Start Allgemein Deutsche Bank AG / Postbank: BaFin bestellt Sonderbeauftragten wegen Einschränkungen im Kundenservice

Deutsche Bank AG / Postbank: BaFin bestellt Sonderbeauftragten wegen Einschränkungen im Kundenservice

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OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay

Die Finanzaufsicht BaFin hat am 29. September 2023 einen Sonderbeauftragten für die Deutsche Bank AG bestellt. Er soll überwachen, dass das Institut die Einschränkungen im Kundenservice bei den Niederlassungen Postbank und DSL Bank zügig und vollständig beseitigt. Betroffen ist deren Privatkundengeschäft.

Der Sonderbeauftragte wird der BaFin regelmäßig berichten. Er wird seinen Fokus darauf richten, dass Aufträge von Kundinnen und Kunden in einer angemessenen Frist bearbeitet und bisher nicht bearbeitete Kundenaufträge rasch abgearbeitet werden.

Die BaFin hat diese Maßnahme ergriffen, um die kollektiven Interessen von Verbraucherinnen und Verbrauchern zu schützen.

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Die Postbank ist eine der größten Banken in Deutschland. Sie hat über 10 Millionen Kunden und ist damit Marktführer im Bereich der Privatkunden. In den letzten Jahren gab es jedoch immer wieder Ärger mit Kunden.

Einer der Hauptkritikpunkte ist die Gebührenpolitik der Postbank. Die Bank hat in den letzten Jahren ihre Gebühren mehrfach erhöht, was bei vielen Kunden auf Unmut stieß. So wurde beispielsweise die Kontoführungspauschale für das Postbank Giro plus von 6,95 Euro auf 9,95 Euro angehoben. Auch die Kosten für das Telefon-Banking und das Online-Banking wurden erhöht.

Ein weiterer Kritikpunkt ist der Service der Postbank. Kunden beklagen sich oft über lange Wartezeiten am Telefon und in den Filialen. Auch die Kompetenz der Mitarbeiter wird von einigen Kunden in Frage gestellt.

In den letzten Monaten kam es zudem zu mehreren technischen Problemen bei der Postbank. So waren im Januar 2023 die Online-Banking- und Mobile-Banking-Dienste der Bank zeitweise nicht verfügbar. Auch im April 2023 kam es zu einem größeren Problem mit den Geldautomaten der Postbank.

Die Postbank hat auf die Kritik reagiert und angekündigt, die Gebührenpolitik zu überarbeiten. Auch der Service soll verbessert werden. Ob diese Maßnahmen ausreichen, um den Ärger der Kunden zu beseitigen, bleibt abzuwarten.

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