, haben wir die Angemessenheit der Wertansätze beurteilt. Dabei haben wir unter anderem die Ausgestaltung und Angemessenheit des für die Ermittlung der Rückstellungen konzerneinheitlich angewendeten Bewertungsprozesses beurteilt und dessen konzerneinheitliche Anwendung gewürdigt. Unter anderem haben wir die der Berechnung zu Grunde liegenden landes- und produktspezifischen Haftungszeiträume mit den jeweils einschlägigen gesetzlichen Vorgaben abgestimmt. Zudem haben wir die der Berechnung zu Grunde liegenden historischen Stornoquoten der Gesellschaft und die Erwartungen der gesetzlichen Vertreter über den zeitlichen Anfall der Stornierungen zum Abschlussstichtag nachvollzogen. Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen zum Ansatz und zur Bewertung der Rückstellungen für Stornorisiken begründet und hinreichend dokumentiert sind.

3. Die Angaben der Gesellschaft zu den Rückstellungen für Stornorisiken sind in den Abschnitten 3.4, 5.2.2 sowie II.21 des Konzernanhangs enthalten.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Konzernlageberichts:

die in Abschnitt „Erklärung zur Unternehmensführung“ des Konzernlageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB

den Corporate Governance-Bericht nach Nr. 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex

Die sonstigen Informationen umfassen zudem die übrigen Teile des Geschäftsberichts – ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses, des geprüften Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher- beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 5. Juni 2018 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 12. November 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2005 als Konzernabschlussprüfer der OVB Holding AG, Köln, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Michael Peters.

 

Düsseldorf, den 27. Februar 2019

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Michael Peters, Wirtschaftsprüfer

ppa. Nadine Keuntje, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Michael Johnigk, Vorsitzender des Aufsichtsrats der OVB Holding AG

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Aufsichtsrat der OVB Holding AG hat die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnungen obliegenden Aufgaben im Berichtsjahr in vollem Umfang wahrgenommen. Dabei hat das Gremium den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens fortlaufend beraten und seine Geschäftsführung sorgfältig und kontinuierlich überwacht. Maßstab für diese Überwachung waren die Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung und Konzernleitung. Insbesondere hat sich der Aufsichtsrat ausführlich mit der wirtschaftlichen und finanziellen Entwicklung sowie der Strategie und Planung befasst.

Der Aufsichtsrat hat alle für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgänge auf Basis der Informationen des Vorstands im Aufsichtsratsplenum ausführlich diskutiert und beraten. Im Vorfeld hat der Vorstand dabei den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend schriftlich, elektronisch und mündlich über alle für das Unternehmen wesentlichen Aspekte informiert. Schwerpunkte der Berichterstattung waren im Wesentlichen die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung des Konzerns und seiner Segmente einschließlich der Planung, die Geschäfts- und Risikostrategie und andere grundsätzliche Fragen der operativen Unternehmensführung, das Risikomanagement, insbesondere die wesentlichen Risiken des OVB Konzerns, Geschäfte und Ereignisse von erheblicher Bedeutung, die Entwicklungen bei Finanzvermittlern und Mitarbeitern, der Jahresbericht der Internen Revision sowie der Jahresbericht des Chief Compliance Managers. Über Angelegenheiten, die nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnungen der ausdrücklichen Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, hat der Vorstand den Aufsichtsrat frühzeitig unterrichtet und diese dem Aufsichtsrat fristgemäß zur Beschlussfassung vorgelegt. Der Aufsichtsrat hatte somit stets die Möglichkeit, sich in den Ausschüssen und im Plenum mit den Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen und Anregungen einzubringen, bevor er nach sorgfältiger Prüfung und Beratung sein Votum abgegeben hat. In dringenden Einzelfällen erfolgte die Beschlussfassung mit Einverständnis aller Aufsichtsratsmitglieder auch schriftlich, elektronisch oder telefonisch.

Alle wesentlichen Finanzkennzahlen wurden dem Aufsichtsrat vom Vorstand quartalsweise berichtet. Abweichungen des Geschäftsverlaufs gegenüber der Planung wurden dem Aufsichtsrat im Einzelnen erläutert und im Aufsichtsrat erörtert. Im vierteljährlichen Rhythmus wurde zudem die Risikolage des Unternehmens ausführlich dargestellt und analysiert. Die Risikoberichte umfassten die aktuelle Risikosituation des Konzerns mit Blick auf Ertrags- und Vermögenslage, Vertrieb, Produkte, Markt, Wettbewerb, regulatorisches Umfeld sowie Operations und Support. Auch zwischen den Sitzungen standen der Aufsichtsratsvorsitzende, der Prüfungsausschussvorsitzende sowie der Vorsitzende des Nominierungs- und Vergütungsausschusses regelmäßig in Kontakt mit dem Vorstandsvorsitzenden und dem Finanzvorstand und wurden über die aktuelle Geschäftslage sowie wesentliche Geschäftsvorfälle informiert.

Sitzungen des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr 2018 haben fünf turnusgemäße Präsenzsitzungen stattgefunden. An der Sitzungsteilnahme verhinderte Mitglieder haben an den Beschlussfassungen jeweils durch Stimmbotschaften mitgewirkt. Sämtliche Aufsichtsratsmitglieder waren jeweils bei mehr als der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrats und der Ausschüsse, denen sie angehören, anwesend. Die Mitglieder des Vorstands haben an Aufsichtsratssitzungen teilgenommen, soweit der Aufsichtsratsvorsitzende nichts anderes bestimmt hatte.

Regelmäßig und intensiv wurde über die Geschäftsplanung und die Geschäftsentwicklung in den drei regionalen Segmenten sowie über die Ertrags- und Finanzlage des Konzerns beraten. Weiter befasste sich der Aufsichtsrat eingehend mit der Unternehmensstrategie „OVB Evolution 2022“ sowie den Auswirkungen bereits beschlossener oder zu erwartender gesetzlicher Änderungen auf Produktabsatz und Provisionen in einigen Ländern, in denen OVB vertreten ist.

In der Sitzung am 19. März 2018 hat sich der Aufsichtsrat mit dem vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss und dem Lagebericht der OVB Holding AG, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist (zusammengefasster Lagebericht), befasst. Mit der Billigung des Jahres- und Konzernabschlusses 2017 ist der Aufsichtsrat der Empfehlung des Prüfungsausschusses, der die Unterlagen zuvor intensiv geprüft hatte, gefolgt. Er stimmte dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns zu und befasste sich mit dem Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen sowie der Entsprechenserklärung. Der Aufsichtsrat verabschiedete ein Kompetenzprofil für den Aufsichtsrat und beschloss ein neues Vergütungsmodell für den Aufsichtsrat, wie in der Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f, 315d HGB im Kapitel Corporate Governance näher erläutert. Die Tagesordnung für die Hauptversammlung 2018 wurde verabschiedet und der Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung beschlossen. Auf Basis der ermittelten Zielerreichung legte der Aufsichtsrat auch die Vergütung der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2017 fest.

In der Sitzung vor der Hauptversammlung am 5. Juni 2018 berichtete der Vorstand unter anderem ausführlich über den Geschäftsverlauf des ersten Quartals 2018 sowie die Veränderungen in Beteiligungsgesellschaften. Darüber hinaus erfolgten abschließende Vorbereitungen für die bevorstehende Hauptversammlung am selben Tag.

Im Anschluss an die Hauptversammlung hat sich der Aufsichtsrat am 5. Juni 2018 in seiner neuen Zusammensetzung zu seiner konstituierenden Sitzung getroffen und Wahlen zum Vorsitzenden und stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats sowie zur Besetzung der Ausschüsse durchgeführt.

Die Sitzung des Aufsichtsrats am 6. September 2018 fand in Warschau (Polen) statt.

Mit Sitzungen, die an verschiedenen ausländischen OVB Standorten stattfinden, verfolgt der Aufsichtsrat das Ziel, sich durch eigene Wahrnehmung vor Ort einen Eindruck von der Geschäftstätigkeit in einzelnen Ländermärkten zu verschaffen. In der Sitzung hat der Vorstand den Aufsichtsrat ausführlich über die aktuelle Lage nach Abschluss des ersten Halbjahres 2018 und wesentliche Maßnahmen bei Beteiligungsgesellschaften informiert. Des Weiteren hat sich der Aufsichtsrat mit der Strategie des Unternehmens befasst. Der Stand der Strategie, insbesondere zu den Strategiebausteinen „Digitalisierung“ und „Modernisierung“ wurde vorgestellt und vom Aufsichtsrat zur Kenntnis genommen.

In der Sitzung am 10. Dezember 2018 standen Beschlussfassungen zum Erwerb des belgischen Maklerunternehmens Willemot NV durch die OVB Holding AG auf der Tagesordnung. Ferner wurden die finanziellen Eckdaten für das Jahr 2019 und die daraus abgeleitete Mehrjahresplanung bis zum Jahr 2023 eingehend erörtert und genehmigt. Der Vorstand berichtete zudem über die Geschäfts- und Ertragslage nach Abschluss des dritten Quartals 2018. Nach Bericht und eingehender Erörterung stimmte der Aufsichtsrat den Empfehlungen des Nominierungs- und Vergütungsausschusses zu den quantitativen und individuellen Zielen für die Vorstandsvergütung 2019 zu. Daneben hat sich der Aufsichtsrat über den in der Konsultationsphase befindlichen Entwurf des geänderten Deutschen Corporate Governance Kodex informiert.

Corporate Governance Kodex

In der Aufsichtsratssitzung am 19. März 2018 hat der Aufsichtsrat nach umfassender Beratung beschlossen, am gleichen Tag zusammen mit dem Vorstand die jährliche Entsprechenserklärung gemäß § 161 Abs. 1 AktG abzugeben, die auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft zur Verfügung steht.

Bericht aus den Ausschüssen

Der Aufsichtsrat hat zwei ständige Ausschüsse eingerichtet, die Beschlüsse des Aufsichtsrats sowie Themen für die Aufsichtsratssitzungen vorbereiten.

Die jeweiligen Ausschussvorsitzenden berichteten dem Aufsichtsrat über die Inhalte und Ergebnisse der Ausschusssitzungen jeweils in der nachfolgenden Plenumssitzung, sodass der Aufsichtsrat stets über umfassende Informationen für seine Beratungen verfügte.

Prüfungsausschuss

Der Prüfungsausschuss tagte im Geschäftsjahr 2018 siebenmal, davon dreimal – jeweils vor Veröffentlichung der Zwischenfinanzberichte – in Form einer Telefonkonferenz. Er befasste sich eingehend mit den Abschlüssen und Lageberichten der OVB Holding AG und des Konzerns. Er prüfte und erörterte die Zwischenfinanzberichte (Halbjahres- und Quartalsberichte) unter Berücksichtigung des Berichts des Abschlussprüfers über dessen prüferische Durchsicht.

In den turnusmäßigen Sitzungen im März, Juni, September und Dezember erörterte der Prüfungsausschuss jeweils Themen des Risikomanagements und der Compliance. Schwerpunkt der März-Sitzung waren die Erörterungen zum Jahres- und Konzernabschluss 2017. In derselben Sitzung beriet der Prüfungsausschuss über den Vorschlag zur Wahl des Abschlussprüfers 2018 und empfahl dem Aufsichtsrat, der Hauptversammlung die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, als Abschlussprüfer zur Wahl vorzuschlagen. Nach der Hauptversammlung erteilte der Prüfungsausschuss den Prüfungsauftrag an den von der Hauptversammlung bestellten Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2018, PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, und stimmte mit diesem die Prüfungsschwerpunkte ab. Der Prüfungsausschuss überwachte die Auswahl, Unabhängigkeit und Qualifikation des Abschlussprüfers. Das Gremium hat außerdem die Rechnungslegung und den Rechnungslegungsprozess, die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, das Risikomanagementsystem des Unternehmens sowie auf Basis der schriftlichen und mündlichen Berichterstattung des Leiters Internal Audit die Wirksamkeit, Ausstattung und Feststellungen der Internen Revision sowie den Jahresbericht des Chief Compliance Officers behandelt.

Nominierungs- und Vergütungsausschuss

Der Nominierungs- und Vergütungsausschuss tagte 2018 dreimal, davon zweimal in Form einer Telefonkonferenz. Der Ausschuss hat sich schwerpunktmäßig damit beschäftigt, die Beschlussempfehlungen für das Plenum im Hinblick auf sämtliche Entscheidungen zu Vorstands- und Aufsichtsratsangelegenheiten vorzubereiten. Darunter fiel im Berichtsjahr die Wiederbestellung von Herrn Oskar Heitz, Vorstand für das Ressort Finanzen. Weiterhin hat der Ausschuss turnusgemäß das Vergütungssystem und die Angemessenheit der Vergütung des Vorstands überprüft. In der Sitzung im März 2018 befasste sich der Ausschuss mit der individuellen Zielerreichung der einzelnen Vorstandsmitglieder zur Auszahlung der variablen Vergütungsbestandteile für 2017. Ferner erörterte der Ausschuss die Nominierung der Kandidaten für die Neuwahl des Aufsichtsrats, Vorschläge für das neue Vergütungsmodell des Aufsichtsrats sowie das Kompetenzprofil des Aufsichtsrats.

Im September 2018 beschäftigte sich der Ausschuss mit der Hochrechnung der Tantieme des Vorstands für 2018 sowie mit Zielvorgaben für die Tantieme des Vorstands für das Geschäftsjahr 2019. Schwerpunkte der Ausschussberatungen im Dezember 2018 waren unter anderem die weitere Abstimmung der Tantiemeziele 2019 für den Vorstand, die Überprüfung des Systems der Vorstandsvergütung sowie die Notfall- und Nachfolgeplanung auf Vorstandsebene und auf der ersten Führungsebene sowohl der OVB Holding AG als auch der Landesgesellschaften.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung

Der Abschlussprüfer, die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss sowie den Lagebericht der OVB Holding AG, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Jahresabschluss und Lagebericht wurden nach den deutschen gesetzlichen Vorschriften aufgestellt. Der Konzernabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und gemäß den ergänzend nach § 315e Abs. 1 Handelsgesetzbuch (HGB) anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften erstellt.

Der Jahresabschluss, der Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht nebst Prüfungsberichten des Abschlussprüfers zu den Jahresabschlüssen sowie alle weiteren Abschlussunterlagen wurden den Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor der Bilanzsitzung zugesandt. Alle Unterlagen wurden im Prüfungsausschuss sowie in der Sitzung des Aufsichtsrats -jeweils am 15. März 2019 – intensiv diskutiert. Dabei hat sich der Prüfungsausschuss insbesondere mit den im Bestätigungsvermerk beschriebenen besonders wichtigen Prüfungssachverhalten (Key Audit Matters) einschließlich der vorgenommenen Prüfungshandlungen beschäftigt. Die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor und wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 15. März 2019 in Gegenwart des Abschlussprüfers umfassend behandelt. Der Abschlussprüfer berichtete über Umfang, Schwerpunkte sowie wesentliche Ergebnisse seiner Prüfung und ging dabei insbesondere auf die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte (Key Audit Matters) und die vorgenommenen Prüfungshandlungen ein. Wesentliche Schwächen des internen Kontrollsystems bezogen auf den Rechnungslegungsprozess und das Risikofrüherkennungssystem wurden nicht festgestellt. In dieser Sitzung hat der Vorstand die Abschlüsse der OVB Holding AG und des Konzerns sowie das Risikomanagementsystem erläutert. Gleichfalls hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 15. März 2019 unter Berücksichtigung der Empfehlung des Prüfungsausschusses zur Wahl des Abschlussprüfers den Beschlussvorschlag an die Hauptversammlung verabschiedet. Dem lag die Erklärung des Prüfungsausschusses zugrunde, dass seine Empfehlung frei von ungebührlicher Einflussnahme durch Dritte sei und ihm keine die Auswahlmöglichkeiten beschränkende Klausel im Sinne von Art. 16 Abs. 6 der EU-Abschlussprüferverordnung auferlegt worden sei.

Der Aufsichtsrat stimmt den Ergebnissen der Abschlussprüfung zu. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Prüfungsausschuss und nach eigener Prüfung des Aufsichtsrats sind zum Jahresabschluss, zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat hat deshalb den Jahresabschluss 2018 und den Konzernabschluss 2018 gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss 2018 gemäß § 172 Satz 1 AktG festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands, den Bilanzgewinn zur Zahlung einer Dividende von 0,75 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie zu verwenden und den verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen, hat der Aufsichtsrat zugestimmt.

Der Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen lag dem Aufsichtsrat ebenfalls zusammen mit dem dazu vom Abschlussprüfer erstellten Prüfungsbericht vor. Der Abschlussprüfer hat in dem Prüfungsbericht folgende Prüfungsfeststellung getroffen:

„Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war,

3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen.“

Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen seinerseits geprüft sowie sich mit dem Prüfungsbericht des Abschlussprüfers befasst und stimmt dem Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers zu. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung hält der Aufsichtsrat fest, dass keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Ende seines Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen zu erheben waren.

Personelle Veränderungen im Aufsichtsrat

Mit Ablauf der Hauptversammlung am 5. Juni 2018 endete die Amtszeit aller Aufsichtsratsmitglieder. Den auf entsprechende Vorschläge des Nominierungs- und Vergütungsausschusses gestützten Wahlvorschlägen des Aufsichtsrats folgte jeweils die große Mehrheit der Aktionäre. Damit wurden Michael Johnigk, Dr. Thomas A. Lange, Markus Jost, Wilfried Kempchen und Winfried Spies im Amt bestätigt. Maximilian Beck, u.a. Mitglied des Vorstands der Basler Lebensversicherungs-AG, Hamburg, wurde neu in den Aufsichtsrat gewählt. In der konstituierenden Aufsichtsratssitzung, die unmittelbar im Anschluss an die Hauptversammlung stattfand, wurden Michael Johnigk zum Vorsitzenden und Dr. Thomas A. Lange zum stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Zudem wurden Dr. Thomas A. Lange zum Vorsitzenden des Prüfungsausschusses und Markus Jost zum Vorsitzenden des Nominierungs- und Vergütungsausschusses gewählt. Der Aufsichtsrat dankt dem im Berichtsjahr aus dem Aufsichtsrat ausgeschiedenen Mitglied Dr. Alexander Tourneau für die langjährige Zusammenarbeit und seinen Einsatz in den vergangenen Jahren.

Interessenkonflikte und deren Behandlung

Weder von Mitgliedern des Vorstands noch des Aufsichtsrats wurden in Bezug auf die eigene Person Interessenkonflikte identifiziert oder bekanntgegeben.

Anhaltspunkte für Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung informiert werden soll, hat es nach Kenntnis des Aufsichtsrats nicht gegeben.

Dank für engagierte Leistungen

Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands, den Geschäftsführungen und Führungskräften der Konzerngesellschaften sowie allen Finanzvermittlern und Mitarbeitern des OVB Konzerns für ihr großes Engagement im Geschäftsjahr 2018.

 

Köln, den 15. März 2019

Für den Aufsichtsrat

Michael Johnigk, Vorsitzender

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