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Bombenfund in Schwentinental: 2.600 Menschen müssen am Mittwoch ihre Wohnungen verlassen

Hans (CC0), Pixabay

Für Tausende Einwohner von Schwentinental im Kreis Plön beginnt der Mittwoch mit einer Evakuierung. Am 16. September soll im Ortsteil Klausdorf eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft werden.

Nach Angaben der Polizei Kiel wurde der Blindgänger im Bereich des Oberstkoppeler Wegs entdeckt. Für die Arbeiten ist eine umfangreiche Sicherheitszone vorgesehen.

Etwa 2.600 Menschen leben innerhalb des betroffenen Bereichs und müssen diesen vor Beginn der Entschärfung verlassen.

Evakuierung soll bis 10 Uhr abgeschlossen sein

Nach den Planungen müssen die Bewohner ihre Häuser und Wohnungen bis etwa 10 Uhr am Mittwochvormittag verlassen haben.

Der Evakuierungsradius beträgt rund einen Kilometer um den Fundort.

Erst wenn sichergestellt ist, dass sich keine Menschen mehr innerhalb des gesperrten Bereichs befinden, können die eigentlichen Arbeiten am Blindgänger beginnen.

Für die Einsatzkräfte bedeutet das, dass möglicherweise zahlreiche Gebäude und Straßen kontrolliert werden müssen. Wann die Entschärfung tatsächlich starten kann, hängt deshalb auch davon ab, wie schnell die Evakuierung abgeschlossen wird.

Mehrere Stunden außerhalb der eigenen Wohnung möglich

Wie lange die gesamte Aktion dauern wird, kann die Polizei im Vorfeld nicht vorhersagen.

Die betroffenen Einwohner sollten sich darauf einstellen, mehrere Stunden nicht in ihre Wohnungen und Häuser zurückkehren zu können.

Wann die Sperrzone wieder freigegeben wird, hängt vom Verlauf der Entschärfung ab. Eine verbindliche Uhrzeit für das Ende des Einsatzes gibt es deshalb zunächst nicht.

Medikamente, Getränke und Essen mitnehmen

Die Polizei bittet die Betroffenen, sich entsprechend auf eine längere Abwesenheit vorzubereiten.

Insbesondere benötigte Medikamente sollten beim Verlassen der Wohnung nicht vergessen werden. Auch ausreichend Getränke und Verpflegung können wichtig sein, wenn die Evakuierung mehrere Stunden dauert.

Für Menschen, die während der Sperrung keine andere Unterkunftsmöglichkeit haben, wird eine Notunterkunft eingerichtet.

Damit soll insbesondere Einwohnern geholfen werden, die nicht vorübergehend bei Verwandten, Freunden oder Bekannten unterkommen können.

Blindgänger liegt im Bereich Oberstkoppeler Weg

Fundort der Fliegerbombe ist der Bereich des Oberstkoppeler Wegs in Klausdorf.

Aufgrund des festgelegten Sicherheitsradius beschränkt sich die Maßnahme nicht auf die unmittelbare Umgebung der Fundstelle. Zahlreiche Haushalte innerhalb eines Umkreises von einem Kilometer sind von der Evakuierung betroffen.

Auch im Straßenverkehr ist während eines solchen Einsatzes mit Sperrungen und Einschränkungen zu rechnen. Welche Straßen im Einzelnen betroffen sein werden, geht aus den bislang vorliegenden Angaben jedoch nicht hervor.

Erneuter Bombenfund in der Kieler Region

Die Entschärfung in Schwentinental folgt nur kurze Zeit nach einem weiteren Einsatz auf der östlichen Seite der Kieler Förde.

Zuvor war bereits in Kiel-Dietrichsdorf ein Blindgänger entdeckt und erfolgreich entschärft worden.

Nun müssen sich erneut Tausende Menschen in der Region auf die Folgen eines Bombenfundes aus dem Zweiten Weltkrieg einstellen.

Auch mehr als acht Jahrzehnte nach Kriegsende werden bei Bauarbeiten und Untersuchungen des Untergrunds immer wieder nicht explodierte Kampfmittel entdeckt.

Warum ein großer Sicherheitsbereich notwendig ist

Bei einem solchen Fund können Spezialisten erst nach einer Untersuchung entscheiden, wie mit dem Blindgänger umgegangen wird.

Für eine geplante Entschärfung wird das umliegende Gebiet aus Sicherheitsgründen geräumt. Die Bevölkerung darf erst zurückkehren, wenn die Einsatzleitung Entwarnung gegeben und die Sperrung aufgehoben hat.

Für die Betroffenen bedeutet dies zwar erhebliche Einschränkungen. Der Sicherheitsabstand soll jedoch gewährleisten, dass während der Arbeiten keine Anwohner gefährdet werden.

Polizei kann Dauer noch nicht abschätzen

Besonders wichtig für die rund 2.600 Betroffenen: Sie sollten am Mittwoch nicht damit rechnen, unmittelbar nach Beginn der Arbeiten wieder nach Hause zurückkehren zu können.

Wie lange die Spezialisten für die Entschärfung benötigen, hängt unter anderem vom Zustand des Blindgängers und dem tatsächlichen Verlauf des Einsatzes ab.

Deshalb kann die Polizei vorab keinen konkreten Zeitpunkt nennen, zu dem die Evakuierung aufgehoben wird.

Anwohner sollten aktuelle behördliche Informationen verfolgen und erst nach einer offiziellen Freigabe in den gesperrten Bereich zurückkehren.

2.600 Menschen vor außergewöhnlichem Mittwoch

Für Klausdorf wird die Bombenentschärfung damit zu einem größeren Einsatz.

Bis etwa 10 Uhr am Mittwoch, 16. September, müssen rund 2.600 Menschen ihre Wohnungen und Häuser verlassen haben. Betroffen ist ein Ein-Kilometer-Radius rund um den Fundort am Oberstkoppeler Weg.

Eine Notunterkunft wird eingerichtet. Die Polizei empfiehlt den Evakuierten, sich auf eine mehrstündige Abwesenheit vorzubereiten und insbesondere notwendige Medikamente sowie Essen und Getränke mitzunehmen.

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