Kritik an Sharewood Switzerland AG

Seit Jahren bewirbt die Sharewood Switzerland AG Holzinvestments. Diese sind natürlich immer ein riskantes Investment, bei denen der Anleger am Ende nicht weiß, ob die Rechnung aufgehen wird.

Nun hat die Redaktion der Verbrauchersendung „Espresso“ des Schweizer Rundfunks Kritik an dem Unternehmen geübt. Die gesammelten veröffentlichten Berichte, die von der schlechten Zahlungsmoral der Sharewood Switzerland AG berichten, werden sicherlich den Umsatz des Unternehmens beeinträchtigen, denn diese Kritik wird sich natürlich dank des Internets nun extrem schnell verbreiten.

Da wird es auch nicht helfen, dass der CEO Peter Möckli einen Zweitmarkt für Bauminvestments anbieten will. Wer kauft schon Investments, die keine oder wenig Rendite bringen? Wenn, dann sicherlich nur mit einem hohen Abschlag. Derjenige, der den Verlust zu tragen hat, ist dann sicherlich der investierende Anleger.

Hier die Veröffentlichung des SRF:

„Erträge, die in den Himmel wachsen.» So wirbt die Zürcher Firma Sharewood für ihre Baumplantagen. Für 32’000 Schweizer Franken kann man Teak-Bäume in einer Plantage in Brasilien kaufen. Eukalyptus-Bäume gibt’s schon für «günstige» 18’000 Franken. Angelockt werden die Investoren mit Rendite-Versprechen von bis zu neun Prozent.

Was sich gut anhört, ist aber aus Sicht der SRF Redaktion dann letztlich für den Anleger hochriskant. Zwei Baumkäufer von Sharewood haben sich bei «Espresso» gemeldet, weil die Firma ihnen den Gewinn aus dem Holzhandel nicht auszahlt.

Betroffen ist beispielsweise eine 66-jährige Hörerin des SRF-Konsumentenmagazins «Espresso». Sie habe gutgläubig, wie sie heute sagt, vor sechs Jahren für über 100’000 Euro Bäume von Sharewood in Brasilien gekauft: «Ich wollte mein Geld nachhaltig anlegen. Da stiess ich im Internet auf Sharewood. Man versprach mir eine jährliche Rendite von acht Prozent.» Und eine Investition in den nachwachsenden Rohstoff Holz war ihr sympathisch.

Auch ein zweiter Betroffener, ein Mann aus der Nordostschweiz wollte sein Geld nachhaltig in Bäume anlegen. Auch er investierte einen namhaften Betrag bei Sharewood: «Ich habe Teak-, Eukalyptus- und Balsa-Bäume aus Plantagen in Brasilien gekauft», sagt er gegenüber «Espresso».

Ausreden statt Geld

Zuerst verlief vermeintlich alles nach Plan. Schon nach kurzer Zeit wurden erste kleine Holzerlöse von ein paar hundert Franken ausgezahlt. Die Baumkäufer erhielten von Sharewood beim Kauf eine Tabelle mit den prognostizierten Holzerlösen pro Jahr. Als jedoch laut Tabelle Erträge im vierstelligen Bereich fällig waren, gab es statt Geld von Sharewood Ausflüchte. Die Bäume seien noch nicht genug gewachsen, die Ernte habe sich wegen der Regenzeit verzögert oder im System sei ein falsches Erntedatum vermerkt gewesen.“

Quelle: https://www.srf.ch/news/schweiz/baeume-als-geldanlage-sharewood-bleibt-rendite-schuldig

Eine Antwort

  1. Investor Xaver 14. März 2018

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