Spam-Mail mit Geldwäsche-Angebot

Immer wieder versuchen zwielichtige Gestalten, mit dem Leid Anderer Geld zu machen. Eine in den letzten Jahren beliebt gewordene Methode, die mit wenigen Kosten und Aufwand für den Betrüger eine relativ hohe „Rendite“ verspricht, sind Spam-Mails. „Getarnt“ mit dem Namen seriöser Unternehmen wird versucht, Bedürftige zu locken, um Ihnen dann das letzte Geld auch noch zu nehmen.Uns erreichte unter dem Betreff „Die Arbeitsagentur bietet Aufgaben Ihnen an“ folgende elektronische Nachricht:

„Sehr geehrte/r [NAME ENTFERNT],
unsere Gesellschaft ist eine neuartige und erfahrene Firma, die einen hohen Lohn und eine Menge Vorteile für die Mitarbeiter anbietet. Das Hauptanliegen Ihrer Arbeit ist die Steueroptimierung und Trading mit Bitcoins. Jedermann kann bei uns ohne Vorkenntnisse gleich anfangen Geld zu verdienen.
Unsere Gesellschaft bietet Ihnen einen lukrativen Verdienst bis zu 3600 Euro im Monat an, bei nur wenigen Arbeitsstunden pro Woche. Ihre Arbeitszeit ist variabel und kann Ihren Anforderungen angepasst werden. Der Mitarbeiter hat keine Ausgaben und muss keine technische Kenntnisse haben.
Ihre Aufgabe ist es die Bitcoins für unsere Kunden zu erwerben, das Geld dafür bekommen Sie im Voraus und Ihren Verdienst von 20 Prozent behalten Sie gleich ein.
Wenn Sie Interesse haben, möchten wir Sie kennenlernen.
Dazu mailen Sie uns eine Email an: alecmaltby583311@aol.com
Mit freundlichen Grüßen
Kahler Agentur

Persönlich an:

[ADRESSE ENTFERNT]“

Was die Sache zu Beginn minimal glaubwürdiger macht, ist, dass als Absenderadresse „jobs@arbeitsagentur.de“ angegeben ist. Aber warum erscheint dann in der Mail

  1. der Name „Kahler Agentur“ statt Arbeitsagentur
  2. die Anrede „Sehr geehrte/r“? Die Arbeitsagentur weiß für gewöhnlich bei einem persönlich adressierten Schreiben, welches Geschlecht die Menschen haben
  3. als Kontaktmailadresse eine von AOL, wo jeder ein Konto einrichten kann?

Nun, ganz einfach, weil es sich eben um Spam handelt. An der real existierenden Adresse wohnt unser Informant schon seit acht Jahren nicht mehr. Trotzdem fragt man sich natürlich, über welche Wege die Adresse in die Hände der Spam-Schreiber gelangt ist, wer hat sie verkauft?

Auf den Inhalt der Mail wollen wir gar nicht weiter eingehen. Es ist unglaubwürdig und klingt nach einer Form der Geldwäsche. Also, wie üblich, sollte Ihr Spamfilter nicht selber aktiv geworden sein, löschen Sie diese Mail ganz einfach! Derartige Mails kursieren in diversen Variationen schon seit Jahren im Netz und regelmäßig kommen neue, so wie in diesem Fall, dazu… Schon 2015 warnte die Bundesagentur für Arbeit beispielsweise vor diesen perfiden Mails (https://www3.arbeitsagentur.de/web/content/DE/dienststellen/rdnsb/osnabrueck/Detail/index.htm?dfContentId=L6019022DSTBAI742044).

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