pflegeobjekt.de – Spezialimmobilien, die wenig überzeugen

Auf der o.g. Seite wird der Kauf von Pflegeimmobilien vermittelt. Beachten Sie bei einem möglichen Investment bitte, dass es sich hierbei um Spezialimmobilien handelt und natürlich auch hier die Lage ein wichtiges Kriterium ist. Nur wenn die infrastrukturelle Einbindung in die Umgebung gegeben ist, lässt sich mit diesen Immobilien auf Dauer ein vernünftiges Wertsteigerungspotential erreichen.

Die Objekte, die die Pflegeobjekt Service GmbH aus Wuppertal auf ihrer Seite vermittelt, sind aus unserer Sicht teilweise in Lagen, die nicht gerade empfehlenswert sind. Dass hier in Zukunft großartig Wertsteigerungen zu erwarten sind, scheint uns reichlich spekulativ. Hinzu kommt, dass einerseits die Rede ist von 20-bis 25jährigen Mietverträgen, andererseits aber von „zukünftigen Betreibern“. Da kann man vermuten, dass mit den Betreibern einer solchen Pflegeeinrichtung Betreiberverträge abgeschlossen werden. Das wäre dann aber etwas deutlich anderes als Mietverträge.

Zitat: „Pflegeobjekt-Konzept

Ein Bauträger plant mit dem zukünftigen Betreiber (z.B. Vitanas, Johanniter, AWO) über einen Zeitraum von ca. zwei Jahren den Bau eines Pflegeobjekts. Dabei werden mögliche Standorte nach Qualität, Versorgungssituation und Altersstruktur analysiert. Das Pflegeobjekt wird nach dem Wohnungseigentumsgesetz (WEG) in mehrere Pflegeapartments aufgeteilt, die dann einzeln verkauft werden. Der Betreiber wird zum Generalmieter und unterschreibt einen Mietvertrag über eine Laufzeit von mindestens 20 Jahren. Während der gesamten Laufzeit kümmern sich der Betreiber und eine Verwaltungsgesellschaft um die Immobilie. Es entfallen vermietertypische Aufgaben, wie Nebenkostenabrechnung, Reparaturen und die Mietersuche.“

Wichtig ist natürlich auch immer die Bonität eines Mieters, der den Mietvertrag abschließt. Gerade bei der AWO usw. sind das dann oft Landes- oder Ortsverbände, die aber keinerlei Patronatserklärung von Seiten des Bundesverbandes bekommen. Was geschieht, wenn solche regionalen Betreiber in die Insolvenz gehen? Haben Sie dann auch eine Lösung für den Erwerber der Immobilie oder muss dieser dann alleine sehen, wie er zurecht kommt?

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