Keine Ausschüttungen mehr bei der Orga Wertzuwachs GmbH?

Das haben wir zumindest von einigen Anlegern gehört und daraufhin dem Unternehmen eine Presseanfrage übermittelt. Leider wurde diese vom „Mutterunternehmen“, der Frequenta Beteiligungs AG, bisher nicht beantwortet.

Schade, wir hoffen aber, dass zumindest den betroffenen Kunden „reiner Wein“ eingeschenkt wurde bzw. wird.

Orga Wertzuwachs GmbH

Guten Tag Herr Wagner,

ich hatte mich Ihnen ja bereits anlässlich einer anderen Presseanfrage vorgestellt. Im Rahmen unserer Berichterstattung haben sich nun Anleger bei uns gemeldet die wohl mit Ihrem Unternehmen einen Vertrag über Nachrangdarlehen abgeschlossen haben. Ausweislich Ihre letzten im Unternehmensregister hinterlegten Bilanz wurden diese wohl auch noch im Jahre 2016 verkauft.

Nun teilen uns Anleger mit, das die Ausschüttungen für die Nachrangdarlehen angeblich ausbleiben. Können Sie das so bestätigen? Wenn ja, woran liegt das? Ist es eine vorübergehende Situation, oder müssen sich die Anleger dann doch Gedanken über das Investment machen.

Über eine kurze knappe Rückantwort freue ich mich bis Freitag den 2. Februar 2018 14 Uhr.

Mit freundlichen Grüßen aus Leipzig

Redaktion

Diebewertung.de

Thomas Bremer

Jordanstraße 12

04177 Leipzig

www.diebewertung.de

 

Natürlich muss man auch das sicherlich im Rahmen des aktuellen Piccor-Skandals sehen, denn hier gab es doch eine enge unternehmerische Zusammenarbeit. Das Problem entsteht dann, wenn der Partner auf den man sich wirtschaftlich verlassen hat, sich als Gaunerei herausstellt und man dann selber keine Gelder mehr von diesem erhält. Genauso dies könnte bei dem Unternehmen Orga Wertzuwachs GmbH nun geschehen sein.

Hier ein Auszug aus der letzten Bilanz des Unternehmens.

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015

der Orga-Wertzuwachs GmbH

I Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Orga-Wertzuwachs GmbH besteht seit dem 04.06.2013. Unsere Geschäftstätigkeit umfasst die Annahme von Nachrangdarlehen von natürlichen Personen im privaten Bereich. Sie richtet sich an Inländer, die eine risikoarme, unkomplizierte Geldanlage suchen.

Ein wesentliches Anliegen unserer Arbeit ist es, die komplexen Bedingungen des Geldanlagegeschäftes in einfachen Formen zu fassen und dem Kleinanleger trotzdem eine vergleichbar gute Rendite für sein Darlehen zu gewähren.

Die Aufträge erhalten wir im Wesentlichen über den Vertrieb mittels externer Vertriebspartner.

II Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gemäß amtlichen Berechnungen wird das Wirtschaftswachstum in Deutschland eine Quote von rund 1,5 % erreichen. Da auch die Realeinkommen der Verbraucher entsprechend steigen, wird das Interesse an Kapitalanlagen weiter zunehmen

Da der Aktienmarkt weiterhin nur für einen geringen Anteil der Bevölkerung als sichere Kapitalanlage gilt, dürfte die Anlageform, welche das Unternehmen anbietet, für Kleinanleger mit beschränkter Risikobereitschaft ein attraktives Angebot darstellen. Damit kann ein zusätzliches Volumen an freiem Kapital abgeschöpft werden.

2. Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf entwickelte sich planmäßig.

Im Geschäftsjahr konnten fast 60 Neuanleger mit einem Anlagevolumen von rund 400.000,–€ gewonnen werden. Die vereinbarten Zinsen wurden vertragsgemäß ausgezahlt.

Angaben gemäß § 24 VermAnlG

Gesamtsumme der im abgelaufenen Geschäftsjahr gezahlten Vergütungen, aufgeteilt in feste und variable vom Emittenten von Vermögensanlagen gezahlten Vergütungen, die Zahl der Begünstigten und gegebenenfalls die vom Emittenten der Vermögensanlagen gezahlten besonderen Gewinnbeteiligungen.

Gesamtsumme der im abgelaufenen Geschäftsjahr gezahlten Vergütungen, aufgeteilt nach Führungskräften und Mitarbeitern, deren berufliche Tätigkeit sich wesentlich auf das Risikoprofil des Emittenten von Vermögensanlagen auswirkt.

Für den Vertrieb der Kapitalanlagen wurden im Geschäftsjahr insgesamt 8.020,00 € aufgewendet. Diese Summe erhielt in voller Höhe eine Vertriebsgesellschaft, deren Provisionen auf Basis der eingezahlten Kapitalanlagen berechnet wurden. Begünstigte aus den Provisionszahlungen ist eine Gesellschaft. Besondere Gewinnbeteiligungen wurden nicht gezahlt.

Angestellte Mitarbeiter, deren berufliches Profil sich wesentlich auf das Risikoprofil der Gesellschaft auswirken, hat die Gesellschaft nicht beschäftigt. Dem alleinigen Mitglied der Geschäftsführung, Herrn Martin Pahl, wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 keine Geschäftsführungsvergütung seitens der Gesellschaft gezahlt. Die Gesellschaft verfügt nicht über weitere Führungskräfte.

3. Lage

Die Lage des Unternehmens ist nach wie vor geprägt von dem Aufbau unseres operativen Geschäftes.

A) Ertragslage

Bei einem im Vergleich zum Vorjahr von 17.164,00 auf 23.055,20 € gesteigerten Rohergebnis haben wir im Jahr 2015 ein negatives Ergebnis vor Ertragsteuern von -45.390,29 € erzielt.

B) Finanzlage

Unsere Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Das Debitoren- und Kreditorenmanagement erfolgte auf Basis einer fortlaufenden Liquiditätsplanung und dient der Liquiditätssicherung.

Die Liquiditätslage des Unternehmens entwickelte sich im Berichtsjahr planmäßig.

Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr einen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von 28.585,87 € (Vorjahr -59.437,05 €). Investitionen wurden nicht getätigt.

C) Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Orga-Wertzuwachs GmbH belief sich zum Bilanzstichtag auf 918.519,05€. Sie hat sich gegenüber dem Vorjahr 2014 (575.662,53 €) um 59,6 % erhöht.

Die Vermögensstruktur ist durch einen Anteil der sonstigen Vermögensgegenstände an der Bilanzsumme von 96,0 % (Vorjahr 98,1 %) gekennzeichnet.

Auf das Anlagevermögen entfallen 0,6 % (Vorjahr 1,6 %) der Bilanzsumme.

Flüssige Mittel umfassen 3,4 % (Vorjahr 0,3 %) der Bilanzsumme.

Das Eigenkapital verminderte sich um 43.888,87 € auf -16.744,34 €.

Das Passivvermögen besteht zu 99,3 % (Vorjahr 93,6 %) aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Liquiditätsplanung, die Umsatzrendite und den projektbezogenen Cashflow heran.

Die Liquiditätsplanung wird monatlich bewertet und fortgeschrieben. Die Umsatzrendite berechnen wir mit dem EBIT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen, den Cashflow aus der Summe von Jahresergebnis, Abschreibungen und Dotierung (bzw. Auflösung) längerfristiger Rückstellungen.

Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als gut bezeichnet werden.

III. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

IV. Prognosebericht

Wir werden unsere Akquisitionsanstrengungen fortführen.

Außerdem pflegen wir unsere Kontakte zu privaten Investoren.

Darüber hinaus sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant.

Wir erwarten für das Jahr 2016 ein Ergebnis, welches das des Jahres 2015 deutlich übersteigt und wieder mit einem positiven Vorzeichen versehen sein wird. Der bisherige Verlauf entspricht den in diesem Bericht prognostizierten Erwartungen und gibt Anlass für eine optimistische Einschätzung des Geschäftsverlaufes.

Wir werden auch zukünftig in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

Wir werden unser Kosten- und Personalmanagement weiterhin straff an der Auftragslage ausrichten.

V. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

A) Branchenspezifische Risiken

Sollten sich die weltweiten Turbulenzen an den Finanzmärkten wieder verstärken und sollte sich dadurch die Basis der mittel- und langfristigen Kapitalanlage abschwächen, kann dies die wirtschaftliche Situation der Branche negativ beeinflussen.

Bei der momentanen Situation an den Kapitalmärkten ist allerdings aufgrund der Einflussnahme der Zentralbanken mit einer planbaren Entwicklung der Geldmengen und der Zinssätze zu rechnen.

B) Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar.

Die Liquiditätslage ist sehr zufriedenstellend; es sind keine Engpässe zu erwarten.

Das Unternehmen verfügt über umfangreiche Planungs- und Kontrollinstrumente. Diese unterstützen uns dabei, Geschäftsrisiken frühzeitig zu erkennen und wirksame Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.

2. Chancenbericht

Wir gehen davon aus, dass wir in den Jahren 2017 und 2018 ein beschleunigtes Wachstum verzeichnen werden, da dann die veränderten rechtlichen Voraussetzungen für eine aktive Bewerbung unserer Produkte gegeben sein werden.

Im Jahr 2016 werden wir erwartungsgemäß unser Anlagevolumen stabil gehalten haben.

Unter vorstehenden Voraussetzungen kann über das Berichtsjahr hinaus eine positive Prognose für die Entwicklung der Zinserträge, des Betriebsergebnisses und des Jahresüberschusses getroffen werden.

3. Gesamtaussage

Es besteht ein gewisses Risiko bei sich stetig ändernden Bedingungen an den Kapitalmärkten.

Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Ausfallrisiken sind aufgrund der Kapitalstärke unserer Geschäftspartner gering.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

VII. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

Bestätigung gemäß § 289 Abs. 1 Nr. 5

Der Lagebericht wurde nach bestem Wissen aufgestellt.

Die Darstellung des Geschäftsverlaufes, des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft geben ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild.

Die wesentlichen Chancen und Risiken wurden im Lagebericht beschrieben.

Berlin, den 03. September 2016

Orga-Wertzuwachs GmbH

Gez. Martin Pahl, Geschäftsführer

2 Kommentare

  1. Th 17. Februar 2018
  2. MB 5. März 2018

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