Die kanadische Regierung hat 4000 bislang geheime Dokumente veröffentlicht, in denen es um den Vorwurf geht, Soldaten des Landes hätten die Folter von Verdächtigen in Afghanistan durch heimische Sicherheitskräfte in Kauf genommen.
Diese Dokumente zeigen eindeutig, dass es keine glaubhaften Vorwürfe gegen die kanadischen Streitkräfte gibt», sagte Verteidigungsminister Peter MacKay am Mittwoch (Ortszeit). «Zu jedem Zeitpunkt haben unsere Streitkräfte Taliban-Gefangene in Übereinstimmung mit dem internationalen Recht behandelt.»
Kanadischen Soldaten in Afghanistan war vorgeworfen worden, Gefangene an die afghanischen Sicherheitskräfte zu übergeben, wohlwissend, dass diese dann gefoltert würden. Dies hätte sowohl den Genfer Konventionen, die unter anderem den Schutz von Kriegsgefangenen regeln, als auch kanadischem Recht widersprochen.