Deutscher Verbraucherschutzring e.V. und PWB Rechtsanwälte – Betrugsverdacht!

„Der DVS setzt sich seit Jahren gezielt für die Interessen geschädigter Verbraucher und Kapitalanleger ein. Oberstes Ziel des DVS ist es, einen privaten Verbraucherschutz in Deutschland weiter fest zu verankern, um so die Interessen der Verbraucher konsequent gegen wirtschaftlich Stärkere durchzusetzen.“

So wirbt der DVS auf seiner Internetseite. Ob dies wirklich der Fall ist, damit beschäftigt sich jetzt wohl die Staatsanwaltschaft Gera. Gerade erst hat diese unter anderem die Geschäftsräume der PWB Rechtsanwälte in Jena durchsuchen lassen und in diesem Rahmen auch der DVS einen Besuch abgestattet. Doch worin besteht der Zusammenhang zwischen einem scheinbar unabhängigem Verein und der Kanzlei? Nun zuerst: Der Verein ist nicht im Vereinsregister zu finden, also anscheinend gar nicht eingetragen? Geschäftsführerin des DVS ist die Rechtsanwältin Jana V., Gründer und Vorstand ist der Rechtsanwalt Philipp Wolfgang Beyer.

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wofür die Buchstaben „PWB“ im Kanzleinamen stehen? Richtig: Philipp Wolfgang Beyer (nebenbei angemerkt: Her PWB ist auch noch involviert in die Stiftung Deutscher Anlegerschutz, im Deutschen Schutzverband gegen Diskriminierung, im Deutschen Insolvenz Schutzring, GF in der Deutschen Anwaltsbörse GmbH und bei dem Prozesskostenfinanzierer Acivo AG).

Nach unseren Informationen steht die Razzia im Zusammenhang mit einem Betrugsverdacht an Anlegern unter anderem seitens der PWB-Kanzlei. Unter falschen Versprechungen und unter Mithilfe der „unabhängigen Vereine“ sollen sie bundesweit von tausenden Kapitalanlegern Mandante zur Sicherung von Ansprüchen erschlichen haben, obwohl wissentlich nur minimale oder keine Erfolgsaussichten bestanden.

Vielleicht könnten Sie, Frau V. und Herr Beyer, sich uns gegenüber einmal äußern und diese Sache klarstellen? Aber vermutlich werden Sie schweigen und der Staatsanwaltschaft diese Sache überlassen. Der DVS sieht sich auch nicht zum ersten Mal derartigen Vorwürfe ausgesetzt: So warnten beispielsweise die Verbraucherzentrale Thüringen 2008 und die Verbraucherzentrale Bayern 2013 vor dem „Verein“.

Wir stellen uns angesichts dieser Ereignisse natürlich die Frage, wessen Interessen sie vertreten. Die der Verbraucher jedenfalls nicht. Wir müssen uns also sämtlichen Warnungen anschließen und empfehlen dringend jedem, die Hände von Ihrem „Verein“ zu lassen.

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