In der Untersuchung der Stiftung Warentest wurden in der Schokolade von 24 Adventskalendern für Kinder Rückstände von Mineralölen und ähnlichen Substanzen nachgewiesen. Einige der Mineralölbestandteile könnten krebserregend sein. Diese dürften vorrangig aus den Kartonverpackungen stammen, die aus recyceltem Altpapier hergestellt wurden.
Die Schokostückchen von 9 Kalendern enthielten sogar besonders kritische Mineralölbestandteile. Es handelt sich um sogenannte aromatische Mineralöle. Ein Teil davon steht in Verdacht, Krebs zu erregen. Besonders hoch waren die Gehalte an aromatischen Mineralölen in den Kalendern von Arko, der Confiserie Heilemann und Rausch. Aus gesundheitlicher Vorsorge sollten Verbraucher – insbesondere Kinder – diese Schokoladen nicht verzehren, so der Rat der Stiftung Warentest.
Insgesamt 12 Kalender waren zum Zeitpunkt der Untersuchung nur gering mit diesen Mineralölen belastet und gleichzeitig frei von aromatischen Mineralölrückständen. Darunter sind teure Markenprodukte, etwa von Milka und Hussel, sowie die Ware vom Netto Markendiscount, Norma und Lidl. Die Stiftung Warentest hält es für vertretbar, wenn sich Kinder und Erwachsene täglich ein Schokoladenstück aus diesen Adventskalendern genehmigen.
Die EU hat bisher noch keinen Grenzwert für diese Stoffe festgelegt hat, weil toxikologische Studien zur Bewertung fehlen. Zwar können Wissenschaftler bisher nicht eindeutig abschätzen, wie stark Mineralöle den Menschen gefährden. Es gibt jedoch einige Hinweise, dass sich insbesondere die kurzkettigen nicht-aromatischen Mineralöle im menschlichen Gewebe anreichern; im Tierversuch werden sie mit Entzündungserscheinungen der Leber in Zusammenhang gebracht.
Hier finden Sie die Ergebnisse von Stiftung Warentest.
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Stand vom Dienstag, 27. November 2012