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Machtapparat

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Der Machtapparat des ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak hat am frühen Morgen ein hartes Vorgehen gegen die erwartete nächste Protestwelle eingeleitet.

Sondereinheiten der Polizei bezogen an strategisch wichtigen Plätzen Kairos Stellung.

Seit Mitternacht war auch das Internet unterbrochen, über das Information und Koordination bei den Demonstrationen der letzten Tage liefen. Mehrere Mitglieder der oppositionellen Muslimbruderschaft wurden verhaftet. Weitere Grossdemonstrationen wurden nach dem Freitagsgebet erwartet.

Die Entwicklungen galten als Vorbote eines noch härteren Vorgehens der Sicherheitskräfte gegen die bislang grössten Demonstrationen gegen die fast 30-jährige Herrschaft Mubaraks. Beamte der Antiterror-Polizei, die sonst nur selten in der Öffentlichkeit gesehen werden, gingen an zentralen Plätzen, darunter dem Schauplatz der bisher grössten regierungsfeindlichen Kundgebungen, dem Tahrir-Platz, in Stellung. Soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter haben eine wichtige Rolle bei Information und Koordination der Proteste gegen Mubarak gespielt – ähnlich wie in Tunesien, wo Präsident Zine Al-Abidine Ben Ali nach 23 Jahren autoritärer Herrschaft am 14. Januar vor einer Volksbewegung ins Exil floh.

Am Donnerstagabend fielen in Ägypten die Verbindungen zu Facebook und Twitter aus, auch die SMS-Dienste für Mobiltelefone und BlackBerry-Messenger-Dienste waren unterbrochen. Dann fiel nach Mitternacht das Internet aus.

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