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Gewährleistungsansprüche der Industrie sollen verlängert werden

Obsoleszenz – das Fachwort für den schnellen und absichtlich verursachten Verschleiß von Waren beschäftigt weiterhin die Gemüter. Schon 2013 hatten die Grünen in einem Gutachten den Nachweis geführt, dass die Industrie nicht optimal arbeitet und absichtlich Schwachstellen einbaut. Stefan Schridde hat mit dem Projekt Murks Nein Danke ein großes Projekt gestartet und bietet die Möglichkeit, schlechte Produkte zu melden. 

Die Grünen möchten, dass der Gesetzgeber jetzt reagiert und Gewährleistungsansprüche produktangemessen verlängert.

Die derzeit geltenden Gewährleistungsregelungen schützen Verbraucherinnen und Verbraucher nicht effektiv vor frühzeitigem Verschleiß von Produkten. Zum einen klagen viele Nutzerinnen und Nutzer darüber, dass Produkte mit einer eigentlich weit längeren Lebensdauer kurz nach Ablauf der zweijährigen Gewährleistungsfrist und damit viel zu früh defekt sind. Zum anderen können Verbraucherinnen und Verbraucher ihr Gewährleistungsrecht nur innerhalb des ersten halben Jahres effektiv umsetzen. Nach dieser sechsmonatigen Beweislastumkehr müssen sie nachweisen, dass der Schaden bereits beim Kauf bestand und nicht von ihnen verursacht wurde. Dies zu beweisen, ist in der Regel nicht möglich.

Außerdem muss die Gewährleistungsfrist bei langlebigen Produkten ihrer technisch möglichen Lebensdauer angemessen sein. Vernünftige Produkte helfen nicht nur den deutschen Verbrauchern, sondern stärken die deutsche Wirtschaft global und schützen die Umwelt. Wirtschaftswachstum ist die Folge. Soweit manche das Gegenteil behaupten: glaubt jemand ernsthaft, dass die Wirtschaft gestärkt wird, wenn alle zwei Jahre neue Häuser gebaut werden müssen, weil diese einfach zusammenfallen?

Hier der Text des Antrags der Grünen im Bundestag.

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