Das sagt ein Experte zum neuesten Care Energy Artikel

Care Energy gehört derzeit zu den heiss diskutierten Themen auf unserer Plattform, nicht zuletzt weil sich viele User an das Unternehmen TELDAFAX erinnert fühlen, und weil die Vita des Vorstandsvorsitzenden für einige User nicht unbedingt Vertrauenserweckend ist.Nun, 100.00 Kunden haben Care Energy ihr Vertrauen geschenkt nach Angaben des Unternehmens. Was nachdenklich macht ist einer der letzten veröffentlichten Artikel, über dessen Inhalt so mancher Experte nur den Kopf schüttelt.

Zitat:

Care-Energy ist am Markt für ökologische Energieversorgung zu sozialverträglichen Preisen bekannt geworden und feierte kürzlich den 100.000sten Kunden. Der Care-Energy Tarif zur Versorgung mit Ökoenergie aus Strom beträgt bundesweit für Privatkunden 19,90 Cent/kWh und 6,99 Euro monatlichen Grundpreis und für Gewerbekunden 19,50 Cent/kWh und 7,99 Euro Grundpreis.

„Durch die heute geschlossene Kooperation wurde ein Meilenstein in der Energiewende mit dezentraler Energieproduktion geschaffen und wir haben dadurch sichergestellt, dass unsere Kunden langfristig mit unserem Tarif rechnen können“, so Martin Richard Kristek nach der Kooperationsverhandlung.

Die bekannten Unsicherheitsfaktoren in Sachen Energiepreis Strom sind derzeit

Preise für Primärenergieträger zur Stromproduktion

Netzdurchleitungsgebühren

Steuern und Abgaben

Alleine durch die Erhöhung der Netznutzungskosten und EEG-Abgaben im heurigen Jahr, stiegen die Strompreise in schwindelnde Höhen, obwohl der Börsenpreis für Strom nahezu unverändert zu Vorjahrespreis rangiert.

Zukünftig ist Care-Energy von diesen Risken befreit, denn Care-Energy setzt bei der Energieversorgung auf dezentrale Energieproduktion und das verbrauchernah installiert. Dies bedeutet, dass der produzierte Strom überhaupt nicht das öffentliche Netz berührt, sondern direkt vor Ort verbraucht wird.

Möglich macht dies ein von Sun Invention entwickeltes Photovoltaiksystem mit dem Namen „Plug & Save“. Jedes Panel ist dabei mit integriertem Inverter, Batterie Speicher und Controller ausgestattet und wird einfach mittels Stecker in das vorhandene Hausnetz angeschlossen. Eine intelligente Steuerungselektronik übernimmt den Rest, sorgt für die Netzsynchronisierung und vor allem für die Sicherheit des Systems. Dabei kann das Photovoltaiksystem einfach und überall aufgestellt und montiert werden, ein mitgeliefertes Aufstell- und Montagesystem ermöglicht nahezu überall in Betrieb zu gehen. Ob im Garten, an der Hauswand, am Dach, auf die Terrasse hinters Fenster gestellt, sorgt das System für Stromproduktion direkt vor Ort.

Diese Art der Produktion von erneuerbarer Energie entlastet die öffentlichen Netze und sorgt für für eine langfristige Möglichkeit zur Tariffixierung unabhängig von Netzkosten, Steuern und Abgaben und vor allem Primärenergieträgerpreisen.

Kunden von Care-Energy müssen sich ein solches System nicht kaufen, sondern dieses wird für die Dauer des Energiedienstleistungsvertrages von Care-Energy bereitgestellt. Der Kunde zahlt einfach weiterhin seinen vereinbarten Tarif, wobei alle Verträge mit Care-Energy monatlich künd- und zahlbar sind.

„Langfristig ist es unser Ziel unsere Kunden zu 80% autark und unabhängig direkt vor Ort zu versorgen und mit diesem System gelingt uns das – gebt uns einfach ein Plätzchen an der Sonne“, so Martin Kristek CEO von Care-Energy.

Zitat Ende

Hier nun die Stellungnahme eines ausgewiesenen Experten aus diesem Bereich:

dies was hier angeboten wird, ist tatsächlich nicht ernst zu nehmen, handelt es sich doch nur um Spielzeug, und kann nicht wirklich der Stromerzeugung dienen.

Ein Modul wird im Internet vom Anbieter, mit dem Care Energy nun zusammen arbeitet für 500 – 700 Euro angeboten und liefert gerade mal 195 Watt. Trotzdem benötigt man 80cm x 160 cm zzgl. evtl 30% der selben Fläche um keine Verschattung zu bekommen. Mit so einem Modul kann man gerade mal 2 Osram Glühbirnen betreiben.

Mittlerweile sind Module bei gleicher Größe von 240 Watt oder mit höherer Leistung üblich.

Der Hersteller ist aus China und stellt auch Module her für professionelle Solarbauer. Ab 6 Module, so gibt der Hersteller an, muss man einen Elektrofachmann hinzuziehen. Da stellt sich die Frage, warum dies so ist.

Technisch fragwürdig ist ebenfalls, dass weder ein Blitz- noch ein Überspannungs- oder sonstiger Schutzmechanismus integriert ist, zumindest dass man bei Netzausfall keinen Stromschlag bekommt.

Was passiert wenn Kinder in Berührung mit den Modulen und den integrierten Wechselrichtern kommen, die ja den Strom von Gleich- auf Wechselstrom wechseln?

Die Batterie, die integriert sein soll, verliert bei der Speicherung erfahrungsgemäß zwischen 40 – 60% der eingespeisten Strommenge.

Dass also die Kunden zu 80% autark und direkt vor Ort sich selbst mit Strom versorgen könnten ist reinste Utopie. Man will den Kunden vormachen, dass man das Modul auf den Balkon stellen soll oder zum Fenster raus halten…..und betreibt einen ganzen Haushalt.

Alleine Platz und damit verbundene Investitionskosten stehen dieser Strategie im Wege. Dies ist wohl Ablenkung um von den unrealistischen Dumpingpreisen abzulenken.

Wenn Care Energy Strom selbst handelt warum muss man dann die Kunden dazu bringen sich Solarmodule vor das Fenster zu hängen, die ja gerade in Deutschland gerade mal täglichl 4-5 Sonnen -Stunden und in den Winter- und Herbstmonaten vielleicht gerade mal 2-3 Stunden Strom produzieren. Dies hängt unter anderem daran, dass kristalline Module verwendet werden. Diese funktionieren nur bei direkter Sonneneinstrahlung. Sog. diffuses Licht am Morgen bis kurz vor Mittag, oder Sonnenlicht getrübt durch Wolken oder ambientes Nachmittagslicht bringt kristalline Module nicht zum Laufen. Kristalline Module funktionieren am Besten, wenn Sie in einem Winkel zur direkten Südseite mit ca. 30 Grad aufgestellt werden, dies dürfte bei Privathaushalten kaum möglich sein.

Hierzu müsste man schon Dünnschichtmodule verwenden, diese brauchen allerdings mehr Fläche, da sie bei gleicher Leistung fast doppelt so groß sind und kosten auch mehr.

Zusammen gefasst kann gesagt werden, dass das Konzept wohl wenig durchdacht ist.

40 Kommentare

  1. Mollitor. Karl - Heinz 17. Januar 2013
  2. skeptiker 17. Januar 2013
  3. Mollitor. Karl - Heinz 18. Januar 2013
  4. Rabe 1. Februar 2013
  5. oschgar 16. Februar 2013
  6. Michael 17. Februar 2013
  7. Gonzo 19. Februar 2013
  8. Jürgen Hempel Lüneburg 20. Februar 2013
  9. Damjanko 20. Februar 2013
  10. Horst Neumann, Steinebach/Westrerwald 21. Februar 2013
  11. Ich 23. Februar 2013
  12. Horst Neumann, Steinebach/Westerwald 23. Februar 2013
  13. oschgar 26. Februar 2013
  14. Warner 26. Februar 2013
  15. Omen Bopus 26. Februar 2013
  16. Wolfgang 26. Februar 2013
  17. Energiediagnose 28. Februar 2013
  18. Ronny Müller 28. Februar 2013
  19. Energiediagnose 28. Februar 2013
  20. Horst Neumann, Steinebach/Westerwald 28. Februar 2013
  21. Energiediagnose 28. Februar 2013
  22. Energiediagnose 28. Februar 2013
  23. Verbraucher 28. Februar 2013
  24. Energiediagnose 28. Februar 2013
    • Verbraucher 4. März 2013
  25. Energiediagnose 4. März 2013
  26. Horst Neumann, Steinebach/Westerwald 5. März 2013
    • oschgar 5. März 2013
  27. Horst Neumann, Steinebach/Westerwald 5. März 2013
  28. Energiediagnose 5. März 2013
  29. Horst Neumann, Steinebach/Westerwald 5. März 2013
  30. wievera 11. März 2013
  31. Manfred Raschke 11. März 2013
  32. Berlinerin 11. März 2013
  33. Toni 12. März 2013
  34. Klaus 12. März 2013
  35. Lothar 14. März 2013
  36. Herbert 23. April 2013
  37. Klaus Schmidt-Kaiser 16. Oktober 2013
  38. Marion 14. November 2013

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