adcada GmbH – Führt die Bundesbank-Werbung zu juristischen Auseinandersetzungen?

Schon seit Monaten berichten wir immer wieder von den Aktivitäten der adcada GmbH aus Bentwisch bei Rostock. Ob selbstverfasste Werbeartikel, die nicht als solche gekennzeichnet sind, unglaublich gut klingende Investitionsangeboten oder, zuletzt, der Werbung mit dem Slogan „Deutsche Bundesbank bestätigt Anlagemöglichkeiten“ unter der Domain adcada.finance. Aufgrund der letztgenannten Aussage (und weiteren wie „die Finanzmarktaufsicht hat geprüft und bestätigt die Geldanlagen bei ADCADA“) haben wir dem Unternehmen eine Presseanfrage übermittelt.
Auf diese haben wir bis heute jedoch keine Antwort bekommen, wobei eine ehrliche und korrekte Beantwortung unserer Anfrage doch einiges hätte aufklären und sicherlich auch Werbung für das Unternehmen sein können.

Mittlerweile ist uns zu Ohren gekommen, dass sich die „Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs Frankfurt am Main e.V.“ mit dieser Werbung befasst. Das ist mit Sicherheit keine gute Situation, wenn adcada schon von einem angeblich recht unternehmerfreundlichen Verein ins Visier genommen wird. Jetzt sind wir natürlich gespannt, ob die o.g. Werbung weiterhin so stehen bleiben darf oder eingestellt werden muss.

Sollte die Wettbewerbszentrale hier obsiegen, dann wäre das natürlich ein deutliches Zeichen dafür, dass sich das Unternehmen in seiner Werbung für Anlegerkapital nicht korrekt verhalten habe. Möglicherweise müsste man dann auch darüber nachdenken, adcada dazu zu verpflichten, alle darüber geworbenen Anlegern über diesen Vorgang zu informieren.

Gewinnt das Unternehmen jedoch die Auseinandersetzung mit der „Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs“, dann würden sicherlich viele Emittenten demnächst von der BaFin bzw. Bundesbank eine Prüfung verlangen, um dann ebenfalls mit dem Ergebnis Werbung machen zu dürfen.

Zu unserer erneuten Presseanfrage hat uns übrigens der „Legal Councel“ der adcada GmbH mitgeteilt: „adcada.finance ist zu dem von Ihnen geschilderten Sachverhalt nicht angschrieben worden.“

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